Bürgermeister Frank Stein und Feuerwehrchef Köhler verabschieden die Konvoifahrer.

Der vierte Hilfskonvoi für die Menschen in Butscha brachte außer einem Linienbus und einem Bauhoffahrzeug auch über 20 Paletten warme Kleidung, Heizanlagen und andere Hilfsgüter für den Winter in die Partnerstadt. Auch über 30 Stunden Wartezeit an der Grenze konnten die Hilfstransporteure nicht stoppen.

Mehr als 1200 Weihnachtspäckchen, die Bergisch Gladbacherinnen und Bergisch Gladbacher für die Menschen in der ukrainischen Partnerstadt Butscha gepackt haben, hat der vierte Hilfskonvoi der Kreisstadt in den vergangenen Tagen in die Ukraine gebracht. Zusammen mit einem weiteren Linienbus, einem vom Rheinisch-Bergischen Kreis gestifteten Bauhoffahrzeug und mehr als 20 Paletten warmer Kleidung, die das Deutsche Rote Kreuz Bergisch Gladbach gesammelt hatte. 

Außerdem hatten die zwei Lastzüge, die sich mit dem Bus, dem Bauhoffahrzeug und einem Feuerwehrfahrzeug mit Anhänger bereits am vergangenen Mittwochabend auf den Weg in den Osten gemacht hatten, weitere Hilfsgüter an Bord. Darunter zahlreiche Paletten Heizanlagen, Arbeitskleidung für den Winter, Handwärmer sowie einen von Stadtratsmitglied Frank Samirae gestifteten Pkw. Beide Sattelzüge waren bis zur Decke mit den dringend benötigten Hilfsgütern beladen.

„Was aus einer kleinen Idee in ein paar Monaten geworden ist . . .“, staunte selbst Bürgermeister Frank Stein, als er am Mittwochabend die zehn ehrenamtlichen Fahrer des Hilfskonvois unter Leitung von Timo Stein von der Feuerwehr auf dem Zandersgelände verabschiedete.

Auch Feuerwehrchef Jörg Köhler, der Vorsitzende des neu gegründeten Partnerschaftsvereins Bergisch Gladbach – Butscha, Frank Haag, Vereinsschatzmeister Albert Heider, Kämmerer Thore Eggert und Krisenmanagerin Nicole Haag vom Feuerwehrorganisationsteam, das auch den vierten Hilfskonvoi organisiert hatte, wünschten eine gute Fahrt.

Die 1200 Kilometer bis zur ukrainischen Grenze legten die Hilfstransporteure in nicht mal 24 Stunden zurück, schwieriger wurde es am nächsten Morgen bei der Grenzabfertigung.

Immer wieder haben sich die Modalitäten an der EU-Außengrenzen in den vergangenen zehn Monaten des Kriegs in der Ukraine geändert. Selbst ein angemeldeter Hilfskonvoi darf nun nicht mehr einfach – wie noch beim Hilfstransport im Mai – an der kilometerlangen Schlange der teils Tage vor der Grenze wartenden Lkw vorbeifahren, sondern muss sich registrieren.

Trotz bevorzugter Abfertigung dauerte es mehr als 20 Stunden, bis am frühen Samstagmorgen der letzte Lkw des Bergisch Gladbacher Konvois in der Ukraine war. An Schlafen war da nicht mehr zu denken, schließlich mussten einige der Fahrer am Montag zurück auf der Arbeit sein.

Über teils abenteuerliche Sandpisten ging es zu einer Tierfutterfabrik in den ukrainischen Wäldern. Dort hatten die Organisatoren die Übergabe an die Fahrer aus der Partnerstadt vereinbart. Mit vereinten Kräften, Hubwagen und einem Gabelstapler luden deutsche und ukrainische Hilfstransporteure die beiden Lastzüge um, übergaben den bis zu den Fenstern mit Weihnachtspäckchen beladenen Linienbus und die übrigen Fahrzeuge an die Fahrer aus Butscha und machten sich auf den Rückweg zur Grenze.

Durch spontanen Anschluss an einen von der Polizei begleiteten Militärkonvoi gelang es, die 20 Kilometer lange Schlange wartender Lkw vor der Grenze zu passieren. Allerdings sorgten die abermals langwierige Grenzabfertigung sowie der hereinbrechende Winter dafür, dass der letzte Lastzug erst am Sonntagabend um 20.15 Uhr wieder aufs Zandersgelände rollte.

Die Fahrer waren sichtlich erschöpft, aber glücklich, bei der Hilfsaktion dabei gewesen zu sein – und haben bereits eine Reihe Ideen für den nächsten Hilfskonvoi …

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