Die Gemeinde der Herz Jesu Kirche in Schildgen hat gerade eine Solaranlage auf dem Dach der denkmalgeschützten Böhm-Kirche in Betrieb genommen.

Ein Verein von Klimaschutz-Aktiven hat den „Wattbewerb“ ausgerufen – um auf spielerische Weise den Ausbau der Photovoltaik in den Städten anzuschieben. Die erste Etappen-Aufgabe bestand darin, die Leistung von Solarstrom pro Kopf zu verdoppelt. Bergisch Gladbach hat diese Aufgabe innerhalb von 33 Monaten und als erste der teilnehmenden Großstädte bewältigt.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

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Der „Wattbewerb“ ist ein Wettbewerb für Städte und Gemeinden, die den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen im Stadtgebiet fördern wollen. Das Ziel ist es, die Energiewende durch den Ausbau von Photovoltaik zu unterstützen und zu beschleunigen. Als erste Großstadt konnte Bergisch Gladbach seine PV-Leistung nun innerhalb des Wettbewerbszeitraums verdoppeln.

Beim „Wattbewerb“ sind Städte und Gemeinden gefordert, Hauseigentümerinnen und -eigentümer zu überzeugen, ihre Dächer mit PV-Anlagen auszustatten. Im Fokus stehen dabei Einfamilienhäuser, große Mietshäuser oder Dächer von gewerblich oder industriell genutzten Gebäuden. Sie alle bieten das Potenzial, das für die lokale Energiewende vor Ort erschlossen werden kann.

Der Start des „Wattbewerbs“ erfolgte am 21. Februar 2021. Der Wettbewerb endete, als die erste Großstadt die Kilowattpeak-Leistung pro Kopf verdoppelt hat. Dieser Fall ist nun eingetreten: Die Stadt Bergisch Gladbach hat ihre Leistung von 111 Wattpeak pro Einwohner auf 226 Wattpeak (Wp) pro Einwohner mehr als verdoppelt und ist somit die erste Großstadt, die dies erreicht hat.  

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Earth Hour 2026 – Bergisch Gladbach schaltet das Licht aus

Am 28. März beteiligt sich Bergisch Gladbach an der weltweiten Earth Hour und ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, für eine Stunde das Licht auszuschalten. Passend dazu bietet die Stadt gemeinsam mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis wieder kostenlose, individuelle Energieberatungen in den Rathäusern an.

Infoabend: Wärmepumpe verstehen und richtig planen

Die Wärmepumpe gilt als wichtige Heiztechnik der Zukunft, wirft bei vielen Hauseigentümern aber weiter Fragen auf. Eine Info-Veranstaltung von Haus & Grund, Verbraucherzentrale und BELKAW will nun Technik, Vorbereitung, Förderung und Gesetzeslage verständlich einordnen.

Belkaw reagiert auf die Welt-Nachrichten

Der Krieg gegen Iran, die Schließung der Straße von Hormus und die Unruhen auf den globalen Energiemärkten wirken sich auch auf die Konditionen der Belkaw für Neukunden aus. Das Gas kommt jedoch vor allem aus Norwegen, die Lieferungen sind langfristig abgesichert. Bestandskunden müssen daher nicht mit Preiserhöhungen rechnen.

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Beim absoluten Zubau auf Platz 17

Im Ranking um den absoluten Zubau an Photovoltaik-Leistung erreicht Bergisch Gladbach mit ca. 115 Wp pro Einwohner Platz 17 von 71 teilnehmenden Großstädten und liegt im oberen Viertel.

Hinweis der Redaktion: Die relativ rasche Verdopplung der Pro-Kopf-Leistung gelangt Bergisch Gladbach auch deshalb, weil die Stadt auf niedrigem Niveau gestartet war. Auch nach der Verdopplung liegt sie bei den absoluten Werten mit 226 Wp im Ranking der 71 teilnehmenden Großstädte erst auf Platz 38.

Ganz vorne steht Paderborn: die Stadt war mit 502 Wp in den Wattbewerb gestartet und erreicht jetzt 748 Wp pro Kopf. Kleinere Städte wie Herzberg können knapp 4000 Wp leisten, kleinere Gemeinden sogar noch höhere Werte.

„Für die Energiewende und den Klimaschutz ist das ein starkes Zeichen, an dem die gesamte Stadtgesellschaft ihren Anteil hat. Dies macht deutlich, dass wir die Klimaschutzziele nur gemeinsam erreichen können“, erklärt Klimaschutzmanagerin Heike Behrendt.

Mehr zum thema

Konsens vor Tempo: Klimaschutzkonzept vertagt

Die Verabschiedung des Klimaschutzkonzeptes ist im Hauptausschuss zunächst gescheitert. Zwar stellten sich (fast) alle Fraktionen hinter die Ziele des Entwurfs. CDU, FWG und FDP drängten jedoch, zunächst zwischen den Fraktionen zu klären, welche Maßnahmen effektiv, notwendig und finanzierbar sind. Da keine Mehrheit erkennbar war schlossen sich große Teile der Grünen und der SPD dem Antrag auf Vertagung an. In der Hoffnung, in acht Wochen einen Konsens zu erzielen, der auch die nächste Kommunalwahl überdauern kann.

Alle Informationen zum Klimaschutz in Bergisch Gladbach gibt es auf der Website der Stadt Bergisch Gladbach.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Bei WP von Produktion zu sprechen ist falsch. W steht für Watt, das ist die Einheit für Leistung. P bedeutet Peak. Damit ist gemeint, dass eine PVA die Leistung nicht immer abgiebt, sondern nur bei voller Sonneneinstrahlung. Als Produktion bezeichnet man nicht Leistung, sondern Arbeit. Die Arbeit wird in Wattstunden (Wh) oder Kilowattstunden (kWh) gemessen. Der Zusammenhang: Arbeit ist Leistung mal Zeit.

    1. Es gibt sogar zahlreiche Anlagen (vor allem solche mit Ost-West-Ausrichtung), die nie das volle Potenzial ausschöpfen können und bei denen die Wp-Angabe graue Theorie bleibt, weil die meiste Zeit des Tages nur eine Dachseite direkt bestrahlt wird und die andere lediglich Streulicht abbekommt. Um die Mittagszeit können zwar beide Seiten gleichzeitig Sonnenlicht abbekommen, dann aber mit ungünstigerem Einstrahlwinkel. Dafür haben diese Anlagen zwar andere Vorteile – bei der Planung muss das aber berücksichtigt werden.

  2. Leider wird unsere private PV-Anlage in dieser Statistik nicht auftauchen…da wir seit Mai auf den Wechsel des Stromzählers warten. Herzlich willkommen Energiewende.

    1. So ist es, Privatpersonen müssen viel zu lange auf den Stromzählerwechsel warten, das ist wirklich nicht korrekt.

    2. Das ist deutlich zu lang. Bei uns hat es letztes Jahr etwa 10 Tage gedauert, bis jemand von der Rheinenergie da war und den Zähler getauscht hat.

      Man kann jedoch laut Bundesnetzagentur da selbst Abhilfe schaffen (lassen), wenn der Netzbetreiber das nicht auf die Reihe bekommt:
      https://www.energie-experten.org/news/inbetriebnahme-stau-betreiber-duerfen-stromzaehler-jetzt-selbst-einbauen

      Auch wenn man dann die Kosten selbst übernehmen muss, dürfte das billiger sein, als die Anlage monatelang brachliegen zu lassen – vor allem im Sommer.

      1. Vielleicht eine etwas naive Frage, aber: Wenn das von mir beauftragte Unternehmen auch den Zählertausch vornimmt, muss ich dann trotzdem bei der Belkaw noch die Abzocke namens „Zählergebühr“ bezahlen?
        Ich frage, weil ich den 40 Jahre alten Zähler in unserem Haus vermutlich schon 30 mal abbezahlt habe. Wäre ja nett, wenn das zukünftig entfallen würde.

      2. Vermutlich haben Sie den noch öfter abbezahlt, denn so ein klassischer Dreheisenzähler ist für etwa 20 Euro zu bekommen. Die Gebühr ist aber eigentlich auch keine Zählermiete, sondern das Entgelt für Messstellenbetrieb und -verwaltung.

        Ich würde da einfach mal beim Netzbetreiber nachfragen. Das ist hier die Rheinischen Netzgesellschaft: https://www.rng.de/
        Zuweilen kann eine solche Anfrage auch plötzlich Bewegung in die Abläufe bringen und es steht dann schneller jemand zum Zählerwechsel vor der Tür, als man vorher vermutet hätte.