Von einem eklatanten Betrugsfall über das Internet berichtet die Polizei Rhein-Berg: Ein Senior hatte eine marokkanische Frau über ein Portal kennen gelernt und ihr nach und nach eine hohe Geldsumme überwiesen. Die Polizei nimmt das zum Anlass, um vor dieser Betrugsmasche zu warnen und auf Präventionsangebote aufmerksam zu machen.

Nach Angaben der Kreispolizei hatte der 75-jährige Bergisch Gladbacher eine marokkanische Frau über ein Internetportal kennen gelernt. Mit der Zeit überwies er ihr insgesamt 17.000 Euro. Seiner Meinung nach habe er mit der Internetbekanntschaft eine Fernbeziehung geführt und wollte sie mit dem Geld in ihrem Land in Form eines Kredits unterstützen.

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Die Frau habe angegeben, ein Haus bauen zu wollen. Da es immer wieder Fehlschläge durch Fehlplanungen gegeben habe, benötige sie finanzielle Unterstützung.

Nach Einschätzung der Polizei ist der Mann Opfer eines sogenannten Love oder Romance Scamming geworden. Es wurde eine Strafanzeige wegen Betruges aufgenommen.

Die Polizei Rhein-Berg warnt erneut ausdrücklich vor virtuellen Bekanntschaften. In Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken seinen Betrüger auf der Suche nach potenziellen Opfern. Sei ein Kontakt erst einmal hergestellt, würden diese mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft – und zwar einzig und allein mit dem Ziel, an das Geld der Opfer zu gelangen.

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Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen, warnt die Polizei: „Lösen Sie auch keine Schecks ein oder leiten Briefe und Päckchen weiter. Gerade im Internet tummeln sich viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen viel Geld verdienen wollen. Seien Sie also immer misstrauisch.“

Das Kriminalkommissariat Kriminalprävention / Opferschutz bietet unter der Rufnummer 02202 205-444 weitere Beratung an.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Leider wissen die meisten nicht was es für Möglichkeiten gibt solche mails oder Anfragen auf dating-Seiten auf den Wahrheitsgehalt abzuklopfen. Tipps dazu gibt es auf den Antiscam Seiten, z.B. scambaiter,RSB, ruperts-antiscam-und-spam.info.
    Gesundes Mißtrauen gegenüber den Fremden im Internet ist angebracht. Die Nigeria Connection Scammer in Berufen wie Autohändler, freischaffende Ingeneure usw. haben nie ein Büro oder sonstige Angestellte. Wer also kümmert sich „zu Hause“ ums Geschäft? Also ist die ganze Sache Schwindel.
    Ein wichtiger Tipp: Sagen Sie NIE einem entlarvten Scammer im Internet, daß Sie ihn durchschaut haben.
    Innerhalb von Minuten hat er sein altes Profil gelöscht und ist mit einem Neuen unterwegs um weiter zu betrügen.