Am Kopfgrundstück des S-Bahnhofs und entlang der Jakobstraße soll das neue Stadthaus gebaut werden

In nicht-öffentlicher Sitzung hatte der Hauptausschuss beschlossen, das laufende Vergabeverfahren für das Stadthaus abzubrechen und noch einmal komplett neu anzufangen. Es bleibt aber beim Standort am Bahnhof – und der Kombination mit der Stadtbücherei. In einer Erklärung erläutert Frank Stein die Gründe. Und das weitere Verfahren.

Die CDU hatte bis zuletzt gegen einen Abbruch der Planungen und für neue Gespräche mit dem Architektenbüro Auer Weber plädiert, auch aus Kosten- und Zeitgründen. Doch in der nichtöffentlichen Sitzung des Hauptausschusses votierte die Mehrheit mit den Stimmen der Ampel-Koalition, der Freien Wähler und des Bürgermeisters für die Aufhebung des laufenden Verfahrens (siehe Dokumentation des Beschlusses unten).

Die Gründe dafür erläuterte Bürgermeister Frank Stein anschließend in einer Presseerklärung. Zunächst einmal müsse die Stadt – angesichts der finanziellen Auswirkungen der Pandemie noch stärker als zuvor – auf die Kostensicherheit achten. Auf bis zu 85, womöglich sogar 100 Millionen Euro war das Projekt zum Schluss geschätzt worden.

Home-Office, Digitalisierung, Klimaschutz und Bauökologie

Die Corona-Pandemie habe aber auch gezeigt, dass „alternative Arbeitsmodelle wie der starke Ausbau der Teleheimarbeit für den Aufbau einer modernen Verwaltung zwingend sein werden“. Zudem schreite auch die Digitalsierung der Verwaltungsarbeit voran. Beides führe dazu, dass die Art und der Umfang der benötigten Räume neu kalkuliert werden müssen.

Zudem müssten die verschärften Klimaschutzziele berücksichtigt werden, „so dass bei Klimaschutz und Bauökologie ein ausdrücklicher Schwerpunkt gesetzt werden soll“, heißt es in der Erklärung.

Aufgrund dieser Argumente habe Stein einen Neustart und den Abbruch des laufenden Vergabeverfahren mit Auer Weber vorgeschlagen.

Der Entwurf des Büros Auer Weber hatten eine zweistufigen Wettbewerb gewonnen und ist hochgelobt worden.

Juristische Probleme bei Änderungen am Siegerentwurf

Das Büro hatte selbst zwar angeboten, das Projekt nachhaltig und klimaschonend neu auszurichten, berichtet Friedrich Bacmeister, Mitglieder der Grünen und Vorsitzender des eigens eingerichteten Stadthaus-Ausschusses.

Darauf habe die Stadt jedoch aus juristischen Gründen nicht eingehen können: Der Siegerentwurf eines Architektenwettbewerbs könne nur in begrenztem Umfang verändert werden, weil sonst unterlegene Wettbewerbsteilnehmer klagen und damit das ganze Projekt lahm legen könnten. Eine Abwehr solcher Konkurrentenklagen wollte Auer Weber aber nicht übernehmen, berichtet Bacmeister.

Was braucht die Stadt?

In den nächsten Schritten sollen nun zunächst die Bedürfnisse der Stadt und damit die Grundlagen für das Projekt Stadthaus neu definiert werden, kündigt Stein weiter an. Vor einem Neustart soll zudem „die Option einer Verknüpfung von Planen, Bauen und Betrieb geprüft werden“.

Die komplette Projektsteuerung, mit der die Stadtverwaltung auch nach Einschätzung ihres eigenen Rechnungsprüfungsamtes überfordert war, soll nun an eine externe Projektsteuerung vergeben werden. Zudem soll der zuständige Fachbereich personell aufgestockt werden.

Dokumentation: Der Beschluss im Hauptauschuss

I. Der Rat sieht die Diskussion im ASHNB am 04.02.2021 mit der Ankündigung dieser Vorlage als Vorberatung an und verzichtet auf eine weitere Vorberatung dieser Vorlage in einem Fachausschuss.
II. Das VgV-Vergabeverfahren „Neubau Stadthaus“ wird aufgehoben.
III. Am Standort „S-Bahnhof“ und der Kombination von Verwaltungs- und Bibliotheksnutzung soll festgehalten werden.
IV. Die Verwaltung wird beauftragt,
1. eine externe Projektsteuerung zu mandatieren,
2.eine den zukünftigen Erfordernissen entsprechende Digitalisierungs-, Raumnutzungs- und Raumbedarfskonzeption unter laufender Ein-beziehung der Beschäftigten, insb. des Personalrates, zu entwickeln,
3. eine an den Zielsetzungen von Klimaschutz und Bauökologie ausgerichtete Grundkonzeption zu definieren,
4. die personelle Ausstattung des FB 8 so zu verbessern, dass von dort in verantwortungsvoller Weise die Bauherrenvertretung wahrgenommen werden kann.
V.  Nach Vorlegen der Ergebnisse zu IV. wird das Projekt auf dieser Basis im Zuge eines neuerlichen Vergabeverfahrens in abgeänderter Form gestartet. Hierbei sollen Planung und Bau als Lebenszyklusmodell zu einer pauschalen Vergütung (Festpreis) ausgeschrieben werden. Sofern sich dieses Vorgehen nachweisbar als wirtschaftlicher darstellt, wird auch der Betrieb der Immobilie in diese Vergabe einbezogen.
VI. Es wird eine Konzeption zu den für die absehbare Restnutzungsdauer der alten Stadthäuser im Interesse der Mitarbeitenden notwendigen und wirtschaftlich vertretbaren (Reparatur-) Maßnahmen erstellt, soweit erforderlich unter Zuhilfenahme externer Expertise.
VII. Der Stadthausneubau-Ausschuss wird regelmäßig über den aktuellen Stand informiert.

Mit der Beauftragung eines Generalunternehmers, der das Gebäude nicht nur plant, sondern auch baut, verbindet sich die Hoffnung auf eine höhere Kostensicherheit. Zudem könnten dabei die sogenannten Lebenszykluskosten des Neubaus angemessen berücksichtigt werden.

Die komplette Vergabe von Planung und Bau bei einem Neustart spare zudem Zeit ein, ergänzt der Ausschussvorsitzende Bacmeister. Damit könne der neue Stadthaus-Neubau genauso schnell fertig werden, wie bei einer Fortsetzung der Arbeit mit Auer Weber.

Ein Angebot an den bisherigen Partner, das in einem aufwendigen Wettbewerb auserkorene Architekturbüro Auer Weber, enthält Steins Erklärung nicht. Er kündigte nur an, den Wettbewerbssieger zu informieren.

Die Eignung des Büros werden mit diesem Vorgehen nicht in Frage gestellt, betont Stein. Er bedauere, dass der Siegerentwurf nicht umgesetzt werden könne, aber „wir sehen keine andere Möglichkeit, als so – wie jetzt beschlossen – zu handeln.“

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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10 Kommentare

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  1. Zunächst einmal ist es jedem überlassen, seine Meinung hier kund zu tun, auch ausgeschiedene Ratsmitgliedern. Man kann m.E. eine Meinung kritisieren aber nicht verbieten oder lächerlich machen.

    Das „Urbach-Haus“ wurde ausgeschrieben, vor 7 Jahren der vermeintlich beste Entwurf prämiert, und dann setzte der Bergisch Gladbacher Planungs-Marathon ein. Lange Planungen sollten eigentlich zu einem guten Ende führen, was in GL aber nicht gewährleistet ist. Die GroKo geführten Legislaturperioden ließen auch in dieser Hinsicht einiges zu wünschen übrig und nicht nur an dieser Stelle, wie die Planungen in Bensberg zeigten. 15 Jahre Galerie mit etlichen Makeln drum herum. Die Schlossstraße, die zur gleichen Zeit fertig sein sollte, noch 3 Jahre mehr, wenn das denn reichen wird.

    Eigentlich hat die lange Planung des Stadthauses schlussendlich auch ihren Vorteil – das Gebäude kann kleiner , die Fehlplanungen der letzten Legislaturperiode können korrigiert, alles kann preiswerter werden, wenn, ja wenn nicht die neue Macht im Rat entstanden wäre. Bergisch Gladbach ist vom Regen in die Traufe gekommen. Die Ampel regiert ebenso durch wie früher die GroKo, und der Bewies, dass sie es besser macht, fehlt m. E. bisher. Es erstaunt, dass man gerne rechtliche Bedenken ins Feld ziehen lässt, wenn die Stadt bzw. heute die Ampel ihren Willen nicht bekommt. Alte Stadthaus-Planungen in Ablage „P“, 3 Millionen bezahlen, neuer Standort (?) mit neuer Ausschreibung, Geld für den neuen Sieger, neue Planungen (weitere 7 Jahre?) gibt es auch nicht kostenlos, Kalkulation (hoffentlich mal seriös) und dann bauen, was dann in 10 Jahren beginnen könnte.

    Die ehemaligen Sieger der Ausschreibung haben die Hand hingehalten, juristische Probleme können überwunden werden, die Mitarbeiter der Verwaltung müssen in schlechtem Umfeld arbeiten, aber Herr Stein will Neues, Besseres, Preiswerteres und das übermorgen.

    Tut mir leid, kein guter Plan der Ampel, eher eifersüchtiges Beharren auf eigenen Ideen, so falsch sie auch sein mögen.

  2. @Bernd+de+Lamboy dass Sie meinen Kommentar als unverschämt empfinden, das tut mir leid und war nicht meine Absicht. Die freie Meinungsäußerung stelle ich selbstverständlich nicht in Frage. Vielleicht sollten Sie aber meinen Kommentar nochmals in Ruhe lesen.

    Inhaltlich finde ich den derzeitigen „neuen“ Ansatz für das Stadthaus (noch) nicht überzeugend, um nicht zu sagen, enttäuschend bei dem Aufwand.

    Die Maßnahmen zur Kostensicherheit sind nach den bisherigen Erfahrungen alle zu begrüßen. Die Beauftragung eines Generalunternehmers, die externe Projektsteuerung, die Absicht zur Verknüpfung von Planen, Bauen und Betrieb und vor allen Dingen die qualifizierte personelle Ausstattung der projektführenden Stelle beim Auftraggeber Stadt.

    Wenn nun nach den bisherigen Erfahrungen die Kosten und die Zeit bis zur Bereitstellung in den Fokus gerückt sind, der kritische Pfad des Projektes sind, wenn Home-Office, Digitalisierung, Klimaschutz und Bauökologie ein ausdrücklicher Schwerpunkt sein sollen, dann ist mir absolut unverständlich, wie man am Standort „S-Bahnhof“ und an der Kombination von Verwaltungs- und Bibliotheksnutzung festhalten kann. Diese Konzeption folgt in der digitalisierten Welt einem überkommenen zentralistischen Ansatz.

    Die funktionale Aufteilung in Front-office und Back-office würde ich jetzt im Minimum geprüft sehen wollen. Dem Back-office ist es heute quasi egal, wo es angesiedelt ist, es muss mit Sicherheit nicht die beste Innenstadtlage sein. Verwaltungs- und Bibliotheksnutzung sind zwei völlig unterschiedliche Anforderungen, sowohl an das Personal, als auch an das Gebäude, erst recht aus Sicht der Nutzer/Bürger. Die wenigsten kommen mit S 11 oder Bus und dem Handel fehlt die „Frequenz“.

    Sehr viel stärker würde ich den Gedanken der Serviceerbringung und der Schnittstelle zum Bürger in den Vordergrund der Betrachtung stellen und die Aufteilung danach ausrichten, verteilte und zentrale/dezentrale Leistungserbringung. Bei der momentanen Veränderung unserer Innenstädte könnte ich mir den Bürgerservice, wie mit den Bürgerbüros in Bensberg und Refrath bereits geschehen, sehr gut dezentral untergebracht in bisherigen Ladenlokalen vorstellen. Es würde „Frequenz“ in die Einkaufsstraßen bringen und dem Bürger den „Gang zum Amt“ vereinfachen.

    Der Crashkurs in Digitalisierung durch die Pandemie, dieses Wissen geht nicht mehr verloren, es findet im Gegenteil zunehmend Platz in unserem täglichen Verhalten. Die Neukonzeption zum Stadthaus sollte in jedem Fall neben Klimaschutz und Bauökologie einen ausdrücklicher Schwerpunkt Digitalisierung beinhalten und da wird mit dem jetzt naheliegenden Home-Office viel zu kurz gesprungen. Auch der „Serviceempfänger“ sollte maximaler Nutznießer sein.

  3. @lothar Eschbach, jetzt frage ich Sie: was hat Ihr Kommentar mit dem Thema zu tun?
    Lesen Sie bitte mal die anderen Kommentare, die sehr viel kompetenter und sachdienlicher sind, als ihr absolut unverschämter Hinweis an mich, dass ich mich als ausgeschiedenes Ratsmitglied doch nicht mehr einzumischen haben.

  4. Ich verstehe die Aufregung um die 80, 100 oder 120 Mio nicht.

    Baut den Prunkbau einfach und gut ist es.

    Nachdem heute im Bundestag die Schuldenunion in der EU mit Stimmen aller großen Parteien durchgewunken wurde sollten wir möglichst schnell, möglichst viel Geld in investive Dinge stecken.
    Machen wir es wie Berlin oder die südeuropäischen Staaten. Leben auf Kosten anderer.
    Also, Grundsteuern runter und raus mit der Kohle bis die Gelddruckmaschine in Frankfurt nicht mehr hinterher kommt.

  5. Die Arbeit der Ampelkoalition und des Bürgermeisters Herrn Stein verfolge ich wohlwollend und mit der Hoffnung auf Fortschritte in unserer Stadt.

    Beim Projekt „Stadthaus“ kommen mir Zweifel, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist.

    Zunächst einmal ist festzustellen, dass er Entwurf des Büros Auer Weber von allen Fraktionen unterstützt wurde. Wenn es dem Entwurf an Zukunftsfähigkeit mangelt, d.h. die Voraussetzungen für die Digitalisierung nicht ausreichen und Bautechnik und Klimaschutz nicht den Standards entsprechen, dann sitzen alle mit im Boot, die dem Entwurf zugestimmt haben. Auch an diesem Beispiel wird wieder deutlich, warum Deutschland in der Digitalisierung ein Entwicklungsland ist. Es fehlt an breit gestreuter Sachkompetenz und vor allem am primären Interesse, sich dieses Themas anzunehmen. Ich mag auf der anderen Seite nicht so recht glauben, dass Auer Weber so dilettantisch geplant haben sollen, dass eine Neuplanung unausweichlich ist. Meine Sorge ist, dass – wie bei fast allen öffentlichen Großprojekten – die Kosten aus dem Ruder laufen. Die Ursachen dafür sind systemisch und mit einfachem guten Willen nicht ohne Weiteres abzustellen, auch wenn die Beauftragung eines Generalunternehmers schon mal ein richtiger Schritt ist.
    Meine Zweifel an dem Projekt gehen zunächst in die Richtung Qualität. Fraglich ist, ob ein weiterer Wettbewerb ähnliche Qualität liefert. Der zweite Aspekt betrifft die Kosten, nämlich ob die jetzt schon kalkulierten 3 Millionen zur Abfindung der Architekten nur der schmerzliche Beginn einer endlosen Odysse von unerwarteten Kostensteigerungen sind.
    Was mir völlig unverständlich ist, das ist die konsequente Weigerung, mit den Architekten ins Gespräch zu kommen. Möglicherweise hätte das Scheitern solcher Gespräche, Leuten wie mir ihre Zweifel genommen.

  6. Wie schon ein Fraktionsmitglied der Ampelpartei vollmundig bei der ersten Sitzung in der neuen Koalition erklärte, „Es bleibt nicht mehr so wie es einmal war“, hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Das aber nun das Geld mit vollen Händen aus der Stadtkasse verschleudert wird, kam mir nicht in den Gedanken. Es hätte vorher rechtlich geprüft werden müssen, ob das, man muss jetzt leider sagen, damals beauftragte Architekturbüro, einfach so die Beauftragung zurückziehen kann. Zeit genug für diesen Schritt war vorhanden.
    Nun bleibt der Stadt nichts anderes übrig um auf die Rechnung zu warten, die nun das Büro, auch wegen Ausfall eines Gewinns, stellen wird. Und schon wieder ein paar Hunderttausend Euro weniger im Stadtsäckel und das ohne Gegenleistung.

  7. Es ist ein wenig ernüchternd, aber: Eine ihrer wesentlichen Wahlkampf-Ankündigungen des letzten Jahres scheint die Ampel-Koalition mit diesem Neustart einkassiert zu haben.

    „In den kommenden Jahren müssten alle öffentlichen Investitionen auf das Notwendigste reduziert werden“ und „Der neue Standort der Stadtbücherei … soll nach Vorstellung von Grünen, FDP und SPD entkoppelt und zu einem eigenen Projekt gemacht werden…“.

    So war von der Ampel noch im April des letzten Jahres im Bürgerportal zu lesen.

    Gilt wohl nicht mehr. Die Stadtbücherei bleibt (teurer) Teil des Projektes.

    Damit ist großes Potential zur Verschlankung des Projektes und für finanzielle Einsparungen dahin. Das NEUE am Neustart schmilzt.

    Nun darf man gespannt sein, was aus der zweiten Ankündigung des Wahlkampfes wird: „Kein „architektonisches Ausrufezeichen, ….… sondern ein „funktionaler Zweckbau”.

    Ob mit dem Neustart ein ähnlich teures Problem wie bisher droht, diesmal nur halt
    in „Grün“?

  8. @Bernd+de+Lamboy, wenn es denn dumm ist, wie dumm ist es dann eigentlich sich als ausgeschiedenes Ratsmitglied zu Vorhaben zu äußern, deren Status man ganz maßgeblich mit bestimmt und mit zu verantworten hat?

    „Big picture“, wenn eine Analyse noch nicht allen vorliegen sollte, die verlorene Wahl hat direkt etwas mit diesen Vorhaben und Arbeitsergebnissen zu tun.

    Es scheint also jetzt eher weniger hilfreich für die Sache als auch für die Partei als (Mit)Verursacher dieses „Projektdesasters“ in die Rolle des Ratgebers zu wechseln.

    Wie glaubwürdig und hilfreich kann das bei bester Absicht und mit fachlicher Kompetenz für das Projektteam, für die Partei oder auch für die staunende Öffentlichkeit denn sein?

    „Weiter so“ ???

  9. Wie dumm ist es eigentlich, eines des besten und renommiertesten Architektenbüros Deutschland aus dem Vertrag zu werfen, bis zu 3.Mio. Geld der Bürger hinterherzuwerfen, um anschliessend einen neuen Wettbewerb auszuloben. Dieser neue Wettbewerb wird sicher die Bürger nichts kosten, weil die Verweigerer im Rat diesen neuen Prozess sicher bezahlen werden.
    Es ist mir, als ehemaliges Ratsmitglied und Mitglied in der Wettbewerbsjury, unmöglich solch eine irrationale Entscheidung zu verstehen. Da wird ein einstimmiger, von allen Parteien hochgelobter Entwurf einfach weggewischt. Wenn es einen sachlich und fachlich begründeten Grund gäbe, könnte man darüber nachdenken, unter stringenter Reduzierung des Raumprogrammes mit dem beauftragten Architekten neu zu planen. Alles andere wird nur wesentlich teuerer für uns alle, es wird sehr viel länger dauern, bis ein fertiges Bauwerk entstanden ist- und es wird nicht preiswerter.
    Bir zum Neustart werden weitere Planungskosten, weitere Renovierungskosten des Bestandes, und weitere Mietkosten entstehen.
    Und das könnte unter Umständen die Legislatur des aktuellen Rates
    überdauern, und wer gibt uns dann die Sicherheit, dass der neue Rat das ganze nicht wieder in Frage stellt. Aber schlimmer kanńs eigentlich nicht werden. odercdoch?
    Da war und ist ja immer noch das Dauerthema… Bahndamm..
    Schilda lässt grüssen.

  10. billiger wird der Bau sicher nicht durch die Neuformulierung von Wünschen seitens der Stadt. Aber es wird lange dauern. Ich gehe nun davon aus, das der zweigleisige Bahnhof GL dann vorher fertig ist.
    Das ganze Projekt mit einem GU durchzuführen ist sicher auch nicht günstiger, aber man schiebt damit die Arbeit für viel Geld an Fachleute weiter…
    Unter unserem BM Stein wird es dann wohl kein neues Stadthaus mehr geben.