Das Personal im MKH hat sich auf die Pandemie eingestellt. Foto:: Thomas Merkenich

Trotz stetig steigender Inzidenzwerte ist die Omikron-Welle in den Kliniken in Rhein-Berg bislang nicht spürbar, die Zahl der Corona-Patient:innen sehr niedrig. Die Krankenhäuser konzentrieren sich daher darauf, ihr eigenes Personal zu schützen und den Normalbetrieb aufrecht zu erhalten, berichten Vertreter von GFO und EVK. Sie warnen aber davor, Omikron auf die leichte Schulter zu nehmen.

Für alle vier Krankenhäuser in Rhein-Berg weist die Kreisverwaltung heute 17 Corona-Patient:innen aus, von denen drei auf den Intensivstationen betreut werden. Statistische Werte, die die reale Situation vor Ort wiedergeben, bestätigt Stefan Machtens, ärztlicher Direktor des Marien-Krankenhauses im Verbund der GFO-Kliniken Rhein-Berg. „Wir sind auf keinen Fall überlastet und können weiterhin Intensivmedizin für die anderen Erkrankten betreiben“, sagt der Urologe.

Dr. Stefan Machtens, ärztlicher Direktor des Marien-Krankenhaus Bergisch Gladbach
Dr. Stefan Machtens, ärztlicher Direktor des MKH im Verbund der GFO-Klinken Rhein-Berg

Acht Corona-Patienten werden im MKH sowie im Vinzenz-Pallotti-Hospital insgesamt betreut, sowie jeweils eine Person auf den beiden Intensivstationen, sagt Machtens. Die Belastung durch die Corona-Pandemie sei damit zur Zeit trotz exorbitant hoher Inzidenzwerte deutlich niedriger als in früheren Wellen.

Ähnlich das Bild im Evangelischen Krankenhaus. Die Zahl der Corona-Patienten sei „sehr niedrig“, aktuell seien eine Handvoll auf der Normalstation und eine Person auf der Intensivstation, sagt EVK-Pressesprecher Daniel Beer. Allerdings variierten die Zahlen auf diesem niedrigen Niveau sehr schnell.

Der Blick auf Nachbarländer wie etwas Frankreich zeige, dass die Omikron-Variante zwar viel infektiöser sei, die Erkrankungen in der Regel aber deutlich weniger schwerwiegend, erläutert Machtens. Man dürfe den neuen Virus-Typ aber auf keinen Fall bagatellisieren, auch Omikron könne – vor allem bei Ungeimpften – zu gefährlichen Verläufen führen, sagt Machtens. Daher solle man sich so gut wie möglich schützen.

Sorge um das eigene Personal

Innerhalb der Kliniken gelte die Sorge vor allem dem Personal. Zwar seien mehr als 95 Prozent der Beschäftigten vollständig geimpft, dennoch würden vereinzelte Infektionen und Quarantänefälle aus dem privaten Bereich vorkommen. Daher sei die GFO „in alle Richtungen“ vorbereitet, zu viel Personal dürfe nicht ausfallen.

Auch das EVK verzeichnet vermehrt Corona-Fälle in der Belegschaft, auch hier in der Regel aus dem privaten Umfeld. Durch die gute Impfquote, strenge Hygienemaßnahmen und regelmäßige schnelle Tests könne man schnell reagieren, aber jeder Ausfall durch Infektion oder Quarantäne sei eine Belastung.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Abgerechnet wird (leider) erst am Schluß!
    Die aktuell gemeldete hohe Anzahl von Omikron-Infizierten ist ja auch noch gar nicht in den Kliniken angekommen. Von Ansteckung bis Hospitalisierung vergehen in der Regel 10-14 Tage. Bei Werten von täglich über 200.000 Neuinfektionen wird es auch bei niedriger Infektionsrate und milden Verläufen zu Engpässen kommen. Hinzu kommt, dass sich auch Ärzte- und Pflegepersonal infiziert und damit ausfällt.