Foto: Friedrich Bacmeister
Von der Odenthaler Straße und durch die Gärten strömte das Wasser am 14.8. nach Unterhebborn hinein. Foto: Bacmeister

Die Spitzenkandidatin der NRW-Grünen, Britta Haßelmann, kommt nach Bergisch Gladbach, um mit dem lokalen Direktkandidaten Maik Außendorf Wahlkampf zu machen. Gemeinsam besuchen sie Unterhebborn, das vom Hochwasser besonders stark betroffen war. Und sprechen mit Bürger:innen über die Themen Katastrophenvorsorge und Klimaschutz.

Dazu erklärt Haßelmann: „Die vergangenen Wochen haben uns schmerzhaft vor Augen geführt, dass die Klimakrise zwar ein globales Problem ist, ihre Auswirkungen aber lokal, direkt vor unserer Haustür, stattfinden. Die kommenden vier Jahre werden im Kampf gegen die Klimakrise entscheidende sein, denn die zentralen Weichen müssen jetzt gestellt werden. Das bedeutet: Mehr Prävention zum Schutz von Menschen und Infrastruktur, konkrete Maßnahmen, um den schädlichen CO2-Ausstoß deutlich zu verringern und mehr Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren.

Ich möchte vor Ort in Bergisch Gladbach mit den Menschen ins Gespräch kommen und für unsere Ideen und Konzepte werben. Wir wollen mit Mut, Zuversicht und Solidarität für Veränderung und eine bessere Politik streiten. Wir sind bereit.“

Hinweis der Redaktion: Bei diesem Text handelt es sich um einen Beitrag der Grünen.

Maik Außendorf ergänzt: „Wir müssen  jetzt auch das Thema Flächenversiegelung wieder auf die Tagesordnung setzen: der Erhalt von  Grünflächen, nicht nur, aber ganz besonders in der Nähe von Gewässern muss hoch  priorisiert werden“.

Die Öffentlichkeit ist zu diesem Termin eingeladen: Dienstag, 24.8., 12:30 Uhr, Wendehammer der Straße Unterhebborn in Hebborn.

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14 Kommentare

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  1. Der Überschwemmungen wegen auf die Wortwahl Flächenfraß zu verfallen, zeigt mir warum es geht um Stimmungsmache. Nicht nur das die Bezeichnung eine unwürdige Wortwahl für notwendigen Wohnungsbau ist, es ist auch nicht gewiss ob der herbeigeführte Zusammenhang immer stimmt. Dafür möchte ich mal die Rheinpegelstände anführen. In diesem Jahr lag dieser bei 10,69m aber bereits im Jahre bei 1784 bei 13,84 und wer will bestreiten, dass zu dieser Zeit Köln bei Weitem nicht so versiegelt war wie heute. Warum in unserem Land bei immer mehr Menschen der Wohnungsbau so bekämpft wird, kann ich nur ahnen, und ich möchte es mir versagen, zu äußern was ich denke.

  2. Der Titel besagt schon ziemlich alles. Das Thema Flächenfraß wird „neu“ auf die Agenda gesetzt. Hier handelt es sich um kein neues Thema zum Thema Ökologie, dass Flächenfraß für Überschwemmungen und einen Verlust Artenvielfalt führt ist lange bekannt.
    Das Thema wurde offentsichtlich bereits durch die FWG aufgenommen und interessant ist das die Grünen bis heute gebraucht haben um sich der Bedeutung bewusst zu werden.

    Flächenfraß und Schutz von Grünflächen ist klassischer Umweltschutz, ein Thema von dem sich die Grünen meinem Eindruck nach schon lange verabschiedet haben. Elektromobilität und Fahrradstraßen scheinen interessanter zu sein.

  3. Vom vergangenen Stadtrat wurde der vordere Bereich der Lena – Wiese als Bauland anerkannt. Was auch jedem vernünftigen Menschen einleuchtet. Nun soll es eine wilde Wiese bleiben. Vorher wurde mit viel Mühen und sehr wahrscheinlich auch Kosten eine Blühwiese angelegt was voll in die Hose ging. Nun gut, dann soll es so bleiben. Aber als Steuer zahlender Bürger frage ich mich doch, wie kommt so was zustande. Ich bin an einer Aufarbeitung unter Einbezug aller Fakten die zu diesem Dilemma führten interessiert. Letztendlich war der Landrat und der Bürgermeister auf den Werbefotos Bergisch Gladbach deckt den Bienen der Tisch abgelichtet.

  4. Bericht Maik Außendorf: Gerne würde ich auch hören, wie es um die Bebauung im Neuborner Busch steht. Aber das ist wohl eine andere Schuhgröße.

  5. Sehr geehrter Herr Eschbach,

    ich darf Ihnen versichern, dass wir Grüne und ich persönlich in unseren Koalitionsrunden und Gesprächen mit Frank Stein und Ragnar Migenda das Thema Flächen und Klimaschutz kontinuierlich diskutieren. Es ist auch schlichtweg falsch, dass alles so weiter gehe wie bisher.

    Was wir bisher u.a. zum Thema erreicht haben:

    – 3 ‚weiße Flächen‘ werden aus dem FNP gestrichen
    – Die Lena-Wiese in Lückerath bleibt eine wilde Wiese. Wir werden als nächstes dafür sorgen, dass der Status für diese Wiese und den Lückerather Anger dauerhaft geschützt wird.

    Für die von Herrn Urbach dort geplante Kita haben wir, bzw. insbesondere unserer Beigeordneter Ragnar Migenda eine alternative Fläche an der Bensberger Straße gefunden. Ja, auch ich hätte mir hier mehr gewünscht, aber in der Politik geht es nun mal meistens nicht so schnell und nur klein-schnittig voran.

    Dabei wird es auch nicht bleiben: wie im Koalitionsvertrag festgehalten, richten wir wegen der anstehenden Voll-Konversion des Zanders-Gelände einen Arbeitskreis ein, um über den Schutz weiterer Flächen zu reden.

    Insgesamt geht es viel zu langsam voran, insbesondere im Bereich Verkehr, das kann man zurecht kritisieren; und glauben Sie mir: das stört mich selbst außerordentlich.

    Ich freue mich sehr auf den Besuch von Frau Haßelmann, die ja u.a. Sprecherin unserer Bundestagsfraktion für Kommunalpolitik ist. Das Thema Hochwasser und Flächen haben im übrigen wir hier vor Ort ausgesucht, denn eine wichtige Fragestellung wird sein, wie der Bund die Kommunen bei der Renaturierung von Flußläufen, Schaffung von Retentionsräumen und freien Grünflächen unterstützen kann.

    Viele Grüße
    Maik Außendorf

  6. Hoffentlich suchen Die Grünen mit ihrer Aktion nicht nur eine Wahlkampfbühne. Der Beitrag klingt ein wenig danach.

    Statt ermunternder Worte (so gut sie auch gemeint sein könnten) benötigen die Geschädigten praktische Hilfe. Und die BürgerInnen von Bergisch Gladbach insgesamt wünschen sich sicherlich eher konkrete Pläne und Maßnahmen, wie Hochwasserkatastrophen zukünftig zu verhindern oder abzumildern sind, als theoretische politische Konzepte.

    Dass in Bergisch Gladbach das Thema Flächenversiegelung erst wieder auf die Tagesordnung gesetzt werden muss (wie Herr Außendorf betont) ist erschreckend. Es zeigt, wie weit unsere Stadt von Lösungen entfernt ist – trotz erklärtem Klima-Notstand und offensichtlich trotz einiger Anträge der FWG, wie Herr Nuding in seinem Kommentar sagt.

    Frau Haßelmann und Herr Außendorf könnten an dieser Stelle helfen, wenn sie konkrete und ambitionierte eigene Ideen zum Klima- und Hochwasserschutz für Bergisch Gladbach im Gepäck hätten – und bereits vorhandene gute Ideen unterstützen würden.

  7. Auch ich kann der Politik der Grünen Positives abgewinnen. Sie haben das Bewusstsein für den Umweltschutz geschärft. So stimme ich voll und ganz zu, Wald und freiliegende Flächen müssen besonders geschützt werden. Aber in Ihrem Programm geht ganz unter, dass auch der Mensch und seine Entfaltung besonderen Schutz benötigt. Aus rein ideologischen Gründen geht es ihnen nicht unter die Haut, dass Menschen sich vermehren und alle nicht nur gesunde Luft brauchen sondern auch wirtschaftlich gut leben und im Alter gesichert sein wollen. Nicht alle haben eine Million oder mehr auf dem Konto. Wir brauchen eine Politik der Zuversicht und nicht der Panikmache. Nur wer nach vorne blickt , läuft nicht gegen die Ampelsäule.

  8. @Lothar Eschbach:
    Eine gute und leider treffende Analyse / Bilanz des ersten Jahres der GL‘ er Ampel
    – oder auch das Protokoll einer (nicht unerwartbar) spürbaren Enttäuschung …

    Der einst kleinere der vormaligen Strunder „Großkooperanten” wird sich bei seinen durchaus gekonnt eigensichernden U-Turn in die von weiland grüner Energie gespeiste Ampel schon ausbedungen haben, dass er seine reichlichen Betonvorräte im Kopf behalten oder im Grünen Gewölbe des neuen Bündnisses lagern und jederzeit „verbauen” darf (eine hindernd Gelbe Gefahr bestand da auch nie) …

    Und die „Politik in GL” hatte und hat eben immer ihren ganz eigenen und farbübergreifend eher rustikalen Charme (manchmal fragt man sich, ob der Stein des seinerzeitigen Abstoßes wohl mit allem immer allzu glücklich sein mag …?).

    Aber Ihre Überlegung / Anregung zum Schluss hat etwas:

    Wenn man keinen festgefärbten Glauben hat oder sonst für eine der älteren oder jüngeren „Altparteien” eingenommen ist
    – Die Zweitstimme ggf. für die Freien Wähler zu setzen …

    Denn die haben bei der kmd. BTW tatsächlich reale Chancen, die 5%-Latte zu nehmen und könnten dann im wahrscheinlich kommend wüsten Koalitionopoly, je haarschärfer die Abstände ausfallen, sogar eine Rolle spielen …
    Bevor man also vielleicht gar nicht wählt …

    PS: Selber weder verwandt noch verschwägert, nicht bezahlt oder engagiert …

  9. Da muss mit Frau Britta Haßelmann erst eine Grüne Spitzenkandidatin kommen und dem Ortsverband, seinem Vorsitzenden und Bundestagsabgeordneten der Grünen Maik Aussendorf die örtlichen Prioritäten zu sortieren und zu ordnen. Da reibt man sich ungläubig die Augen.

    Die eigentlichen Ursachen, die seit Jahren bekannt sind und breit diskutiert wurden über Jahre, wie Flächenfraß, Versiegelung und fehlende Retentionsflächen, deren Verhinderung hat mit dem großen Wahlerfolg der Grünen nicht wirklich Eingang in das politische Handeln gefunden. Es ist leider keine Verhaltensänderung der Koalitionäre unter Grüner Führung feststellbar, die Liste der Fehlverhalten und Versäumnisse ist nach nur einem Jahr schon wieder sehr lang und in großen Teilen der Wählerschaft ist die Enttäuschung groß.

    Wenn Maik Außendorf ergänzt: „Wir müssen jetzt auch das Thema Flächenversiegelung wieder auf die Tagesordnung setzen: der Erhalt von Grünflächen, nicht nur, aber ganz besonders in der Nähe von Gewässern muss hoch priorisiert werden“, dann war das verschwundene Thema ja nur ein Teil der Geschichte, warum die Grünen einen so großen Wahlerfolg hatte.
    Mit dem „schlichten“ Hinweis auf die nur knapp erreichten 29 % ist diese Politik nicht länger durchzuhalten, vor allen Dingen aber für den Wähler nicht mit anzusehen. Vielleicht reicht es so sogar auf Platz 18 nicht für den Bundestag. Und das Ablenkungsmanöver mit dem Jahrhundert- oder gar Jahrtausendereignis zieht auch nicht. Die Häufigkeiten solcher Ereignisse haben sich geändert in den letzten Jahrzehnten, das Wissen ist ebenfalls vorhanden. Was passiert eigentlich, wenn das nächste Jahrhundert- oder Jahrtausendereignis sofort zu Beginn des Jahrhunderts eintritt, morgen z.B.???

    Nach einem Jahr Koalition unter Grüner Führung kann festgestellt werden, nun hat sich die SPD mit „weiter so“ durchgesetzt, obwohl abgewählt. Die SPD mit dem Vorteil langjähriger „Regierungserfahrung“ und stabilem, leicht verstärkten Personalkader diktiert die Politik am Ort. Völlig unverständlich, wie das passieren konnte, jedenfalls wirft es viele Fragen auf.

    Wenn man dagegen die Agilität, die Themensetzungen, Wortmeldungen und Anträge der Freien Wähler Gemeinschaft FWG mit ihren gerade einmal 3,4 % sieht und liest, vor allen Dingen aber erlebt und das nicht nur zum FNP, dann gewinne ich den Eindruck, hier handelt es sich eigentlich um das zu wählende Original. In jedem Fall Zweitstimme….

    Wir müssen nicht drüber reden, wir müssen machen, handeln!!!

  10. Wir müssen auch über Flächen*ent*siegelung sprechen.
    Die asphaltierten bzw. gepflasterten Flächen in den Tälern müssen mittelfristig reduziert werden – z.B. Rückbau von Parkplätzen, überdimensionierten Straßen, nicht mehr benötigten Gewerbeflächen. Auch Dachbegrünungen müssen viel systematischer gefördert werden, allerdings nehmen diese bei weitem nicht so viel Wasser auf. Aber zumindest die Bienen freuen sich drüber.

    @Werner Kopsch: Der Elfenpfad ist ein schlechtes Beispiel, da sich dort an der versiegelten Fläche nichts ändert. Die Umwandlung von Gärten in Betonwüsten findet (leider) überall im Stadtgebiet statt, unabhängig von Straßen-(um-)gestaltung.

    @Mehmet Schreiner: Größere Regenwasser-Kanäle sind gut für GL, verschärfen aber flussabwärts die Probleme, da sie das Wasser umso schneller ableiten. „In die Höhe bauen“ (mit Augenmaß!) ist ein wichtiger Teil der Antwort – und verringert die Verkehrsprobleme, da so die Stadt kompakter wird/ bleibt.

  11. @ Herr Kopsch,

    ich finde es sogar gut, dass die Anwohner ihr Grundstück für die Parkplätze nutzen.
    Warum sollen überall Parkplätze für Anwohner auf öffentlichen Straßen entstehen.
    Hier hat die Politik leider einen Fehler gemacht, als auf Landesebene (oder war es Bundesebene?) die Anzahl zu erstellender Parkplätze pro Wohneinheit verringert wurde.

    Bin dennoch gegen die Straßenbau-Beiträge. Die sollten bei guter Instandhaltung ohne Probleme über die kommunalen Finanzen abdeckbar sein.

    Den parkenden/stehenden Verkehr auf angrenzende Grundstücke zu verlagern schafft Raum für Fuß-, Rad, Rollerwege ohne den motorisierten Verkehr start einzuschränken.

    Parkplätze können unversiegelt erstellt werden. Als Pflaster oder begrünt.

    https://www.huebner-lee.de/aussenanlagen-tte-pflaster.html
    https://www.huebner-lee.de/aussenanlagen-referenzprojekte.html

  12. Das Thema Flächenversiegelung gehört auch aus meiner Sicht dringend auf die Agenda. Mein Beispiel: der von den Anwohnern nicht gewünschte Ausbau der Sackgasse Elfenpfad wird zu mehr versiegelter Fläche führen. Da die Ampel aus Grünen, SPD und FDP es für gut befand, die derzeitigen Parkmöglichkeiten in der Sackgasse einzuschränken, haben die Bewohner von 6 Häusern gegenüber der Verwaltung angekündigt, in ihren Vorgärten Stellplätze einzurichten. Gartenfläche wird dabei zumindest zum Teil in versiegelte Fläche verwandelt werden. Die Anwohner reagieren damit lediglich auf die unvernünftige Politik der Ampel. Der Beschluss ist hier nachzulesen. https://mandatsinfo.bergischgladbach.de/bi/si0057.asp?__ksinr=2074
    Ich appelliere an die Grünen und ihre Partner, diese Entscheidung zu revidieren.

  13. Ja, Flächenversiegelung ist ein Thema, aber beim Juli-Hochwasser sind z.B. das Sülz- und Lennefetal abgesoffen und da ist wahrlich genug Sickerfläche.

    Flächenversiegelung ist in Ordnung, solang die entsprechenden Vorkehrungen (Kanaldimension, Rückhaltebecken etc) in den Bebauungsplan mitaufgenommen werden. Erhöht die Kosten, schützt jedoch die abwärts liegenden Gebiete.

    Oder, weiteres Wachstum ist m.M.n nur möglich, wenn in die Höhe gebaut wird.
    Keine weitere Versiegelung, nur zu erwartendes Verkehrschaos.

  14. Zitat:
    “ Maik Außendorf ergänzt: „Wir müssen jetzt auch das Thema Flächenversiegelung wieder auf die Tagesordnung setzen: der Erhalt von Grünflächen, nicht nur, aber ganz besonders in der Nähe von Gewässern muss hoch priorisiert werden“.“

    Die Grünen müssen das Thema Flächenversiegelung nicht auf die TO setzen. Die FWG hat dies bereits mit 2 Anträgen beim Ausschuss für strategische Stadtentwicklung gemacht.

    Wir hoffen, dass die Grünen unseren Antrag zum Schutz der Grünflächen in Katterbach, Hebborn und Herkenrath nicht wieder vertagen (wie bei der letzten Ausschusssitzung) sondern diesmal unterstützen.