Foto: Klaus Hansen

Nach Ansicht der CDU-Fraktion greift der Vorschlag der Stadtverwaltung für die geplante Baumschutzsatzung zu kurz. Zur Sitzung des zuständigen Ausschusses legt sie daher kurzfristig einen Änderungsantrag vor, der auch die Aufnahme der Themen Baumpflege und Wiederaufforstung vorsieht.

Die CDU-Fraktion spricht sich entschieden für die Pflege sowie den Schutz der Bäume und für ein Wiederaufforstungsprogramm aus, das satzungsgemäß zu erfassen sei. „Was die Verwaltung in ihrer vorgelegten ‚Baumschutzsatzung‘ vorschlage, würde lediglich den Status Quo des derzeitigen Baumbestandes sichern; die aufgrund des Klimawandels notwendigen Kriterien der Nachhaltigkeit würden aber nicht erfüllen“, kritisiert der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Dr. Michael Metten.

Der Begriff „Baumschutzsatzung“  sollte deshalb in „Baumschutz-, Baumpflege- und – wiederaufforstungssatzung“, kurz BSBPWS, umbenannt werden, fordert die CDU-Fraktion in einem für die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr (AUKIV) eingereichten Ergänzungsantrag. In der AUKIV-Sitzung am 18. August steht der Verwaltungsentwurf zur Einführung einer Baumschutzsatzung auf der Tagesordnung. 

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In fünf Punkten nachbessern

Diesen Entwurf gilt es nach Auffassung der CDU-Fraktion in fünf Punkten zu verbessern.

In ihrem Änderungsantrag heißt es dazu, dass eine „Ist-Aufnahme“ des Baumbestandes erforderlich sei.

Zudem müsse der „Trend der Entwicklung des Baumbestandes regelmäßig jährlich“ dargestellt werden.

Um den Grünanteil zu erhöhen, solle in Bergisch Gladbach an städtischen Straßen unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse eine Anpflanzung von Baumalleen angestrebt und vorhandene Alleen ergänzt werden. Hierzu wird in dem CDU-Ergänzungsantrag die Inanspruchnahme öffentlicher Fördergelder dringlich angeraten. Die Baumalleen sollten sodann in das nordrhein-westfälische Alleen-Kataster eingetragen werden.

In Punkt fünf heißt es wörtliche: „Die Stadt Bergisch Gladbach richtet einen Spendenfonds ein, in den die Bürgerinnen und Bürger Spenden für Baumprojekte einzahlen können. Mit diesen Spenden werden auf städtischen Wald- und Wiesenflächen neue Bäume angepflanzt.“

Diese Zusätze seien auf dem Hintergrund des aktuellen Baumsterbens von größter Bedeutung; sie sollten auch im Interesse der anderen Fraktionen sein und aufgenommen werden, unterstreicht Metten.

UN-Nachhaltigkeitskriterien als Vorbild

In der Antragsbegründung wird darauf hingewiesen, dass sich die CDU-Fraktion mit ihren Ergänzungen an den „Nachhaltigkeitskriterien der Vereinten Nationen“ orientiert; in diesen sei der „Maßstab für nachhaltiges, umweltbewusstes politisches Handeln“ festgeschrieben.

Die grundsätzliche Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen werde durch diese UN-Kriterien vorgegeben. Aus der Verpflichtung zur Nachhaltigkeit folge ein umfassender Ansatz, den die in der Anlage vorgelegte „Baumschutz-, Baumpflege- und -wiederaufforstungssatzung“ wiedergebe.

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3 Kommentare

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  1. Wenn mit der Klima freundlichen Wahlempfehlung ein Wahlgang bei Sonnenschein gemeint ist, kann ich dem nur beipflichten aber es gibt auch Regentage. Sicherlich geht ohne den politischen Willen nichts aber auch nicht alles. Wer möchte schon nicht in einer gesunden Umwelt bei wirtschaftlichem Wohlbefinden leben. Was sind das für Menschen die sich einbilden die Klimaneutralität per Datum festlegen zu können. Wer so das Klima im Griff hat sollte vorangehen und als erstes Auto und Urlaub abschaffen und sich schon mal an das Schwarzbrot gewöhnen.

  2. – und apropos „Baumschutz“:

    Eine den bemerkenswerten Absichten beeindruckend vorausgehende Tat wäre das Unterlassen des unsinnigen Fällens gewachsener Bäume in Bensberg-City!

    Mögen die erfreulich geplanten Neuanpflanzungen den gewachsenen Bestand dann reichlich ergänzen;

    aber bis der kommende „Nachwuchs“ allein Höhe und Wirkung des gegenwärtigen
    Bestandes erreicht, vergehen wenigstens 10 Jahre;

    zwischenzeitlicher Kahlschlag sollte in der eh’ „Stein-reichen“ Innenstadt schlicht vermieden werden, zumal es dafür keinen vernünftigen (!) Grund gibt!

  3. Soviel Grün (und das auf aller Banner Farben) war nie …
    – Aber wenn´s der Sache resp. hier den Bäumen (wirklich) diene …
    Jedenfalls lässt sich bisher sagen:
    Der ganze Wahlkampf ist (zumindest vordergründig) grün eingefärbt …
    – Bleibt die spannende Frage, ob auch das Ergebnis dem entsprechen wird …