Der Rundgang über das Gelände des Kardinal-Schulte-Hauses brachte weitere Skulpturenfunde aber leider wenig Bildung für das Reporterteam Wirrkopf / BamBam. Die Skulpturen werfen Fragen auf, die vielleicht die Leser:innen beantworten können?

An der Wand des Kardinal-Schulte-Hauses in Bensberg fand sich dieser Kriegsmann mit Schwert, der mit seinen Füßen auf einer geflügelten Figur steht.

Es scheint keine freundliche Figur zu sein, denn das Gesicht sieht zwar menschlich, aber grimmig aus. Auch die spitzen Ohren und der angedeutete Schwanz deuten nicht auf Mensch oder Engel hin. Was mag dieses Bild darstellen? Wer ist der Künstler?

Eine andere rätselhafte Skulptur steht auf einem schweren Holzfundament. Der Stein hat eine Form, die an ein Gebirge erinnert und weist runenhafte Linien auf. Was stellt es dar? Was bedeuten die Linien? Wer ist der Künstler ?

Am Ende unseres Rundgangs hat man uns erlaubt, den Innenhof des Hauses zu besichtigen und den Reporterhund ausnahmsweise mitzunehmen. Dort fanden wir zwar keine Skulpturen mehr, aber wer das Gebäude besichtigen will, sollte auch den Innenhof besuchen.

Er hat eine eigene Atmosphäre. Vorzusweise im Frühling, denn dort stehen große Magnolien. Das ist sicher eine Augenweide.

Hinweis der Redaktion: Eine Beschreibung der Skulpturen von Rolf Schaffner auf dem Geländer der Thomas-Morus-Akademie finden Sie in diesem Beitrag.

Evelyn Barth

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

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3 Kommentare

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  1. Lieber Herr Schlösser,
    danke, dass sie uns an Ihren Erinnerungen teilhaben lassen und es freut mich, dass es gute Erinnerungen sind, beim Lesen der Reportage.

    Und Herrn Schmitter danke ich für den Versuch einer Erklärung.

    Ich wünsche Ihnen beiden schöne Festtage und bleiben Sie gesund!

    Evelyn Barth

  2. Liebe Frau Barth,

    Ihre Geschichten sind immer wieder beschauliche Beispiele dafür, dass es sich lohnt, mit offenen Augen und Ohren unsere Stadt zu durchstreifen. Da tun sich Schätzchen auf, die Sie dank Ihrer Sorgfalt und Beobachtungsgabe für uns ins Licht rücken. Danke dafür.

    Ihr jüngster Rundgang über das Gelände des Kardinal-Schulte-Hauses hat es mir besonders angetan. Er hat in mir zwei Geschichten wachgeküsst, die um die 65 Jahre zurückliegen.

    Es sind die Geschichten eines kleinen Jungen, der Mitte der fünfziger Jahre als Ministrant von Sankt Nikolaus in Bensberg zum damaligen Priesteramt (auch Kardinal-Schulte-Haus genannt) „abgeworben“ wurde, um in der Frühmesse der kleinen Kapelle zu dienen. Das tat er mit Inbrunst und Freude. Noch vor 6 Uhr in der Früh machte er sich von der Rosenhecke aus auf den Weg durch das Gelände der Lederfabrik Offermann zum großen Torbogen am Priesterseminar – im Sommer vom Vogelgezwitscher begleitet, im Winter von tiefster Dunkelheit umgeben, die nur an einigen wenigen Stellen von Gaslaternen durchbrochen wurde. Hier war der Treffpunkt mit Kaplan Müller, der den kleinen Ministranten durch die große hügelige Gartenlandschaft bis zur Kapelle begleitete. Seine erste Aufgabe: Die Kirchenglocke läuten über ein dickes Seil, das in der Sakristei von der Decke herunterhing. Und mit dem Schwung der Glocke ließ sich der kleine Mann mit jedem Glockenschlag unter die Decke ziehen. Nach dem Dienst in der Frühmesse gab es den verdienten Lohn, ein üppiges Frühstück in der Küche, serviert von der Schwesternschaft. Mit einer Apfelsine von Kaplan Müller im Gepäck ging es dann rasch zum Schulunterricht in die Eichelstraße.

    Und dann wäre ich beim zweiten Teil der Geschichte: Im September 1954 vergrößerte sich die Familie des Ministranten um einen kleinen Jungen. Und der hatte als drei Monate junges Baby am Heiligen Abend im Priesterseminar seinen großen Auftritt beim Krippenspiel der Schwesternschaft. Als leibhaftiges Christkind tauschte er für kurze Zeit sein mollig warmes Körbchen in der Rosenhecke mit der strohbedeckten Krippe im Priesterseminar und ließ sich von Maria, Josef und den Hirten liebevoll betrachten – mit dem Segen der leiblichen Eltern.

  3. Liebe Redaktion, liebe Frau Barth, lieber Bambam, bei der ersten Skulptur kann es sich nur um den heiligen Georg handeln, der legendarisch ja auch als Drachentöter bekannt ist. Eine zweite Möglichkeit könnte sein, dass es der Erzengel Michael nach dem Kampf mit dem als Drachen dargestellten Teufel handelt. Ich bin allerdings sehr deutlich für die erste Variante.
    Frohe Weihnachten und herzliche Grüße,
    Jörg Schmitter