Die CDU reagiert auf das Wahlprogramm der Grünen mit deutlicher Kritik. Einige Vorschläge seien ideologisch geprägt und lösten Wut aus, sagen Bürgermeisterkandidat Christian Buchen und Parteichef Thomas Hartmann. Im Zentrum der Kritik: Die Brötchentaste und Parkgebühren.

Thomas Hartmann

„Einige Vorschläge, die rein von Ideologie geprägt sind, haben mich ehrlich gesagt sprachlos und wütend gemacht“, kommentiert Thomas Hartmann, Vorsitzender der CDU Bergisch Gladbach, in einer ersten Reaktion die grünen Wahlthesen.

„Wir suchen alle gerade intensiv nach Lösungen, der lokalen Wirtschaft und vor allem dem Einzelhandel in der Corona-Pandemie zu helfen. Und die Grünen fordern, die Brötchentaste abzuschaffen und die Parkgebühren zu erhöhen… Möchten sie unseren Innenstädten endgültig das Genick brechen?“, so Hartmann.

Auf der einen Seite fordere das Dreierbündnis Runde Tische für die Wirtschaft, auf der anderen Seite grätschen die Grünen mit solchen Vorschlägen dem Handel die Beine weg – das zeige deutlich, wie verlässlich dieses Parteienbündnis sei, erläutert Hartmann seine Kritik.

„Wenn Ideologie den Verstand schlägt”

Christian Buchen

„Wenn Ideologie den Verstand schlägt, kommt man auf solche Forderungen“, ergänzt Bürgermeisterkandidat Christian Buchen. „Auch die Ankündigung das Anwohnerparken generell kostenpflichtig zu machen ist eine Unverschämtheit denen gegenüber, die für den Weg zum Arbeitsplatz auf einen PKW angewiesen sind und gleichzeitig nicht jede finanzielle Zusatzbelastung einfach wegstecken können“, so Buchen weiter.

Buchen: „Nachhaltiges Handeln ist wichtig und zwar in Bezug auf alle drei Säulen die dazu gehören: Ökologisch, wirtschaftlich und sozial. Und dabei gilt es stets Maß und Mitte zu halten!“

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10 Kommentare

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  1. Verstehe ich Sie richtig, Herr de Lamboy? Ihr Kandidat wendet sich auf dieser Plattform hier an die Öffentlichkeit, Reaktionen darauf sollen aber bitteschön nicht auf dieser Plattform und schon gar nicht öffentlich erfolgen?
    Nö! Schicken Sie Ihre Statements doch an sich selbst, wenn Sie keine öffentliche Reaktion haben wollen.

    Gratulation übrigens zum neuen Wahlkampf-Claim. Ich erwarte, dass “Wenn Ideologie den Verstand schlägt – CDU” im ganzen Stadtgebiet plakatiert wird.

  2. Lieber Bernd de Lamboy, mit unterschiedlichen Gesprächspartnern zu unterschiedlichen Themen über Jahre versucht, u.a. der FNP lässt grüßen. Die Wahl gibt neue Orientierung….

    Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte.
    Hans-Georg gadamer Philosoph

  3. @Bernd de Lamboy
    Es gibt nun mal den alt-ehrwürdigen Kommunikationskanal des Leserbriefs. Für viele Leser eine Möglichkeit, sich spontan Gehör zu verschaffen, für die Adressaten ein politischer Gradmesser und für die Verleger ein wichtiges Mittel zur Kundenbindung.
    Besser, Sie finden sich damit ab. (Natürlich steht Ihnen – und jedem anderen – auch den direkten Weg zum Kontakt offen.)

  4. Warum nehmen die hier in diesen Kommentaren kritisierenden Teilnehmer nicht direkt den Kontakt zum BM Kandidaten Buchen auf, und fragen ihn nach den Hintergründen der CDU Antwort auf die GRÜNEN VISIONEN?
    Da gibts es ganz viele Videosprechstunden mit den Bürgern im Angebot. Das ist doch besser als aus der 2. Reihe zu mosern.

  5. “fassungslos und wütend”: Ihnen schwillt der Kamm über den aufgeblasenen Backen vor künstlicher Erregung. Vorsicht, Schlaganfall droht!
    Bedenken Sie, wenn Sie sofort die maximale rhetorische Keule schwingen, ist die Tür zur Verständigung von vornherein zugeknallt.
    Haben Sie vergessen, daß es um Kommunalpolitik geht, wo man gemeinsam diskutieren und Lösungen suchen sollte?

  6. Sehr vorhersehbare und reflexhafte Reaktion der CDU. Man bedient den Wähler mal wieder mit Phrasen und Informationen aus der Mottenkiste. Es ist Aufgabe der Politik, Leitlinien und Ziele zu definieren. Sich zwei Punkte aus einem Wahlprogramm, dass einen deutlich umfassenderen Ansatz verfolgt, derart polemisch herauszugreifen zeugt nicht unbedingt von der Fähigkeit, das große Ganze im Blick zu haben, zumal der erste gr0ße Aufschlag der CDU ja das Thema städtische Sauberkeit war.

  7. “Ideologie” hat sich bei der CDU den GRÜNEN gegenüber anscheinend richtig zum Kampfbegriff entwickelt, als ob es etwas negatives wäre, wenn eine Partei noch Ideale verfolgt und sich dabei auch treu bleibt. Woran liegt das? An der eigenen Ideen- und Mutlosigkeit?
    Keine Ideale zu haben, das ist für mich “Weiter so”. Mit Aussitzen werden sich die dringenden Probleme wie Klima und Verkehr – die nach der Corona-Krise übrigens immer noch da sein werden – aber weiterhin nicht lösen lassen.

    Auch war sich die CDU noch vor Corona nicht zu schade, sich selbst bei den Grünen Ideen zu bedienen, als Klima (nicht zuletzt wohl durch Fridays for Future und das Umfragehoch der Grünen) gerade en vogue war. Wie ernst es der CDU damit war, zeigt sich ja jetzt. Hier glaubt man eben immer noch, Klimawandel und Verkehrsprobleme könnten bekämpft werden ganz ohne dass sich irgendwas an unserer Lebensweise ändern muss.

    Im Übrigen wage ich zu bezweifeln dass auch nur ein einziger Händler ausgerechnet wegen wegfallen des Kurzzeitparkens oder höherer Parkgebühren pleite gehen würde.

  8. Respekt, von selbsterklärten der Wahlkampfabstinenz gleich zur großen Keule. Ich glaube hier werden Ideen mit Ideologie verwechselt. Bessere Ideen sind willkommen, nur zur Lösung der Herausforderungen müssen sie taugen. Blütensaatgut für Bienen zu verteilen, wenn man in einer Partei ist, die die Landwirtschaftspolitik zu verantworten hat, die diese Probleme erheblich mit zu verantworten hat, was würden Sie einem solchen Politiker entgegnen?
    Was den Einzelhändlern das Genick bricht wird nicht überwiegend in GL entschieden, sondern in Berlin, weil man sich z.B. nicht zu einer wirksamen Besteuerung der Internetgiganten durchringen kann.
    Beissen bringt uns nicht weiter und den Menschen zu erklären, dass wir leider garnichts ändern können auch nicht. Ideen bitte!

  9. Ich bin beeindruckt von der CDU !

    Die Grünen setzen als erste der Parteien in Bergisch Gladbach den Aufschlag und präsentieren ihr Wahlprogramm – und Christian Buchen, der den Wahlkampf eingeläutet hat, und Thomas Hartmann heulen auf, in Sorge um die lokale Wirtschaft, wegen der Parkuhren!

    Jetzt mal ganz ehrlich die Herren – entweder ist es so, dass es sonst nichts am Wahlprogramm der Grünen auszusetzen gab oder Sie scheuen den Fußmarsch von den 200m entfernt gelegenen, kostenlosen Parkplätzen.

  10. Da weiß ich ja garnicht wo man Anfangen soll:

    Das Maß und Mittel halten… Wo diese Mitte nun liegt ist ausegungssache, aber bei “Ökologisch, wirtschaftlich,sozial” einfach Wirtschaft mit greenwashing als Mitte zu nehmen, wie es die CDU fürstlich praktiziert kann auch nicht die Lösung sein.

    Zum Thema Broetchentaste:
    Den Leuten, ist es immer noch möglich Brötchen zu holen, wenn man denn ein Fahrrad hat. Der Bäcker ist ja nun nicht 10 Städte weg… Was wo wir beim Thema finanzielle Belastungen sind, deutlich günstiger ist, für die Umwelt und den Broetchenholenden, als das Auto.
    Schwere Einkaeufe im Baumarkt, Supermarkt, etc sind abgedeckt durch den markteigenen Parkplatz.

    Gerade in dieser Tieflage, aus der die Wirtschaft neu starten muss, wäre es das richtige, den Neustart ökologisch zu beginnen, um schon von Anfang die richtige Richtung zu haben.