Jörg Krell ist Fraktionschef der Liberalen im Stadtrat

Nach Ansicht der FDP gibt es eine neue realistische Perspektive für eine ÖPNV-Verbindung zwischen Bensberg, Moitzfeld und Herkenrath – durch einen begegnungslosen autonomen Shuttle-Bus.

Moderne Mobilität ist verlässlich, umweltschonend und digital. Das gilt auch und gerade für den ÖPNV. Es reicht nicht, die Verlagerung des „modal shift“ zu fordern und ansonsten alles beim Alten zu belassen. Wer sich auf die Rezepte der Vergangenheit beschränkt, wird auch nur die Ergebnisse der Vergangenheit erzielen, und die sind beim Thema „Mobilität in BGL“ in keiner Weise zufriedenstellend.

Ein seit vielen Jahren ohne jeden greifbaren Fortschritt diskutiertes Problem ist die ÖPNV- Anbindung der Achse Bensberg – Technologiepark – Moitzfeld – Herkenrath – Kürten.

Umfangreiche Untersuchungen einer Fortführung der Straßenbahnlinie 1 auf dieser Strecke haben stets zu dem Ergebnis geführt, dass die erzielbare Kosten-Nutzen-Relation nicht ausreicht, um diese massiven Investitionen zu begründen. Andere Lösungen, u.a. eine Seilbahn-Lösung werden derzeit ebenfalls seitens des RBK geprüft. Auch für diese wären erhebliche Investitionen und große Bauwerke notwendig, verbunden mit erheblichen Eingriffen in Natur und Landschaft.

Deshalb begrüßen der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Rat der Stadt BGL, Jörg Krell, und der gemeinsame BM-Kandidat von FDP, Bündnis 90 / DIE GRÜNEN und SPD, Frank Stein, außerordentlich die aktuellen Überlegungen, diese kreuzungsfreie Trasse zukünftig mit einem autonomen Shuttle-Bus zu bedienen.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Deutlich geringerer Eingriff in Natur und Landschaft, da nur eine schlichte Fahrtrasse notwendig ist, die bei weitem weniger aufwendig ist als ein Straßenbahngleis oder eine Seilbahn-Anlage.
  • Im Vergleich zu konventionellen Straßenbahntrasse erheblich kürzere Realisierungszeit.
  • Aus dem gleichen Grund erheblich geringere Investitionskosten.
  • Immissionsfreier Betrieb per E-Motor oder wasserstoffgetrieben.
  • Bedarfsabhängige und nutzerspezifische Steuerung „on demand“: Ein wirklich modernes intelligentes Verkehrsmittel!
  • Hochattraktive Anbindung von Thomas-Morus-Akademie, Bockenberg und den Firmen rund um den Technologiepark.
  • Weiterführung von Moitzfeld über Herkenrath, ggf. bis nach Kürten.

Mit einer solchen hochmodernen Lösung würde BGL endlich einmal ein benchmark setzen und moderne, digitale und umweltschonende Mobilität verwirklichen. Auch das NRW-Wirtschaftsministerium unterstützt ausdrücklich eine innovative technische Lösung mit Leuchtturmcharakter.

Im Übrigen: Anderenorts befinden sich vergleichbare Projekte ebenfalls in der Erprobung bzw. Anwendung. Man muss also nicht bei Null anfangen, sondern von den Erfahrungen dieser Pioniere profitieren.

FDP

Hier veröffentlichen die Ratsfraktion und der Parteivorstand der FDP Bergisch Gladbach ihre Beiträge. Kontakt: Anita Rick-Blunck, Parteivorsitzende. Mail: rick-blunck@fdp-bergischgladbach.de

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5 Kommentare

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  1. Lieber Herr Havermann, lieber Herr Meier,
    Innovationen entstehen immer dann, wenn Menschen den Mut und die Imagination haben, ausgetrampelte Wege zu verlasen, Herausforderungen neu zu denken und offen sind für neue Technologien und nicht wenn eine neue Idee mit möglichen und unmöglichen Bedenken überschüttet wird, ohne sie überhaupt zu überprüfen. Ich weiss nicht, wo Sie Ihre Bedenken hernehmen: haben Sie Kostenberechnungen und Technologiebewertungen durchgeführt?

    Im einzelnen:
    1) diese Technologie wird bereits an etlichen internationalen Flughäfen eingesetzt
    2) eine schmale, separate Fahrstrasse liesse sich sehr wohl auf dem vorhandenen
    Gelände realisieren
    3) überschlägige Kostenanalysen zeigen, dass ein solcher Ansatz wesentlich
    günstiger wäre als eine Strassenbahn und auch günstiger als eine Seilbahn
    4) das NRW Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie
    fördert solche Autonom fahrenden Shuttle
    4) eine Seilbahn ist auch eine Alternative. Ich darf Sie daran erinnern, dass es die
    FDP war, die vor einem Jahr im AUKIV einen Antrag für eine Machbarkeitsstudie
    für eine Seilbahn durchgebracht hat, der aber dann von der Verwaltung
    blockiert wurde.
    Nur es gibt in Deutschland kein realisiertes Projekt einer Seilbahn als öffentlicher
    Verkehrsträger. Ein sehr sinnvolles Seilbahnprojekt ist in Wuppertal nach
    jahrelangen Diskussionen in einer Volksabstimmung abgelehnt worden. Soviel zur
    schnellen Umsetzbarkeit.
    5) All meine Aussagen zu Autonomen Shuttles bedürfen selbstverständlich einer
    Validierung durch eine Machbarkeitsstudie. Genau dazu wird die FDP zu Beginn
    der nächsten Ratsperiode eine Initiative einbringen.

  2. Herr Krell,
    – was ist denn “diese kreuzungsfreie Trasse”? Von wo nach wo führt sie, oder
    müsste die noch gebaut werden? Und wohin wollen Sie sie bauen?
    – Es gibt keinen neuen Bau eines Personentransports, der weniger in die Gegend
    eingreift wie ein
    Seilbahnbau.
    – Es kann nicht Ihr Ernst sein, dass der Bau einer Straßenbahn kürzer dauert als
    der einer Seilbahn!
    – Das gleiche gilt für die Kosten.
    – Die Seilbahn wird zukünftig mit Wasserstoff betrieben werden. Wo soll den
    der ganze Strom herkommen, dem zu viele mit ihren E-Motoren hinterherlaufen?
    – Nutzerspezifische Steuerung bedeutet oft auch Ausfall wegen fehlendem Bedarf
    und damit verspätetes Hochfahren des Angebotes. So stehen viele Pendler vor
    nicht erreichbaren Fahrgelegenheiten.
    – Im von Ihnen benannten Bereich wohnen ja auch ganz viele Pendler. Es bedarf
    einer Seilbahn, die die Knotenpunkte zum restlichen ÖPNV erreicht.

    Bei unserer Topographie, den immer weiter verstopfenden Straßen, den weiteren Auswirkungen des FNP, der der FNP schon im 1. Entwurf nicht weit genug ging und dem scheinbar nicht auf die Sprünge zu helfendem ÖPNV können nur Seilbahnen wirkliche Abhilfe umweltschonend schaffen.

  3. Hier fehlen m.M.n. grundlegende Informationen, um diese Vision auch nur ansatzweise realistisch erscheinen zu lassen.

    Wie soll denn bitte eine “kreuzungsfreie Trasse”, z.B. vom Bahnhof Bensberg aus, aussehen? Wie soll denn in einer komplett bebauten Umgebung eine neue Trasse entstehen, die dann auch noch exklusiv von einem Shuttle-Bus genutzt werden soll?

  4. Wie wäre es denn mal mit realisierbaren Ideen? Wie z.B. Flugtaxi oder Teleportieren?