Foto: Thomas Merkenich

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Besan Jamal arbeitete zwölf Jahre lang in der Dröppelminna. Jetzt hat er sich mit dem „Fischhaus Bergisch Gladbach“ selbstständig gemacht. In seinem Lokal in der Grünen Ladenstraße kann man fein zubereitete Gerichte speisen und auch frischen Fisch für zuhause kaufen. Aus der Region und aus dem Mittelmeer.

Er habe ein Faible für Fisch, erzählt der junge Gastronom Besan Jamal. Bislang habe er nach Köln oder Düsseldorf fahren müssen, um guten Fisch im Restaurant zu essen. Das wollte er ändern: Das Ergebnis heißt „Fischhaus Bergisch Gladbach“ und liegt leicht versteckt in der Grünen Ladenstraße, Am Alten Pastorat 13. Hier betreibt Jamal sowohl Restaurant als auch Fischverkauf.

Kompaktes Angebot

Das Ambiente ist freundlich bis neutral, das Interieur leicht mediterran angehaucht. Zwei große Bildschirme setzen exotische maritime Akzente. In der Auslage liegen viel frischer Fisch und Meeresfrüchte bereit.

Der Service ist freundlich, flott bei der Sache, und hält ruckzuck die Speisenkarte bereit. Die ist gut sortiert, aber nicht überladen.

Das Angebot reicht von Vorspeisen ab 6 Euro, Baguettes für 6 bis 8 Euro, über Pasta-Gerichte für 8 bis 12 Euro bis hin zu klassischen Burgern und Burgern mit Fisch oder Garnelen. Inklusive Beilage ist der Gast hier mit 9 bis 14 Euro dabei.

Die großzügige Fischplatte für eine Person ist für 22 Euro zu haben. Edelfisch wie Dorade, Lachs oder Wolfsbarsch reichen von 18 bis 30 Euro. Ein Blick lohnt auch auf die Tageskarte vor dem Lokal – hier bietet der Koch weitere Highlights an.

Fischhaus Bergisch Gladbach
Am Alten Pastorat 13, 51465 Bergisch Gladbach
Dienstag bis Freitag 10 bis 20.30 Uhr, Samstag 10 bis 21 Uhr, Sonntag 12 bis 20.30 Uhr
Telefon 02202-8189300

Gruß aus der Küche

Wir entscheiden uns für Wolfsbarsch und eine Fischplatte. Der Juniortester setzt auf die populäre Variante „Fish and Chips“. Während in der vom Gastraum aus einsehbaren Küche die Speisen frisch zubereitet werden, gibt es einen Gruß aus der Küche: Fermentiertes Gemüse, serviert mit knusprigem Weißbrot. Das ist lecker und leicht, und stimmt angenehm auf die Gerichte ein.

Im Hintergrund werkelt derweil der Küchenchef an der Bestellung. Das sorgt für eine Überraschung: Vom Fischgeruch dringt nichts nach vorne in den Speisesaal. Da leistet eine kaum zu hörende Abzugshaube gute Dienste. Wer also den Mittagstisch hier einnimmt, verrät sich anschließend nicht durch olfaktorische Hinweise der angesteuerten Destination.

Gute Qualität

Die Bestellungen werden frisch zubereitet, da nimmt dann auch mal fünf Minuten mehr in Kauf. Die Zeit gönnt man sich gerne, denn das Ergebnis auf dem Teller stimmt. Der Wolfsbarsch ist gut gegrillt, mit Rosmarin fein gewürzt und saftig im Biss. Die Rosmarinkartoffeln flankieren mit mediterranem Touch – eine runde Sache.

Der Juniortester ist mit seinen Fish and Chips hoch zufrieden. Knusprig die Pommes, punktgenau zubereitet der Fisch, der bissfest und mit spürbarer Frische daher kommt. Ein frittiertes Gericht – aber man hat zu keiner Sekunde das Gefühl, eine Fritteuse auszulöffeln. Die Zubereitungsart im schwimmenden Fett ist hier nur Mittel zum Zweck – nicht Hauptzutat.

Die Fischplatte ist ordentlich dimensioniert, wartet mit gebratenem Seelachs und schottischem Lachs auf. Letzterer überzeugt mit angenehmer Textur, süffig am Gaumen. Die frittierten Sardellen sind tadellos. Die Rotbarbe gut gegart, mit feinem Geschmack. Abgerundet wird der Teller durch etwas frittierten Weißfisch und Calamari im Teigmantel.

Qualität aus der Region

Unsere Esserrunde ist zufrieden, Besan Jamal und sein Team haben eine gute Visitenkarte abgegeben. Dazu gehört auch ein freundlicher aber nicht aufdringlicher Service. Da macht der Small-Talk am Tresen Spaß.

Eröffnet wurde das Fischhaus am 11. November. Da kann im Rheinland eigentlich nichts mehr schiefgehen. Der Gastronom ist in der Tat zufrieden. Es laufe gut an, manchmal sei man von der Nachfrage wirklich überrascht. Es würden auch zunehmend Bestellungen per Telefon eingehen. Die Qualität scheint sich herumzusprechen.

Zwei Quellen nennt er für seine Ware: So bezieht das Fischhaus einige Produkte über einen Händler direkt aus Frankreich. Zudem arbeite er mit Fischzucht Hahn in Wipperfürth zusammen, von wo er neben frischer Ware wie Forelle und Karpfen auch Räucherfisch beziehe. Je nach Nachfrage werde man das Angebot von dort ausbauen, sagt Jamal.

Er freut sich sichtlich dass sein Konzept aufgeht – erste Buchungen gebe es bereits für Weihnachtsfeiern. Dass es keinen Alkohol im Ausschank gebe – die Konzession gibt es nicht her – scheint die Gäste im Fischhaus nicht zu stören.

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Holger Crump

ist Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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2 Kommentare

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  1. oh wie schön, danke für den Tipp; das wurde aber auch mal Zeit! Bislang gab es nur die Dorade „beim Griechen“ und das Angebot auf dem Wochenmarkt. Obwohl, in Refrath hat sich auch etwas getan in Sachen Fisch: Ein Laden – in den Räumen einer ehemaligen Metzgerei und ein „griechisches Fischrestaurant“ (am Siebenmorgen ??). Schön wäre auch, wenn man regional bliebe, es muß nicht immer Seefisch sein.

  2. Wir haben es ausprobiert, mir sehr gutem Erfolg. Eine Dorade und ein Branzino ( Wolfsbarsch) habe uns sehr gut geschmeckt. Was den Abend noch besser gemacht hätte, wäre ein Gläschen Wein. Leider hat das Fischaus keine Lizenz für alkohol. Getränke. Man sollte das aber möglichst schnell nachholen, denn Fisch muss ja bekanntlich schwimmen. Wir hatten sehr nette und freundliche Bedienung, leider war es nicht so richtig warm am Abend, ein Jäckchen sollte man mitbringen, aber das kann ja verbessert werden. Zum Nachmachen empfohlen !!