Das Team vom donum vitae Rheinberg: Die Beraterinnen Jessica Ocello und Julia Greiber sowie Tanja Kirchner (Verwaltung) (v.r.n.l)

Der Beratungsbedarf bei schwangeren Frauen und jungen Familien wächst ständig. So verzeichnet auch donum vitae Rheinberg einen starken Zuwachs. Zudem musste das Spektrum des Angebots erweitert werden. Donum vitae steht auf den Sozialständen auf den Weihnachtsmärkten in Refrath und in der Innenstadt für Informationen zur Verfügung.

donum vitae Rheinberg e.V. verzeichnet einen steigenden Beratungsbedarf bei schwangeren Frauen und jungen Familien. Die Nachfrage stieg bereits 2021, ein besonders starker Zuwachs ist jedoch in 2022 zu verzeichnen. Bereits im Sommer wurde die Gesamtzahl an Erstberatungen des Vorjahres erreicht, berichteten die dv-Beraterinnen Julia Greiber und Jessica Ocello im Rahmen eines Pressetermins.

+ Anzeige +

Immer mehr Frauen und Paare suchen die Beratungsstelle mehrfach und über einen längeren Zeitraum auf, da sie mehr Unterstützung benötigen, als bei einem einmaligen Termin zu leisten ist. Die Ursachen dafür sind vielfältig.

Geschützter Raum für alle Fragen

„Die Frauen finden bei uns einen geschützten Raum, in dem sie mit allen Fragen zu Sexualität, Verhütung, Entbindung und dem Leben mit einem Säugling willkommen sind“, unterstrich Jessica Ocello. Manche Probleme werden auch erst angesprochen, wenn die Klientin ein Vertrauensverhältnis zu ihrer Beraterin aufgebaut hat.

„Physische und vor allem emotionale Gewalt nehmen einige Frauen als gegeben hin oder werden sich auch erst in den Gesprächen darüber bewusst, dass sie von Gewalt betroffen sind“, sagte Julia Greiber.

Nach den Corona-Lockdowns, in denen viele Schwangere und Frauen mit kleinen Kindern zuhause auf sich allein gestellt und ohne Unterstützungs-Netzwerk waren, erleben sich Frauen nun angesichts der politischen Lage und der wirtschaftlichen Unsicherheit wiederum als hilflos und abhängig.

„Den Satz ‚unter den gegenwärtigen Umständen und in diese Zeit hinein kann ich doch kein Kind zur Welt bringen‘ höre ich derzeit sehr oft“, berichtet Julia Greiber.

Die Beratungsstelle von donum vitae e.V. in Bergisch Gladbach berät Frauen und ihre Partner*innen zu allen Fragen der Familienplanung wie Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt, Sexualität oder Verhütung und ist für Familien (mit Kindern bis zu 3 Jahren) da, die ein Beratungsanliegen haben. Sie bietet den Ratsuchenden und ihren Angehörigen sowohl vielfältige soziale Unterstützungsmöglichkeiten als auch Zugang zu finanziellen Hilfen z.B. aus der Bundesstiftung „Mutter und Kind“.

Sämtliche Beratungen sind kostenlos und stehen allen Menschen offen. „Bei uns bekommen die Frauen Beratung mit Herz, Hirn und Hand“, betont Jessica Ocello.

Beratung bei Schwangerschaftskonflikt

Als staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle bietet donum vitae e.V. gem. §219 StGB Beratung (mit Beratungsbescheinigung) in einem Schwangerschaftskonflikt an. Die Menschen werden in ihrem persönlichen Entscheidungsprozess durch eine ergebnisoffene und wertschätzende Beratung unterstützt.

Jede Beratung unterliegt der Schweigepflicht und kann auf Wunsch auch anonym stattfinden. Dieses Angebot macht derzeit 36% der Beratungsinhalte aus. Darüber hinaus gibt es sexualpädagogische Angebote für Schulen und weitere Institutionen.

Beratungsangebot umfasst immer mehr Themen

Das Spektrum des Beratungsangebots wird breiter, da neuer Bedarf entstanden ist – z.B. haben immer mehr junge Eltern nach der Geburt des ersten Kindes Schwierigkeiten mit dem Übergang vom Paar zur Familie. Dies könnte eine weitere Folge der Corona-Lockdowns sein, die viele Menschen aus ihrem sozialen Umfeld teilweise herausgelöst haben, so dass die gewohnte Unterstützung durch Angehörige in der ersten Phase nach der Entbindung für junge Familien oft nur eingeschränkt möglich war.

Donum vitae Rheinberg e.V. beteiligt sich im Rahmen des Arbeitskreis Runder Tisch keine Gewalt an Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis an der Ausstellung „Was ich anhatte“ die vom 28. November bis zum 2. Dezember 2022 in den Kaufhäusern LoewenCenter und H&M zu sehen ist.

Des Weiteren ist donum vitae Rheinberg e.V. am Samstag, den 26.11. ab 13 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt in Refrath und am Montag, den 5. 12. ab 15 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt in Bergisch Gladbach in den Sozialständen vertreten.

Der Vorstand von dv Rheinberg: Barbara Voll, Gabriele Atug-Schmitz, Rita Böller, Nicole Pahl, Svenja Hofmann (v.l.n.r.);

Über donum vitae Rheinberg e.V.

Die Beratungsstelle in Bergisch Gladbach wird vom Verein „donum vitae Rheinberg e. V.“ betrieben. Seit Mai 2022 hat der Verein einen neuen Vorstand. Der Dachverband „donum vitae“ wurde 1999 von christlich motivierten Menschen gegründet, die den von den katholischen Bischöfen erzwungenen Ausstieg der katholischen Beratungsstellen aus der ergebnisoffenen Schwangerschafts-Konfliktberatung nicht akzeptieren wollten und daher einen unabhängigen Verein gründeten.

Donum vitae hat keine Verbindung zur katholischen Kirche und wird auch nicht von ihr finanziell unterstützt. Donum vitae Rheinberg e.V. wird – ebenso wie vergleichbare Beratungsstellen – aus öffentlichen Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und durch einen Zuschuss des Rheinisch-Bergischen Kreises sowie durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert. Die Stadt Bergisch Gladbach, in der die Mehrzahl der beratenen Klient:innen ansässig ist, beteiligt sich bisher nicht an der Finanzierung der Beratungsstelle.

image_pdfPDFimage_printDrucken

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

2 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Eine kurze Anmerkung zum neuen Vorstand von Donum Vitae. Nach dem Tod von Frau Sorg musste eigentlich schnell ein neuer Vorstand gewählt werden. Damals noch Mitglied im Verein Donum Vitae hatte ich mich stark für eine Neubesetzung des Vorstandes und entsprechende Kandidatinnen oder auch Kandidaten gekümmert. Mit Herrn Hänel als Geschäftsführer hatte ich relativ schnell für mich geeignete Kandidatinnen gefunden. Sie hatten auch alle Kontakte zum Verein und waren von daher kompetent und aus dem entsprechenden fachlichen Spektrum der Politik und Tätigkeiten für den Bereich der Schwangeren Konflikt Beratung. Ausserdem verfügten alle über gute Kontakte zu Unterstützern der Arbeit der Beratungsarbeit in diesem Bereich. Im vergangenen Jahr trafen sich Frau Tebrocke, Frau Rilke Haerst, Frau Rick Blunk und meine Wenigkeit zu einem Gedankenaustausch. Wir stellten Überlegungen an, wie auch der männliche Teil einer entstanden Schwangerschaft stärker in die Mitverantwortung einbezogen werden könnten. Auch wurde die Frage gestellt, wie auf dieser Neuorientierung der Vorstand zusammengesetzt werden könnte. Die Damen schlugen auf diesem Hintergrund mich als Vorsitzenden vor. Auf Grund meiner früheren Tätigkeit im Bistum Aachen im Bereich Erwachsenenbildung mit dem Schwerpunkt Ehe- und Familienbegleitung traute ich mir diese Aufgabe zu, doch verwies ich auf die Schwierigkeit im alten Restvorstand unter Führung von Frau Büscher hin. Bei der nächsten Sitzung des Beratungsgremium im August wurde uns Frau Dr. Barbara Voll als neues Vorsitzendes Mitglied vorgestellt. Die vorher genannten Damen bestanden aber auf den Vorsitz meiner Person. Mit dem weiteren Gesprächen nach der Sitzung sollten dann noch Gespräche untereinander geführt werden. Nach einigen Tagen erfuhr ich dann von den Damen, ausser von Frau Dr. Barbara Voll, das es wohl grosse Vorbehalte und Querelen um meiner Person und Mitgliedschaft im Verein gäbe. Die Vorbehalte zu meiner Person kamen Von Frau Büscher. Ich erklärte daraufhin meinen Austritt aus dem Verein da sich die Fragen um meine Person nicht klären liessen. Ich wollte damit ein Signal setzen und Schaden von ihm abwenden. Scheinbar war man froh über meinen Austritt, wobei ich sagen muss, dass das Verhältnis zur verstorbenen Frau Sorg und dem Vorstand immer recht gut waren. Ich war mehrfach als Ausgaben überprüfen gebeten worden. Der jetzt neu gewählte Vorstand hatte bislang keine Kontakte zum Verein und ist auch erst fast ein Jahr neu nach dem Tod von Frau Sorg gewählt worden. Vereinsrechtlich nicht eine korrekte Vorgehensweise. Soviel von meiner Seite zum neuen Vorstand von Donum Vitae

  2. Eine kurze Anmerkung zum neuen Vorstand von Donum Vitae. Nach dem Tod von Frau Sorg musste eigentlich schnell ein neuer Vorstand gewählt werden. Damals noch Mitglied im Verein Donum Vitae hatte ich mich stark für eine Neubesetzung des Vorstandes und entsprechende Kandidatinnen oder auch Kandidaten gekümmert. Mit Herrn Hänel als Geschäftsführer hatte ich relativ schnell für mich geeignete Kandidatinnen gefunden. Sie hatten auch alle Kontakte zum Verein und waren von daher kompetent und aus dem entsprechenden fachlichen Spektrum der Politik und Tätigkeiten für den Bereich der Schwangeren Konflikt Beratung. Ausserdem verfügten alle über gute Kontakte zu Unterstützern der Arbeit der Beratungsarbeit in diesem Bereich. Im vergangenen Jahr trafen sich Frau Tebrocke, Frau Rilke Haerst, Frau Rick Blunk und meine Wenigkeit zu einem Gedankenaustausch. Wir stellten Überlegungen an, wie auch der männliche Teil einer entstanden Schwangerschaft stärker in die Mitverantwortung einbezogen werden könnten. Auch wurde die Frage gestellt, wie auf dieser Neuorientierung der Vorstand zusammengesetzt werden könnte. Die Damen schlugen auf diesem Hintergrund mich als Vorsitzenden vor. Auf Grund meiner früheren Tätigkeit im Bistum Aachen im Bereich Erwachsenenbildung mit dem Schwerpunkt Ehe- und Familienbegleitung traute ich mir diese Aufgabe zu, doch verwies ich auf die Schwierigkeit im alten Restvorstand unter Führung von Frau Büscher hin. Bei der nächsten Sitzung des Beratungsgremium im August wurde uns Frau Dr. Barbara Voll als neues Vorsitzendes Mitglied vorgestellt. Die vorher genannten Damen bestanden aber auf den Vorsitz meiner Person. Mit dem weiteren Gesprächen nach der Sitzung sollten dann noch Gespräche untereinander geführt werden. Nach einigen Tagen erfuhr ich dann von den Damen, ausser von Frau Dr. Barbara Voll, das es wohl grosse Vorbehalte und Querelen um meiner Person und Mitgliedschaft im Verein gäbe. Die Vorbehalte zu meiner Person kamen Von Frau Büscher. Ich erklärte daraufhin meinen Austritt aus dem Verein da sich die Fragen um meine Person nicht klären liessen. Ich wollte damit ein Signal setzen und Schaden von ihm abwenden. Scheinbar war man froh über meinen Austritt, wobei ich sagen muss, dass das Verhältnis zur verstorbenen Frau Sorg und dem Vorstand immer recht gut waren. Ich war mehrfach als Ausgaben überprüfen gebeten worden. Der jetzt neu gewählte Vorstand hatte bislang keine Kontakte zum Verein und ist auch erst fast ein Jahr neu nach dem Tod von Frau Sorg gewählt worden. Vereinsrechtlich nicht eine korrekte Vorgehnsweise.