Am Stadtrand, wo Hebborn aufhört, hat Barbara Stewen vor 41 Jahren einen kleinen Friedhof im Wald entdeckt. Jetzt ist sie zurückgekehrt und hat mit Hilfe von Peter Lautz die Geschichte der Grabstelle und des benachbarten Anwesens erkundet.

Ich öffne ein Tor. Bellend begrüßt mich Hofhund Timmy und merkt, nachdem ich frage: „Und wer bist du?“, dass ich kein ungebetener Eindringling bin. Ich betrete den Hebborner Hof. Er ist gepflastert. Links sehe ich einen geöffneten Stall. Dort wird gerade ein Pferd gestriegelt.

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Ein trüber Tag, ich bin viel zu früh da und warte auf den Hausherrn. Ich schaue zum Himmel. Die Wolken verschieben sich, die Sonne kommt kurz heraus und beleuchtet die schwarz-weiße Fachwerkmauer des Hauses und die üppig bepflanzten Blumenkübel mit den angrenzenden, weitläufigen Reitanlagen, Scheunen und Remisen. 

Ich mache ein Foto und schaue noch einmal zurück durch das eiserne Tor. Ich sehe den Wald und spüre, dass hinter dieser Aura, dem Hof, dem Wald mit den zwei Villen und dem Gelände, eine ganz besondere Geschichte steckt, und dass ich schon einmal hier war. 

Wir drehen die Zeit um 41 Jahre zurück.

Freitag, der 5.Oktober 1979. Ein warmer Spätnachmittag. Ich ging mit meinen  Kindern,  Marc, acht, und Frederic, zweieinhalb Jahre alt, vom Urnenfeld in Richtung Odenthaler Straße, die wir in Höhe des Hebborner Waldes überquerten. 

In dieser Gegend entdeckten die Kinder immer irgendetwas Besonderes. Einmal war es ein Igel, der mit Muße unseren Weg überquerte, flitzende Eichhörnchen, oder Höhlen mit Efeu berankten Gewächsen im Wald, und ganz besonders, der historische Hebborner Hof. 

„Guck mal, Mama, da ist ein Tor, da, zwischen den Bäumen!“, rief mein Ältester, der vorgerannt, schon im Wald gelandet war.

„Ein Tor? Das kann doch nicht sein. Keine Abenteuer mehr. Wir müssen zurück. Es wird dunkel, Kinder, und Gewitter sind angesagt. Morgen können wir noch einmal herkommen…“ 

„Abba Mama, bitte…“, und schon war der Junge verschwunden. Ich folgte ihm auf dem holprigen Weg, mit dem Jüngsten im Sitzbuggy, und staunte.

Ein kleiner Friedhof, mitten im Wald. Das eiserne Tor, weit offen, schien uns einzuladen. Schemenhaft, im Schatten der Bäume, entdeckten wir Gräber mit alten Grabsteinen, Inschriften und ihren Geschichten. Wir waren sprachlos, so, als wären wir in einer anderen Zeit gelandet.

Schwupps hatte sich der Jüngste aus seinem Sitzbuggy befreit und holte sein blinkendes Lieblingspolizeiauto aus der Tasche seiner Latzhose. „Tütata, tütata“ murmelnd fuhr er, das Fahrzeug durch modriges Laub bewegend, auf einen Grabstein zu, tauchte ihn in fahles Blaulicht.

Ich sah zum Himmel. Da braut sich was zusammen, dachte ich und wollte sofort gehen, doch die Namen auf den Grabsteinen, in Bergisch Gladbach nicht unbekannt, fesselten mich. Ich hätte sie gerne entziffert.  

Doch da erfasste eine Sturmbö das Laub, wirbelte es durch die Luft. Ein unüberhörbares Grummeln warnte mich. Erste  Regentropfen prasselten herunter. „Grabgespenster“, flüsterte mein ältester Sohn, aber ich machte dem Abenteuer ein abruptes Ende, denn wir hatten bis zum Urnenfeld noch eine Strecke zurückzulegen.

Ich schnappte mir den Jüngsten, der missmutig greinte, stopfte ihn in den Buggy und rief seinem Bruder zu: „Von wegen Gespenster, komm sofort her, wir müssen nach Hause. Gespenster darf man nicht stören, sie brauchen ihre Ruhe, sonst verfolgen sie die Menschen!“

Das war hart, aber was sollte ich als Mutter machen, um die Kinder vor dem Unwetter zu retten. Für Geschichten mit Widergängern, die keine Ruhe finden und sich nächtlichen Wanderern auf den Rücken setzten, waren sie wirklich zu klein.

Platschnass langten wir zuhause an. Die Kinder plapperten aufgeregt, bis dass sie irgendwann zur Ruhe kamen und einschliefen.

Mitten in der Nacht wurde ich durch einen Aufschrei geweckt. Mit tränenden Augen saß mein Jüngster im Bett und heulte: „Mein Tütata ist weg!“ Das Polizeiauto stand immer abends einsatzbereit neben seinem Bett und hielt Wache.

Wer kennt nicht die Trauer eines Kindes über den Verlust eines verlorenen, lieb gewordenen Spielzeugs? Ich nahm es auf den Arm, tröstete und schaute in die dunkle Nacht hinaus. Dort, ganz hinten lagen der Hebborner Hof und der Wald mit dem mysteriösen Ort. 

Beschienen vom Vollmond des 5. Oktobers 1979, barg er nun für uns ein Geheimnis. Im Gebüsch, zwischen alten Gräbern, lag das Lieblingsauto meines Sohnes.

„Morgen, wenn das Wetter gut ist, holen wir dein Auto“, tröstete ich ihn. 

„Tütata“, flüsterte er selig und schlief beruhigt ein.

Wieder im Hier und Jetzt schaue ich mich mit Peter Lautz auf dem Hof um und erfahre, dass die Geschichte des Hebborner Hofes auf eine Siedlungsgründung des Grafen von Berg zurückzuführen ist. Ich bin gespannt.

„90 Pensionspferde betreue ich jetzt auf diesem Hof“, erklärt Peter Lautz. Ich bewirtschafte mit meiner Frau Madeleine diesen historischen Besitz. Er macht eine Pause und erklärt mit Stolz in der Stimme: Sie ist Steuerberaterin und außerdem auch noch Agrar-Ingenieurin. 

Eine Kindheit auf dem Hof

„Das passt doch gut“, sage ich und höre Peter Lautz weiter zu. Er erzählt:

„Dr. Karl Anton Lautz war mein Urgroßvater. Nach seinem Tod 1944 erbte mein Großvater, Hermann Peter Lautz den Hof, bewirtschaftete ihn aber nicht. Seit der Ersteigerung des Hebborner Hofes durch Johann Anton Lautz, im Jahr 1841, waren immer Pächter auf dem Hof, bis dass mein Vater, Helmut Lautz, Diplom Landwirt, 1957 den Hebborner Hof übernahm. Er war der erste Lautz, der den Hebborner Hof,  zusammen mit seiner Frau, Ute Lautz, bewirtschaftete. Leider starb er vor fünf Jahren…“

Peter Lautz berichtet, dass er mit den Geschwistern seine Kindheit auf dem Hof verbracht hat. Er war der einzige der vier Jungen, der schon früh den Wunsch hatte, diesen Hof, der uralte Wurzeln hat, zu übernehmen. 

„Meine Eltern hatten noch Milchkühe und Hühner, doch mein Ziel war ein anderes. Ich wollte über den Zaun schauen, den Betrieb auf Pferdehaltung umstellen.“ 

Wir gehen über das weit verzweigte Gelände und ich stelle fest, dass Peter Lautz stets alles ‘von der Pike auf‘ lernen wollte. 

Zunächst war da die Ausbildung zum  Landwirtschaftsmeister. Danach legte er die Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister ab. Das Ziel dieser Ausbildung, die auch Praktika in anderen Betrieben erfordert, ist Wissen zu erlangen über Pferdehaltung, Pferdeeinsatz, Pferdezucht, das Beherrschen von Dienstleistungen und, ganz wichtig,  Betriebs-, Unternehmens- und Mitarbeiterführung.

Hinweis der Redaktion: Unter dem Stichwort #Lieblingsorte in GL stellen wir Orte vor, die für die Autoren eine besondere Bedeutung haben. Das ist subjektiv, bringt aber den Lesern Orte nahe, die sonst vielleicht nicht die Beachtung finden, die sie verdienen. Und wir lernen unsere Stadt noch ein wenig besser kennen. Haben Sie einen Lieblingsort, den Sie gerne beschreiben möchten? Dann schreiben Sie uns bitte per Mail an redaktion@in-gl.de.

Ich entdecke einen kleinen Turm mit einer Glocke oben auf dem Hausdach. Solche Haustürme sieht man selten in unserer Region, wohl aber in Süddeutschland. Interessant. Die Glocke, weithin hörbar, rief die Arbeiter zur Vesper und läutete auch in Notfällen, zum Beispiel wenn ein Brand ausbrach. 

Die Ahnen der Familie Lautz

Und jetzt komme ich zur Kernfrage, für die ich bei meinen Recherchen im Bergisch Gladbacher Stadtarchiv keine Lösung fand. Ich rief sogar beim Friedhofsamt an, doch da herrschte Totenruhe. 

„Herr Lautz, was ist mit dem Friedhof im Wald? Existiert er noch? Ich war einmal vor Jahrzehnten dort und habe geforscht. Im Stadtarchiv Bergisch Gladbach hatte ich Glück. Dort werden alte Fotos der Familiengrabstätte aufbewahrt, die nach der Instandsetzung 1996 fotografiert und dokumentiert wurden[i]. Leider kann man mir jedoch nicht sagen, ob es diesen Friedhof  im Wald überhaupt noch gibt…“ 

„Natürlich, er ist  noch da“, sagt Peter Lautz: „Diese Ruhestätte der Familie Lautz wurde instand gesetzt, durch ein hohes Gitter geschützt und mit einem Tor verschlossen. Privatgelände. Es ist für Besucher nicht zugänglich.“

Das verstehe ich, doch mein Interesse an einigen unleserlichen Namen auf den Gedenksteinen ist geweckt. Ich möchte sie unbedingt herausbekommen. 

Ich verabschiede mich vom Hofherrn und melde mich im Bergisch Gladbacher Stadtarchiv an um weiter zu forschen, denn auch dort gelten strenge Corona Regeln.

Anhand der Fotos und mit Hilfe einer Lupe beschäftige ich mich ganz besonders den, nicht mehr gut leserlichen Namen und Daten der Verstorbenen, die durch die Witterung gelitten haben. Der Versuch, die Buchstaben und Zahlen zu enträtseln, Spuren mit Hinweisen auf die Familienmitglieder zu finden, gleicht  einem Puzzle. 

Ich sitze also das zweite Mal im Archiv. Die Sonne vom Innenhof scheint in den Besucherraum und spiegelt sich auf einem antiken, großen Tisch. Dort hat mir Herr Dr. Eßer, der Leiter des Bergisch Gladbacher Stadtarchivs, bereits Dokumente zurecht gelegt. 

Stille.

In dem großen Leseraum des ehemaligen Lübbe Verlagshauses  komme ich zur Ruhe. Behutsam blättere ich in den alten, mit Schönschrift  beschriebenen und teilweise vergilbten Unterlagen. Einige knistern, wenn ich sie auseinanderfalte, so als wollten sie protestieren. Oder wollen sie mich ermutigen? Leicht vergilbt, wurden sie schon lange nicht mehr aus ihrer Hülle geholt und von Menschenhand berührt. Man darf sie nie ganz auseinanderfalten. Sie könnten brechen.

Diese Papiere haben die Ahnen der Familie Lautz, nach denen ich forsche, überlebt. Mein vorrangigstes Ziel ist es, eine unleserliche Grabstätte, auf der ich den Namen und die Daten der Ehefrau gar nicht mehr entziffern kann, zu identifizieren. 

Am besten beginne ich im Archiv mit den Anfängen der Lautz-Geschichte und taste mich langsam vor, denke ich. 

Ich erfahre, dass frühe Wurzeln des Hebborner Hofes bereits im Mittelalter zu finden sind. Erstmalig wird das Anwesen im Jahr 1280 als „Hadeburne“, im Paffrather „Roten Messbuch“[ii] von 1454 erwähnt, und als Fronhof unter dem Namen „hatborn“ geführt[iii]. Eigentümer und Gerichtsherr war seit etwa 1100 der Graf, und seit 1380 der Herzog[iv] von Berg.

Das heißt, der jeweilige Pächter des Hofes war befugt, im Namen des Lehnherrn Recht zu sprechen. 

Nach dem Wiener Kongress,[v] im Jahre 1815, vereinnahmten die Preußen das Herzogtum Berg. Im Jahr 1819 wurde der gesamte Grundbesitz durch die Kölner Regierung neu vermessen und mit 145 Morgen beziffert. 

Und da finde ich ihn erstmalig im Zusammenhang zum Hebborner Hof, den Namen Dr. h.c. Justizrat Johann Anton Lautz. 

Bei einer großen Versteigerung 1841 schlug der Hammer zu Gunsten des Landgerichtsrats Lautz auf. Er ersteigerte den Hebborner Hof für14.481 Reichstaler.

Zwei Jahre später, 1843, erwarb er zusätzlich die hochmittelalterliche Burganlage – die Motte Kippekausen in Refrath –  die um das Jahr 1000 errichtet worden war. Dieses Gelände ist inzwischen besiedelt.

Regierungsrat a. D., Dr. Karl Anton Lautz machte sich Jahre später einen Namen beim Bau der Straßenbahnerweiterung zwischen Bensberg, Köln-Brück, und weiter in Richtung Köln. Dr. Karl Anton Lautz gehörte auch der Kleinbahnkommission an, die am 7.4.1909 gegründet wurde. Durch freie Hergabe von Grund und Boden konnte er das Kleinbahnprojekt wirkungsvoll unterstützen.[vi]

Von 1914 – 1918 widmete sich Karl Anton Lautz dem Bau seines Alterssitzes.  „Rittersitz“, nannte er ihn. Das ehemalige Haus Lautz ist von der Odentahler Straße aus noch zu sehen. Es wurde in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges schwer beschädigt und später wieder hergerichtet. Direkt in der Nähe entstand danach noch ein neues Haus, das heute den Namen Haus Hebborn 1 trägt.

Zu Lebzeiten des Dr. Karl Lautz vergrößerte sich der Lautz-Besitz durch Zukäufe. Er wurde 1944, nach seinem Tod, am 29. August 1944, unter den Erben aufgeteilt. 

Hermann Peter Lautz, Sohn des Dr. Karl Anton Lautz wurde der Hebborner Hof zugeteilt. 

Geheimnisse der Grabsteine

Und jetzt, nach so viel Heimatgeschichte, komme ich wieder auf die etwas verwitterten, nicht mehr lesbaren Inschriften der Grabsteine auf dem Lautz‘schen Friedhof zurück, deren Namen ich bei meinem Zufallsbesuch vor 41 Jahren nicht zuordnen konnte. Inzwischen bin ich klüger, habe im Archiv mehr erfahren. Der Name „Poensgen” ist entziffert.

Poensgen? Ich staune.

An dem Vornamen der Dame wollte ich allerdings schon verzweifeln, erkannte nur den ersten Buchstaben. Das A. Im Namensregister suchend, ließ ich viele Namen an mir vorbeiziehen und stockte bei „Aline“.

Ein alter, spröde gewordener Stammbaum der Familie Poensgen im Stadtarchiv gab mir Recht. Aline Lautz, geb. Poensgen, geboren am 14 September 1832 in Schleiden, war die Gesuchte!

Aline? Schöner Frauenname. Ich schlage in der Namensbedeutung nach. Symbolisch weist der Name auf das Vornehme, das Helle, auf eine leuchtende Gestalt, auf Licht. Licht am Ende des Tunnels!

Aline Poensgen, dem Namen nach eine Lichtgestalt, war die Tochter des Hüttenbesitzers Carl Poensgen aus Schleiden und der Friederike Poensgen, geb. Franz. Aline heiratete Hermann Wilhelm Lautz. Ach hätte mir der von Efeu umgebene Grabstein beim ersten Besuch auf dem Friedhof doch ein Lichtzeichen gesendet!

Und schon sind wir beim nächsten, noch gut lesbarem Grabstein. Den der Eheleute Karl Anton Lautz und seiner Ehefrau Dorothea, geborene Harkort.  Ihr Vater war, laut Archivunterlagen und anderen Recherchen, Fabrik-und Gutsbesitzer und Landtagsabgeordneter aus Witten an der Ruhr. 

Die Familie gehörte dem weit verbreiteten Harkort-Geschlecht an. Der Mittelpunkt, Haus Harkorten, Familienbesitz und Baudenkmal, steht heute noch in Hagen. 

Der nächste Grabstein weist auf  den schon erwähnten Johann Anton Lautz und seine Ehefrau Henriette, geborene Lerch. 

Das Ende der Geschichte?

Das ist das Ende der Geschichte, die nur ein Teil der Familiengeschichte sein kann. Dafür müsste man zwischen den Zeilen lesen können, doch das wichtigste, das Andenken an die Vorfahren, bleibt in den Annalen der Familien erhalten. 

Warum mache ich mir so viel Arbeit wegen ein paar Namen? Verzwickt sind die Sechsen, die Neun, die Acht und die Null zu entziffern. Wenn da ein Mikroteilchen des Steines fehlt, kommt man leicht durcheinander. 

Es macht einfach Spaß, in alten Archiven zu forschen, die alten Zahlen und Ziffern mit Leben zu füllen, sie wieder ins Gedächtnis zu rücken.

Der Mittelpunkt dieser Familiensaga ist der Hebborner Hof.

„White Lady”

Von Wäldern, Feldern und Reitanlagen umgeben ist er ein Schmuckstück. 

Peter Lautz erwähnte, dass Corona auch hier zu Einschränkungen führt. Wegen der Pandemie können geplante Reitturniere, die weit über die Grenzen hinaus bekannt und beliebt sind, nicht stattfinden. Besucher, die sich anmelden und an die Pandemieregeln halten, sind bestimmt willkommen.

Wie endete die Story von vor 41 Jahren, mit der alles begann? Die Geschichte über das verlorene Polizeiauto im Wald?

Natürlich ging ich am nächsten Tag mit den Kindern dahin. Wir fanden das Auto, von nassem Laub bedeckt. Das Blaulicht war erloschen. Der kleine Streifenwagen hatte eine Oktobernacht lang für Polizeischutz der Verstorbenen dieses verschwiegenen Ortes gesorgt. 


[i] Fotograf: Mattes, Peter, Achivnummer: L_510_691_6. Nutzungsrecht für Dritte beim Stadtarchiv

[ii] Wikipedia: Das Rote Messbuch zu Paffrath ist eine weitgehend durch den damaligen Paffrather Pfarrer Con-   rad Voeghe von Dortmund (Conradus Voeghe van Dorptmunde) im 15. Jahrhundert (1448–1452) entstandene Pergament-Handschrift. Das ältere Paffrather Messbuch wurde durch unbekannte Hand bereits Anfang des 15. Jahrhunderts bewusst zerstört. Das neue, rote Messbuch enthält inhaltlich u. a. die Rekonstruktion von kirchlichen Rechtsbestimmungen, Einkünften der Pfarre Paffrath (Paffrode) bzw. dessen Pfarrers (Zehnt) sowie Regelungen im Nachbarschaftsrecht des Paffrather Fronhofs. Die Rekonstruktion gelang Pfarrer Conrad Voeghe durch zufällig erhalten gebliebene Seiten des alten Messbuchs, mündliche Angaben des Pfarrers Hilbrant Warve von Odenthal sowie durch Aussagen von Kirchspielsleuten durch Befragung vor Gericht.

[iii] S. auch Andree Schulte, Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte in Straßennamen, S. 113-114

[iv] ebenda

[v] 8. September 1814 – 9. Juni 1815

[vi] „Die Bergleute und Zinkhüttenarbeiter sterben früh ab“, Quellen zur Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte 1815-1914 Herausgeber: Albert Eßer, Christoph Palaske und Lothar Speer

Barbara Stewen

ist Künstlerin im AdK Arbeitskreis der Künstler Bergisch Gladbach e.V. und Autorin. Zuvor war sie Krankenschwester und Kriminalbeamtin.

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5 Kommentare

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  1. Daß war sehr interessant für mich, die Mutter von Frau Ute Lautz,Frau Gertrud Hansen, war meine Patentante,eine wunderbare Frau, wie die ganze Familie. E.Lehmann geb. Höde Dresden

  2. Frau Stewen hat einen wunderbaren Einblick in eine alte Familiensaga gegeben. Ich finde die ganze Story wahnsinnig spannend, da ich ja selber auch gerne in alten Familiensagas, besonders meiner,”rumschnüffel” und immer wieder erstaunt bin,was da zutage kommt. Also, Frau Stewen, suprr gemacht, spannend zu lesen und herzlichen Dank dafür.(bitte vielleicht mehr davon)

  3. Das ist eine sehr schöne Lieblingsplatz-Reportage mit Rückblick und aktueller Recherche. Ich seh in Gedanken das kleine rote Auto glitzern im Sand der Grabstätten. Wenn ich demnächst wieder durch den Dr. Lautz-Weg in Refrath radele, werde ich bestimmt an deinen Beitrag denken, liebe Barbara.

  4. Danke für die Erinnerung. Als ich damals mit Hund Batzi noch in Hebborn wohnte habe ich diese Grabstätte auch gesehen. Wir sind auch mal durch alles Gestrüpp und Totholz in den Wald gestiefelt, aber sie war sehr von Efeu überwuchert und ich habe mir nicht die Mühe gemacht, etwas zu entziffern. Ich hab mich nur gewundert, dass es solche Grabstätten noch außerhalb von Friedhöfen gibt.

  5. Sehr kurzweilig und interessant geschrieben. Vielen Dank für diese tolle Historien-Recherche!