Am 8. Februar öffnet das Impfzentrum, das Anmeldeverfahren kämpft mit einigen Startschwierigkeiten

Erneut sorgt das System der Vergabe der Impftermine in NRW für Empörung, Missverständnisse und Fehlinterpretationen. Zwar wies das System am Dienstag zwischenzeitlich keine freien Termine mehr aus – es gibt sie aber dennoch, erklärt die zuständige Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO). Und zwar genug für alle Impfberechtigten.

Viele frustrierte Über-80-Jährige und ihre Angehörigen, die gestern erfolglos waren, hatten sich heute früh erneut an den Computer gesetzt. Und stießen erneut sehr schnell auf die Rückmeldung, es seien – bis Februar 2022 – keine Termine verfügbar. Die gleiche Auskunft, das berichten Leser:innen des Bürgerportals übereinstimmend, hätten sie auch bei der telefonischen Hotline der KVNO erhalten.

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Achtung: Diese Darstellung heißt nicht, dass es für diese Monate keine Termine mehr gibt. Sondern nur, dass sie noch nicht frei geschaltet worden sind.

„Ausreichend Termine für alle Impfberechtigte”

Die schlechte und eigentlich gute Nachricht: beides stimmt nicht. Es sind, das bestätigte ein Sprecher der KNVO dem Bürgerportal schriftlich, ausreichend Termine für alle Impfberechtigten verfügbar.

„Es werden im Laufe des Tages neue Termine wieder eingestellt“, sagte KVNO-Sprecher Heiko Schmitz.

Praxistipp: Auch wenn Sie im Moment nicht weiterkommen, geben Sie nicht auf. Es macht aber wenig Sinn, es in kurzen Abständen immer wieder zu versuchen. Wenn aktuell keine Termine verfügbar sind, machen Sie eine Pause – und versuchen Sie es ein paar Stunden später erneut. Das Online-System und das Callcenter ist von 8 bis 22 Uhr geöffnet.

Für die Verwirrung sind offenbar widersprüchliche Programmierungen, verwirrte Call-Center-Mitarbeiter:innen und ein komplizierte System verantwortlich.

Terminfenster von sechs Wochen werden sukzessive abgearbeitet

Die buchbaren Terminfenster umfassen aus technischen und organisatorischen Gründen immer einen Zeitraum von maximal sechs Wochen (für Erst- und Zweitimpfung) und werden bei Bedarf sukzessive erweitert.

Der wichtigstes Grund dafür: es können immer nur so viele Termine vergeben werden, wie für diesen Zeitraum auch Impfstoff zur Verfügung steht. Und zwar für die erste Impfung UND die zweite Impfung 21 Tage später.

In jedem 6-Wochen-Schritt stehen der KV im gesamten Rheinland Impfstoff für 37.500 Termine zur Verfügung, also ausreichend für 18.750 Personen.

Sobald das Kontingent für ein Impfzentrum vergeben ist, erscheint im System die Meldung, dass keine Termine mehr zu vergeben sind. Es fehlt allerdings der Hinweis, wie es weitergeht.

Es geht weiter, „bis wir fertig sind”

Denn es geht weiter, Schritt für Schritt werden neue Kontingente frei geschaltet. Dazwischen gibt es dann aber – wie gestern und erneut heute – größere zeitliche Lücken.

Auf jeden Fall, das betont der KVNO-Sprecher, gehe es weiter – „bis wir fertig sind, also alle, die impfberechtigt sind und sich impfen lassen wollen, einen Termin haben bzw. zwei Termine”.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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10 Kommentare

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  1. Ich erlebe das wie oben berichtet seit jetzt 3 Wochen. Für meinen 82jährigen Vater. Er ist registriert, warum wird uns nicht per Email einfach ein Impftermin zugewiesen und gut is… ? Ständig am Computer hängen und es 20x pro Tag zu verschiedenen Zeiten zu versuchen machen einen echt wütend! Ich bin geneigt aufzugeben in der Hoffnung, daß Hausärzte das in absehbarer Zeit übernehmen. Frustrierte Grüße Cornelia Broichhaus

  2. Rheinisch-Bergischer Kreis: es stehen keine Impftermine zur Verfügung.
    Ich versuche es seit dem 01.02.2021: telefonisch und im Internet. Habe schon Mitarbeiterinnen erreicht: sie konnten mir keinen Termin geben. Aktuell heute 08.02.2021 um 16.30 Uhr. Edgar Grothe

  3. Was ist das für ein Armutszeugnis in diesem Staat !
    Es ist keine Holschuld der alten Menschen sondern eine Bringschuld des Staates.

    Wieso dieses Chaos und keine geordnete Impfvergabe per Brief ?
    Die ganze Pandemie zeigt die Unfähigkeit des Staates.
    Wir bitte um Geduld … ich kann es nicht mehr hören.

  4. Betrifft Impftermine: ich hatte es geschafft in der Hotline durchzukommen. Dann habe ich den Bearbeiter gesagt Rheinberg Galerie Impfzentrum. Dann kam die Aussage das tut mir leid das Impfzentrum Bergisch Gladbach kann ich nicht erreichen und kann keine Termine vergeben. Und das nach 4 Stunden Telefonat. Online funktioniert es auch nicht keine Termine frei. Was für eine Schande. Mit freundlichen Grüßen

  5. I versuche seit 3 Tagen einen termin online zu machen fuer meine 83 jaehrige Tante. Ich werde jedes mal abgewiesen mit der Aussage:Fuer die onlincbuchung waere ich nicht berechtigt! Fur mich voellig unverstaendlich. Selbst die Hotlinemitarbeiterin konnte mir nicht weiterhelfen. Telefonisch war es das gleiche Spielchen,es ist sehr frustierend.

  6. Es ist ein Schwachsinn, was sich die KV erlaubt. Es kommt mir vor wie Roulette. Wieviel Zeit ist den
    Alten für die Zockerei zu zumuten? Sehr viele Stunden, denn ihr habt ja sonst nichts zu tun.
    Rgds
    Utz Seibelt

  7. Können die Impftermin-Administratoren es uns verzeihen, wenn wir hochbetagten Antragsteller uns – angesichts der desolaten Bildschirm-Info im Kalenderschema der bereit ausgebuchten Termine (ausgebucht, bis in die nächsten Jahre) uns veralbert fühlen?
    Ehepartner, die z.B. bei der Registrierung an der identischen eingegebenen Adresse auszumachen sind, sollten jeweils automatisch EINEN GEMEINSAMEN IMPFTERMIN bekommen können. Das ganze Auswähl-Prozedere jeweils doppelt durchziehen zu müssen, ist einfach UNZUMUTBAR !!!

  8. sehr geehrte Herrn! Ich bin im Mai 81 jahre deswegen bitte ich Sie mir (egal wann ))ein Termin für Impfung zu besorgen. Danke im voraus
    Milivoj Subasic
    Danke