Die Concordia-Schule in Schildgen soll erweitert werden. Foto: Thomas Merkenich

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Entlastung bei den OGS- und Kita-Plätzen soll ein Umbau neben der Concordia-Schule in Schildgen bringen. 2021 hatte die Stadt dafür ein Gebäude erworben. Doch bislang steht nur ein Konzept, konkrete Planungen und Beschlüsse gibt es noch nicht. Die Eltern blicken mit Sorge in die Zukunft: Der bisherige Träger der OGS hat gekündigt, die Prüfung einer möglichen Schadstoffbelastung verzögert das Projekt zusätzlich.

Die Stadt Bergisch Gladbach hat bereits 2021 eine ehemalige Druckerei in Schildgen gekauft. Im Vorfeld sei untersucht worden, „ob Gebäude und Grundstück für die dringend notwendige Unterbringung von OGS und Kita geeignet sind“, bestätigt eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage.

Seit Mai 2021 liefen „umfangreiche Untersuchungen“ des Gebäudes, das Planungsrecht werde vorbereitet, heißt es weiter. Details seien aber noch nicht spruchreif. Das Projekt sei zwar vom Fachbereich Soziales konzipiert, aber es gebe noch keinen Bauantrag, „geschweige denn die Sicherheit, dass das Projekt auch so umgesetzt werden kann.“ Daher liege auch noch kein entsprechender Maßnahmenbeschluss der Politik vor.

Eltern in Sorge

Das treibt die Eltern im Schildgen um. „Wir sind in Sorge, wie es hier weitergehen soll“, sagt Manuela Duchardt vom OGS-Beirat der Concordiaschule. Die Kita-und OGS-Plätze würden dringend benötigt, vor Jahren habe die Stadt das Projekt bereits vorgestellt. Man sei verwundert, dass sich immer noch nichts tue.

Neben den fehlenden Plätzen sorgen sich die Eltern um die Trägerschaft. OGS und Kita sollen unter dem Dach eines einzigen Trägers betrieben werden – „das schafft der aktuelle Träger, die evangelische Kirchengemeinde Altenberg/ Schildgen, aber nicht“, schildert Duchardt, die Kirche habe die Trägerschaft gekündigt, „die Angestellten bangen um ihre Zukunft.“

Der aktuelle Träger der OGS sei bis spätestens 2025 gebunden, erklärt die Stadt dazu auf Anfrage.

Prüfung der Schadstoffbelastung

„Nach unseren Informationen verzögert sich das Bauprojekt auch, weil das Bauamt möglicherweise Schadstoffe auf dem zugekauften Gelände gefunden hat“, berichtet Duchardt weiter. Die Rede ist von Asbest, derzeit würde erneut ein Gutachten erstellt.

Konkret will die Stadt dies nicht bestätigen, macht aber klar: „Richtig ist, dass auch eine Schadstoffuntersuchung stattfindet.“

Zeit drängt

Eine zeitnahe Realisierung des Projekts „Villa Concordia“ scheint vor dem Hintergrund unrealistisch. Aber die Zeit drängt:

Schon jetzt zeichne sich ab, dass es auch in Schildgen für das Schuljahr 2023/2024 mehr Nachfrage als Kapazitäten an der OGS gebe, erklärt Manuela Duchardt.

Hinzu komme, dass es ab 2026 einen Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz gebe. „Bis dahin muss die Stadt dringend mehr Betreuungsplätze ermöglichen.“

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Holger Crump

ist Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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1 Kommentar

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  1. Ich empfehle eine Nachfrage beim aktuellen Träger, der erzählt die Hintergründe vielleicht nochmal aus einer anderen Perspektive.