Anne Skribbe und Theresia Meinhardt präsentieren das Wahlprogramm in einfacher Sprache, gemeinsam mit Verena und Tom Auweiler, die bei der Erstellung unterstützt haben.

Am 13. September sind Kommunal-Wahlen. Dann dürfen die Menschen wählen, wer in den Stadt-Rat soll. Und wer Bürger-Meister werden soll. Der Stadt-Rat und der Bürger-Meister bestimmen, was in Bergisch Gladbach passiert. Die Grünen wollen im Stadt-Rat mitbestimmen – und haben in ihrem Wahlprogramm aufgeschrieben, was sie machen möchten.

Die Partei “BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN” möchte in den Stadt-Rat und mitbestimmen. In ihrem Wahl-Programm steht, was sie machen möchten. Die GRÜNEN möchten, dass alle Menschen lesen können, was sie machen möchten. Damit alle Menschen gut entscheiden können, wer in Bergisch Gladbach bestimmen soll. Darum haben sie ein Wahl-Programm in einfacher Sprache. Damit auch Menschen mit Behinderung sich informieren können. Und Menschen, die Deutsch nicht so gut verstehen.

Hinweis der Redaktion: Auch dieser Hinweis-Text ist in einfacher Sprache geschrieben. Die längere, „normale” Variante finden Sie weiter unten. Dort sind auch weitere Anliegen der Wähler:innen mit Behinderung aufgeführt.

Die GRÜNEN haben am Freitag das Programm in einfacher Sprache vorgestellt. Im Café Grenzenlos GL. Das ist ein Café für Menschen mit und ohne Behinderung. Die Menschen konnten Fragen stellen. Und sagen, was sie sich für Bergisch Gladbach wünschen.

Anne Skribbe (Direktkandidatin für Romaney-Ost/Herkenrath/Herrenstrunden & Mitglied im Inklusionsausschuss), Theresia Meinhardt (Co-Spitzenkandidatin & Direktkandidatin für Hebborn), Elisabeth Watzlawek (Grüne Jugend-Kandidatin & Direktkandidation für Refrath-Nord), Frank Stein (gemeinsamer Bürgermeisterkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD & FDP)

Die Menschen hatten viele Fragen. Und Wünsche. Sie wünschen sich mehr Zebrastreifen an Orten, an denen Menschen mit Behinderung oft sind. Zum Beispiel vor der Behindertenwerkstatt. Damit Menschen mit Behinderung sicher über die Straße gehen können. Und weniger Unfälle passieren.

Sie wünschen sich auch mehr Orte, wo sich Menschen mit und ohne Behinderung treffen können. 

Die GRÜNEN haben alle Wünsche aufgeschrieben. Sie probieren, die Wünsche zu erfüllen. 

Angelika Freimuth, Mitarbeiterin im Grenzenlos GL zeigt Theresia Meinhardt und Frank Stein das Café Grenzenlos GL

Die Menschen im Café Grenzenlos GL finden es gut, dass die GRÜNEN ein Programm in einfacher Sprache haben. Und dass sie zuhören. So können auch Menschen mit Behinderung sich informieren. Und ihre Meinung sagen. Sie hoffen, dass die anderen Parteien auch ein Programm in einfacher Sprache machen.

Am 2. September gibt es eine Informationsveranstaltung mit mehreren Parteien. Für Menschen, die das erste Mal wählen. Und Menschen mit Behinderung. Das Café Leichtsinn, die Katholische Jugendagentur und die Stadt organisieren die Veranstaltung. Hier kann man das ganze Wahl-Programm in einfacher Sprache lesen:

Das Wahlprogramm der Grünen in nicht ganz so einfacher Sprache finden Sie hier.

Der Text in nicht ganz so einfacher Sprache

Die GRÜNEN Bergisch Gladbach haben neben ihrem regulären Wahlprogramm auch ein Wahlprogramm in einfacher Sprache veröffentlicht. Ihnen ist es wichtig, dass auch Menschen mit Sprachbarrieren oder Behinderung die Möglichkeit haben, sich vor einer Wahl über die Parteien und ihre Ziele zu informieren.

Das Wahlprogramm in einfacher Sprache beinhaltet neben einer Übersicht der wichtigsten Ziele von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auch Informationen dazu, was bei einer Kommunalwahl gewählt wird, welche Aufgaben diese unterschiedlichen Gremien haben und wie man wählt. 

Umgesetzt wurde das Wahlprogramm in einfacher Sprache von Anne Skribbe, Mitglied des Inklusionsausschusses und grüne Direktkandidatin für Romaney-Ost/Herkenrath/Herrenstrunden, mit Unterstützung von Verena und Tom Auweiler, zwei jungen Menschen mit Behinderung. 

“Für uns GRÜNE verdienen alle Menschen einen Platz in der Gesellschaft. Dazu gehört für uns auch, dass alle mitentscheiden dürfen und die Informationen bekommen, die sie dafür brauchen”, so Anne Skribbe. “Mit dem Wahlprogramm in einfacher Sprache wollen wir diesem Ziel ein Stück näher kommen. Wir wollen, dass Bergisch Gladbachs Zukunft von vielen für viele gestaltet wird, und dass Vielfalt dabei immer mitgedacht wird.”

Anne Skribbe (Direktkandidatin für Romaney-Ost/Herkenrath/Herrenstrunden & Mitglied im Inklusionsausschuss), Theresia Meinhardt (Co-Spitzenkandidatin & Direktkandidatin für Hebborn), Elisabeth Watzlawek (Grüne Jugend-Kandidatin & Direktkandidation für Refrath-Nord), Frank Stein (gemeinsamer Bürgermeisterkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD & FDP)

Das Programm haben die GRÜNEN am vergangenen Freitag im Café Grenzenlos GL, einer Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderung, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nach einer kurzen Vorstellung der wichtigsten Themen und Vorhaben der Grünen durch Theresia Meinhardt, Co-Spitzenkandidatin der GRÜNEN Bergisch Gladbach, stellte sich auch Frank Stein, der gemeinsame Bürgermeisterkandidat von GRÜNEN, SPD und FDP, kurz vor.

Wünsche der Menschen mit Behinderung

Danach war vor allem Raum für die Fragen der über 20 Besucher*innen, die sich auf dem Vorplatz des Cafès eingefunden hatten. Die Gelegenheit, mit Politiker*innen ins Gespräch zu kommen und Gehör für die besonderen Bedürfnisse und Wünsche von Menschen mit Behinderung zu finden, wurde mit Begeisterung angenommen. 

Neben Themen wie der Angst vor den Folgen des Klimawandels und dem Wunsch, Menschen mit besonderen Bedürfnissen stärker in den Fokus zu nehmen und mehr Möglichkeiten zur Begegnung zu schaffen, wurden auch viele sehr konkrete Probleme für Menschen mit Behinderung in Bergisch Gladbach geäußert. 

So wurden zum Beispiel einige Verkehrspunkte genannt, die von Menschen mit Behinderung oft gequert werden müssen, zum Beispiel vor der Behindertenwerkstatt oder zwischen der Kette und dem Bahnhof. Aufgrund fehlender Zebrastreifen oder Tempolimits sind diese Punkte aber sehr gefährlich sind und haben schon öfters zu Unfällen geführt.

Auch der Wunsch nach einer stärkeren Sensibilisierung der Busfahrer für Bedürfnisse von Menschen von Behinderung wurde laut, sowie die Bitte um breitere und sichere Radwege, sodass diese auch von Menschen mit Behinderung gefahrlos genutzt werden können.

Sonja Schumacher, Leiterin des Cafès Grenzenlos GL, sprach an, dass in Bergisch Gladbach mehr Räume für ein Miteinander geschaffen werden sollten, und dabei Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen nicht vergessen werden dürfen. Der Vorschlag der GRÜNEN, auf dem Zandersgelände ein Initiativenhaus einzurichten, um auch solchen Orten einen Platz zu geben, wurde von allen Gästen sehr begrüßt.  

“Wir und unsere Gäste haben sich sehr darüber gefreut, dass es so viel Raum für Austausch gab. Menschen mit Behinderung zuzuhören und ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen ist ein wichtiger erster Schritt dahin, diese Menschen mehr in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu rücken”, findet Sonja Schumacher.

“Ein Wahlprogramm in einfacher Sprache ermöglicht einen barrierefreieren Zugang zu Politik. Wir hoffen, dass sich auch die anderen Parteien daran ein Vorbild nehmen und sind sehr gespannt auf die Veranstaltung am 2. September.” Dann organisieren das Café Leichtsinn, die Katholische Jugendagentur und die Inklusionsstelle der Stadt eine Informations-Veranstaltung für Erstwähler*innen und Menschen mit Behinderung, bei der die verschiedenen Parteien sich und ihre Programme und Ziele vorstellen können. 

Auch die GRÜNEN Bergisch Gladbach haben sich über den regen Austausch sehr gefreut. Die vielen Wünsche und Verbesserungsvorschläge, die an sie herangetragen wurden, werden sie mitnehmen in ihre zukünftige Arbeit, in der Hoffnung, Menschen mit Behinderung die Teilnahme am öffentlichen Leben damit ein stückweit zu erleichtern.

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