Das NCG hat einige Räume für den gleichzeitigen Präsenz- und Distanzunterricht ausgestattet

Kurz vor dem Ferienende steht fest: Die kommende Woche wird für die meisten Schüler:innen per Distanzunterricht ablaufen. Ausnahmen gibt es für Abschlussklassen. Ob die angekündigten Test-Kits alle Schüler:innen erreichen, ist nicht sicher.

Das Infektionsgeschehen sei nach Ostern noch unklar, hinzu kämen die Reiserückkehrer, die ebenfalls zum Infektionsgeschehen beitragen würden – aus diesen Gründen habe man sich dazu entschieden die kommende Woche im Distanzunterricht zu bestreiten. Das erklärte NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer am Nachmittag in Düsseldorf.

Ausnahmen gebe es für Abschlussklassen (Abitur und 10. Klassen). Diese würden unverändert am Präsenzunterricht wie vor den Ferien teilnehmen. Die Termine für das Abitur würde unverändert weiter bestehen, hieß es ergänzend. Erste Prüfungen seien ab dem 23. April geplant.

Distanzunterricht zunächst nur eine Woche

Der Distanzunterricht sei ausdrücklich für eine Woche angelegt. Kommende Woche werde man das Infektionsgeschehen neu bewerten und daraus auch das weitere Vorgehen für die Beschulung ableiten, so die Ministerin.

Die angekündigten Test-Kits seien im Zulauf, auch für die Grundschulen. Dabei habe es Probleme mit dem Logistiker gegeben, der die 3.300 Lieferadressen nicht entsprechend den Planungen ab Mittwoch habe ausliefern können. Man hoffe, erklärte Staatssekretär Matthias Richter, dass bis Ende der Woche alle Schulen erreicht würden. Es sei jedoch offen ob dies tatsächlich funktioniere. Geplant seien 2 Tests pro Woche und Schüler:in im Rahmen einer Testpflicht.

Test-Kits an alle Schulen unklar

Aufgrund einer angespannten Marktsituation sei die Bestellung der Test-Kits derzeit nicht einfach. Man habe einen Wechsel zum Anbieter Siemens Healtcare vorgenommen, der den sogenannten Spucktest anbiete. „Wir wissen dass dies für jüngere Schüler:innen nicht altersgerecht ist und suchen nach weiteren Alternativen“, erklärte Ministerin Gebauer zur Kritik am Einsatz der Spucktests speziell bei Erstklässlern.

Um Corona-bedingte Bildungslücken bei den Schüler:innen zu schließen, arbeite das Land derzeit mit dem Bund an einem mehrjährigen Bildungsprogramm. Es habe ein Volumen von 1 Milliarde Euro und soll voraussichtlich zu den Sommerferien verfügbar sein.

Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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