Eingangsbereich der Kindertagespflege Gronauer Waldzwerge. Foto: Thomas Merkenich

Mit Aktionstagen macht die Interessengemeinschaft Kindertagespflege auf diese Form der Kinderbetreuung aufmerksam. Für die Vorsitzenden der IG, Jenni Löllgen und Sarah Heller, kommt Tagespflege vor allem dem Bindungsbedürfnis der Unter-Dreijährigen entgegen. Die beiden Tagesmütter machen zudem einen konkreten Vorschlag, wie die Stadt das Defizit an Kinderbetreuungsplätzen in den Griff bekommen könnte.

79 Tagesmütter und vier Tagesväter gebe es derzeit in Bergisch Gladbach, rechnen Jenni Löllgen und Sarah Heller vor. Zusammen betreuen sie 362 Kinder in der Kindestagespflege betreuen. Damit decken sie immerhin einen Anteil von rund einem Drittel des Bedarfs der Unter-Dreijährigen ab, der laut Stadt bei 1.082 Kindern liegt.

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Seit rund zwei Monaten leiten die beiden Tagesmütter die Interessengemeinschaft Kindertagespflege, vertreten derzeit 24 Tagespflegepersonen. Jenni Löllgen ist staatlich anerkannte Erzieherin und ausgebildete Tagesmutter. Sie betreibt die Einzeltagespflege „Im Fuchsbau“ in Herkenrath für fünf Kinder.

Jenni Löllgen (links) und Sarah Heller leiten die IG Kindertagespflege, Foto: Holger Crump

Die Großtagespflege von Sarah Heller versorgt unter dem Namen „Gronauer Waldzwerge“ neun Sprösslinge. Heller ist nicht nur ausgebildete Tagesmutter, sondern auch Naturpädagogin und Industriekauffrau. Und seit knapp 20 Jahren in der Kinderbetreuung aktiv.

Aufklärung und Information

Mit ihrer Interessensgemeinschaft wollen die Tagesmütter und -väter die Sichtbarkeit ihres Betreuungsangebotes erhöhen, das der Betreuung in einer gesetzlichen Kindertagesstätte gleichgestellt sei. „Wir wollen über die Kindertagespflege aufklären, über unser Angebot informieren“, sagt Heller.

Dazu gab es vergangene Woche zwei Aktionstage: Montags einen Sternmarsch zum Marktplatz, Samstags einen Infostand an gleicher Stelle. Damit solle die Kindertagespflege stärker ins Bewusstsein der Eltern gerückt werden. Und klargemacht werden, dass diese mehr als nur ein Plan B in der Kinderbetreuung sei. „Oft ist es leider so, dass die Kindertagespflege erst zur Option der Eltern wird, wenn es mit dem Kita-Platz nicht klappt“, bedauert Löllgen.

Beide zählen die Vorteile der Tagespflege auf, und erläutern die verschiedenen Modelle: Die Einzeltagespflege in privaten oder externen Räumlichkeiten für bis zu fünf Kinder. Die Großtagespflege für neun Kinder. Und Tagesmütter oder -väter, die in Familien gehen würden um Kinder zu betreuen.

Zeitlich sie von Halbtagsbetreuung bis Über-Nacht-Betreuung alles möglich, je nachdem welche Modelle die Tagespflegenden anbieten würden. „Sämtliche Modelle werden von den Behörden natürlich geprüft und genehmigt“, betont Jenni Löllgen.

Ungeklärte Arbeitsbedingungen

Mit der neu gegründeten IG wollen die Betreuer:innen nicht nur informieren, sondern in Gremien wie der städtischen Planungsgruppe Kindertagesbetreuung aktiv werden. Sich künftig in das Netzwerk Kindertagespflege NRW einbringen und an öffentlichen Gremiensitzungen der Stadt teilnehmen.

Es gebe eine Reihe von Themen, die sie sich vorgenommen hätten. „Dazu gehören die Arbeitsbedingungen in der Kindertagespflege – wir bekommen zum Beispiel weniger Urlaub als Kita-Personal. Thema sind auch die fehlenden, einheitlichen Stichtage bei der Platzvergabe der Kitas. Was uns in der Tagespflege die Planung erschwert, wenn Eltern plötzlich in den Gruppen abspringen, weil sie einen Kita-Platz erhalten haben“, sagt Löllgen.

Impressionen aus der Großtagespflege „Gronauer Waldzwerge“. Fotos: Thomas Merkenich

Fehlende Räume

Hinzu käme das Thema Infrastruktur, ergänzt Heller, also die Verfügbarkeit von Räumen für die Kindertagespflege. „Der Wohnungsmarkt in der Stadt ist ohnehin angespannt. Vorausgesetzt wir finden passende Immobilien für die Gründung einer Tagespflege, müssen Prüfverfahren durchlaufen werden. Bis hin zum Antrag auf Nutzungsänderung für eine Immobilie, die über das Bauamt läuft.“

Der Entscheid darüber würde gerne mal ein halbes Jahr dauern. So lange wolle ein Vermieter in der Regel jedoch nicht auf Einnahmen verzichten. Mithin müsse das schneller gehen.

Eine Kindertagespflege als Mieterin, das erleichtere schließlich die langfristige Planung für Vermieter. Denn durch die 10-jährigen Bindungsfristen bei den Investitionszuschüssen vom Land zur Gründung einer Tagespflege geht es hier um beständige Mietverhältnisse.

Mutter Mareike Willnauer: „Nah dran am Kind

Warum Tagespflege: „Wir haben seit rund einem Jahr ein Kind in der Tagespflege und sind zufrieden damit. Das Konzept unserer Tagesmutter ist gut. Die Eingewöhnung unseres Kindes klappte aufgrund der kleinen Gruppengröße sehr gut. Die Tagesmütter sind einfach nah dran am Kind.“

Anschlussplatz: „Natürlich machen wir uns Gedanken darüber, wenn der Anschlussplatz ansteht – also der Wechsel aus der U3-Betreuung in die Ü3 in der Kita. Das wird im Jahr 2024/25 für ein Thema sein. Wir bewerben uns bereits bei Kitas. Wenn es nicht mit dem Platz klappen sollte, wissen wir auch noch nicht was wir tun.“

Zur Betreuungskrise: „Fehlende Infrastruktur ist aus meiner Sicht nicht der springende Punkt. Wir sehen das Problem eher in den Rahmenbedingungen, dem Betreuungsschlüssel, der Ausstattung. Wir können zehn Kitas bauen – aber ohne Personal funktioniert das nunmal nicht.“

Mutter Mareike Willnauer (Mitte) mit den beiden Tagespflegemüttern Dimitra Weber (links) und Laura Hartmann. Sie betreuen Willnauers Kind in der Großtagespflege „Die Wichtelhöhle“, Foto: Holger Crump

Aufgabenteilung bei U3 und Ü3

Die Kindertagespflege, das machen Heller und Löllgen im Gespräch deutlich, kann einen signifikanten Beitrag leisten, um die aktuelle Betreuungsmisere abzumildern. So sei die Ausbildung von Tagesmüttern und -vätern über die Katholische Familienbildungsstätte oder das Deutsche Rote Kreuz in rund eineinhalb Jahren bzw. 300 Ausbilungsstunden zu schaffen. Das sei kürzer als die Ausbildung zum Kita-Erzieher. Und Immobilien seien – trotz aller Anträge bei der Kommune – in der Regel vergleichsweise schnell für die Tagespflege zu ertüchtigen.

Daher favorisieren Löllgen und Heller zur Linderung der Betreuungskrise eine konsequente Aufgabenteilung in der Kinderbetreuung: Die Unter-Dreijährigen sollten in der Kindertagespflege betreut werden, die Ü3-Kinder hingegen in der Kita – mit dieser strikten Aufteilung würde die Stadt die Defizite besser in den Griff bekommen, sind die beiden fest überzeugt.

Der Vorteil: Bei Kita-Neubauten müssten keine U3-Plätze mitgedacht werden. So würden mehr Kapazitäten für Ü3 geschaffen.

Vorteil Bindung

Als enormen Vorteil der Kindertagespflege sehen die beiden IG-Vertreterinnen die besseren Bindungsmöglichkeiten zwischen Tagespflege und dem betreuten Kind an. Der Betreuungsschlüssel in der Kindertagespflege mit Gruppengrößen von fünf bis neun Kindern liege bei 4,5 Kindern pro Tagesmutter oder -vater.

Bindung, das sei im Alter unter drei Jahren ganz zentral in der Betreuung, betonen sie. „Eltern sollten bei der Wahl der Kinderbetreuung auch einmal diese Perspektive, dieses Bedürfnis ihres Kindes mit in die Waagschale werfen.“

Die Betreuung erfolge überdies bedarfsgerecht, mit flexiblen Zeitmodellen. Die Tagespflegepersonen würden individuelle Schwerpunkte setzen. Zudem gebe es eine vergleichsweise niedrige Personalfluktuation. Die sei in den Kindertagesstätten je nach Einrichtung weitaus höher, wie die aktuelle Kita-Krise zeige.

Falle eine Tagespflegeperson zum Beispiel wegen Krankheit aus, biete der Treffpunkt Kindertagespflege immer noch Unterstützung bei der Betreuung.

Tagespflegemütter und -väter trafen sich am 8. Mai beim Sternmarsch auf dem Marktplatz, Foto: Holger Crump

Und die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern sei wesentlich enger. Man kenne sich aufgrund der kleinen Gruppengrößen einfach persönlich, da seien im Gespräch schnell Entwicklungen des Kindes besprochen oder Probleme benannt.

Natürlich gebe es die Bedenken von Eltern, keinen Anschlussplatz nach der Tagespflege in einer Kita zu bekommen – Rechtsanspruch hin oder her. „Aber es wird kein Kind aus der Tagespflege entlassen, nur weil es drei Jahre alt geworden ist“, macht Jenni Löllgen klar. Insofern gebe es hier Puffer.

Überdies würden die Kinder aus der Tagepflege gerne von den Kitas genommen, betont Löllgen. „Die Kinder haben in den im Optimalfall ersten zwei Jahren bereits einiges an frühkindlicher Bildung und Förderung erfahren und sind zumeist schon sehr selbständig unterwegs, was für die Umstellung auf die große Kita von Vorteil ist“, betont Löllgen.

Tagespflegevater Tim Krause-Brigham: „Sicherheit für Kinder“

Sein Weg in die Tagespflege: „Ich arbeite seit April 2017 als Tagespflegevater und bin wohl der erste Pflegevater in der Stadt. Zuvor habe ich in der TV-Produktion gearbeitet, wollte aber irgendwann mit meiner Frau zusammenarbeiten und habe die Ausbildung zum qualifizierten Tagespfleger gemacht. Gemeinsam betreiben wir die private Großtagespflege „Die neuen Entdecker“ in Hebborn. Die Nachfrage ist so groß dass wir zwei weitere Tagespflegen eröffnen könnten.“

Wo hakt es: „Leider fehlen genügend Tagespflegepersonen sowie ausreichend Räumlichkeiten. Der Prozess zur Nutzungsänderung von Räumlichkeiten ist langwierig.“

Vorteile der Tagespflege: „Eltern, welche die Tagespflege kennen, entscheiden sich immer wieder dafür. Die Kinder treffen stets auf die gleichen Gesichter, das gibt ihnen Sicherheit, fördert die Entfaltung.“

Rechnet es sich bei der Inflation noch? „Die finanzielle Situation hängt von der Situation ab. Wer in der externen Tagespflege arbeitet ist doppelt betroffen, in der eigenen Wohnung und in der Tagespflegeeinrichtung. Zwar hat der Staat die Betriebskostenpauschale von 300 auf 400 Euro erhöht. Das macht sich aber nur bei der Steuer bemerkbar, das verfügbare Einkommen sinkt. Für uns wäre eine Erhöhung der städtischen Zuschüsse wichtig.“

Der erste Tagespflegevater in der Stadt – Tim-Krause-Brigham, Foto: Holger Crump

Einladung der Politik

Ihre Aktionstage wertet die IG Kindertagespflege als Erfolg. Fachberater zum Thema Tagespflege aus dem Jugendamt hätten sich vor Ort informiert, sowie eine Vertreterin der freien Bildungsträger.

Und neben Eltern hätten auch Ratsmitglieder den Infostand auf dem Konrad-Adenauer-Platz aufgesucht. „Wir konnten und mussten viel Aufklärungsarbeit über die Arbeit, die Vorteile und die Qualität der Kindertagespflege leisten und sind dabei auf offene Ohren gestoßen“, macht Heller klar.

Zwei Fraktionen hätten die Interessengemeinschaft schließlich eingeladen, an einer Fraktionssitzung teilzunehmen. Um dort die Wünsche der Kindertagespflege an die Politik vorzutragen. 

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Holger Crump

ist Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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4 Kommentare

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  1. Natürlich sind Mitarbeiter*innen in der Kindertagespflege, ein wichtiger Bestandteil der Betreuungslandschaft. Es ist aber nicht grundsätzlich so, dass dort Kinder unter drei besser aufgehoben sind. Es kommt immer auf die Person an.

    Auch Kindertagespflege Personen werden krank. Nicht alle sind zuverlässige Partner. Und kurzfristige Schließung von Kindertagespflege kommen auch vor.

    Wir hören oft von Eltern, die froh sind, dass ihr Kind endlich in der Kita ist, anstatt bei einer Tagespflege Person, die häufig krank ist oder ihre Betreuung immer mal wieder schließen muss.

    Auch Kitas haben das Probleme mit Eltern, die kurzfristig zu Kindertagespflege wechseln, obwohl Verträge und Aufnahmeverfahren schon läuft. Und Stichtage sind eher eine blöde Erfindung. Total am Kind vorbei.

    Es steht und fällt imner mit Menschen. Ob das Kitas sind oder Kindertagespflege. Und über Arbeitsbedingungen, wie angedeutet, sollte man hier auch ganz intensiv mal nachdenken. Kindertagespflege ist eben auch die Kosten günstigere Variante.

    Insgesamt geht es mir bei der Kita Misere, die wir gesellschaftlich gesehen alle entweder jetzt oder in vielen Jahren ausbaden werden, viel zu häufig ausschließlich um die Betreuung, die Eltern benötigen. Was das für die Kinder bedeutet nach drei Jahren wieder in eine Kita zu wechseln interessiert keinen.

    Dann ist auf einmal nicht mehr von Bindung die Rede. Ich bin so angenervt davon, wie dieses Thema hier besprochen wird. Kann jemand mal anfangen auf die Kinder zu schauen und dafür eine passende Lösung zu finden anstatt immer nur für die Erwachsenen drum rum?

    1. Zuerst einmal möchten wir ganz klar deutlich machen, dass wir mit unserer Öffentlichkeitsarbeit auf gar keinen Fall eine negative Sicht auf Kindertagesstätten setzen möchten. Wenn wir in unseren Aussagen die Vorteile der Kindertagespflege herausstellen, soll dies auf keinen Fall eine Kritik an der großartigen pädagogischen Arbeit der Fachkräfte in den Kitas darstellen.

      Die Kindertagespflege ist keine Konkurrenz zur Kita, sondern ein gleichberechtigtes Betreuungsangebot, das im Optimalfall Hand in Hand funktioniert. Wir sind davon überzeugt und haben überwiegend die Erfahrung gemacht, dass die Systeme Kindertagespflege und Kita sich sehr gut ergänzen können.

      Wir sind aber fest davon überzeugt, dass eine verlässliche Bezugsperson und kleine Gruppen von max. 5 bzw. 9 Kindern für Kinder unter 3 Jahren die optimale Umgebung sind.

      Uns ist es wichtig aufzuzeigen, dass Eltern bei der Wahl des Betreuungsplatz vielmehr die Bedürfnisse ihres Kindes in den Mittelpunkt sollten. In den ersten Lebensjahren ist eine kontinuierliche Bindungsperson das A und O für jegliche Entwicklung.

      In unseren Reihen befinden sich ein Großteil an ausgebildeten Erzieher*innen (NRW-weit sind dies über 30 % der Kindertagespflegepersonen), die sich bewusst für das Modell Kindertagespflege entschieden haben, weil sie hier das Kind und dessen Bedürfnisse viel individueller in den Fokus nehmen können.

      Unser Fokus in der Kindertagespflege – das ist uns wichtig deutlich herauszustellen – ist immer das Kind. Das Kind und dessen Bedürfnis nach Bindung und Verlässlichkeit stehen im Mittelpunkt.

      In der Kindertagespflege wird ein Kind nie mit einer größeren Gruppengröße als 9 Kindern konfrontiert sein und der Betreuungsschlüssel wird nie höher als 5 sein, das geben alleine die rechtlichen Rahmenbedingungen vor.

      In kleinen Gruppengrößen mit einem Betreuungsschlüssel von im Schnitt 4,4 Kindern pro Betreuungsperson können wir die Kinder genau dort abholen, wo sie stehen und gezielt fördern. Wir können Ihnen die Bindung geben, die sie brauchen, stärken ihr Selbstbewusstsein und fördern ihre Selbstständigkeit.

      Beim Wechsel von der Tagespflege in die Kita mit optimalerweise drei Jahren findet
      kein Bindungsabbruch statt. Unsere Kinder werden ausführlich auf diesen neuen Abschnitt vorbereitet. Sie haben bereits außerfamiliäre Bindungserfahrung erlebt, in kleinem und geschütztem Rahmen erste soziale Kontakte geknüpft und können so gestärkt und mit einem großen Selbstvertrauen diese neue Herausforderung annehmen.

      Kritisch sehen wir daher die Situationen, in denen genau so ein Bindungsabbruch herbeigeführt wird, in dem die Kinder aus der Tagespflege kurzfristig wieder herausgerissen werden.

      Bei Krankheit gibt es außerdem ein Vertretungsmodell, das viele Eltern gerne in Anspruch nehmen.

      1. Die Tagespflege ist grundsätzlich zu begrüßen. Wir selber haben eine tolle, sehr zuverlässige Tagesmutter. Ich kenne aber leider auch Eltern, die Tagesmütter mit wirklich vielen Fehltagen hatten oder wo Kinder oder Eltern einfach nicht mit der Tagesmutter auf einer Wellenlänge waren und die froh waren in der KITA endlich eine regelmäßige, verlässliche und passende Betreuung zu haben.

        Dass es ein Vertretungsmodell gibt, ist für ältere Kinder sicherlich praktisch. Für mich, genau wie für viele andere, war es aber nie eine Option mein 1 bzw. 2jähriges Kind bei Betreuerinnen abzugeben, zu denen es keine Bindung hat.

        Tagespflege bleibt für mich daher ein Wagnis. Es kann super laufen, wie bei uns. Es kann aber auch gar nicht laufen, z.B. wenn Eltern/Kind und TaMu einfach nicht zu einander passen. In der KITA ist die Chance durch mehr Mitarbeitende einfach größer, dass Betreuung zuverlässig stattfindet und das Kind eine Erzieherin findet, die gut zu ihm/ihr passt.

  2. Vielen Dank für den detaillierten Bericht und vielen Dank an die Kindertagespflegepersonen der Interessengemeinschaft für ihr Engagement, in der Freizeit über diese qualifizierte Arbeit zu informieren.