Foto: Thomas Merkenich

In den vergangenen Wochen sind beim Bergisch Gladbacher Lebensmittelhersteller Krüger nach und nach 40 Corona-Infektionen registriert worden, teilte das Gesundheitsamt jetzt mit. Das Unternehmen habe die Sicherheitsmaßnahmen verschärft und die Mitarbeiterschaft in der Produktion umfangreich getestet.

Bei den werkseigenen Tests seien in den zurückliegenden sechs Wochen immer wieder einzelne Corona-Infektionen bei Krüger festgestellt worden, berichtet das Gesundheitsamt. Viele der 37 Betroffene seien bereits aus der (in der Regel zehn bis 14-tägigen) Quarantäne entlassen worden.

Nur 16 dieser Fälle wurden an den Rheinisch-Bergischen Kreis gemeldet und gingen hier in die Statistik ein. 24 Betroffene haben ihren Wohnsitz in Köln oder anderen umliegenden Landkreisen und Städten – womit andere Gesundheitsämter zuständig sind.

Krüger betont, bereits vor einigen Wochen regelmäßige Testungen der Mitarbeiter:innen eingeführt zu haben; dabei seien dann vermehrt positive Ergebnisse aufgefallen.

Zuletzt habe der Werksarzt am 6. April 461 Mitarbeiter:innen aus der Produktion einem Schnelltest unterzogen, daraus hätten sich bislang drei weitere, per PCR-Test überprüfte Fälle ergeben, so das Gesundheitsamt. Allerdings liegen noch nicht alle Ergebnisse vor.

Sicherheitsmaßnahmen noch einmal verschärft

Das Unternehmen berichtet, es habe seine Produktionsabläufe angepasst und die ohnehin strengen Sicherheitsmaßnahmen noch einmal verschärft. Das Rauchen auf dem gesamten Werksgelände sei verboten, die Duschen wurden gesperrt, die Schichten wurden noch weiter entzerrt, die Testfrequenz wurde erhöht.

Aber weder Krüger noch das Gesundheitsamt hätten bislang Erkenntnisse, wo sich die Mitarbeiter:innen angesteckt haben. Für eine Ansteckung innerhalb des Betriebs hat der Kreis keine Anhaltspunkte.

Krüger arbeite eng mit dem Gesundheitsamt zusammen, bestätigt der Kreis.

Über die individuellen Quarantänen für Betroffene und ihre Angehörigen hinaus erließ das Gesundheitsamt bislang keine Verfügungen und wartet zunächst die weiteren Testergebnisse ab.

Die Krüger-Gruppe hat ihren Stamm- und Verwaltungssitz im Industriegebiet Hüttenstraße und beschäftigt in Bergisch Gladbach rund 1200 der weltweit mehr als 5000 Mitarbeiter.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

4 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Bitte verschonen Sie uns mit Ihrem Unsinn. 40 per PCR-Test nachgewiesene Corona-Infektionen sind 40 Corona-Fälle. Es gibt natürlich auch asymptomatische Corona-Fälle. Sie befinden sich hier auf einer privatwirtschaftlichen publizistischen Plattform, die wir nicht für Corona-Leugner, Liebhaber von Großbuchstaben und Linkschleudern zur Verfügung stellen.

    Wenn Sie sich über das Urteil des Amtsgerichts in Weimar tatsächlich informieren wollen, dann empfehlen wir diesen Bericht:

    https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/keine-maskenpflicht-an-schule-urteil-in-weimar-sorgt-fuer-wirbel

  2. Wieso wurde mein Kommentar vom 09.04.20121 nicht freigegeben? Er war sachlich und enthielt nur Fakten wie den Hinweis auf das Amtgerichtsurteil von Weimar. Findet hier etwa Zensur statt?! Ich bitte um Stelluungnahme.
    Faktisch falsch ist beispielsweise von 40 CORONA Fällen zu sprechen, von Menschen, die bislang hauptsächlich nur über einen positive Test verfügen. Corona hat jemand, der INFIZIERT ist, sprich Symptome hat. Selbst ein PCR Test gibt hierüber KEINE Auskunft .

  3. Der nächste knall wird dann z.b. von den Kitas kommen z.b. kürten Olpe wo die Leiterin alles an corona ignoriert und volles Haus hat und z.b. auch nur 50 Tests für 75 Kinder bestellt hat, solche Leute in einer Führungs Position!!!

  4. Allein diese Zahl an bisher meist unentdeckt gebliebenen erkrankten Mitarbeitern zeigt doch, wie wichtig das Testen am Arbeitsplatz ist und dass man die Gefahr, sich dort anzustecken, nicht länger einfach so ignorieren kann.

    Ich finde es unglaublich, dass im privaten Bereich nahezu jeglicher Kontakt untersagt wurde, es aber im Firmenbereich völlig ok war, mit 15 Leuten aus 15 verschiedenen Haushalten in einem Büro oder Konferenzraum zu sitzen.

    Da ist es doch kein Wunder, wenn die Infektionszahlen nicht unter 50 sinken. Und ausbaden müssen es dann vor allem die Restaurantbetreiber, der Einzelhandel und alle anderen, denen jeder zusätzliche Lockdown-Tag die Möglichkeit zum Arbeiten verwehrt.

    Ich hoffe mal, dass konsequentes Testen bei möglichst allen Unternehmen endlich den erhofften Durchbruch bringt und uns über die Lücke rettet, bis die Impfung der Bevölkerung weitestgehend abgeschlossen ist.