Seit Freitag ist bekannt, dass sich ein Mitarbeiter eines Seniorenheims in Bergisch Gladbach eine Corona-Infektion zugezogen hat. Schnelle Tests ergaben, dass zahlreiche Bewohner und ein weiterer Pfleger angesteckt sind. Das Gesundheitsamt stellte den entsprechenden Gebäudeteil unter Quarantäne.

Noch am Freitag war das Kreisgesundheitsamt vor Ort, hatte die Kontaktpersonen des betroffenen Pflegers ermittelt und Abstriche genommen, teilte die Kreisverwaltung am Sonntag mit.

Der Pfleger habe nur in einem Gebäudeteil gearbeitet, in dem 36 Personen untergebracht sind. Sie wurden alle getestet, die Ergebnisse liegen jetzt zum großen Teil vor:

Zehn Bewohner seien positiv auf Corona getestet worden, davon weise nur eine die typischen Symptome aus. Bei 21 Personen fiel der Test negativ aus, fünf Ergebnisse fehlen noch.

Auch ein weiterer Pfleger betroffen

Darüber hinaus wurden elf Kontaktpersonen aus der Mitarbeiterschaft in diesem Gebäudeflügel ermittelt. Von ihnen wurde eine Person positiv getestet, acht negativ. Hier stehen noch zwei Ergebnisse aus.

Der betroffene Flügel des Gebäudes sei isoliert und unter Quarantäne gestellt worden. Damit sollen weitere Infektionsketten unterbrochen werden, ohne den Betrieb des gesamten Pflegeheims einstellen zu müssen, erklärte die Kreisverwaltung.

Die Mitarbeiter seien zum Teil in häusliche Quarantäne gesetzt worden, ein Teil arbeite vorsorglich unter vollständiger Schutzkleidung weiter. Es gebe einen festen Mitarbeiterstab, der nur in diesem Gebäudeflügel eingesetzt ist. 

Am Sonntag war die Zahl der Neuinfektionen in RheinBerg deutlich gestiegen; das geht vor allem auf die Fälle im Seniorenheim zurück.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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5 Kommentare

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  1. @Dorothea:
    Wenn der Begriff Stigmatisierung verwendet wird, möge man sich vorher über Inhalt und Trefflichkeit im Klaren sein. Eine Stigmatisierung kann hier gar nicht stattfinden. Auch helfen Mutmaßungen nicht weiter. Information und Transparenz dagegen umso mehr.

  2. Hallo ich arbeite seit über 40 Jahren in der Pflege und ich denke das Gesundheitswesen hätte nie privatisiert werden dürfen. Seit der Umstellung geht es sich nicht um den Menschen sondern es wird gespart an allen möglichen stellen.stationen werden zusammen gelegt Patienten zahlen und Bewohner der Pflegeeinrichtungen werden erhöht. die Pflege steht schon lange vor dem Kollaps .da wird gerechnet . Experten die studiert haben aber irgendwie in der anderen Welt leben zeigen uns an der Basis wie’s funktioniert merken aber gar nicht das es eben nicht mehr überall so läuft wie sie denken wir brauchen nicht nur Köpfe die denken . wir brauchen Menschen die zuhören,denken und bestmöglich handeln . Seit Jahren wissen wir daß Erreger sich verändern und Menschen daran sterben. Hätte man Vorsorge getroffen ,statt Krankenhäuser zu schließen Stationen zusammen zu legen Personal zu entlassen ., hätten wir vielleicht jetzt nicht diese allgemeinen kosten und bräuchten nicht diese emensen Summen zu zahlen. Wir stehen zwar mit unserem System noch besser da wir andere Länder dennoch ist es ein Armutszeugnis das wir Gerätschaften haben aber nicht genügend Material .ich hoffe dass die Denker und Experten wach werden und zukünftig nicht nur denken, Statistiken erstellen und Debatten führen .hinter jeder Statistik stehen Menschen . LG

  3. Ich finde es gut das der Name von dem Heim nicht genannt wird. Die Bewohner wären sonst stigmatisiert. Die Angehörigen von den erkrankten Bewohnern werden sicher über den Gesundheitszustand ihrer Familienmitglieder informiert. Erschreckend ist allerdings das sich jetzt der Virus in den Seniorenheimen ausbreitet.

  4. Warum wird das konkrete Heim nicht benannt?
    Dadurch wird erreicht, dass jetzt die Angehörigen von allen Heimen Befürchtungen haben. Die Telefonzentralen aller Heime werden sich über die zusätzlichen Anrufe freuen, oder?
    Weitsicht geht anders!

  5. Es ist zwingend erforderlich, dass von der Presse auf die lebensnotwendige Versorgung der Heiminsassen mit den Schutzmasken Pf2 /3 verwiesen wird. Nur so sind unsere Väter und Mütter zu schützen und zu retten. Alles andere ist schon Vorsatz.