In den Langemarckweg ist die Polizei in der vergangenen Nacht gerufen worden, weil ein 29-Jähriger mit Flaschen auf Personen und Autos geworfen hatte. Die Polizei brach seine Wohnungstür auf, daraufhin griff der Mann die Einsatzkräfte mit Messern an – eine Polizistin gab einen Schuss ab und verletzte den Randalierer schwer.

Nach Angaben der Kölner Polizei und Staatsanwaltschaft wurden die Einsatzkräfte der Kreispolizei Rhein-Berg in der Nacht zum Freitag per Notruf alarmiert. Im Langemarckweg stand gegen Mitternacht ein Mann auf seinem Balkon und warf Glasflaschen auf vorbeigehende Personen und Autos.

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Trotz mehrfacher Aufforderung habe der 29-Jährige Bergisch Gladbacher seine Wohnungstür nicht geöffnete, daraufhin brachen die Einsatzkräfte die Tür auf. Aus unmittelbarer Nähe soll der Mann dann mit mehreren Messern in den Händen die Polizist:innen attackiert haben.

Nach aktuellem Ermittlungsstand habe daraufhin eine Polizistin mit ihrer Dienstwaffe auf den Mann geschossen. Er sei im Bereich des Oberkörpers getroffen worden. Rettungskräfte brachten den lebensgefährlich verletzten Mann in eine Klinik.

Der psychisch auffällige Mann habe bereits in der Vergangenheit für ähnliche Polizeieinsätze gesorgt.

Aus Neutralitätsgründen hat das Kriminalkommissariat 11 der Polizei Köln nun die weiteren Ermittlungen übernommen.

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Redaktion

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15 Kommentare

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  1. Herr/Frau Ullmann, da gebe ich Ihnen völlig recht. Im Gegensatz zu früher, wo psychisch auffällige Menschen größtenteils -zumindest temporär- untergebracht und behandelt wurden, lassen unsere Gesetze das heute in vielen Fällen nicht mehr zu. Die Gesellschaft muss eine Großzahl dieser Menschen heute tolerieren und vor allem integrieren. Dass dieser Umstand zu Problemen führt, liegt auf der Hand. Intensivtäter sind noch einmal eine zusätzliche Belastung für unsere Gemeinschaft.

    Der Gesetzgeber gibt den Rahmen vor, wie mit diesen Fällen zu verfahren ist, Personalknappheit und fehlende Haushaltsgelder haben durch politische Einsparungen in Deutschland schon lange zu einer völligen Überlastung unseres Justizsystems geführt. Für diese „Fehlentwicklung“, wie Sie es trefflich bezeichnen, funktioniert das große Ganze noch erstaunlich gut, was meines Erachtens daran liegt, dass unsere Gesellschaft bereit ist, sehr viel hinzunehmen.

    Der Trend geht ja offensichtlich teilweise sogar in die Richtung, dass viele gar nicht geschützt werden möchten, sondern für Straftäter auf der Straße demonstrieren und nur die Konsequenzen für deren Verhalten in Frage gestellt werden.

    Sich am Ende zu wundern, dass angesichts dieser Zusammenhänge“amerikanische Verhältnisse“ entstehen, verwundert wiederum mich

    1. – Ist ein „Herr” …
      Und der teilt wiederum Ihre differenzierte Ausführung, die das Problem sozusagen binnenprozess- und entwicklungsgeschichtlich nachskizziert …

      Und der von Ihnen benannt, wahrscheinlich entscheidende Punkt,

      nämlich die m.o.w. duldende Hinnahme dieser hier nur punktuell verdichtet gesellschaftlichen Havarie in (beschleunigender) Zeitlupe durch eine schweigende Mehrheit,

      hat einen seiner Gründe wohl in jenem mehr und mehr ideologisierten Diskursklima,
      das anscheinend die letztlich doch alles entscheidende „Mitte” immer noch weitgehend wegsehen und stumm bleiben oder sich bereitwillig über real existierende Zustände / Entwicklungen täuschen lässt …

      Und das leider nicht nur auf diesem Themenfeld …

  2. Zitat:
    „Der psychisch auffällige Mann habe bereits in der Vergangenheit für ähnliche Polizeieinsätze gesorgt.“

    – und irgendwann geht es dann eben ‘mal schief …

    Mir tut die Polizistin leid, die jetzt in diese Lage gebracht wurde.
    Ich hoffe, sie bekommt die notwendige Unterstützung und letztlich darüber hinweg.

    Der statistisch auffällige Umstand übrigens, dass sich die Polizeikräfte immer wieder mit (und häufig denselben) Intensivtätern „in freier Wildbahn“ auseinanderzusetzen haben,
    weist auch auf offensichtliche Fehlentwicklungen innerhalb der Justiz hin.

  3. Good Girl!

    PS an die Redaktion: Danke, dass ihr immer so schnell und umfangreich informiert. Achtet doch künftig bisschen mehr auf Rechtschreibung, Grammatik und gerne auch die sprachliche Ausgestaltung.

  4. Nicht zu fassen wasmanche wieder einmal nicht gut finden aber keine Ahnung haben. Statt die Ursache zu hinterfragen warum es mittlerweile so viele gefährliche und tödliche Messerangriffe gibt, gehen Leute hin und erlauben sich über das Vorgehen der Polizei zu hetzen. Das ist nicht nur falsch sondern gefährlich. Messerangriffe müssen einmfach viel konsequenter bestraft werden inkl. sofortiger Abschiebung je nach Fall.

    1. Sie hinterfragen aber auch keine Ursachen, wenn Ihnen als Problemlösung nur „Strafe und Abschiebung“ einfällt.

    2. Messerangriffe sind versuchte bzw. vollendete gefährliche Körperverletzungen, bei Vollendung oft auch schwere Körperverletzungen, zuweilen auch Körperverletzungen mit Todesfolge und je nach Tatumständen Totschlag – diese Tatbestände werden als Offizialdelikte auch ohne Strafantrag des Geschädigten verfolgt und allesamt bestraft.

      Was die Abschiebung dabei zu suchen hat, ist nicht ganz erklärlich. Wohin wollen Sie z.B. einen deutschen Staatsbürger abschieben?

  5. Ich finde es nicht gut, wie schnell die Polizei mittlerweile zur Waffe greift und schießt. Bekommen wir in Zukunft Verhältnisse wie in Amerika? Eine Schulung in Psychologie während der Ausbildung wäre angebracht um zu verhindern, dass solche Situationen eskalieren und das sofortige hinzuziehen von Psychologen.

    1. Bei einem Messerangriff auf kurze Distanz hatte die Polizistin großes Glück, dass sie sich noch selbst verteidigen konnte. Normalerweise wird bei einer Messerattacke die Abwehr schon zeitkritisch, wenn der Angreifer bei einer schnellen Annäherung eine Distanz von sechs bis acht Metern unterschritten hat.

      Hier handelte es sich um Notwehr in einer für die Polizisten lebensbedrohlichen Situation. Mit Psychologie kommen Sie dabei nicht weiter.

    2. Ich traue der Polizei die Kompetenz zu, die Situation richtig zu bewerten und zu handeln und im Gegensatz zu unseren amerikanischen Freunden wird die Handlung sicherlich auch Kritisch hinterfragt werden.

    3. Umfangreiche Verhaltenstrainings sind schon seit vielen Jahren elementarer Bestandteil der Ausbildung bei der Polizei.

    4. Es wird hier nur über das Endergebnis gesprochen. Aber die ganzen Schritte, die vorher gelaufen sind, ausser Acht gelassen. Die Polizei ist doch nicht hingelaufen und hat mal ebenso durch die Gegend geknallt! Man doch schon fast amerikanische Verhältnisse, aber auf der Täterseite. Schaut Euch mal die Waffenstatistik in Deutschland an, wer alles mit Messern unterwegs ist.
      Wenn ein Täter in so einer Situation ist, ist er meist auch nicht empfänglich für deeskalierende Ansprache, die erreichen ihn nicht. Und da kann man sich wenn jemand, der bewaffnet auf die Polizei losgeht, auch nicht gemütlich auf die Couch setzen und fragen, wo drückt denn der Schuh?

    5. Von einer an den Kopf geworfenen Flasche getroffen zu werden oder selbst einem psychisch auffälligen Angreifer mit Messer gegenüber zu stehen, könnte möglicherweise helfen, die Angelegenheit aus einem anderen Blickwinkel heraus zu betrachten. Amira, informiere Dich doch außerdem einmal, wie gut Therapiechancen sind und wie viele Psychlogen in solchen Situationen sofort hinzu gezogen werden könnten. Und woher weisst Du überhaupt, dass die Polizei in ihrer Ausbildung nicht in Deeskalation geschult wird? Ich bin immer wieder bestürzt über die geringe Wertschätzung, die einige Menschen unseren Polizeibeamten u. -Beamtinnen entgegen bringen, obwohl diese sich schützend vor unsere Gesellschaft stellen. Sie riskieren im Ernstfall ihr eigenes Leben – auch für solche Leute wie Dich

  6. Vielen Dank an die schnell handelnde Polizistin, die somit Schaden von sich sowie Ihren Kolleginnen und Kollegen abwenden konnte.

    Möge sie keine psychischen und beruflichen Folgen davon tragen.