Mit einem zweiten Lockdown haben Bund und Länder auf die anhaltend hohen Corona-Zahlen reagiert, auch die Regeln für Weihnachten und Silvester werden verschärft. Zuvor hatte die NRW-Landesregierung bereits die Regeln für die Schulen angepasst – und jetzt einige weitere Sonderegeln erlassen.

Wir listen alle Regeln auf, die im Dezember, zu Weihnachten, an Silvester und im Januar gelten.

Aktualisierung 15.12.2020: In der neuen Coronaschutzverordnung hat das Land einige kleine Sonderregeln eingebaut und offene Punkte geklärt. Wir haben diesen Beitrag daher aktualisiert, die ganze Verordnung dokumentieren wir unten.

Kontakte

Bis zum 10. Januar dürfen sich im öffentlichen Raum nur noch fünf Menschen aus maximal zwei Haushalten treffen. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon ausgenommen.

Bund und Länder appellieren an alle Bürger:innen, Kontakte in den fünf bis sieben Tagen vor Familientreffen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren (Schutzwoche) und sich auch im privaten Raum an die Regeln zu halten.

Weihnachten

Die Kontaktbeschränkungen werden zu Weihnachten (24. bis 26.12) etwas gelockert: es dürfen über den eigenen Hausstand hinaus maximal vier Personen aus anderen Hausständen dazukommen. Dabei muss es sich um den engsten Familienkreis (Ehegatten und sonstige Lebenspartner, direkte Verwandte und deren Haushaltsangehörige) handeln.

Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind nur zulässig, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt werden kann. Es gilt Maskenpflicht auch am Platz, der Gesang ist untersagt. 

Silvester

An Silvester und Neujahr gibt es ein bundesweites An- und Versammlungsverbot.

Der Verkauf von Feuerwerk wird grundsätzlich verboten. Vom Zünden von Silvesterfeuerwerk wird generell dringend abgeraten.

Geschäfte und Dienstleistungen

Alle Geschäfte bleiben vom 16. Dezember bis 10. Januar geschlossen.

Ausnahmen gelten für den täglichen Bedarf:

  • Lebensmitteleinzelhandel, Wochenmärkte
  • Getränkemärkte
  • Abhol-/Lieferdienste
  • Reformhäuser und Apotheken
  • Sanitätshäuser und Drogerien
  • Optiker und Hörgeräteakustiker
  • Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten 
  • Banken und Sparkassen
  • Zeitungsverkaufsläden und Poststellen
  • Reinigungen und Waschsalons
  • Tierbedarfs- und Futtermittelmärkte

In der NRW-Verordnung wird auch der Verkauf von „Schnitt- und schnell verderblichen Topfblumen“ neben den Weihnachtsbäumen erlaubt.

Damit sind dieses Mal auch Baumärkte geschlossen.

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Das Land NRW stellt klar, dass für die geschlossenen Läden der Versandhandel und die Auslieferung bestellter Waren weiterhin erlaubt ist. Auch Abholung bestellter Waren durch Kunden ist zulässig, „wenn sie unter Beachtung von Schutzmaßnahmen vor Infektionen kontaktfrei erfolgen kann“.

In Geschäften, die sowohl Güter des täglichen Bedarfes als auch andere Sortimente anbieten, gilt wie im Frühjahr: Liegt der Schwerpunkt bei den Gütern des täglichen Bedarfs, dürfen die Geschäfte insgesamt öffnen, ihre sonstigen Sortimente aber nicht ausweiten. Liegt der Schwerpunkt in den anderen Sortimenten, dürfen nur die täglichen Bedarfsgüter verkauft werden, die anderen Sortimente aber nicht.

Betriebe, die Körperpflege (Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios) anbieten, werden geschlossen.

Notwendige Behandlungen sind weiter möglich, etwa Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Fußpflege. In der Liste der NRW-Verordnung werden auch Hebammen, Hörgeräteakustikern, Optikern und orthopädische Schuhmacher genannt.

Gastronomie, Kultur, Freizeit

Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen.

Der Außerhaus-Verkauf ist erlaubt. Der Verzehr vor Ort wird aber untersagt.

Das Trinken alkoholischer Getränke im öffentlichen Raum ist verboten. 

Die Maskenpflicht gilt auch vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen sowie im Zentrum großer Städte. Für belebte öffentliche Orte können die Kommunen eine Maskenpflicht festlegen.

Kita, Schulen und Hochschulen in NRW

Die Weihnachtsferien werden bundesweit auf den 19. Dezember vorgezogen. Sie enden erst am 10. Januar.

In den Schulen wird die generelle Präsenzpflicht ausgesetzt, Kinder und Jugendliche sollen nach Möglichkeit zuhause bleiben. Für Eltern werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, für die Betreuung der Kinder bezahlten Urlaub zu nehmen.

In den Jahrgangsstufen 1 bis 7 können Eltern ihre Kinder vom Präsenzunterricht befreien. Die Schulen sollen parallel Präsenz- und Distanzunterricht erteilen.

In den Jahrgangsstufen 8 bis 13 müssen die Schüler:innen zuhause bleiben, sie erhalten Distanzunterricht.

Die Kitas bleiben geöffnet. Die Landesregierung appelliert abe an die Eltern, das Angebot nur zu nutzen, „wenn es absolut notwendig ist“.

Hochschulen sollen grundsätzlich auf digitale Lehre umstellen.

Arbeitsleben

Arbeitgeber werden dringend gebeten zu prüfen, ob die Betriebsstätten entweder durch Betriebsferien oder großzügige Home-Office- Lösungen vom 16. Dezember bis 10. Januar  geschlossen werden können

Sport

Im Freizeit- und Amateursportbetrieb ist nun auch der Individualsport auf und in Sportanlagen nicht mehr zulässig.

Reisen

Übernachtungsangebote dürfen weiter nur für notwendige und nicht-touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden.

Im Fernverkehr der Bahn dürfen nur noch Fensterplätze reserviert werden; für den Regionalverkehr oder Busse gibt es keine Beschränkungen.

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Ausgangsbeschränkungen

Bei einer Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche und diffusem Infektionsgeschehen können die Länder lokale Maßnahmen verhängen, darunter auch Ausgangsbeschränkungen.

Verlängerung / Ende der Maßnahmen

Grundsätzlich gelten die Maßnahmen bis zum 10. Januar 2021. Sie können aber, je nach weiterem Verlauf des Infektionsgeschehens, verlängert werden. Bund und Länder beraten am 5. Januar 2021 erneut, um über die Maßnahmen ab 11. Januar 2021 beschließen.

Dokumentation:

Der Beschluss der Bund-Länder-Konferenz im Wortlaut

Die neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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7 Kommentare

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  1. Es gibt ja kein Verbot Feuerwerk abzubrennen.
    Ab wann kann man es zünden, es besteht ja eine Ausgangssperre.

  2. Bei solchen Fragen darf es einen nicht wundern, dass die Inzidenzzahlen ständig steigen. Dummheit rules

  3. Können und dürfen ja. Aber das wäre eine sehr gute Methode, das Virus immer weiter zu reichen. Es gilt der dringende Appell, so viele Kontakte wie möglich nicht stattfinden zu lassen.