Aus dem Archiv: Klimastreik 2021. Foto: Thomas Merkenich

Der Klimastreik der Fridays for Future an diesem Freitag steht unter dem Motto  „Klimaschutz beginnt vor der Haustür“. Daher nimmt das Klimabündnis Bergisch Gladbach die Klimapolitik der Stadt in den Blick – und fordert, dass hier vor Ort alle Möglichkeiten genutzt werden.

Wir dokumentieren eine Mitteilung des Klimabündnisses Bergisch Gladbach, dem die Initiative KlimaGerecht Leben, und das inklusive Café GrenzenLos angehören:

Das Klimabündnis Bergisch Gladbach schließt sich dem Aufruf von Fridays For Future an und lädt zum Klimastreik am 15. September ein. Mit dem Titel „Klimaschutz beginnt vor der Haustür“ möchte das Bündnis verdeutlichen, dass alle einen Beitrag für den Klimaschutz leisten können, jede und jeder nach den eigenen Fähigkeiten.

Es kommt darauf an, es zu wollen: Sich für eine zukunftsfähige Stadt, für ein solidarisches Miteinander und für Klimagerechtigkeit einsetzen zu wollen. Im Klimabündnis und in den vielen Klima-engagierten Vereinen und Initiativen in unserer Stadt besteht viel Motivation, dies zu tun.

Blockade im Stadtrat

Dieser Wille, sich für ein intaktes Klima einzusetzen, scheint an anderer Stelle in Bergisch Gladbach zu fehlen. Das Klimabündnis Bergisch Gladbach beklagt sehr, dass im Stadtrat Entscheidungen für mehr Klimaschutz häufig blockiert oder relativiert werden.

Mit viel Zuspruch seitens GRÜNE und SPD hat die Stadtverwaltung ein ambitioniertes Klimaschutzkonzept vorgelegt. Ein Konzept ist kein Gesetz, es ist eine Leitlinie, eine Absichtserklärung – und trotzdem blockieren einige Parteien in Rat und Ausschüssen das Konzept in dieser Form. Die Absicht, ambitionierten Klimaschutz auch umzusetzen, ist dort nicht zu erkennen. Stattdessen wird Klimaschutz mit Begriffen wie „Umerziehung“ und „Bevormundung“ betitelt.

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Konsens vor Tempo: Klimaschutzkonzept vertagt

Die Verabschiedung des Klimaschutzkonzeptes ist im Hauptausschuss zunächst gescheitert. Zwar stellten sich (fast) alle Fraktionen hinter die Ziele des Entwurfs. CDU, FWG und FDP drängten jedoch, zunächst zwischen den Fraktionen zu klären, welche Maßnahmen effektiv, notwendig und finanzierbar sind. Da keine Mehrheit erkennbar war schlossen sich große Teile der Grünen und der SPD dem Antrag auf Vertagung an. In der Hoffnung, in acht Wochen einen Konsens zu erzielen, der auch die nächste Kommunalwahl überdauern kann.

Daher werden wir am 15. September für ein konsequentes Klimaschutzkonzept in Bergisch Gladbach demonstrieren. Die Zeit zu zögern ist vorbei, und das werden wir laut und deutlich, bunt und vielfältig, etwas lustig, aber auch wütend und vor allem gemeinsam beim Klimastreik zum Ausdruck bringen.

Fahrplan des Klimastreiks am Freitag

Am Freitag, dem 15. September um 14 Uhr startet die Demo am Konrad-Adenauer-Platz. Von dort wird der Demozug über An der Gohrsmühle und durch die Fußgängerzone zurück zum Konrad-Adenauer-Platz gehen, ab etwa 15 Uhr findet dort dann die Kundgebung statt.

Parallel zur Kundgebung wird es für Klima- interessierte Vereine und Gruppen die Möglichkeit geben, sich mit einem Infostand vorzustellen und miteinander in den Austausch zu kommen.

Klimaschutz beginnt vor der Haustür! Für die einen beim Demonstrieren, für die anderen beim Gespräch mit den Nachbar*innen, beim Einkaufen, bei der Arbeit, im Garten, und für diejenigen, die Entscheidungen in dieser Stadt treffen eben auch im Ratssaal. Wir sehen uns auf der Straße!

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