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3 Kommentare zu “Schlodderdeich: Nächster Schritt zum Klinik-Ausbau”

  1. Für die Grundstücksbebauung liegt eine positive Bauvoranfrage für die GWK vor,
    Dort sollten 36 Wohnungen für Menschen mit Behinderung gebaut werden. Nur weil es Probleme gab, war man nicht bereit, das Grundstück an die GWK bzw. den Investor zu verkaufen. Auch jetzt würde noch immer Interesse bestehen, weil es keine geeigneten Grundstücke gibt, um den dringenden Bedarf sicherzustellen. Für die Menschen mit Behinderung wäre die Nähe zum Arbeitsplatz von großen Vorteil. Lange Fahrzeiten würden vermieden. Erhebliche Fahrtkosten fallen nicht an.
    Das seitens der Klinik jetzt das Grundstück gekauft wurde, trotzdem man von dem Interesse seitens der GWK wusste, die bereits sehr viel Zeit und Geld investiert hatte, finde ich nicht ok.

  2. “Insgesamt wird es 149 Betten geben. Und mehr werden es auch nicht werden”. Wer an solche Versprechen glaubt, wartet auch am 5.12. auf den Nikolaus. Sollte die PSK mittelfristig größeren Platzbedarf mit damit verbundener Möglichkeit, mehr Einnahmen zu generieren, sehen, werden Herrn Klein seine Worte von gestern nicht mehr kümmern. Erneut wird die Stadt wieder eine Möglichkeit finden, den Wünschen eines Investors entgegenzukommen. Was kümmert die Stadt ihre Bevölkerung. Mit dem
    “Vorhabenbezogenen Bebauungsplan” ebnet die Stadt dem Investor die Möglichkeit, ohne die lästigen Argumente der Einwohner gegen den FNP-E. planen und bauen zu können, indem der alte FNP, der eigentlich laut Verwaltung nicht mehr zu handeln ist, an dieser Stelle doch noch zum Tragen kommt.

    Herr Klein erwähnt die Notwendigkeit, unbedingt mehr Platz für Alkoholkranke schaffen zu müssen. Warum aber gegen die Anwohner und gegen die Bedenken der Naturschutzverbände? Was Herr Klein nicht erwähnte sind die Synergien und die Einsparungen, die man sich verspricht, wenn man am Schlodderdicher Weg baut und dafür ein Haus im Bergischen Land schließen kann. Das scheint der wahre Grund zu sein, dass man so heftig um die Schlodderdiche Wiese kämpft. Das die Stadt dabei den Schulterschluss übt, kann einen kaum noch verwundern.

    Dieser Bau muss verhindert werden!

  3. Ein Kommentar zu “Presseschau 1.3. 2018”

    Eine Sondergenehmigung für den östlichen Teil der „Schlodderdichen Wiese“, die die „Gemeinnützigen Werkstätten Köln“ (GBK) mangels Bebauung nicht in Anspruch nahm, hätte zur Rückkehr zum Landschaftsschutz – wie der Rest der Wiese – führen müssen. Im Gegenteil wurde daraus im 1. FNP-E. in vorauseilendem Hinweis auf die Hilfe der Stadt ein „Sondergebiet für Gesundheitsdienstleistung“ (SfG), obwohl die Psychsom. Klinik noch keinen Bauantrag gestellt hatte. Eine andere Grundlage dafür ist den Anwohnern nicht bekannt.
    Man darf wohl vermuten, dass die Trägergesellschaft der Klinik bereits in der Stadt vorstellig geworden war, mit Investitionen gewunken hat, vielleicht sogar die Erschließung des Gebietes versprach, worauf die Stadt eine „vorhabenbezogene“ Planung begann.
    Es gibt weder eine patientengebunde Notwendigkeit für die Klinikerweiterung – genügend Plätze für Suchtkranke sind im Raum vorhanden – noch die Möglichkeit, eine Brache sinnvoll zu bebauen. Hier geht es alleine um kommerzielle Ziele. Eine Einrichtung des Trägers soll vom Bergischen Land neben die hier bestehende Klinik verlegt werden, um daraus Synergien zu erzielen.
    In der Sondergenehmigung für die GWK wurde auf bestimmte Restriktionen wie Schutz des relevanten Strundeabschnittes – der bereits heute nicht den „Europäischen Wasserrahmenrichtlinie“ auch nach der Forderung, dies zu verbessern, entspricht – und damit auf ein Bauverbot für gewisse Teile der Wiese hingewiesen. Eben diese Flächen befinden sich nun im SfG, wofür weder eine allgemeiner Vorteil noch ein gesetzlicher Zwang vorliegt.
    Die Zuwegung zu diesem Gelände stellt eine erhebliche Position im Verkehrschaos Bergisch Gladbachs dar, die durch eine Erhöhung der ZU- und Abfahrts-Kapazität der Klinik weiter verschärft würde.
    Die zahlreichen Verstöße gegen den FNP-Vorentwurf, die von der örtlichen Bürgerinitiative am 09.10.2016 in einem Schreiben der Stadt vorgehalten wurden, fanden bisher im Bereich der Wiese keine Veränderung. Auch zum Umweltbericht im Rahmen des Vorentwurfes FNP bestehen erheblich Diskrepanzen, die nicht oder nicht schlüssig erklärt oder bewiesen wurden.
    Die Verwendung neuer Gebäude der Klinik sollen der der bisherigen Praxis folgen. Das bedeutet u.a. zusätzlichen Verkehr, wie bereits erwähnt, vor allem aber zusätzliche Belästigung der Anwohner, wie bereits die Polizei im Jahre 2015 feststellte. Die anwohnende Bevölkerung sieht sich sehr oft Anpöbeleien der Suchtkranken ausgesetzt, Kinder finden benutzte Spritzen, Lärm und laute Musik sind nicht selten.
    Dies alles in einem Teil unserer Stadt, der der naturnahen Erholung dienen soll, einen Kaltluftabzug und einen Klimaaustauch im Umweltverbund darstellt, der seltene Pflanzen und Tiere beherbergt, alles für eine kommerzielle Nutzung, der die Stadt wohl sehr gerne Vorschub leistet.
    Wie an anderer Stelle steht hier das Interesse der Wirtschaft im Vordergrund, nicht das der Bevölkerung, wie es das Bundesbaugesetz von Weiterentwicklung und Zukunftsorientierung einer Stadt verlangt.

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