Die Suche nach Bildung führt die Autorin und Reporterhund BamBam in dieser Folge unsere Innenstadt-Serie zu einer Skulptur im Forumpark: Die Vorleserin von Werner Franzen. Sicher laufen viele an ihr vorbei, ohne sie zu bemerken. Ein Grund, diese Skulptur genauer zu betrachten.

So viel Informationen ich auch zum Hexe Köbes finden konnten, so wenig gibt es zur „Vorleserin”. Der Bildhauer Werner Franzen hat sie gestaltet und Gustav Lübbe hat sie 1993 der Stadt gestiftet. 2016 wurde sie von ihrem ursprünglichen Platz vertrieben, weil der Forumpark neu gestaltet wurde.

Hinweis der Redaktion: Unser Reporterhund BamBam und die Autorin Evelyn Barth befassen sich in dieser Serie mit den Kunstwerken im öffentlichen Raum, vor allem in der Innenstadt von Bergisch Gladbach. Alle Beiträge der Serie finden Sie unten.

Seit der Eröffnung steht sie nun neben dem Spielplatz, vor der Wand der Stadtbücherei. Der Vorrat an Büchern sollte ihr also nicht so schnell ausgehen. Aber mehr konnte ich tatsächlich nicht finden – über Hinweise würde ich mich freuen.

Was ich aber herausgefunden haben ist, dass die „lesende Frau mit Kind” nicht die einzige Skulptur des Bildhauers Werner Franzen in unserer Stadt ist. Ich weiß derzeit von sieben Stück. Eine davon ist der Papierschöpfer auf dem Konrad-Adenauer-Platz, eine andere steht auf seiner Grabstätte in Schildgen. Auf das Leben und Arbeiten des Künstler werde ich in einem anderen Beitrag eingehen.

Zur Vorleserin kann ich nur meine eigenen Eindrücke und Gedanken niederschreiben und Fotos zeigen.

„Lesen macht glücklich“ steht am Sockel der Skulptur. Für mich kann ich das bestätigen. Man kann abschalten, in andere Welten eintauchen, der Phantasie freien Lauf lassen. Lesen macht Bilder im Kopf.

Für Kinder ist das Vorlesen eine Erfahrung, die mit Zuwendung, Liebe, Geborgenheit und Bindung zu tun hat. Das gilt auch noch, wenn ein Kind bereits selbst lesen kann. Diese Geborgenheit zeigt auch die Skulptur. Die Vorleserin hat das Kind in den Arm genommen und so schauen sie beide ins Buch.

Der Standort neben dem Spielplatz sorgt auch bei dieser Skulptur für blankgewetzte Stellen. Die Füße auf dem Sockel werden anscheinend oft beklettert oder sitzend warm gehalten.

Zum Schluss wollte der Reporterhund noch herausfinden, wie denn das Buch heißt. Aber das ist ihm nicht gelungen. Das Buch ist an einer Seite aufgeschlagen, wo man den Titel nicht sehen kann.

BamBam und ich werden jetzt die Franzen-Skulpturen suchen und ansehen. Sie stehen zum Teil an versteckten Orten und wir glauben, dass manche nur wenig bekannt sind.

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Evelyn Barth

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

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3 Kommentare

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  1. Hallo Frau Barth,
    ich lese öfters Ihre Beiträge und erfreue mich an den Aktivitäten von BamBam. Vielen Dank für diesen Artikel über “Die Vorlesende”! Sollte ich wieder einmal in Gladbachs Mitte kommen (was, von Refrath kommend, nur notwendigerweise geschieht, oder wenn ich der Villa Zanders einen Besuch abstatte), dann werde ich mir Franzens Skulptur ansehen.
    Besonders gefallen hat mir Ihr Foto, auf dem BamBam vor der Vorlesenden sitzt und einer imaginären Stimme zu lauschen scheint.
    Übrigens: In Belin-Weißensee gibt es in einem Park die Statue einen lesenden jungen Mannes, bei dem sich meine 4-jährige Enkelin gerne auf den Schoß setzt um sich fotografieren zu lassen.
    Weiterhin viele schöne Fotos und interessante Artikel wünscht
    Sylvia Ruppert

  2. Eine wunderbare Serie mit Einblicken in die Kunst am Rande des Weges. Bin auf die weiteren Arbeiten gespannt.

  3. Lieber BamBam,
    ich glaube, ich weiß, welches Buch die Vorleserin in der Hand hat. Aber ich sage dir gleich, ich werde dieses Wissen zunächst für mich behalten.

    Dafür gebe ich dir, als dem Reporterhund mit der tollsten Schnüffelnase einen Hinweis: Die Vorleserin sitzt, das Kind steht, das Buch ist halb durchgelesen. Es muß schon ein sehr spannendes Buch sein, bei dem man als Kind ruhig stehen bleibt und zuhört. Vielleicht wird ja auch zu einer regelmäßig wiederkehrenden Gelegenheit nur ein wenig vorgelesen. Aber auch das wäre beachtlich.

    Nun, lieber BamBam, wurde dir auch schon mal vorgelesen, als du klein warst? Weißt du noch, was das vielleicht für ein Buch war und wie der Titel davon hieß?
    Oh, wenn wir in dieser Sache nicht weiterkommen, dann ist es vielleicht einfach ein spannendes Buch in der Erinnerung von dem, der gerade davorsteht und die Skulptur betrachtet?