Alexander Lünenbach (Dezernent Stadt Leverkusen), Jochen Hagt (Landrat Oberbergischer Kreis), Stephan Santelmann (Landrat Rheinisch-Bergischer Kreis), Elke Reichert (Dezernentin Rheinisch-Bergischer Kreis), Frank Herhaus (Dezernent Oberbergischer Kreis)

Der Rheinisch-Bergischer Kreis, der Oberbergischer Kreis und die Stadt Leverkusen haben eine „Wasserstoff-Werkstatt“ initiiert – als Vorstufe zum geplanten H2-Kompetenzzentrum.

Die Landräte Stephan Santelmann, Rheinisch-Bergischer Kreis, und Jochen Hagt, Oberbergischer Kreis, sowie Dezernent Alexander Lünenbach, Stadt Leverkusen, haben am Samstag die neu gegründete ,H2Werkstatt RheinBerg‘ in Nachbarschaft zur Geschäftsstelle der REGIONALE 2025 Agentur auf dem Zanders-Gelände in Bergisch Gladbach eröffnet. 

„Mit der gemeinsamen ,H2Werkstatt RheinBerg‘ wollen wir unsere Kräfte bündeln, um auf der Grundlage von fundierten Analysen den zukünftigen Auf- und Ausbau einer ,grünen Wasserstoffwirtschaft‘ für unsere Region voranzubringen“, so Landrat Stephan Santelmann.

„Das Ziel ist es, Maßnahmen und Projekte zur Herstellung, zum Transport und zur Anwendung von grünem Wasserstoff in einem aufgebauten Netzwerk zu erarbeiten und umzusetzen. So soll der Weg hin zu einem zukünftigen Wasserstoff-Kompetenzzentrum, dem ,H2Kompetenzzentrum RheinBerg‘ bereitet werden“. Die ,H2Werkstatt RheinBerg‘ wird dabei als Lotse und Vermittler dem starken Netzwerk, das aus lokalen Partnern bestehen wird, eine Plattform bieten. 

Wasserstoff-Kompetenzen verbinden

Eine zentrale Aufgabe der H2Werkstatt RheinBerg – unter Federführung des Rheinisch-Bergischen Kreises – wird es sein, die in der Region ansässigen Unternehmen und Organisationen zu identifizieren, anzusprechen und in einem sich selbst organisierenden Netzwerk zusammenzubringen.

Im Idealfall werden alle Akteure einer Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff – von der Wasserstoff-Produktion über -Speicherung und -Verteilung bis hin zu Wasserstoff-Anwendungen – aktiv. Begleitet und ergänzt werden soll die Netzwerkbildung durch Vermittlung von Wissen zum Thema Wasserstoff und der Integration von Forschung und Lehre.

Ein erster Schritt wird es sein, vorhandene und bereits gestartete Projekte sichtbar zu machen. Hierzu gehören die Wasserstoffproduktion, beispielsweise aus Abfall oder Biomasse oder mittels grünen Strom aus Wasserkraft und Photovoltaik-Anlagen etc. Der so gewonnene „grüne“ Wasserstoff wird zum Betreiben von Notstromaggregaten oder als Energieträger (Strom/Wärme/Mobilität) zum Einsatz kommen.

Erstes Feinkonzept „H2R Wasserstoff Rheinland“ in 2020

Im Zuge des Landeswettbewerbs ‚Modellregion Wasserstoff-Mobilität NRW‘ im Jahr 2020 ist gemeinsam mit insgesamt sieben Städten und Kreisen die Möglichkeiten der Herstellung, des Transports und der Nutzung von grünem Wasserstoff in der Region in dem Konzept ‚H2R – Wasserstoff Rheinland‘ beschrieben worden.

„Dieses Konzept ist im Auftrag der REGIONALE 2025 Agentur für unser REGIONALE 2025 – Gebiet ,Bergisches Rheinland‘ nun weiter konkretisiert worden und sodann die Idee entstanden eine gemeinsame Strategie für die Installation einer ,H2Werkstatt RheinBerg‘, zu entwickeln“ so Santelmann, der die Entwicklung des Engagements aufzeigt.

„Die H2Werkstatt RheinBerg soll auch als Schnittstelle zwischen der Rheinschiene und dem Bergischen Land fungieren. Die Kooperation steht daher weiteren Partnern offen und kann auf weitere Gebietskörperschaften in der Region ausgedehnt werden.

Die Erzeugung und Nutzung des grünen Wasserstoffs in unserer Region ist unser gemeinsam gesetztes Ziel. Ich freue mich sehr, dass mittlerweile auch der Rhein-Sieg-Kreis sein Interesse an der Aufnahme in die H2Werkstatt bekundet hat“.

Attraktive, nachhaltige Standortpolitik sichert Arbeitsplätze

Santelmann argumentiert weiter: „Wir wollen die vorhandenen Kompetenzen im Bereich grüner Wasserstofftechnologie bündeln und das Netzwerk durch weitere Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Lehre ausbauen. Uns ist es bewusst, dass eine nachhaltige Ausrichtung unseren Standort und unsere Region für Unternehmen attraktiver machen wird – und dieses bedeutet auch Arbeitsplatz-Sicherung und –Ausbau“. 

Von der H2Werkstatt RheinBerg hin zum H2Kompetenzzentrum RheinBerg

Weltweit reift die Erkenntnis, dass der Klimawandel von Menschen verursacht und nur durch Menschen verändert werden kann. Extreme Wetterlagen und die daraus resultierenden gravierenden Folgen machen die Notwendigkeit einer konsequenten Veränderung sichtbar.

„Mit der Gründung der H2-Werkstatt gehen wir einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen, klimaneutralen und kohlenstoffarmen Ausrichtung von Wirtschaftsabläufen in unserer Region“, erläutert Landrat Jochen Hagt die Motivation der beteiligten Kommunen. „Daher soll die neugegründete ‚H2Werkstatt RheinBerg‘ Kompetenzen und Unterstützende bis Ende 2023 verbinden und den Weg zu einem Wasserstoff-Kompetenzzentrum – ,H2Kompetenzzentrum RheinBerg‘ – aufzeigen und bereiten.“

Kompetenzen, Investitionen und Visionen gezielt verbinden

Dezernent Alexander Lünenbach ist überzeugt, dass gemeinsames Handeln der Motor für eine fundierte Wirtschaftsförderung ist: „Energiewende und Klimaschutz setzen Innovation und Dialog voraus. Die H2Werkstatt RheinBerg ist das Ergebnis eines interkommunalen Austauschs, bei dem langfristig Kompetenzen, Investitionen und Strategien zielgerichtet eingesetzt werden. Wie Aristoteles es bereits treffend zusammenfasste: ‚Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.‘ Das Wasserstoffkompetenz-Netzwerk, das in den kommenden Jahren entstehen wird, wird für unsere Region und für die teilnehmenden Unternehmen und Organisationen nachhaltige Potenziale erschließen. Daher ist die ,H2Werkstatt RheinBerg‘ auf vielen Ebenen ein Beispiel, wie Kompetenzen gezielt verbunden werden sollten“. 

In der Region sind bereits grundlegende Erfahrungen mit der Nutzung von Wasserstoff durch die Busflotte der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) vorhanden. Darüber hinaus ist das REGIONALE 2025-Leuchtturmprojekt des „Grünen Mobilhofs“ ein wichtiger Anker. Es gilt die Erfahrungen und Entwicklungen aus diesem Projekt zu vervielfältigen und in die Region auszurollen.

Die Kommunen sollen bei ihren Vorhaben, z.B. dem Um- oder Ausbau eigener Betriebshöfe von diesem Know-how profitieren, um ihren Energiebedarf ebenfalls klimaneutral zu decken.

RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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