Ursula Abels. Foto: Rudolf Hasselblatt

Die verstorbene ehemalige Kulturreferentin der Stadt hat in vielen Bereichen für die Kultur gekämpft. Ihre Tatkraft ist zwar weitgehend in Vergessenheit geraten, umso mehr verdient Ursula Abels, dass eine Straße in Bergisch Gladbach nach dieser außergewöhnlichen Frau benannt wird, fordert die Autorin.

Als ehemalige Stellvertretende Bürgermeisterin und Ortsvorsitzende der FDP möchte ich anlässlich ihres Todes an das erstaunliche Wirken von Dr. Ursula Abels erinnern. Sie war nach dem Krieg Mitglied der FDP geworden, weil sie durch die Liberalität eine Möglichkeit sah, als Frau öffentlich tätig und wahrgenommen zu werden.

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Mit Dr. Ursula Abels ist eine außergewöhnliche Frau in unserer Stadt verstorben. Als früher noch umfassend zuständige Kulturreferentin kämpfte sie darum, die kulturellen Institutionen unserer Stadt zu verknüpfen und so das Interesse der Bürger an Kultur und Bildung zu beleben.

Ursula Abels ist am 6. Oktober im Alter von 93 Jahren gestorben. Die Trauerfeier findet am Mittwoch um 11 Uhr im Altenberger Dom statt. Einen Nachruf von Gerd J. Pohl finden Sie hier.

Sie ermöglichte zum Beispiel historische Krippenausstellungen in der Villa Zanders. Damit gelang es ihr, Müttern und Kindern die Scheu vor dem besonderen Ort der Villa zu nehmen. Sie trat auch als Märchen-Erzählerin und Vorleserin bei Veranstaltungen und im Rundfunk auf.

Dr. Abels hatte in ihrem Haus eine beachtliche Kinderbuch-Sammlung zusammengetragen. Wir versuchten vergeblich, diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Dr. Abels betrachtete die Entwicklung und Fantasie der Kinder als wesentlich vom Lesen abhängig, auch vor dem Hintergrund ihrer eigenen großen Familie. So lag es nahe, dass sie auch die Bergisch Gladbacher Puppenbühne förderte.

Es war ihr wichtig, nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg die Kultur wieder sprechen zu lassen. Ihre Tatkraft für unsere Stadt ist in Vergessenheit geraten, verdient aber tatsächlich, dass eine Straße nach Dr. Ursula Abels benannt würde.

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5 Kommentare

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  1. Die FDP Fraktion hat bereits die ersten Schritte auch in Absprache mit der Familie von Frau Dr. Abels unternommen, damit dieser Vorschlag baldmöglichst Realität wird. Einer solch besonderen Frau unserer Stadtgesellschaft und ihrem Wirken kann so wunderbar gedacht werden.

  2. Der Vorschlag von Frau Koshofer möge seinen Weg in die politischen Gremien finden und vom Rat der Stadt angenommen werden.

  3. Nicht zu vergessen: Die „Rhein.-Berg. Mineralien- und Fossilienbörse Bergisch Gladbach“ wurde durch die Initiative von Heribert Prinz (Lindlar) mit der Tatkraft von Ursula Abels zum Leben erweckt. Ohne sie gäbe es in diesem Jahr nicht die 47. Geologica am 27.11.2022 – wie in jedem Jahr zuvor am 1. Advent – im Kreishaus.
    Mir wird Ursula Abels also auch wegen des einen oder anderen „Fundstücks“ in meiner kleinen Mineraliensammlung in Erinnerung bleiben.

  4. Stimme der Autorin zu und ergänze den Wunsch, dass die Stadt einen zeitnahen Nachruf veröffentlichen möge.

  5. Ein exzellenter und berechtigter Vorschlag, auf diese Weise an Frau Dr. Abels zu erinnern! Ihr Vorbild möge all jene ermutigen, die sich heute für Kultur in Bergisch Gladbach einsetzen.