Nach wie vor sucht Reporterhund BamBam nach Wegekreuzen. Fündig wurden er und Frau Wirrkopf am Französischen Friedhof, am Bensberger Schlossweg. Man kann einen Besuch also gut mit einer Wanderung durch den Lerbacher Wald verbinden.

Freunde, macht euch bei schönen Wetter einmal auf den Weg nach Lückerath. Mit den Buslinien 400 oder 227 Richtung Bensberg muss man an der Haltestelle Milchborntal aussteigen und dann links von der Gaststätte Kaisersch Baach in den Wald gehen. Das ist ein schmaler Pfad an Gärten vorbei, in denen ein Chinese steht und euch freundlich anlächelt.

Aus dem Pfad wird ein kleines Stück Straße und am Ende der Straße wieder Pfad. Es geht aber immer geradeaus und dann sieht man das Kreuz etwas erhöht stehen. Eigentlich kein Wegekreuz im eigentlichen Sinne, sondern ein Kreuz für sehr viele Tote.

Dort gibt es eine Info-Tafel und einen Sitzplatz auf dem ein Reporterhund Anweisungen geben kann, welche Fotos gemacht werden sollen.

Ungefähr an dieser Stelle liegen 4000 französische Soldaten begraben, die in zwei Kriegen nach Bensberg gekommen waren, um hier an einer Seuche zu sterben oder nach einer erfolglosen Behandlung im Lazarett, das damals im Bensberger Schloss untergebracht war.

Versteh einer die Menschen! Der erste Krieg war 1793/94 ein Koalitionskrieg gegen die Französischen Revolutionsarmeen. Der weite 1813/15 der Befreiungskrieg gegen die Napoleonische Armee. Mehr Informationen gibt es bei Wikipedia.

Das muss eine schlimme Zeit gewesen sein, damals. Aber sicher nicht nur für die Franzosen, ganz bestimmt auch für die Menschen, die immer schon hier wohnten.

Nun sind die Franzosen ja schon lange wieder weg. Aber sie haben uns ein paar Wörter aus ihrer Sprache da gelassen, die die Bensberger wohl so schön fanden, dass sie sie heute noch benutzen.

Von dort kann man dann so lange man will durch den Lerbacher Wald laufen. Wir sind auf dem Rückweg zur Grube Cox gegangen und mussten kriechen und klettern, wegen umgestürzter Bäume.

Aber wir wurden belohnt. Denn wir sahen dort einen Grauwolf herumlaufen, der zum Trinken gekommen war.

BamBam

ist ein Wolfshund (unter anderem) und lebt in Paffrath. Er hat einen europäischen Ausweis, ist aber stolz auf seine türkische Herkunft. Als Reporterbegleithund begleitet er die Bürgerreporterin Evelyn Barth - die dafür die Fotos liefert. Am 23.5.2019 hat er die Prüfung für den "Reporter mit GDB"...

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1 Kommentar

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  1. Evelyn Barth sei dank für Ihre klugen und informativen Berichte über Entdeckungen bei Spaziergängen.
    BITTE fortsetzen.
    Immer wieder anregend.