Familie Weber 2021 bei der Übergabe des E-Lastenrades mit Landrat Stephan Santelmann (r.). Bild: RBK

Der Rheinisch-Bergische Kreis sucht auch in diesem Jahr eine Familie, die für eine Woche ihr Auto ganz stehen lässt und auf E-Lastenrad und Bus umsteigt. Die Bewerbungsfrist für dieses Projekt im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche läuft.

Aktion „Lappen los“ bedeutet: eine Woche ohne Auto. Der Rheinisch-Bergische Kreis sucht auch in diesem Jahr während der Europäischen Mobilitätswoche (16. – 22. September) wieder eine Familie, die für eine Woche ihr Auto gegen ein E-Lastenrad und Tickets für Bus und Bahn tauscht.

Nachdem im vergangenen Jahr Familie Rottländer und Familie Weber aus Bergisch Gladbach eine Woche erfolgreich auf das Auto verzichtet haben, soll das Experiment in diesem Jahr wiederholt werden.

Hierfür sucht der Rheinisch-Bergische Kreis einen Haushalt aus dem Kreisgebiet, der vom 16. bis 22. September das Auto stehen lässt und in dieser Zeit nur mit E-Lastenrad sowie Bus und Bahn unterwegs ist. Alle Wege, die normalerweise mit dem PKW zurückgelegt werden, sollen in dieser Woche mit den genannten Verkehrsmitteln auf nachhaltige Art zurückgelegt werden.

Ziel der Aktion ist es nachhaltige Mobilität im Alltag einfach mal auszuprobieren. So wie Familie Rottländer, die das E-Lastenrad im vergangenen Jahr nach der Aktion nicht mehr zurückgeben wollten und es käuflich erworben hat. 

Ein E-Lastenrad der Marke „Dolly“ – so oder ähnlich sieht das Modell aus, welches einer Familie zur Verfügung gestellt wird. Bild: colognecargo.bike

E-Lastenrad und „Starter-Paket“ – tägliche Berichte zur Dokumentation 

Auch in diesem Jahr wird die Aktion wieder von der Firma colognecargo.bike aus Köln unterstützt, die für die Woche ein E-Lastenrad der Marke „Dolly“ zur Verfügung stellt. Ob für den Transport von Einkäufen, der Fahrt zu Freunden, einer Radtour im Grünen oder der Fahrt der Kinder zum Hobby oder in die Kita – Hauptsache, nachhaltig mobil!

Zusätzlich erhält der Gewinner-Haushalt kostenlos ein kleines „Starter-Paket“ mit einer Fahrradtasche, einer Trinkflasche, Reflektorbändern und weiteren kleinen Helfern für die nachhaltige Mobilität.  

Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass der Gewinner-Haushalt das private Auto oder den Zweitwagen für die Woche stehen lässt und seine Erfahrungen mit dem E-Lastenrad und den Wegen mit Bus und Bahn in einem kurzen täglichen Bericht schriftlich dokumentiert. Diese Berichte dienen als Grundlage für die Öffentlichkeitsarbeit auf der Internetseite und den Sozialen Medien des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Bewerbung bis zum 4. September

Interessierte Haushalte können sich bis zum 4. September beim Rheinisch-Bergischen Kreis bewerben. Die Bewerbung sollte folgende Angaben enthalten:

  • Name, Adresse und Telefonnummer der Familie
  • Vorstellung aller Haushaltsmitglieder
  • Kurze Beschreibung des aktuellen Mobilitätsverhaltens (Anzahl PKW/Fahrräder im Haushalt)
  • Potenzielle Wege, die mit dem kostenlos zur Verfügung gestellten E-Lastenrad und den ÖPNV-Tickets zurückgelegt werden könnten

Die Bewerbung kann formlos per E-Mail standortentwicklung@rbk-online.de oder postalisch an Rheinisch-Bergischer Kreis, Amt für Mobilität, Klimaschutz und regionale Projekte, Am Rübezahlwald 7, 51469 Bergisch Gladbach gesendet werden.

Die Europäische Mobilitätswoche

Die EMW findet jährlich vom 16. bis zum 22. September statt und ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Städte und Kreise in ganz Europa haben dabei die Gelegenheit, ihren Bürgerinnen und Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näher zu bringen.

Der Rheinisch-Bergische Kreis ist dieses Jahr zum zweiten Mal dabei und bietet für Jung und Alt ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Aktionen rund um das Thema nachhaltige Mobilität. Weitere Informationen sind auf der Homepage des Rheinisch-Bergischen Kreises zu finden.

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RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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5 Kommentare

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  1. Hat eigentlich schon jemand gefragt, was der Klima-Vorteil (CO2-Fußabdrücke) oder der Kostennachteil einer Mobilitätsart mit Lastenfahrrädern hat?

    Zu Zeiten der Vorgenerationen hieß es noch „Zeit ist Geld“. Es wird zwar heute nicht immer beachtet, gilt volkswirtschaftlich aber immer noch. Wem Zeitverlust nichts ausmacht, kann sich bei heutigem Wohlstand die Mobilitätsart Lastenfahrrad leisten. Geht das für alle Bürger und die Kommune im Wohlstand so weiter? Müssen wir wegen der Energiekosten den Gürtel enger schnallen und das Wohlstands-Dogma „Zeit ist Geld“ neu beachten? Physikalisch (deshalb auch ökonomisch) geht es darum Energie effizient zu verbrauchen.

    Bei der Klimafreundlichkeit wird häufig übersehen, dass das Pariser Klimaabkommen 2 Grad — oder sicherer 1,5 Grad — Temperaturerhöhung anzustreben, direkt von dem damit verbundenen CO2-Gehalt in der Luft abhängt. Und da CO2 bis 2050 nicht abgebaut wird, haben wir nur noch ein CO2 Restbudget von ca. 60ppm zur Verfügung.
    Daraus folgt, dass wir
    1.) sämtliche entstehenden CO2 Fußabdrücke zu bilanzieren haben. Und
    2.) Die Mobilitätsart zu wählen haben, die den geringsten gesamtheitlichen (!) Fußabdruck besitzt.
    Wenn man dies z.B. für eine vielleicht durchschnittliche Arbeit (!) der Kommune bilanziert, ergibt sich, dass selbst ein fossil betankter Caddy eine bessere CO2 Gesamtbilanz für die An-und Abfahrt besitzt, als die gleiche Arbeit mit dem Lastenfahrrad zu bewerkstelligen wäre. Würde man den Caddy mit 90% CO2 emissionsreduziertem HVO100 bedanken, fiel die Klimabilanz für das Lastenfahrrad verheerend aus.

    Zeit ist Geld wird unter dem Primat des Klimaschutzes wieder wichtiger. „Klima-Wirtschaftlichkeit“ entwickelt sich zum internationalen Wettbewerbsvorteil.

      1. Damit wird der Kleintransporter von VW gemeint sein. Und wie ein solcher in irgendeinem Szenerio eine bessere CO2 Bilanz als ein Lastenfahrrad haben soll, ist mir schleierhaft.

      2. @Christian-Andreas
        Der Caddy ist ein kleiner preiswerter VW Lieferwagen, der je nach Ausführung 5 Personen Platz bietet. Durch hohe Karosserie und 3 große Ladetüren ist er ein preiswerter typischer Handwerker Transporter.

        Es versteht sich daher von selbst, dass die Transportleistung und Produktivität einem Lastenfahrrad weit überlegen ist.

        @Thomas Boschen
        Die Erklärung, die Sie erwarten, besteht darin, dass der Mensch Energie aufnehmen muss, um z.B. als Fahrradfahrer die Energie für den Vortrieb leisten zu können. Unser Körper hat für die Energieabgabe einen recht schlechten Wirkungsgrad. In der Literatur finden Sie je nach Art der Nahrung und Anstrengungen (gemütlich/anstrengend) auf dem Fahrrad CO2 Fußabdrücke von 60g/km bis 180g/km. Das liegt verständlicherWeise u.a. an den CO2 Fußabdrücken der Nahrung.
        Der Caddy Diesel wird real ca. 100 bis 120g/km CO2 emittieren. Der Fahrer emittiert zusätzlich etwa 15g/km
        Wenn der Antrag der CDU von der Ampel im Rat beschlossen wird HVO100 (Sprit aus Abfall) als eFuels in der Stadt tankenzu lassen, würde der der Caddy nur noch ca. 10 g/km CO2 emittieren.
        Das wird ein bedeutender Schritt in Richtung Klimaschutz.
        Sie sollten wissen, dass die alte Berliner Koalition es wissentlich verhindert hat, dass Sie als Privatmann diesen Klima-Kraftstoff tanken dürfen. Die jetzige Berliner Ampel-Koalition führt diesen Klima-Nonsens fort. Die FDP hat dafür gesorgt, dass die EU die Verbrenner mit eFuels nicht verbietet.

        Man kann und muss sehr kritisch hinterfragen, wie ernst Klimaschutz genommen wird. Die jetzige Energiepolitik ist ein weiteres Klima-Menetekel.

      3. @Wolfgang Maus
        Sie irren, wenn Sie glauben, dass ein Personenkilometer Fahrradfahren einen höheren Ausstoß von CO2 als ein Personenkilometer Dieselautofahren verursacht. Das ist Inhalt einer altbekannten Internet-Desinformationskampagne. Die Widerlegung kann sich jeder selbst auf „Der Volksverpetzer – Keine Demokratie ohne Fakten“ raussuchen. Das Irre an der Desinformationskampagne ist meiner Meinung nach übrigens der Punkt mit dem Fußabdruck der Nahrung, weil wir in Deutschland eher ein Problem mit Überernährung und Übergewicht (auch durch die Autonutzung gefördert) haben.
        Dass die FDP beim EU-Verbrennerverbot für irgendetwas „gesorgt“ hätte, scheint mir auch ein Missverständnis zu sein. Auch hier sei auf „Der Volksverpetzer“ verwiesen.
        Außerdem ist mir aufgefallen, dass Sie die Begriffe HVO (also Kraftstoffe aus Pflanzenölen) und eFuel (also Kraftstoffe aus elektrischer Energie) durcheinandergebracht haben.