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5 Kommentare zu “CDU steht zum Stadthaus – mit deutlichen Auflagen”

  1. Einen guten Tag Herr Röhr,
    da gebe ich Ihnen Recht, die Kosten für das neue Stadthaus sind hoch, wenngleich mit diesem Projekt eines fernen Tages auch ein bemerkenswerter Immobilienwert geschaffen sein könnte.

    Weil Sie dem Vorstand der “Freien Wählergemeinschaft” angehören, haben Sie sicher zündende Ideen, wie es die Politik in Sachen Stadthaus anders und besser richten kann. Das fehlt mir in Ihrer Reaktion.
    Meine Meinung: Es ist einfach, die Kritikkeule zu schwingen. Viel schwieriger ist es, sich um konstruktive Lösungen zu bemühen.

    Das alte Stadthaus hat mehr als 60 (!) Jahre hinter sich. Selbst eine Kernsanierung macht wenig Sinn. Deshalb ist der Stadthaus-Neubau in meinen Augen der bessere Weg. Diesen Prozess kritisch-konstruktiv zu begleiten, Grenzen aufzuzeigen und klare Bedingungen zu nennen – das führt weiter.
    MfG Josef Schlösser

  2. Benno Nuding, Vorsitzender der Freien Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach, hatte bereits im Frühsommer 2019 angeregt, das neue Stadthaus mit einer Fassadenbegrünung zu versehen. Von der Verwaltung wurde zunächst versäumt, diese Anregung rechtzeitig dem AUKIV (Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr) im September 2019 vorzulegen. So kam das Thema erst im Oktober auf die Tagesordnung. Die Stadtverwaltung schlug dem Ausschuss vor, der Anregung nicht zu folgen. Die Planung sei schon zu weit gediehen (obwohl doch der Siegerentwurf erst im April 2019 ermittelt wurde). Sie gab deshalb dem AUKIV zunächst folgende Beschlussempfehlung: Bei den weiteren Planungen für den Stadthausneubau die Planungen des Siegerentwurfs zugrunde zu legen und von einer zusätzlichen Fassadenbegrünung abzusehen…Dieser Vorschlag wurde immerhin im Oktober vom AUKIV abgeändert…jetzt heißt es: soweit rechtlich möglich auf eine Fassadenbegrünung hinzuwirken. Das ist hübsch unverbindlich und ich befürchte, die Verwaltung wird wieder einmal ihr Vorhaben unbeeindruckt mit Unterstützung der GroKop durchziehen. AUKIV-Vorsitzender ist der CDU-Bürgermeisterkandidat Buchen. Er müsste in dieser Eigenschaft in enger Verbindung zur Verwaltung stehen und die Dinge verfolgt haben. Deshalb habe ich an einem echten Änderungswillen der CDU so meine Zweifel.
    Übrigens: Die Niederschrift der Sitzung des AUKIV vom 29. Oktober 2019 steht selbst nach einem Monat noch nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung, obwohl der nächste Sitzungstermin bereits kommenden Dienstag ist.

  3. vielen Dank Herr Röhr,
    ich kann mich Ihren Worten zu 100% anschließen….”allerdings sei man jetzt an einem Punkt, an dem ein detailliertes Hinterfragen notwendig ist………………” mehr als ein bisschen zu spät, Herr Metten…..
    Es ist der Wahnsinn, wie hier mit Millionenbeträgen um sich geschmissen wird….
    Die Aussagen werden für uns immer unglaubwürdiger….

  4. Bewegt sich da was? Der letzte Absatz weckt Hoffnung. Während in den bisher bekannt gewordenen Informationen die Umweltverträglichkeit des Gebäudes nur eine Nebenrolle spielte, scheint langsam ein Umdenken stattzufinden. Die Baukosten steigen, 4% pro Jahr wird allenthalben geschätzt, dass sind externe Fakten an denen GL wenig tun kann. Sehr wohl aber ist die hiesige Politik dafür verantwortlich, ein durch und durch nachhaltiges Gebäude zu schaffen. Die UN hat gerade gestern der Weltgemeinschaft erneut bescheinigt, dass sie sich dem Klimaziel noch immer nicht annähert! 4 Jahre nach Paris ist keine Trendwende erkennbar.
    Nur ein klimaneutrales Gebäude kann hier dem Maßstab genügen, für dieses uns alle weiteren öffentlichen (und auch privaten) Projekte. Wer das nicht so sieht, geht bitte morgen früh in die Stadt und erklärt das den Kindern.

  5. Mit viel Zahlenakrobatik will die CDU die erheblichen Mehrkosten für das neue Stadthaus verdauungsfähig machen. Tatsache bleibt, dass die Kosten sich seit der ersten Planung verdoppelt haben, und man kann davon ausgehen, das dies nicht das Ende der Fahnenstange ist. Die Entscheidung Neubau statt Sanierung beruhte also auf falschen Zahlen. Jetzt sei man an einem Punkt, das zu hinterfragen, lässt der CDU-Fraktionschef verlauten. Ein bisschen spät, Herr Metten, finden Sie nicht?
    Vorzuschlagen, dass das Gesamtprojekt in Bauabschnitte aufgeteilt werden soll, zeugt dann von ganz besonderer Chuzpe. Sollen damit die gestiegenen Gesamtkosten durch kleinere Häppchen schmackhafter gemacht werden?
    Aber beruhigen wir uns, die CDU bietet auch eine Lösung an: Sie w i l l prüfen lassen, welche Auswirkung die Digitalisierungsstrategie der Stadt (Geben Sie diesen Begriff mal auf den Webseiten der Stadt ein) auf die Kosten haben könnte. Strategie? Bergisch Gladbach liegt, was Digitalisierung der Verwaltung betrifft, an letzter Stelle aller deutschen Großstädte. Für Strategien und Konjunktive ist es da ein wenig zu spät. Längst hätte gehandelt werden müssen.

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