Naturfreunde entdecken derzeit vermehrt tote Blaumeisen. Die toten Tiere könnten der aktuell grassierenden Blaumeisenseuche zum Opfer gefallen sein. Ob der Kreis betroffen ist wird gerade geprüft. Wer auf tote Blaumeisen trifft, sollte gleichwohl ein paar Regeln beachten.

Unter Verdacht stünden im Kreis derzeit drei Fälle, davon einer aus der Stadt Bergisch Gladbach. Das Kreisveterinäramt habe die Tiere zum Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld gesandt. Ob sich die Tiere mit dem Bakterium Suttonella ornithocola infiziert haben sei derzeit noch offen, sagte der Pressesprecher des Rheinisch-Bergischen-Kreises, Alexander Schiele, dem Bürgerportal. Das Bakterium führt zu Lungenentzündungen bei den Vögeln.

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Meldung ans Veterinäramt

Wer tote Blaumeisen findet, möge sich bitte an das Kreisveterinäramt unter der Rufnummer 02202-13 28 15 wenden, so der Sprecher. Damit eine Untersuchung der Vögel erfolgen könne, sollten die toten Tiere möglichst dem Amt übergeben werden. Hierzu würden diese am besten in einer verschlossenen Tüte transportiert und bei Bedarf kühl gelagert.

Zudem sollte auf eine Fütterung der Tiere sowie das Aufstellen von Vogeltränken derzeit verzichtet werden, da erkrankte und damit geschwächte Tiere diese Fütterungsstellen aufsuchen und sich der Erreger dort übertragen könne. Vorhandene Fütterungsgefäße werden mit kochendem Wasser von Bakterien befreit.

Hygieneregeln beachten

Der Erreger ist für Haustiere und den Menschen ungefährlich. Gleichwohl sollten die allgemeinen Hygieneregeln beim Auffinden toter Vögel beachtet werden. So sollten diese nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Nach Kontakt unbedingt die Hände mit Seife und fließendem Wasser reinigen.

Wer Hilfe bei der Identifizierung von Blaumeisen braucht, findet hier ein Foto.

Bild von ray jennings auf Pixabay

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Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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