Die Buden werden gerade klar gemacht, schon am Donnerstag soll der Weihnachtsmarkt auf dem Konrad-Adenauer-Platz eröffnet werden. Und das – nach aktuellem Stand der Dinge – trotz steigender Infektionszahlen ohne besondere Auflagen, Zugangsbeschränkungen oder Kontrollen.

Die magische Zahl für Spezialmärkte oder eine Kirmes lautet 2500: Nur wenn zu erwarten ist, dass sich mehr als 2500 Personen gleichzeitig auf dem Markt befinden schreiben die Coronaschutzverordnung und ein spezieller Leitfaden des Landes NRW die 3G-Regel mit entsprechenden Kontrollen vor.

Das ist auch nach Einschätzung der Stadtverwaltung beim ebenso feinen wie kleinen Weihnachtsmarkt in der Gladbacher Stadtmitte nicht der Fall. Daher kann er am Donnerstag eröffnet werden.

Aktualisierung 18.11.: Auf dem Weihnachtsmarkt in der Stadtmitte gilt eine allgemeine Maskenpflicht. Zuvor hatte die Landesregierung angekündigt, dass ab kommender Woche auch auf den Weihnachtsmärkten in NRW 2G gelten soll, Zugang also nur für Geimpfte und Genesene. Was das für die Weihnachtsmärkte in Bergisch Gladbach bedeutet, ist noch offen. Möglich wären stichprobenartige Kontrollen. Alle aktuellen Corona-Nachrichten finden Sie im Liveblog.

„Wir alle hoffen auf einen ’normalen‘ Weihnachtsmarkt ohne besondere Maßnahmen“, bestätigt Mark Peters als Vorsitzender der IG Stadtmitte. Nur wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern unterschritten wird gelte die Maskenpflicht.

Aber Peters weist vorsorglich, ebenso wie die Stadtverwaltung, auf die Möglichkeit hin, dass jederzeit neue Verordnungen des Landes dazwischen funken und eine neue Bewertung erforderlich wird. Ausgerechnet am Donnerstag berät die Bund-Länder-Konferenz nach langer Pause über neue Maßnahmen, auch in Bergisch Gladbach steigt die Corona-Inzidenz seit Tagen steil an.

Nach aktuellem Stand jedoch sind weder Zäune noch Zugangskontrollen erforderlich. Auch gibt es zwischen den Buden keinen größeren Abstand als sonst. Ein streng reglementierter Weihnachtsmarkt, mit einer Kontrolle der Besucher:innen und damit verbundenen Absperrungen sei für die Einzelhändler auch nicht vorstellbar, hatte Peters bereits im Vorfeld gesagt.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Konrad-Adenauer-Platz. Foto: Thomas Merkenich

Im Moment läuft also alles wie (bis 2019) gewohnt, 2020 war der Weihnachtsmarkt in der zweiten Corona-Welle abgesagt worden. Auch das Bühnenprogramm findet wieder statt, der Sozialstand geht erneut an den Start. Die „Fressmeile“ gegenüber der Bühne ist ebenso Bestandteil des Angebots wie das beliebte Kinderkarussell.

Nur auf verkaufsoffene Sonntage müssen Kund:innen und Einzelhändler:innen im Advent verzichten.

Die Regeln für den Gladbacher Weihnachtsmarkt gelten analog für die kleineren Veranstaltungen in Refrath (Weihnachtsdorf, ab dem 22. November) und Bensberg (Hüttenzauber).

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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13 Kommentare

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  1. Oh je, oh je. Ob das mal gut geht.
    Auf der anderen Seite sind den Marktbetreibern die Einnahmen zu wünschen.
    Ich finde aber nicht gut, dass der Markt vor dem Totensonntag eröffnet. Das ist nur Kommerz – und keine Tradition.
    Ich meine, das wäre bisher auch anders gewesen, oder?

  2. Wunderbar, nun doch 2G auf dem Weihnachtsmarkt, endlich werden die Unbelehrbaren eingebremst, anscheinend geht es nur auf diesem Weg über die Landesregierung. Allen geimpften und genesenen viel Spass auf dem WM, allen unbelehrbaren schonmal frohe Weihnachten und ein gutes, neues Jahr.

  3. Immerhin eine klare Ansage der Stadtverwaltung und des Vorsitzenden.
    Somit können wir für uns beschließen, dass der Weihnachtsmarkt auch dieses Jahr für uns ausfällt.

  4. Wer hat denn das entschieden?
    Namen bitte!
    Ich hoffe, dass diese Leute dann auch die Konsequenzen ziehen und zurücktreten, wenn die Corona-Zahlen weiter steigen!
    Eine simple Entschuldigung „da haben wir einen Fehler gemacht“ ist nicht mehr akzeptabel!!!!

  5. Herr Hagemann, können Sie bitte die Quelle für Ihre Behauptung zu der Zahl der geimpften Zahnärzte und der Zahnarzthelferinnen bekannt geben. Mir liegt diese Information leider nicht vor.
    Vielen Dank

  6. Ich kann mich nur den meisten meiner Vorschreiber anschließen. Gerade weil die Märkte klein sind, lässt sich gut kontrollieren. Die Entscheidungen der Stadt fördern den Weg zu einem Lockdown, der auch oihne weiteres nur für das Gebiet GL kommen kann. Man darf gespannt sein, was passiert, wenn eine sprunghafte Steigerung der Inzidenzen ein verbot des Karneval nach sich zieht.

  7. An die Kommentatoren:
    Ich habe immer noch nichts von Masseninfektionen und Aussterben der Zahnärzte und der Helferinnen gehört.
    Die behandeln am Infektionsherd in geschlossenen Räumen.
    Der Weihnachtsmarkt ist an der frischen Luft.

  8. Wann endlich wachen unsere ENTSCHEIDUNGUNGSTRÄGER auf und begreifen, daß SIE Verantwortung haben, DAFÜR sind sie gewählt. Abwälzen auf den/die Einzelne/n ist ärmlich. Und wohin dies führt sieht man an den steigenden Zahlen.
    Habt Mut und setzt rechtzeitig!!! Grenzen, ansonsten ist diese Entscheidung falsch verstandene Freiheit.

  9. Nach dem Motto, „Wenn es nicht verboten ist, ist es erlaubt“, kocht die Stadtverwaltung die Inzidenz noch ein bisschen höher mit dieser Entscheidung. Würde mich interessieren, was die umliegenden Krankenhäuser zu dieser Entscheidung sagen.

  10. Brauch Gladbach weniger Sicherheit Schutz auf dem Weihnachtsmarkt als die Kölner.
    Ich halte 2G zwingend für erforderlich.
    Die Inzidenzwerte steigen und die Behörden verbreiten die Vorstellung „“ Es ist alles nicht so schlimm „“. Es kann ja jeder für sich entscheiden, „“ICH BLEIBE ZUHAUSE „“

  11. Schade, dass nicht wenigstens mehr Platz im Bereich vor der Bühne geschaffen wurde, wo sich die meisten Menschen um die Essens- und Glühweinbuden drängen oder an den Stehtischen aufhalten. Richtung Bergischer Löwe wäre doch genug Platz frei gewesen, um dieses Jahr den Weihnachtsmarkt ein wenig großzügiger gestalten zu können.