Nach zwei ersten Infektionen unter Schülerinnen einer Ausbildungsstätte an der Bergisch Gladbacher Moschee hatte das Gesundheitsamt die gesamte Bewohnerschaft des Wohnheims testen lassen. Auch diese 29 Tests fielen positiv aus.

Schon am Mittwoch hatte das Gesundheitsamt das Wohnheim per Allgemeinverfügung unter Quarantäne gestellt. Weitere Vorsichtsmaßnahmen seien daher im Moment nicht notwendig, sagte Torsten Wolter, der Sprecher des Krisenstabs am Freitagabend.

Die Ergebnisse seien noch sehr frisch, weitere Ermittlungen des Gesundheitsamtes nach möglichen Kontaktpersonen liefen gerade an.

Einige der Schülerinnen hatten auch die Bergisch Gladbacher Berufsschule besucht; dort hatte die Schulleitung bereits am Mittwoch die zwei betroffenen Klassen vom Unterricht befreit. Auch hier schauen die Ermittler des Gesundheitsamtes jetzt noch einmal genau hin.

Das Gesundheitsamt habe derzeit keine Hinweise, dass das strikte Hygienekonzept innerhalb des Wohnheims nicht beachtet worden sei; bei Wohngemeinschaften mit Mehrbettzimmern und Gemeinschaftsküche seien Infektionen unter Umständen nicht zu vermeiden.

Das Wohnheim gehört zu einer Ausbildungsstätte für angehende muslimische Theologinnen und offenbar auch einige Lehrkräfte. Zwei Schülerinnen, die sich am vergangenen Wochenende bei ihren Familien außerhalb des Rheinisch-Bergischen Kreises aufhielten, waren dort positiv getestet worden. Das war am Mittwoch im Kreisgesundheitsamt in Bergisch Gladbach bekannt geworden; daraufhin hatte das Amt vorsorglich die Quarantäne und einen flächendeckenden Test verordnet.

Die Ergebnisse, berichtet Wolter, seien am Freitagnachmittag und Abend nach und nach eingetroffen, alle 29 waren positiv. Ein Sprecher der Moscheegemeinde hatte am Mittwoch die Zahl der Bewohner:innen mit 31 angegeben; zusammen mit den beiden ersten Fällen sind damit offenbar alle von der Infektion mit dem Corona-Virus betroffen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Es sind ja alles Student/innen in einem Wohnheim, die hier wahrscheinlich keine nähere Verwandtschaft haben, sonst würden sie nicht im Wohnheim untergebracht sein,
    insofern gehe ich davon aus, dass nur die wenigsten der 31 Infizierten in der letzten Woche an Familienfeiern, Hochzeiten etc. teilgenommen haben.
    Das Gesundheitsamt wird es im Auge behalten.

    Die Pandemie ist noch lange nicht durch.
    Ein Infizierter auf einer Party, egal welcher Herkunft, kann locker Bergisch Gladbach, auch jede andere Stadt, in einen Hotspot verwandeln.

    Insofern: vorsichtig bleiben, Zusammenkünfte vieler Menschen in geschlossenen Räumen weiterhin meiden, so schade es ist, dass man Freunde und Bekannte gerade nicht treffen kann.

  2. “bei Wohngemeinschaften mit Mehrbettzimmern und Gemeinschaftsküche seien Infektionen unter Umständen nicht zu vermeiden.”
    Wenn das Gesundheitsamt dieser Ansicht ist, hätte man dann nicht diese Zusammenkunft zeitlich unterbinden müssen?
    Wird GL jetzt zu einem Hotspot?