Bei der Frostwanderung nach Kaltenbroich hat Reporterhund BamBam nicht nur das Kreuz am Lerbacher Weg gefunden, sondern auch noch eins direkt in Kaltenbroich. Auch dazu hat er recherchiert und die Geschichte entdeckt, die dahinter steckt.

Freunde, bei unserer Frostwanderung war meine Suche nach Wegekreuzen von großem Erfolg gekrönt. Ich fand nämlich ein weiteres Kreuz in Kaltenbroich, gegenüber der Hausnummer 12. Es ist von 1845, aus Sandstein, ca. 3,50 Meter hoch und besteht wieder aus der Jesusfigur am Kreuz, darunter eine Nische. Am Sockel über dem Text ist aber bei diesem noch ein Totekopf. Ja, ihr lest richtig.

Was einem Hund ja sofort auffällt ist, ob jemand hungrig aussieht oder nicht. Dieser Jesus ist etwas fülliger als alle die anderen, die ich gesehen habe.

In der Nische hinter der Kerze ist der Heilige Josef mit Kind dargestellt. Die Gesichter der beiden haben in der langen Zeit etwas gelitten.

Und diesen Totenkopf – mal ehrlich, findet ihr das nicht auch ein bisschen gruselig?

Der Text auf dem Sockel ist etwas schwer zu lesen. Aber ich habe im Internet erschnüffelt, was da steht: „Für alle Menschen ist bestimmt, einmal zu sterben. Johann Odenthal und Anna Elisabeth Koch, Eheleute in Kaltenbroich. 1845″

Ich habe auch herausgefunden, warum dieses Wegekreuz aufgestellt wurde:

Der Johann Odenthal war nämlich ein bisschen schwermütig und hat anscheinend viel ausprobiert, um gesund zu werden. Als letzten Versuch hat er „… zur Heilung seiner Krankheit ein Gelübde geleistet und ein Kreuz aufstellen lassen. Er verkaufte seinen einzigen Zugochsen, um vom erzielten Kauferlös mitten in Kaltenbroich das Kreuz und vier Lindenbäumchen darum zu errichten. Unmittelbar nach der Errichtung des Wegekreuzes besserte sich sein Gesundheitszustand und er lebte noch etliche Jahre in Zufriedenheit.”

Das Haus, in dem das Ehepaar gewohnt hat, steht auch heute noch. Es sind die heutigen Hausnummern 9 und 10. Da ich das noch nicht wusste, als ich das Kreuz gefunden habe, hab ich Frauchen keinen Auftrag erteilt, das Haus zu fotografieren. Müsst ihr also selbst mal hingehen und nachschauen, welches Haus das ist. Aber denkt dran: Auto beim Schloss Lerbach parken!

Quellen: Bergischer Geschichtsverein

BamBam

ist ein Wolfshund (unter anderem) und lebt in Paffrath. Er hat einen europäischen Ausweis, ist aber stolz auf seine türkische Herkunft. Als Reporterbegleithund begleitet er die Bürgerreporterin Evelyn Barth - die dafür die Fotos liefert. Am 23.5.2019 hat er die Prüfung für den "Reporter mit GDB"...

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1 Kommentar

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  1. sehr schön. Hat ein bisschen was Nostalgisches. Sowohl das Kreuz als auch das schöne Kaltenbroich mit den vielen Gärten, Hühnern und Trappern :)

    PS: Es gibt sogar ein weiteres Wegeskreuz.
    Kleiner Tipp: Zur Quelle und dann Richtung Waldanfang :)

    Nette Grüße
    Fabian Bosbach (Pseudonym)