Sieben Säcke voll Müll hat das ehrenamtliche Team von „Paffrath putzt“ am Samstag im ganzen Stadtteil eingesammelt, mit gespendeten Zangen gut ausgerüstet. Neben dem üblichen Verpackungsmüll und Masken gab es auch einen gefährlichen Fund. Vor der Menge an Zigarettenkippen musste die Gruppe kapitulieren.

Sonne pur am vergangenen Samstag! Da war es für einige schon ein Opfer, dem Motto „Paffrath putzt“ aktiv zu folgen. Immerhin quittierten den Aufruf von Organisatorin Sabine Baier zwölf Mitstreiter(-innen) positiv. Nach gut zweieinhalb Stunden Müllsammeln – corona-gerecht in Zweierteams durchgeführt – waren die neuralgischen Stellen quer durch den Ort mal wieder vom Müll befreit. Sieben gefüllte Abfallsäcke lautete am Ende das Ergebnis.

Der Anfang fand auf dem Vorplatz der „Gebäudereinigung Schlürscheid“ statt. Grund: Firmeninhaber Marcel Katzbach überreichte der Gruppe eine Spende in Form von 20 Müllzangen und eine Kiste voll mit aufgerollten blauen Abfallsäcken. „Mir ist es ein wirkliches Bedürfnis, diese ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen; ich finde es großartig, dass unser Ortsteil dadurch sauberer wird“, würdigte der Geschäftsmann das Engagement.

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Danach ging es gleich los. Neben dem üblichen Wegwerfmüll aller Art berichtete das Duo  Michael Nussbaum und Dr. Reinhard Prinzen (er ist Vorsitzender der Interessensgemeinschaft Paffrath) von einem „wirklich gefährlichen Fund“ in einem Waldgebiet am Pannenberg. Aus dichtem Gebüsch zogen beide einen mächtigen  beschädigten Wandspiegel an den nahen Straßenrand. Um Schnittverletzungen zu vermeiden, wurde dieses Teil später per PKW zum Sammelplatz an der IGP befördert.

Massen an Schutzmasken

Viele leere Flaschen, Massen an Schutzmasken, ein Behälter mit Silikonspray, Zigarettenschachteln, immer wieder Trinkbecher und Verpackungsmüll – alles das wurde von den Gruppenmitgliedern in die Säcke befördert.

„Leider ist es notwendig, dass wir diese Aktionen in gewissen Abständen durchführen. Wir stehen dazu und wollen, dass sich das Erscheinungsbild unseres Ortsteils verbessert“, stellt sich Sabine Baier gelegentlichen Kritikern entgegen, die die Müllaktivitäten der Gruppe als übertrieben oder gar als nicht notwendig einstufen. 

Eine Bitte der Gruppe: Beide Bushäuschen in der Ortsmitte wirken oft schmuddelig und vermüllt. Hinzu kommen unzählige Zigarettenkippen dort, die wegen ihrer Vielzahl nicht aufgepickt werden können. „Wie schön, wenn es da mehr Selbstdisziplin gäbe“, appelliert Sabine Baier an das Verantwortungsgefühl der Nutzer und Nutzerinnen der Bus-Unterstände.

Doch die hohe Motivation der Gruppe lässt sich davon nicht ins Negative beeinflussen. Im Gegenteil: Der nächste Müllsammel-Samstag ist bereits ausgeguckt. Ende Oktober soll es wieder „Paffrath putzt“ heißen – organisatorisch leichter dank der Zangen-Spende.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Sehr tolle Aktion – ich hätte gerne mitgemacht und bin im Oktober hoffentlich dabei.

  2. Sehr gut! Tolle Aktion! Erfahrungsgemäß bleiben saubere Ecken länger sauber und dreckige Ecken animieren eher dazu, dort noch weiteren Abfall abzuladen!
    Dank an alle, die mitgeholfen haben!