Am Sonntag sind mit 76 Fällen wieder viele positive Corona-Tests bestätigt worden. Die Zahl war vor einer Woche aber noch weit höher, daher sinkt die 7-Tage-Inzidenz deutlich. Gleichzeitig ändert der Kreis seine Informationspolitik: Die Namen von betroffenen Einrichtungen werden nicht mehr genannt.

Nach Angaben der Kreisverwaltung wurden von den 76 Corona-Fällen am Sonntag 38 in Bergisch Gladbach, 12 in Burscheid, 3 in Leichlingen, 3 in Odenthal, 8 in Overath, 3 in Rösrath und 9 in Wermelskirchen bekannt.

Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis ist trotz der hohen Zahl von Neuinfektionen deutlich auf 117,8 gesunken. Auch in der Stadt Bergisch Gladbach reduzierte sie sich auf 144,6 (siehe Grafik oben).

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Diese Grafik zeigt die Fälle pro Tag in Rhein-Berg, gelb markiert ist jeweils der Sonntag. Grafik: Hilger Müller

Hintergrund für diesen Sprung nach unten ist ein statistischer Effekt: am Sonntag vor einer Woche war ein besonders hoher Wert gemeldet worden, dieser fällt nun aus der Zählung heraus.

Es gelten fünf weitere Personen als genesen, damit sind 620 Personen aktuell infiziert. Es befinden sich 1.226 Personen in Quarantäne, das sind 15 mehr als am Vortag.

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Ortneue FälleFälle gesamtToteGenesenInfiziertInzidenz
Bergisch Gladbach38104520735290144,6
Burscheid12174110667
Kürten01000928
Leichlingen3232116665
Odenthal39216724
Overath8209214562
Rösrath3211015853
Wermelskirchen9234318051
RheinBerg762297281649620117,8

Mehr Intensivbetten belegt

Über die Anzahl der stationären Patienten macht das Gesundheitsamt keine Angabe. Laut DIVI Intensivregister werden zur Zeit sieben Patienten auf einer Intensivstation in einem der vier Krankenhäuser im Kreis behandelt, in der vergangenen Woche waren es drei bzw. vier Fälle.

Insgesamt gibt es im Kreis 47 Betten, davon sind laut DIVI derzeit 37 belegt. Das EVK hatte bereits mitgeteilt, Routineoperationen leicht zurückzufahren, um seine Kapazitäten zu schonen.

Kreis ändert Informationspolitik

Nach wie vor sind immer wieder Gemeinschaftseinrichtungen von (einzelnen) Infektionen betroffen, die Kinder, Jugendliche oder Senioren betreuen und daher unter einem besonderen Schutz des Infektionsschutzgesetzes stehen. Nachdem das Gesundheitsamt in den vergangenen Tagen immer wieder viele Einrichtungen genannt hatte ändert es jetzt seine Informationspolitik – und nennt sie nicht mehr. 

Die Begründung der Kreisverwaltung: 

„Fakt ist, dass sich das aktuelle Infektionsgeschehen breitflächig in der gesamten Bevölkerung verteilt und nicht in einzelnen Einrichtungen vermehrt auftritt. Die Nennung der Gemeinschaftseinrichtungen suggeriert zudem ein „Zerrbild“ und könnte Bürgerinnen und Bürger in falscher Sicherheit wiegen“.

Nach wie vor werden die Kontaktpersonen nachverfolgt, betont der Kreis. Kontaktpersonen 1. Grades werden unter Quarantäne gesetzt und in Fällen, wo die Differenzierung zwischen Kontaktpersonen 1. und 2. Grades nicht möglich ist, werde eine Allgemeinverfügung für eine Gruppe oder die gesamte Einrichtung erlassen.

Das war am Montag bei vier Einrichtungen der Fall, in Bergisch Gladbach ist die Klasse 3 a der KGS Hand betroffen.

Die Eltern werden schnellstmöglich über die Einrichtungsleitungen per Elternbrief informiert. Sollte es zu einem „größeren Infektionsgeschehen in einer Einrichtung“ kommen werde der Kreis darüber natürlich informieren.

Kreisdirektor Werdel bittet um Achtsamkeit und Solidarität+

Kreisdirektor Erik Werdel mahnt zur Achtsamkeit und Solidarität: „Es ist weiterhin Vorsicht geboten. Jeder sollte achtsam sein und die eigenen Kontakte, soweit es geht, beschränken. Denn nur solidarisch und gemeinsam schaffen wir es die Pandemie zu bewältigen.“ Werdel leitet auch den Krisenstab des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Ich halte diese Änderung der Information auch nicht für unbedingt hilfreich.
    Meines Erachtens wird der Gefährlichkeit des Virus nicht genügend Rechnung getragen.
    Mein subjektiver Eindruck: alles ein wenig herunterspielen.