Guido Bach ist einer von fünf BewerberInnen bei der SPD für die Kandidatur zum Bundestag.

Eine Frau und vier Männer bewerben sich innerhalb der SPD darum, im September bei der Bundestagswahl im Wahlkreis 100 antreten zu dürfen. Um den oder die richtige zu finden organisiert der Kreisverband ein ganz neues Verfahren zur Kandidatenauswahl – mit Podcasts und einem Livestream.

Um den Mitgliedern der SPD in Corona-Zeiten eine Vorstellung und eine Diskussion mit den Kandierenden zu ermöglichen, geht die SPD neue Wege:

Schon Anfang Dezember hatte der Kreisvorsitzenden Marcel Kreutz alle Mitglieder der SPD im Rheinisch-Bergischen Kreis nach ihrer Bereitschaft für eine Kandidatur gefragt. 

Daraufhin meldeten sich Guido Bach (Koch und Inhaber einer Gaststätte; Bergisch Gladbach), Alexander Franzen (Ingenieur; Rösrath), Kastriot Krasniqi (Sozialversicherungsfachangestellter; Bergisch Gladbach), Michael Zalfen (Betriebsratsvorsitzender; Bergisch Gladbach) und Ute Stauer (Dozentin an einem Berufskolleg; Bergisch Gladbach) ihre Kandidatur an. 

Seit dem 24.12.2020 können sich Mitglieder und Interessierte auf der Homepage der SPD ausführlich über die BewerberInnen informieren. Neben den klassischen Vorstellungstexten wurde dafür mit dem Burscheider Bürgermeisterkandidaten Ralph Liebig ein Podcast produziert, der Einblicke über die Personen und Inhalte der KandidatInnen bringt. Der Podcast ist auf den einschlägigen Plattformen (Apple Podcast, Spotify usw.) abrufbar und auf der Website des Kreisverbands zu finden.

Am 13. Januar treffen die KandidatInnen bei einer Podiumsdiskussion um 20:15 Uhr im Bergischen Löwen aufeinander, um sich den Fragen der Mitglieder und Interessierten zu stellen. Die Veranstaltung findet ohne Publikum statt, sie wird live im Internet übertragen. Das erlaube eine Diskussion mit den KandidatInnen über YouTube, Facebook und der Homepage zur besten Sendezeit 

Im Februar soll eine Kreisdelegiertenversammlung mit Vertretern der SPD aus dem gesamten Kreisgebiet einen Kandidaten oder eine Kandidatin für die Direktkandidatur im Rheinisch-Bergischen Kreis wählen.

Hierzu erklärt der Kreisvorsitzende Marcel Kreutz: 

„Die Demokratie muss auch im Lockdown funktionieren. Wir holen die Nominierung unserer Bundestagskandidatin, unseres Bundestagskandidaten raus aus dem Hinterzimmer. Wir wagen ein modernes und innovatives Verfahren, dass die Möglichkeit zur Diskussion auch in Corona-Zeiten bietet. Ob Infrastruktur, Klimawandel, Pflege, Innere Sicherheit – die Themen, die unsere Kandidierenden besetzen sind vielseitig und komplex. Mit unterschiedlichsten Lebensläufen und Bildungswegen eint sie der Wille die Sozialdemokratie im Kreis zu stärken und Politik für die Vielen zu machen. Wir wollen die Menschen in den kommenden Monaten überzeugen: Die SPD ist die soziale Kraft im Kreis.“

So stellen sich die KandidatInnen vor:

Guido Bach (Koch und Inhaber einer Gaststätte aus Bergisch Gladbach):

Die Fürsorge für die Eltern die Förderung und Ausbildung der Kinder meiner Middle-Age-Generation liegt mir aus einem Mehrgenerationen-Haushalt kommend, sehr am Herzen. Für Pflege und Ausbildung zu sorgen, ohne den Einen zu überfordern und den Anderen zu vergessen und dabei beim Klimaschutz die Erdwärme, Hausdämmung und Solarenergie stärker vorantreiben, ist eine Aufgabe, der ich mich stelle und im ländlichen Bereich des RBK eine besondere Herausforderung darstellt. Da ich selber aus der „Mitte“ der Gesellschaft komme, sowohl als Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber, möchte ich mich für kleine und mittelständische Betriebe und damit deren Arbeitnehmer, für die ich mich als Sozialdemokrat verschrieben habe, einsetzen.“

Alexander Franzen (Ingenieur und sachkundiger Bürger in Rösrath): 

„Ich möchte für den Bundestag kandidieren, weil ich nicht nur zuschauen will, sondern aktiv mitgestalten möchte. Meine Schwerpunktthemen liegen ganz klar bei der wachsenden sozialen Ungleichheit und folglich der nicht vorhandenen Chancengleichheit. Außerdem möchte ich mich besonders für die Themen Infrastruktur und Verkehr sowie den Pflegenotstand einsetzen. Ich bin der richtige Kandidat, da ich zum einen die Sorgen der “jungen” Generation, andererseits auch die der “älteren” Generation verstehe und mich dieser annehmen will.“

Kastriot Krasniqi (Sozialversicherungsfachangestellter, Integrationsratsvorsitzender in Bergisch Gladbach):

Durch meine berufliche Tätigkeit bin ich nah an den Problemen der Menschen und kann verstehen, wo „der Schuh drückt“. Außerdem habe ich durch mein Alter einen besseren Überblick über die Sorgen und Probleme der Jugend. Meine Themen sind das Klima, die Digitalisierung und die Infrastruktur. Gerade im Bereich Klima müssen wir versuchen den Schutz unserer Welt mit guten Lebens- und Arbeitsbedingungen in Einklang zu bringen.“

Ute Stauer (Dozentin an einem Berufskolleg und Stadträtin in Bergisch Gladbach):

„Ich freue mich über dieses inhaltlich und im Hinblick auf die Persönlichkeiten vielfältige Kandidatenspektrum. Das ist unserer großen traditionsreichen Volkspartei würdig. Wir treten in einem Wettbewerb um politische Akzente und Inhalte an. Ich selbst setze in den Bereichen einer nachhaltigen Arbeits- und Sozialpolitik sowie Bildung frauenpolitische Akzente.“

Michael Zalfen (Betriebsratsvorsitzender und stellvertretender Bürgermeister aus Bergisch Gladbach): 

„Der Rheinisch-Bergische Kreis braucht einen Vertreter in Berlin, der für den Kreis die Themen 12 €-Mindestlohn, Digitalisierung der Schulen und Absicherung von Kindern, gezielt umsetzt. Mit meiner Erfahrung als Stadtrat, seit 16 Jahren, stellv. Bürgermeister, seit 7 Jahren, und der Bundestagskandidatur 2013, habe ich den Menschen im RBK auf vielfältige Weise gezeigt, dass ich konzentriert und gewissenhaft solche Ziele umsetzen kann. Die Corona-Pandemie hat vieles gelähmt, gibt uns aber auch die Möglichkeit, den Sozialstaat neu zu denken und das Verhältnis von Menschen zur Arbeit neu zu definieren.“

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4 Kommentare

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  1. Ab in den Bundestag. Warum nicht, die 7 vor der Mitgliederzahl der Bundestags- Mitglieder kann man auch durch eine 8 ersetzen. Sollte man wirklich glauben dann würde das politische Werk besser gelingen. Mir fällt dazu nur ein, ” viele Köche verderben den Brei”.

  2. @Verena:
    Merken auch Sie, dass rot-grün mal Fünfe gerade sein lässt, wenn es um Posten geht?

    Ob die CDU sich bei dem Personal anstrengen muss? Wenn Grün eins Kandidat_:InnenX aufstellt, braucht die SPD gar nicht antreten und sollte auf Zweitstimmenkampagne gehen.

    Und wer “Klima” wählen will, wählt #Klimaliste

    Wer wirklich ökonomisch richtigen Umweltschutz sucht, d.h. verfügbare (!!) saubere Energie, muss erstmal eine Partei finden, die Kernenergie unterstütz, bzw. deren weitere Forschung voran treiben will.
    (Damit sind nicht die Schmuddelkinder am rechten Rand gemeint, solang Meuthen sich nicht durchsetzt)

  3. Hatte ich nicht vor wenigen Wochen im Bürgerportal gelesen, dass Kastriot Krasniqi als Integrationsvorsitzender kein SPD-Mitglied sei? So hatte ich das verstanden als die SPD und GRÜNE Ratsfraktion ihn zum Vorsitzenden der Migrant*inn*en gewählt haben. Jetzt lese ich, dass er sogar zu deren Spitzenpersonal gehört.