Puppen- und Schauspieler Gerd-Josef Pohl gehört zu den Preisträgern

Das Kreiskulturamt hatte freischaffende Künstler:innen aller Sparten aufgerufen, sich mit Projekten beim Wettbewerb „Der Mensch und die Krise“ zu beteiligen. Jetzt stehen die zehn Projekte fest, die jeweils 1.500 Euro erhalten und realisiert werden können.  

Anlass der Ausschreibung war ein im Juni erfolgter Beschluss des Kreistages, Künstlerinnen und Künstler des Kreises mit zusätzlichen Projekten während der Corona-Pandemie zu fördern. Hierfür wurden 10.000 Euro bereitgestellt. Das Kulturamt konnte weitere 5.000 Euro aus dem eigenen Etat hierfür vergeben.

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„Kultur belebt unsere Gesellschaft. Daher ist es wichtig, die hiesige Kunst- und Kulturszene gerade zu Zeiten der Krise sichtbar zu machen und zu stärken“, so Landrat Stephan Santelmann.

Mit der Themenstellung möchte das Kreiskulturamt den Künstlerinnen und Künstlern Impulse zur Auseinandersetzung mit dem zurzeit gesellschaftsrelevanten Thema geben sowie zum Dialog und zur Vernetzung untereinander anregen.

„Unter dem Thema ‚der Mensch und die Krise‘ können Kulturschaffende ihre persönlichen Erfahrungen aus der Corona-Pandemie darstellen und sichtbare Erinnerungen schaffen, aber auch innovative Ideen verarbeiten. Auch zu Zeiten der Krise geht die Bedeutung von Kultur nicht verloren“, betont Kulturdezernent Dr. Erik Werdel.

Eingereicht werden konnten Projektskizzen aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Performance, Bildende Kunst, Literatur, Video, Fotografie und Medien.

Eine sechsköpfige fachkundige Jury aus verschiedenen künstlerischen Sparten (siehe unten) hat über die Vergabe der Aufträge entschieden.

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Kreiskulturreferentin Charlotte Loesch freut sich über das rege Interesse an der Ausschreibung: „Neben zahlreichen Anfragen sind schlussendlich 31 vollständige Bewerbungen aus diversen künstlerischen Sparten im Kulturamt eingegangen. Die große Bandbreite der Einsendungen von kreativen Ideen spiegelt die Vielfalt der hiesigen Kulturlandschaft sehr gut wider.“

Die Preisträger:innen

Die Jury hat folgende Preisträgerinnen und Preisträger aus den eingegangenen Bewerbungen ermittelt und deren Projektideen ausgezeichnet:

Die bildenden Künstlerinnen und Künstler Uwe Anders, Claudia Betzin, Petra Giesberg, Frank Heller, Heinz-Peter Knoop, Lukrezia Krämer und Veronika Moos fertigen Gemälde, Skulpturen und Installationen zur vorgegebenen Themenstellung an. 

Puppen- und Schauspieler Gerd-Josef Pohl wird ein kindgerechtes Puppentheaterprojekt umsetzen. Tänzerin Sandra Jasmin Schlage und Musikerin, Filmemacherin und Künstlerin Karen Boyd (Künstlername: Tanmayo) arbeiten an einem Tanzfilm. 

Künstler Michael Wittassek, der primär mit Fotografien arbeitet, setzt ein Konzept an der Schnittstelle zwischen bildender Kunst und Performance um.

Die ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler kommen aus Bergisch Gladbach, Burscheid, Kürten, Rösrath und Wermelskirchen.

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage ist eine öffentliche Präsentation der Auftragswerke derzeit nicht möglich. Damit das Projekt zur Förderung der hiesigen Kunst- und Kulturszene doch noch zeitnah vorgestellt werden kann, werden die entstehenden Werke und Konzepte vorerst digital präsentiert: Ab Anfang Februar kommenden Jahres stellen die Künstlerinnen und Künstler ihre Projekte mit einer Videobotschaft auf der Homepage und den Social Media-Kanälen des Rheinisch-Bergischen Kreises vor.

Sollte es zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr möglich sein, werden die Künstlerinnen und Künstler sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Präsentation ins Kreishaus eingeladen.

Interdisziplinäre Jury

In der Jury saßen: Dr. Ursula Clemens-Schierbaum, Kunsthistorikerin und Galeristin, Dr. Barbara Engelbert, Musikwissenschaftlerin und ehemalige Regionalausschussvorsitzende von „Jugend musiziert“, Christoph Felder, Künstler und Filmemacher, Rolf Hinterecker, Künstler, Dr. Petra Oelschlägel, Kunsthistorikerin, Direktorin des Kunstmuseums Villa Zanders, und Tilman Strasser, Autor und Literaturvermittler.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Projekten und Konzepten sowie zu den ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstlern stehen in Kürze auf der Homepage des Rheinisch-Bergischen Kreises zur Verfügung.

RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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