Foto: Thomas Merkenich

Wer Auto fährt, zahlt mehr: Super und Diesel sind binnen Jahresfrist um über 50 Cent teurer geworden. Tanken schmälert das Budget. Doch eine Umfrage zeigt: Nicht jeder steigt auf Bus, Bahn oder Rad um. Kleinunternehmer scheuen gar die Umlage der Kosten. Und auch die ÖPNV-Betreiber sehen keinen Nachfrageboom. Ob das 9-Euro-Ticket daran etwas ändert, bleibt offen.

Dienstagmorgen, 08.30 Uhr: Die Tank-App zeigt einen Dieselpreis von 2,14 Euro an. Da schlägt eine Tankfüllung schnell mit einem dreistelligen Betrag zu Buche. Steigen Pendler nun um auf Rad oder ÖPNV? Ziehen Taxifahrer oder mobile Dienstleister die Preise an? Und sorgt das 9-Euro-Ticket künftig für Entlastung? Wir haben uns in Bergisch Gladbach umgehört.

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Schlechte Verbindung

Auch im Freizeitbereich dreht sich bei Manuela Hachenberg und Stephan Klaas viel ums Auto, Foto: privat

„Ich war wegen Corona lange im Home Office, gerade wechsle ich in Präsenz und arbeite nun drei Tage pro Woche im Büro in Vilkerath“, erklärt Manuela Hachenberg aus Bergisch Gladbach. Hin- und Rückweg addieren sich auf 40 Kilometer. Die hohen Spritpreise nimmt sie in Kauf. „Ich werde in den sauren Apfel beißen müssen“, sagt sie.

Die Verbindung mit dem ÖPNV sei zu schlecht: 90 Minuten mit dem Bus statt 30 Minuten mit dem Auto. Dennoch: „Das 9-Euro-Ticket werde ich mir besorgen, jedoch nur für private Fahrten.“

Ihr Lebensgefährte sieht die Benzinpreise eher gelassen: „Kosten für das Benzin sind im Dienstwagen enthalten“, berichtet Stephan Klaas. Er ist im Außendienst unterwegs, nutzt aber oft Bahn und Flugzeug, kommt mit dem Auto auf 1.000 km im Monat. „Ich versuche bei den hohen Preisen spritsparend zu fahren, neulich in Bayern waren es im Schnitt nur 120 km/h auf der Autobahn.“

Das 9-Euro-Ticket ist für ihn eine interessante Option: „Ich muss nach Köln ins Büro. Da hält sich der Zeitaufwand bei Auto und ÖPNV die Waage.“ Eventuell nehme er künftig ein Klapprad mit in die S-Bahn, für den Rückweg. „Autofahren macht einfach keinen Spaß“, bilanziert er angesichts der vielen Staus.

S 11 nervt

Die S-Bahn ist bequem, aber unzuverlässig. Foto: Thomas Merkenich

Reimund Jux arbeitet bei der Stadt Köln, nutzt ein Jobticket. „Die Spritpreise machen sich höchstens bei meinem Oldtimerhobby und den Urlaubsfahrten mit Auto und Wohnwagen bemerkbar.“ Die Kosten für das 9-Euro-Ticket würden ihm bei seinem Eigenanteil für das Jobticket gutgeschrieben.

Er bleibt beim ÖPNV. „Aber die Verbindung mit der S 11 nervt gewaltig“, sagt er. Bei zeitkritischen Fahrten wie zum Flughafen plane er meist ein oder zwei Verbindungen früher ein, um auf der sicheren Seite zu sein.

Kati Kartz versucht so oft es geht mit Rad oder Bahn zu fahren, das 9-Euro-Ticket hält sie für einen guten Anreiz, komplett auf diese Verkehrswege umzusteigen, Foto: privat

Wenn kein Home Office ansteht arbeitet Kati Kratz in Deutz, bei einem großen privaten TV-Anbieter. Sie pendelt flexibel: „Ich versuche so oft wie möglich mit dem Fahrrad oder der Bahn in den Sender zu fahren.“ Manchmal werde es dann aber doch das Auto, weil es bequemer sei. Anschlusstermine seien dann leichter zu realisieren.

Und eben der Zeitvorteil: „Mit dem Rad dauert es 50 Minuten bis zum Sender, mit der Bahn mit allem drum und dran 40 Minuten.“ Das Auto nehme ab 25 Minuten in Anspruch, je nach Verkehr. „Das 9 Euro-Ticket würde mich auf jeden Fall motivieren, das Auto möglichst gar nicht mehr zu nutzen“, ist Kati sicher.

Lastenräder werden bislang nur vereinzelt für gewerbliche Zwecke eingesetzt – dabei gibt es von Land und Kreis einen kräftigen Zuschuss.

Mehr Trinkgeld statt höhere Preise

Arbeitnehmer sind also durchaus zum Wechsel auf den ÖPNV bereit – vorausgesetzt die Verbindung passt. Bei Kleinunternehmern sieht dies indes anders aus.

Eine Friseurin aus Bergisch Gladbach bietet ihre Dienste mobil an, kommt mit dem Auto in die Privatwohnung oder das Altersheim. „Die Mehrkosten beim Sprit liegen im zweistelligen Bereich. Das gebe ich aber nicht an meine Kunden weiter“, sagt sie. Sie versuche vielmehr mit einer guter Planung der Routen ihre Fahrtkosten zu optimieren.

Im Friseurgewerbe seien die Löhne ohnehin knapp bemessen. Ihren Kunden sei dies bewusst. Sie legten dann beim Trinkgeld etwas mehr drauf, um die höheren Kosten ein wenig zu kompensieren, erklärt sie.

Kunden nicht vergraulen

Die hohen Spritpreise machen sich beim Taxi-Geschäft von Ismail Kaygusuz bemerkbar, Foto: Holger Crump

„Ich fühle mich mit den gestiegenen Spritpreisen veräppelt“, schimpft Ismail Kaygusuz, Geschäftsführer eines kleinen Taxi-Unternehmens in Bergisch Gladbach. Rund 4.000 Kilometer fahre die Taxe im Monat, bei einem Verbrauch von rund 10 Litern pro 100 km komme einiges an Mehrkosten zusammen.

Eigentlich müsse er den Tarif beim Taxi anpassen. „Wir sind aber froh, dass nach Corona etwas Bewegung ins Geschäft gekommen ist“, sagt Kaygusuz. Er wolle die Kunden mit einer Preiserhöhung nicht vergraulen, also nehme er lieber in Kauf dass weniger „hängen bleibt“.

Kein Plus an Fahrgästen

Was sagen die ÖPNV-Betreiber zur Lage? Klar ist, nach Ende der Corona-Maßnahmen wie Home Office-Pflicht haben die Fahrgastzahlen über alle Verkehrswege zugenommen.

Aber: Mehr Fahrgäste wegen höherer Spritpreise, dass nehme man in den Straßenbahnen der KVB nicht wahr, sagt Sprecher Matthias Pesch. Ob das 9-Euro-Ticket zu mehr Fahrgästen führen werde lasse sich schwer abschätzen. Man habe jedenfalls Kapazitäten, liege derzeit bei einer Auslastung von 80 Prozent.

Bei der WUPSI stelle man in den letzten paar Monaten eine Zunahme beim Barverkauf von Einzeltickets fest, erklärt Sprecherin Kristin Menzel. Ob dies am Spritpreis liege vermöge man nicht zu sagen.

Die Nachfrage-Entwicklung nach dem 9-Euro-Ticket könne man nicht absehen, rechne durch die Einführung aber mit einem erhöhten Fahrgastaufkommen. Ob die Nachfrager eher Pendler oder Freizeitfahrer seien – auch dies lasse sich nicht prognostizieren.

Mehr Fahrgäste wegen hoher Spritpreise kann die KVB, die den Stadtteil Bensberg anfährt, nicht feststelllen, Foto: Oliver Güth, Kölner Verkehrs-Betriebe AG

Mobilitätswende

„Konkrete Aussagen zur möglichen Zunahme der Fahrgastzahlen und den Gründen lassen sich aktuell nicht treffen, auch wenn wir in den letzten Wochen steigende Besetzungszahlen feststellen“, erklärt ein Bahnsprecher mit Blick auf die S-Bahnlinie S11. Dies hänge aber u.a. auch mit den Lockerungen der Corona-Epidemie zusammen.  

Zahlen zum 9-Euro-Ticket seien Stand heute Spekulation. Man werte dies aber als Signal einer Mobilitätswende und als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Autofahren um jeden Preis

Einen Umstieg auf das Rad infolge hoher Spritpreise sehe man nicht, erklärt Bernhard Werheid, Sprecher beim Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. in Rhein-Berg. Das Rad sei im Trend, aber eher im Freizeitbereich.

„Dass Pendler und Berufstätige umsteigen, das können wir nicht erkennen“, so Werheid. „Die Deutschen“, so ist er sicher, „wollen um jeden Preis mit dem Auto fahren.“ Daran würden auch weitere Preisteigerungen bei Benzin und Diesel nichts ändern.

Holger Crump

ist Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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25 Kommentare

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  1. Die hier zu Schrift komenden Darstellungen treffen in fast jeder Hinsicht des Pudels Kern, sind aber trotzdem Einzelschicksale, die zwar in großer Zahl existieren, nicht aber eine Verwaltung oder Regierung zum Handeln bewegen können.

    Der ÖPNV samt Bundesbahn kommt nicht in die Gänge. Wenn man sich die Takte einiger Buss- und Bahnstrecken ansieht, kommen einem die Tränen. Wie lange wird die DB noch benötigen, endlich – nach 20 Jahren? – den Bau der 2. S-Bahn Strecke nach GL zu beginnen? Stillgelegte Strecken mögen aus Sicht der DB einmal unwirtschaftlich gewesen sein. Heute aber zig PKWs auf die Straße zu schicken, nur weil der V-Vorsitzende und die Anteilseigner (u.a. Berlin) den Hals nicht voll kriegen, halte ich für unmoralisch.

    Die KVB, unter der Fuchtel der Stadt Köln stehend, tut auch nichts, um ihr ramponiertes Image zu verbessern. Am Wochende fahren die Bahnen über die Stadtgrenzen Kölns hinaus abends höchstens halbstündig und das bis 24:00 Uhr.

    Fahradwege kamen in den Planungen der Städte in der Region seit dem Krieg nicht vor. Nun soll hier alles rubbedidupp gehen. Bei unserer Typographie scheint der Umstieg auf das Rad noch problematischer und Pedelecs für 2.500,00 EUR und mehr können sich nicht so viele Leute leisten. Die deutsche Bevölkerung wird immer älter. Und auch die älteren Leute sollen aufs Fahrrad. Sollte tatsächlich einen run aus allen Bevölkerungsteilen und Generationen in diese Richtung stattfinden, sind die lächerlichen Radwege,wie sie z.B. auf der Kölner Str. entstanden, unbrauchbar, weil zu schmal. Aus Bergisch Gladbach wird kein Stockholm entstehen, mögen Stein und Migenda den Fahrradwegen noch so stark die Vorteile reden. Anstatt unserer Stadt endlich ein Verkehrskonzept zu geben, in dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtig behandelt werden, verlieren sie sich in Alibipolitik, um irgendwelchen Wahlversprechen nachzukommen und andere darüber völlig vergessen.

    Ich fahre nun Hybrid, gezwungermaßen ein Auto, weil ich alte Menschen und Menschen mit Behinderung und Rollator oder Rollstuhl fast jeden Tag der Woche fahre. Die kann ich nicht mit einem Lastenrad transportieren!

    1. „Am Wochende fahren die Bahnen über die Stadtgrenzen Kölns hinaus abends höchstens halbstündig und das bis 24:00 Uhr.“

      Das ist nicht korrekt oder zumindest missverständlich. Die Linie 1 z. B. fährt von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag die ganze Nacht durch nach Bensberg.

      „Fahradwege kamen in den Planungen der Städte in der Region seit dem Krieg nicht vor.“

      Aber natürlich kamen sie vor und sie wurden auch gebaut. Allerdings vorwiegend mit dem Ziel, den Autos die Radfahrer aus dem Weg zu schaffen. „Radweg“ bedeutete da meisten „Rad weg!“ Das war seit Einführung der Benutzungspflicht im Jahr 1937 so.

      „Pedelecs für 2.500,00 EUR und mehr können sich nicht so viele Leute leisten.“

      Ein merkwürdiges Argument, wenn offenbar dieselben Leute kein Problem damit haben, ein Auto für mehrere zehntausend Euro anzuschaffen.

  2. Wenn die Wahlfreiheit fehlt muss man sich nicht wundern. #autokorrektur von Katja Diehl führt sehr detaillierten vor Augen woran es in unserer Auto basierten Gesellschaft hapert und berichtet zusammenfassend aus mehr als 40 Interviews warum viele das Auto nutzen müssen aber nicht wollen.

    Die fehlende sichere und durchgängige Radinfrastruktur, die den Umstieg aufs Fahrrad nach Umfragen zu einem hohen Prozentsatz unterstützten kann, ist nur eins von sehr vielen Problemen.

    Wir haben als fünf köpfiger Haushalt im Frühjahr unseren Zweitwagen abgeschafft, da er durch ein hohen Grad an Home Office und die gleichzeitige Verlagerung der meisten Alltagswege aufs Rad nicht weiter genutzt wurde. Dieser Prozess wurde vor allem durch die Elektrifizierung unserer Fahrräder massiv unterstützt. Schulwege von teils 13km und Arbeitspendeln von 10, 16 oder nach Wechsel auch 19 km (alles jeweils einzelne Strecken) werden ganz selbstverständlich geradelt. In hohem Maße auch in der Wintersaison.

    1. Das ist natürlich sehr schön, wenn es für Sie gut durchzuführen ist, man sollte es (meiner Meinung nach!) jedoch nicht „allgemeingültig“ sehen. Selbst wenn die Radinfrastruktur zur Verfügung stehen würde – nicht jede/r möchtge täglich 10-19 km mit dem Rad pendeln und das sollte man denjenigen auch zugestehen.

      1. Denjenigen, die sich bei der Wahl von Wohnort und Arbeitsplatz mehr oder weniger freiwillig in die Abhängigkeit vom Auto begeben haben, sollte man das Auto auch zugestehen. Allerdings muss man von denjenigen verlangen, dass sie die Kosten dafür selbst tragen. Außerdem muss denjenigen klar sein, dass in Zukunft noch mit deutlich höheren Spritkosten zu rechnen sein wird.

  3. Mein Wohnort wurde bewusst so gewählt, dass der Alltag komplett ohne Auto bewältigt werden kann. Von daher haben hohe Spritpreise keine Auswirkungen auf mein Alltagsverhalten. Für Urlaubsreise wähle ich die Reiseziele so, dass sie mit der Bahn erreichbar sind.

    Forderungen nach einer Subventionierung von Treibstoff halte ich für falsch. Höhere Rohstoffpreise bedeuten tatsächlich, dass man mehr bezahlen muss. Ob man das nun über steuerfinanzierte Subventionen oder über höhere Spritpreise tut, ist Jacke wie Hose.

    Lediglich bei Dingen wie Grundsicherung, Mindestlohn etc. sollte man soziale Härten abfedern. Weiterhin diffundieren hohe Energiepreise in die Preise für alle Produkte hinein. Da hat die Politik ohnehin keinen Einfluss, da ja kaum noch etwas nur hier produziert wird.

  4. Da wir als Familie bereits seit Mai letzten Jahres vollständig auf E-Autos umgestiegen sind (unsere alten waren über 10 Jahre alt), sind wir von der Entwicklung der Spritpreise nicht wirklich betroffen.

    Aber auch vorher bin ich schon – wenn nicht sowieso Home Office angesagt war – in der Regel mit der Straßenbahn nach Köln reingefahren. Ein Büro direkt an der Linie 1 macht es möglich.

    Schade, dass man auf ein E-Auto (wie auch Verbrenner) im Moment so lange warten muss. Ich kann jedem den Umstieg nur empfehlen. Es ist nicht nur günstiger, sondern das Fahren macht auch viel mehr Spaß und selbst bei Kurzstrecken zum Einkaufen russt man mit einem kalten Katalysator nicht die ganze Gegend voll.

  5. Ich nutze so oft, wie möglich Fahrrad oder ÖPNV. Meine Arbeitstelle ist in Wuppertal und ja, die Strecke Bergisch Gladbach-Wuppertal ist mit Bike trotz Kilometer und Höhenmeter machbar. Das dauert mit S-Pedelec etwas über eine Stunde je Weg, allerdings kann an den Tagen zusätzliche Sportaktivität entfallen.

    Alternativ fahre ich über Manfort mit der DB nach Wuppertal. Anbindung Schildgen – Manfort per Fahrrad (Faltrad). Gesamtdauer eine Stunde von zu Hause bis Büro – dauert mit dem PKW genauso lange.

    Dank Bahn-APP bekomme ich mit, wenn es Verspätungen gibt – nervt, aber nicht so, wie im Stau zu stehen.

    Glücklicherweise habe ich in der Woche auch 2-3 HomeOffice Tage. Einkäufe versuchen wir, so weit möglich zu Fuß im Ort zu erledigen.

    Leider fehlt es uns noch an passender Ausstattung, um Getränkekisten transportieren zu können.

  6. Die S-Bahn bietet nach Köln einen ziemlich verlässlichen Takt an und ist in Kombi mit einem Rad gut für den Weg zur Arbeit geeignet. Während der Pandemie wurden sie quasi nur halb voll und damit ein angenehmes Reisemittel.

    Seltsamer weise hat sich das nicht mehr geändert. Kann mir ja nicht vorstellen, dass die alle im Home-Office geblieben sind. Die Busse in GL sind auch sehr zuverlässig, sind jedoch z.T. langsamer als ein Rad oder fahren zu selten. Busse nutze ich nur im Notfall.

    Ein Auto ist eine Alternative für Lasttransporte und wenn viele den gleichen Weg haben. Das nutze ich per Carsharing aus dem Kölner Angebot.

    In GL gibt es leider kein wachstümliches CAR-Sharing. Zwar zwei Angebote, doch keine Dynamik. Die Bürger sind hier scheinbar sehr bequem, was das Auto vor der Tür angeht.

    Mit diesen Gewohnheiten halte ich es für fragwürdig, dass sich am Verkehrsmittelmix langfristig etwas ändert.

  7. Ich fahre lieber Bahn als Auto, nicht nur wegen der Sprit-Preise. Allerdings müssen Bahnen und Busse verlässlicher werden. Auch die Taktung und der Ausbau des Netzes sollten höhere Priorität haben. Man sollte sich ein Beispiel an den Niederländern nehmen. Dort klappt das alles viel besser. Nicht jede Stadt hat ihr eigenes Netz, alles ist landesweit und Tarife somit auch leichter verständlich und überschaubar.

    Trotz allem finde ich das 9,00 Euro Ticket super. Ich werde es auf jeden Fall nutzen.

    Ich würde mich freuen, wenn in naher Zukunft, aber nicht nur darüber geredet, sondern auch etwas zur Attraktivität des Nahverkehrs, getan wird.

  8. Im stadtnahen Umfeld ist die ÖPNV-Anbindung oft gut, allerdings nur tagsüber, wer spät abends/nachts/sehr früh am Morgen zur Arbeit muss, hat häufig Pech, dass es keine Verbindung gibt.

    Ärgerlich finde ich auch, dass man für Strecken von 10-15 km mit dem ÖPNV 1,5 Stunden oder mehr rechnen muss.

    Ich selber nutze den ÖPNV aus gesundheitlichen Gründen fast nie, habe aber auch Menschen im Umfeld, die mit Bus/Bahn zur Arbeit fahren würden, wenn sie die Möglichkeit hätten und die Anbindungen besser wären.

    Wer 10 km Wegstrecke hat und dafür mit dem ÖPNV 1 bis 1,5 Stunden unterwegs ist, plus Laufwege zur Haltestelle/Arbeitsstelle, der greift – verständlicherweise – natürlich zum Auto.

    Viele Verbindungen sind auch bei Strecken von nur 10-15 km mit 1-2 mal umsteigen, je nach Uhrzeit auch häufiger,
    verbunden, es kommt dabei vor, dass man 15 oder mehr Minuten auf den nächsten Bus warten muss, gerade bei Nässe und Kälte mit Sicherheit kein Vergnügen. Wenn man stadtauswärts fährt, haben die Verbindungen gerade früh oder spät große Taktabstände, so dass man u.U. 30 Minuten vor Beginn der Arbeitszeit am Arbeitsort ist. So kann man eine Gesamtzeit von etwa 2 Std. rechnen und muss um 6 Uhr oder früher los und das für Strecken von 10-15 km.

    Völlig logisch, dass der ÖPNV da keine Alternative ist, wenn man die gleiche Strecke in unter 30 Minuten mit dem Auto zurücklegen kann.

    Wer z.B. um 6 Uhr im VPH Dienstbeginn hat, der kommt von GL aus pünktlich an und hat eine Verbindung im 20-Minuten Takt. Wer jedoch in Schildgen wohnt, hat mit einer durchgehenden Verbindung Pech gehabt, der erste Bus in diese Richtung fährt um 5.34 Uhr und ist um 6.11 Uhr an der Vinzenz-Palotti-Straße. Möglich ist natürlich ein Start um 5.09 Uhr und Umstieg in GL. Für den Arbeitsort VPH würde es also machbar sein, wenn auch zeitlich durch Laufwege knapp und mit Umsteigen.
    Wer jedoch weiter stadtauswärts arbeitet (Richtung Kürten, Herkenrath, Rösrath, Overath), der hat gar keine passende Verbindung und/oder ist stundenlang unterwegs.

    In meinem weiteren Bekanntenkreis sind einige Personen, die Arbeitsstellen nicht annehmen konnten, da sie mit dem ÖPNV nicht erreichbar waren bzw. zu Arbeitszeitbeginn nicht erreichbar waren.

    Ich selber habe mein Fahrverhalten nicht verändert, ich fahre allerdings nicht häufig und versuche schon sehr lange, mehrere Erledigungen so zu planen, dass sie hintereinander liegen und keine Extrafahrten anfallen.

    Störend am ÖPNV finde ich auch, dass Bus/Bahn häufig sehr schmutzig und überfüllt sind, ich mag auch nicht mit Betrunkenen auf engem Raum sein, auch das kommt im ÖPNV leider immer wieder vor.

    Freizeitfahrten fallen bei mir kaum an und ich finde es allgemein eher befremdlich, wenn man in sozialen Netzwerken liest „Ausflugstipps/empfehlenswerte Schwimmbäder – bis zu 100 km entfernt gesucht“ oder „möchte heute ans Meer – welcher Strand ist am schnellsten zu erreichen“.

    1. Liebe Ina, da haben Sie sich aber alle Probleme herausgesucht, die es im ÖPNV geben kann. Ich bin bis Ende des Jahres täglich mit dem Bus nach Leverkusen gefahren. Ja, da gibt es eine ausgezeichnete Verbindung. Ich kann aber ohne nachzudenken, 10 Kollegen nennen, die viele Gründe gefunden haben, dies nicht zu tun. Und bei diesen Menschen hoffe ich sehr auf ein Umdenken.

      1. Ich habe mir nichts „herausgesucht“, ich kenne diese (und weitere) Fälle aus meinem erweiterten persönlichen Umfeld. Zwei etwas konkretere Beispiele:

        Schon 5-6 her (Verbindungen sind immer noch nicht da), junger Azubi auf Ausbildungsplatzsuche, wohnt nicht zentral/sehr stadtnah. Viele attraktive Betriebe schieden für eine Bewerbung aus, da im Umfeld in diversen Orten außerstädtisch/“ländlich“ gelegen (z.B. Overath, Kürten, Burscheid) gelegen, Arbeitsbeginn 6.30-7.00, mit erster ÖPNV-Verbindung jedoch Ankunft frühestens ab 7.30 Uhr. Hat zum Glück einen erreichbaren und guten Ausbildungsplatz gefunden und arbeitet auch nach der Ausbildung noch bei der Firma. Nutzt aber lieber Pkw, da zwar erreichbar, aber mit Pkw deutlich schneller und flexibler.

        Anderer Azubi, der seinen Traumjob gefunden hat, dieser Job ist lokal an wenige Stellen gebunden und nicht mit besser zu erreichenden Stellen „auswechselbar“, es gibt nur diese wenigen Orte. Wechselnde Einsatzorte, alle im Großstadtbereich, teils Stadtrand, teils innerstädtisch, Schichtdienste. Wohnung (Kleinstadt, sehr günstig), je nach Einsatzort, bis zu 100 km entfernt. Bahnhof direkt vor der Haustüre, allerdings keine Bahnverbindung, zu den Arbeitszeiten gibt es diese nicht und bei normaler Tagschicht eine Fahrt fast 3 Stunden inkl. diverser Umstiege. Umzug nicht möglich, würde auch keine Verbesserung bringen, da Wohnung näher an Arbeitsstellen (wechselnde Stellen „in alle Himmelsrichtungen“) wenig bringt (es gibt keinen Schnittpunkt, der für alle Einsatzstellen günstig ist und vor allem ÖPNV bietet), dazu würde die Wohnung städtisch um ein Vielfaches mehr kosten. Durch Azubi-Gehalt nur geringfügig steuerpflichtig, Pendlerpauschale bringt also noch nicht viel. Azubi Gehalt reichte bisher für Leben, Wohnen und Pendeln, seit deutlichem Anstieg der Spritkosten ist es nun sehr, sehr eng.

        Ganz allgemein, wenn man z.B. in Voiswinkel wohnt, lebt man immer noch sehr stadtnah. Wenn man nun z.B. in Overath arbeiten würde mit Beginn um 7.30 Uhr und bis zum Rathaus Overath fahren müsste, so gibt es keine Verbindung. Wenn man in Odenthal wohnt und um 7.30 Uhr anfangen müsste, gibt es auch keine Verbindung. Falls man um 8 Uhr anfängt, könnte man tatsächlich den ÖPNV nutzen. Man hätte halt „nur“ über 2 Stunden Fahrzeit (hinzu kommen die Laufwege zur Haltestelle) und 3 Umstiege. Mit dem Auto sind es 25 km, die in etwa einer halben Stunde zurückgelegt werden.

        Wenn man in der Uniklinik Köln arbeitet und zentral in GL wohnt, um 6 Uhr beginnt, dann kann man mit dem ÖPNV innerhalb einer Stunde dort sein. Wenn man aber nicht zentral in GL wohnt, fehlt um diese Uhrzeit oft schon die Verbindung nach GL.

        Ähnlich verhält es sich mit sehr vielen Orten rundum im Bergischen. Wer an Orten arbeitet, die nicht direkt an gut getakteten Buslinien liegen und/oder wer einen frühen Arbeitsbeginn hat, der hat oft gar keine Verbindung oder eine Verbindung mit hohen Fahrzeiten/Umstiegen. Nicht jeder wohnt an einem gut getakteten Linienverlauf.

        Wenn man von GL nach Leverkusen fährt hat man eine gute Anbindung, die keinesfalls vergleichbar ist mit der Richtung Bergisches. Wenn man in z.B. Bürojobs arbeitet, vielleicht sogar mit flexiblem Beginn und zentralem Wohn- und Arbeitsort ist der ÖPNV eine gute Alternative. Sobald Wohn- und/oder Arbeitsort nicht zentral gelegen sind wird es sehr schwer mit dem ÖPNV und bei frühem Beginn eher unmöglich.

        Die Strecken des ÖPNV massiv auszuweiten und die Taktung rund um die Uhr zu verkürzen und anzupassen wäre extrem teuer, stattdessen werden immer wieder Strecken gestrichen, weil sie unwirtschaftlich sind, da zu wenig Fahrgäste mitfahren. Es wohnen aber sehr viele Menschen nicht zentral und teilweise auch ländlich, je nachdem wie ländlich, gibt es Verbindungen zur Schulzeit morgens und mittags und nachmittags für Berufstätige, vielleicht noch eine am früheren Abend, dazwischen nichts.

        Sehr häufig liest man von einer ausgewogenen „Work-Life-Balance“. Diese ist bei langer Pendeldauer kaum gegeben, 3 oder mehr Stunden täglich in öffentlichen Verkehrsmitteln, Zeitdruck (und Druck durch den Arbeitgeber), wenn es zu Verspätungen oder Ausfällen kommt, volle Busse und Bahnen, Lärm, Dreck. Da wird das Pendeln u.U. zum zusätzlichen Stressfaktor. Und zuhause warten dann nach 11-12 Stunden Abwesenheit noch Haushalt und Kind(er). Stau ist natürlich auch Stress. Ich persönlich würde jedoch lieber trocken und „gemütlich“ im Stau stehen, als mich in volle Verkehrsmittel zu quetschen und bei Regen und und Kälte an Haltestellen zu warten.

        Sie schreiben „Ich kann aber ohne nachzudenken, 10 Kollegen nennen, die viele Gründe gefunden haben, dies nicht zu tun. Und bei diesen Menschen hoffe ich sehr auf ein Umdenken.“

        Da sehe ich eher ein Problem – es steht Ihnen und anderen nicht zu, das Pendelverhalten (oder Fahrverhalten) anderer Menschen zu bewerten. Zum Glück kann niemand gezwungen werden den ÖPNV (oder das Rad) zu benutzen und so sollten Sie und alle anderen auch aktzeptieren, dass diese Kollegen weiter mit dem Auto fahren.

        Sie sagen „Gründe gefunden haben“. Niemand muss „Gründe finden“, es ist eine individuelle Entscheidung, für die man sich nicht rechtfertigen muss. Vielleicht ist die Strecke mit dem ÖPNV für eine Person einfach deutlich unbequemer, vielleicht mag eine Person nicht bei Wind und Wetter an Haltestellen stehen, vielleicht mag eine andere Person es nicht, mit vielen Menschen in Bus/Bahn unterwegs zu sein usw. – das sollte einfach völlig wertungsfrei bleiben.

        Es ist für mich völlig unverständlich, dass Menschen die den ÖPNV (oder das Rad) nicht nutzen können oder wollen, verurteilt werden.

  9. Ich muss vier mal die Woche von BGL Innenstadt nach Wesseling. Mit dem Auto 30-35 Minuten wenn ich nicht die Hauptverkehrszeiten nehme.

    Ich würde gerne mit Bus und Bahn fahren und hatte es mal vor einem Jahr getestet. Zugausfälle, volle Abteile und Verspätungen haben dafür gesorgt, dass dies keine Option für mich ist.

    Daher arbeite ich zumindest für einen Tag die Woche von zuhause.

  10. Pendele täglich aus Wiehl nach Bergisch Gladbach. Es gibt keine Alternative zum Auto, also muss man in den sauren Apfel beißen und an anderer Stelle die Ausgaben einschränken. Es wird dann halt weniger Essen gegangen oder der Urlaub fällt eine Nummer kleiner aus.

    Auch in meiner Freizeit fahre ich zum Einkaufen oder zum Sport mit dem Auto, da – man kann es so formulieren – im Oberbergischen Kreis praktisch kein ÖPNV existiert. Bahnlinien, die es früher reichlich gab, wurden allesamt stillgelegt – übrigens auch, als NRW von Rotgrün regiert wurde, und sind jetzt meistens Fahrradwege, die allerdings großenteils nur Touristen aus Köln oder Bonn am Wochenende nutzen.

    Ein wirklicher Wille diese zu reaktivieren, bspw. die Wiehltalbahn, Gleise und Bahnhöfe sind großenteils noch vorhanden, existiert nicht. Busse fahren auf einigen Strecken – kein Witz – nur einmal am Tag.

    Die sogenannte Verkehrswende existiert lediglich in Sonntagsreden von Politikern – jedenfalls im Oberbergischen Kreis, von wo aus ja recht viele Menschen auch nach Bergisch Gladbach fahren müssen.

    Ein E-Bike ab 3000 Euro aufwärts kann sich halt auch nicht jeder leisten, schon gar nicht eine ganze Familie mit 2-3 Kindern damit ausstatten.

    Ich weiß nicht, was der Landrat oder die vielen neuen Klimaschutzbeauftragten in den Gemeinden machen, den Ausbau des ÖPNV vorantreiben jedenfalls nicht. Natürlich kann nicht jeder Bauernhof angebunden werden, aber es ist nicht mal gewährleistet, dass man ab und an mal zu den Bahnhöfen entlang der RB 25 nach Köln kommt und das ist wirklich armselig.

    Wo fließt nur das viele Steuergeld hin, das unser Staat nun einnimmt? Man hört ja, das ein Einnahmenrekord den nächsten jagt. Das war meine bescheidene Meinung als Pendler aus dem OBK, glaube aber nicht, dass es in weiten teilen des RBK besser aussieht.

    1. Ihr Befund für die Gegenwart ist schon korrekt, aber für die Stilllegung von Bahnstrecken gab es auch gute Gründe, denn eine Strecke, die so gut genutzt wird, dass man sie wirtschaftlich betreiben kann, legt man nicht still.

      Wer sich zu Zeiten existierender Nahverkehrsverbindungen bequem ins Auto setzte und von Haustür zu Haustür fuhr (der Sprit war ja billig genug), hat damit letztlich auch zur Stilllegung der Strecken beigetragen, die er jetzt schmerzlich vermisst.

      1. Sicherlich haben Sie Recht, denn das Angebot richtet sich nach der Nachfrage. Nur, wenn ich es mir recht überlege, war es doch immer so, dass erst Bedürfnisse geweckt wurden und dann erst der Bedarf kam. Ähnlich sollte man hier auch den Ausbau des ÖPNV sehen.

        Ich habe mir damals meinen Lebensmittelpunkt so gewählt, dass ich mit der KVB zur Arbeit fahren konnte (Dauer 1 Stunde, mit dem Auto 20 Minuten). Dann wurde mein Arbeitsplatz ‚verlegt‘, nein nicht die Firma, nur mein Arbeitsplatz. Ich fahre jetzt ca. 1 Stunde mit dem Auto oder wahlweise mindestens 2 Stunden mit der Bahn. Mit dem Rad bräuchte ich 3,5 Stunden. Wohlgemerkt für eine Strecke.

        Und wenn wir gleich beim ÖPNV und dem sehr großen Sicherheitsproblem sind, möchte ich anregen sich einmal die Bahnstationen in Budapest anzusehen. KEINE Haltestelle, an der nicht mindestens 2 uniformierte Bahnangestellte für Ordnung und Sicherheit anwesend sind.
        Was helfen mir Kameras auf dem Bahnsteig oder in der Bahn, wenn niemand hilft. Selbst mitbekommen, dass eine Frau in einer vollbesetzten Bahn von ‚jungen Männern‘ sexuell belästigt wurde. Kein Mensch half ihr. Ich jedoch, da ließen die ‚jungen Männer‘ von ihr ab und verließen an der nächsten Haltestelle die Bahn. Und um dem ganzem noch das Sahnehäubchen aufzusetzen, meinte einer der mitfahrenden Helden, dass die Kamera doch gar nicht installiert sei. Da blieb mir die Luft weg.
        Gleichzeitig helfen die Ordnungskräfte auch den Touristen sich zurecht zu finden. Für mich damals ein sehr positives Gefühl.

      2. Da gebe ich Ihnen auch 100 % Recht. Aber der Betrieb des ÖPNV sollte meiner Ansicht nach nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gesehen werden, bzw. hätte damals nicht nur so gesehen werden sollen.

        Die DB wollte/sollte unbedingt an die Börse und Geld verdienen, und das verträgt sich halt nicht mit einem gesamtgesellschaftlichen Auftrag, den Menschen Alternativen zum Individualverkehr zur Verfügung zu stellen. Nebenstrecken wurden bewusst vernachlässigt und unattraktiv gemacht, damit man Gründe für die Einstellung hatte und Geld in die Prestigestrecken des ICE stecken konnte.

        Es gibt Eisenbahnhistoriker, die das für das Bergische sehr gut dokumentiert haben, z.B. Kurz Kaiß. Eine Paradebeispiel dafür ist die „Balkantrasse“ von Opladen nach Lennep. Nun haben wir alle die schönen Rad-Highways auf den stillgelegten Bahntrassen und stehen direkt daneben im Stau.

  11. Ja, denn als Rentner kann ich es mir leisten, mehr mit Fahrrad und zu Fuß unterwegs zu sein. Als Berufstätiger hatte ich 47 Jahre lang pünktlich zu sein.

    Das funktionierte nur mit dem eigenen Fahrzeug oder ganz früher mit dem Moped, zumal die Arbeitsstätten mit dem ÖPNV kaum erreichbar waren.

    ÖPNV, ja, als Rentner machte es auch Spaß mit einem Tagesticket von Bensberg nach Köln und einfach den ganzen Tag quer durch meine Heimatstadt zu fahren.

    Corona, hat diesem Vergnügen ein Ende bereitet. Wenn es mal nach Köln gehen muss. Z.Zt. halt leider nur mit dem PKW.

  12. Guten Morgen, unabhängig von den derzeit hohen Spritpreisen habe ich schon immer auf eine wirtschaftliche Nutzung geachtet. Nur, was mache ich, wenn mein Arbeitgeber 2 Stunden pro Richtung mit den Öffis von mir entfernt ist. Aber auch nur dann 2 h, wenn alles glatt läuft. Eine Versetzung mit nur einer Stunde Anreise ist nicht möglich, weil … wegen Chef und so …

    Und jetzt mal ehrlich, ein E-Auto oder E-Bike rechnet sich auch nicht so wirklich. Klar fahre ich mit dem E-Bike, aber den Strom bekommt man auch nicht geschenkt.

    Und die Waschmaschine wird auch voll gemacht, der Trockner nicht verwendet. Der Fernseher bleibt aus und ansonsten sind keine versteckten Stromfresser an. Wo soll man jetzt noch sparen?

  13. Wenn man sich die Staus und Masse der Autos auf den Straßen ansieht, scheint der Spritpreis noch viel zu niedrig zu sein. (Shitstorm gefälligst ?) Ich habe gut reden, da ich Rentner bin und auf Autofahrten weitgehend verzichte. Es müssen Milliarden in ÖPNV und Fahrradwege. Stadtverwaltung tut mit gigantischen neuen Wohnquartieren alles, dass NOCH MEHR Autos in „unsere“ Stadt kommen.

  14. Guten Morgen, ich habe mein Fahrverhalten schon vor Jahren angepasst.

    Der Umweltschutz war eher der Grund als die hohen Benzinpreise. Ich fahre gerne und viel mit einem E-Fahrrad und habe einen Kleinwagen mit geringem Verbrauch. Aber nicht nur meine Art der Fortbewegung, sondern auch die Nutzung der Wasch- und Spülmaschine habe ich (soweit möglich) an die Erzeugung erneuerbarer Energie angepasst. So wird gewaschen und gespült bei Sonne und/oder Wind.

    Durch die neue Situation (Rußlandkrieg) überlege ich mir nochmal mehr, welche Fahrt mit dem Auto erforderlich ist und ob es nicht auch mit dem Rad geht. Und das Licht wird nicht unnötig angemacht, der Fernseher läuft nicht unnötig, usw.

  15. Ich bin selbst nicht betroffen, höre von verschiedenen Berufspendlern, dass sich der ÖVP nicht bewegt.

    Warum z.B. gibt es keinen Busanschluss an der Endstation Thielenbruch nach Bergisch Gladbach?

    Immer wieder berichten mir Autofahrer und belegen das, dass sie anstatt in 20 Minuten mit dem Auto fast 2 Stunden fahren müssten, weil auch die Fahrpläne nicht aufeinander abgestimmt sind und zu oft Bahnen und Busse einfach ausfallen.

    Bei Arbeitgebern, die naturgemäss pünktliche Mitarbeiter wollen, führt das zum Fahren mit dem Auto und ein wenig früher los zu fahren.

  16. Wie sieht es bei Ihnen aus, haben Sie Ihr Verhalten in den vergangenen Wochen angepasst?

    1. Selbstverständlich habe ich mein Fahrverhalten angepasst! Ich Versuche soviel wie möglich mit dem Fahrrad zu erledigen. Als Rentner hat man im Moment sowieso die A-Karte