Über Monate hinweg werden nur Busse den Bahnhof in Bergisch Gladbach anfahren. Foto: Redaktion

Die DB Regio NRW hat die Zahl der S-Bahnen auf der Strecke von Bergisch Gladbach nach Köln (und weiter nach Düsseldorf) um ein Drittel reduziert, die Bahnen um x:33 Uhr fallen (mindestens) bis zum 9. Dezember ersatzlos aus. Als Begründung führt die Bahn die „angespannte Personallage“ an.

Viele Bergisch Gladbacher:innen träumen von einem zuverlässigen 20 Minuten-Takt der S 11 auf der Strecke von und nach Köln, oder gar von einem 10 Minuten-Takt, wenn das zweite Gleis in einigen Jahren irgendwann mal in Betrieb gehen wird. Zunächst jedoch müssen sich die Bahn-Nutzer:innen auf ein weiter ausgedünntes Angebot einstellen: von heute bis zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember fahre die S 11 im „20/40 Minutentakt“, teilte die DB Regio NRW mit.

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Im Klartext: Die Bahnen um 5:33, 6:33, 7:33 usw. fallen bis auf weiteres ersatzlos aus. Statt dessen, so die DB Regio, möge man eine Bahn früher oder später (um x:13 oder x:53) wählen. Der 30-Minuten-Takt am späten Abend und am Sonntag gilt weiterhin, samstags soll die S11 laut Ankündigung wie bisher alle 20 Minuten fahren.

Eine entsprechende Mitteilung hatte die DB Regio zwar bereits am 11. Oktober auf ihre Webseiten gestellt, viele Pendlerinnen und Pendler traf die Änderung dennoch unvorbereitet. Selbst um 12:33 Uhr standen am Montag noch mehr als 30 Personen am Gleis auf dem Bahnhof in Bergisch Gladbach und warteten vergeblich auf ihre S-Bahn. Infos dazu gibt es nur im Netz und in der App, das Fahrgastinformationssystem auf dem Bahnsteig zeigte nichts an.

Auch die Stadtverkehrsgesellschaft (SVG) Bergisch Gladbach war über die Einschränkung nicht informiert worden, teilt sie auf Anfrage mit. Der Zweckverband „go Rheinland“ (früher NVR) als Auftraggeber habe die Ankündigung der DB Region „zähneknirschend“ zur Kenntnis gekommen, sagt Sprecher Holger Klein. Er müsse die Personalnöte der Bahn jedoch als Tatsache akzeptieren.

Der Fahrplanauszug zeigt die Ausfälle an. Aktuelle Infos zu Zugausfälle gibt es im Netz.

Warum es erneut die S11 (und in der Kölner Region auch die S6 von Köln nach Essen) trifft, dazu hatte die Bahn auf akute Personalknappheit gerade auf dieser Linie verwiesen. Lokführer:innen sind für bestimmte Strecken ausgebildet und können nicht beliebig versetzt werden. „Um auf anderen Linien die Stabilität zu gewährleisten und damit Ausfälle für den Kunden planbar sind“ habe man sich zur Reduzierung des Taktes auf der S 11 entschieden, teilte ein Bahnsprecher auf Anfrage mit.

Im vergangenen Juli hatte die Bahn den Betrieb der S 11 (und  S 8, S 12, S 13/S 19)  ohne Ankündigung für vier Tage komplett eingestellt, ebenfalls aus Personalmangel. Das hatte einen Sturm der Entrüstung in der lokalen Politik und auch beim Zweckverband „go Rheinland“ ausgelöst.

Die S11 gilt als am stärksten von Pendler:innen genutzte Verbindung im gesamten S-Bahn Knoten Köln.

Dauer der Takt-Reduzierung bleibt zunächst offen

Die Frage, ob die S 11 nach dem 9. Dezember wieder im 20-Minuten-Takt fährt – oder ob der neue 20/40-Takt dann mit dem Fahrplan-Wechsel verlängert wird, lässt der Bahn-Sprecher offen. Ob man nach dem 9. Dezember „wieder zum gewohnten Takt zurückkehren könne, können wir derzeit noch nicht sagen.“

Der Zweckverband „go Rheinland“ gehe dagegen fest davon aus, dass der alte 20 Minuten-Takt dann wieder zurückkehrt, betont Sprecher Klein.

Mehrere Ursachen für Personalknappheit

Zur Erläuterung der Personalprobleme verweist der Bahnsprecher auf verschiedene Ursachen. Neben dem erhöhten Krankenstand trage dazu das große Bauprogramm an der Infrastruktur bei, das zusätzliche Kapazitäten bei Lokführer:innen und Fahrzeugen binde.

Zudem habe DB Regio u.a. für die Übernahme der Notverkehre nach der Insolvenz von abellio und die kurzfristige Übernahme der neuen Linie RE 34 zusätzliche Mitarbeiter:innen in einem ohnehin angespannten Arbeitsmarkt benötigt.

Alleine in NRW habe DB Regio im 1. Halbjahr 175 neue Triebfahrzeugführer:innen auf den Zug gebracht. Insgesamt beschäftigte DB Regio NRW rund 1.700 Triebfahrzeugfüher:innen.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Sebastian, (leidiges Pseudonym) zunächst einmal bestimme ich, wer mich duzt, also lassen Sie das.
    Dann will der Fehlgeleitete mal ne Rechnung aufmachen. € 1,18 x 112.000 = über € 201.000,00. Ob darin das rausgeschmissenen Geld für diese Laurentiusstraße reingerechnet ist, bezweifele ich. Die Beispiele anderer Städte können Sie wohl kaum verifizieren, weshalb es reine Behauptungen sind. Meine Wut lenke ich nicht auf den Radverkehr sondern auf die Leute, die das Geld dafür an falschen Stellen rausschmeißen wie für die Laurentiusstraße!

    1. Hallo Herr Havermann,
      woran erkennen Sie, dass Sebastian unter einem Pseudonym schreibt? Und nur vorab: möglicherweise ist Anno mein Vorname und Nüm mein Familienname. Vielleicht hatte ich Eltern mit viel Humor.

      1. Das Geißeln von Pseudonymen und die Laurentiusstraße sind sein Hobby. Jeder braucht eins, da sollte man kein Spielverderber sein. Mir würde jedenfalls ohne diese running gags etwas fehlen.

    2. Herr Havermann,
      ihre Zweifel sind vollkommen unbegründet. Die Investitionen, auf die sich @Sebastian bezieht, finden Sie unten verlinkt.

      Und das Sie Ihre “Wut” NICHT auf den Radverkehr oder die Radverbände lenken, konnten Sie in der Vergangenheit – sagen wir mal vorsichtig – sehr gut verbergen.

      Bergisch Gladbach hat 2021 (nicht ’22 als Korrektur zum Kommentar von @Sebastian) 1,80 € (nicht 1,18 ! wie von Ihnen fehlgeleitet berechnet) pro Kopf für den Radverkehr ausgegeben.

      Alle Kosten, die berücksichtigt wurden lassen sich der offiziellen Stellungnahme der Stadt entnehmen. Und selbstverständlich sind dort auch nur die Kosten für die Laurentiusstraße enthalten, die im genannten Jahr 2021 angefallen waren.

      Wenn Sie die Kosten aus 2022 (pro Kopf Investition Radverkehr 2,87 EUR) für die Laurentiusstraße interessieren können Sie diese im Ratsinformationssystem der Stadt nachlesen unter
      https://mandatsinfo.bergischgladbach.de/bi/vo0050.asp?__kvonr=32667

      https://in-gl.de/2022/02/07/180-euro-pro-kopf-fuer-den-radverkehr/

  2. Dies ist eine wirtschaftliche Bankrotterklärung!
    Ich stimme für einen Systemwechsel!
    Arbeitgeber müssen auch den hyppokratischen Eid leisten

      1. Freiwillig!
        Ich halte es mit Bernie Sanders, Nanni oder Karl Marx: Wir wollen alles!

  3. Unglaublich ist das alles….und die S-Bahnen im Anschluss oder auch vorher fallen aus oder kommen mit erheblichen Verspätungen an. Von der Fahrgast-Masse dann mal ganz abgesehen. Überall auf der Welt klappt der Schienenverkehr nur hier nicht!!!!!! Nennen wir es mal Zahn der Zeit

  4. Tatsächlich ist die Informationsleistung von DB-Regio erbärmlich. Ich bin Montagabend mit der S-11 nach Bergisch Gladbach gefahren, und es gab im Zug keinerlei Ankündigung. Am Dienstag bin ich um 13.33 Uhr am Gleis stehengeblieben. Auch heute gab es keinerlei Mitteilung dazu. Vor dem letzten Streik kam im Vergleich gefühlt alle drei Minuten eine Lautsprecheransage zu den anstehenden Ausfällen. Auch im VRS-App wurde nichts erwähnt. Es fehlt grundlegend an Verantwortungsbewusstsein.

  5. die S11-Linie wird gut genutzt, vor allem in der Pendelzeit.
    An die vollen Züge vor der Pandemie kommen die Züge allerdings auch in der Pendelzeit nicht wieder ran.
    Da die S6 nun wieder fährt, ist vorwiegend der Berich Mülhiem-GL betroffen.
    allerdings ist ein stabiler 20/40er takt besser planbar als wenn immer wieder züge ausfallen.

  6. Eigentlich sollen die Menschen dazu gebracht werden vom Auto auf die Bahn umzusteigen. Das ist aus Umweltschutzgründen auch sinnvoll.
    Ich bin heute Morgen statt mit der Bahn mit dem Auto nach Köln gefahren. Sonst hätte ich meine Termine nicht einhalten können.
    Wenn wir keinen Nahverkehr haben, der zuverlässig ist, dann hilft und auch kein 49,- €-Ticket. Ich werde auch in Zukunft wieder häufiger das Auto nehmen (müssen).
    Schade eigentlich!

    1. Hallo Andreas L.,
      man kann fast den Eindruck erhalten, dass die Bahn das 49,-Euro-Ticket torperdieren will.

  7. Es ist schon fast alles zum Drama S 11 geschrieben. Wohne direkt an der Haltestelle Duckterath und habe in letzter Zeit öfters erlebt, das nach 2 ausgefallenen Zügen letztendlich ein Kurzzug eintraf. Diese Bahn war dann bereits ab Bergisch Gladbach überfüllt. Ich wundere mich, warum aus GL nicht eine Busverbindung direkt nach Thielenbruch eingeführt wird. Darüber sollte man wirklich mal nachdenken. Bin schon mehrmals zu Fuß nach Thielenbruch marschiert. War schneller als auf den Bus nach Dellbrück zu warten.
    Das zweite Gleis nach Köln werde ich wohl nicht mehr erleben. Aber Hauptsache die Laurentiusstrasse wird für Radfahrer für 1 1/2 Millionen umgebaut.

    1. Die erwähnte Busverbindun gibt es durchaus. Die Linie 436 trifft zwar erst eine Haltestelle weiter, an der Dellbrücker Hauptstraße auf die Linie 3, aber das macht wohl die Kuh nicht fett.

      Aber letztlich rächt sich da eine Fehlentscheidung der Stadt Bergisch Gladbach in den 1950ern, als man die Sanierung der Gleise auf dem Stadtgebiet nicht mitfinanzieren wollte und daraufhin die Straßenbahnlinie G erst 1957 in Gronau und ein Jahr später in Thielenbruch gekappt wurde. Eine angestrebte Wiederbelebung bis zum Zandersgelände wird wohl noch ewig und drei Tage dauern, wenn sie denn jemals kommt. Wie sagt der Rheinländer? „Wat fott es, es fott!“

      Die Stadtväter von Bensberg haben damals offenbar klüger gehandelt, denn die Linie B (heute Linie 1) blieb erhalten und ist heute für die südlichen Stadteile als wichtige Verkehrsader nicht mehr wegzudenken.

    2. Den Schnellbus hatten CDU und Grüne im vergangenen Sommer nach dem Drama um die Einstellung der S 11 erneut auf die Tagesordnung gesetzt, um GL in Thilenbruch an die KVB-Linien 3 und 18 anzubinden. Darüber werde aktuell mit der Stadt Köln (die bisher abgelehnt hatte) und der Wupsi verhandelt, sagt die Kreisverwaltung auf unsere Nachfrage. Konkrete Ergebnisse gebe es aber noch nicht.

    3. Was hat denn bitte eine attraktivere Laurentiusstraße mit dem Personalmangel der Bahn zu tun, Herr Buehnemann?

      1. Natürlich nichts. Aber wenn man – egal bei welchem Thema – „Laurentiusstraße“ in seinen Kommentar schreibt, dann erzeugt das offenbar das wohlige Gefühl eines risikofreien bürgerlichen Ungehorsams. Toppen könnte man das noch mit einem hinzugefügten „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“.

  8. Auch hier wieder ein gutes Beispiel, warum GL Zentrum eine Anbindung der KVB über den Bahndamm zur Linie 1 braucht.
    Damit wären die Lücken im Plan geschlossen und zusätzlich würde man ganz neue Gebiete erreichen können.
    Z.B. könnten GLer sehr schnell nach Brück oder Merheim (z.B. Klinikum) gelangen. In Zeiten von Fachkräftemangel etc. wäre das nicht nur ein Segen für die Arbeitnehmer sondern auch für Arbeitgeber, da die Attraktivität durch das ausgeweitete Netz steigt.

    1. Ich würde ja sagen: Die einzige Attraktivität, die in Bergisch Gladbach für Arbeitnehmer durch das Netz steigt, ist die von Home Office. Allerdings gibt es hier noch nicht einmal Glasfaser-Internet. Und das, obwohl unsere Nachbarstadt sogar einen eigenen, großen Anbieter hat.

  9. Wenn sich die Politik in GL zusammen mit Köln einmal mit einem ähnlichen Engagement mit der DB auseinandersetzen würde, wie sie es für die Radfahrer tut, wäre die Bahn sicher näher am Gladbacher Problem. Schon lange allerdings wird die Fahrrad-Sehnsucht konterkariert, indem das passiert, was hier mehrfach beschrieben, in Wirklickeit unglaublich oft passiert: Die Bahn ist unzuverlässig, informiert nicht, lässt wahrscheinlich bewusst Zeit bei der Realisierung der 2. Schiene verstreichen und treibt damit Pendler ins Auto. Das kann man kaum Umweltverständnis nennen.

    1. Rolf, deine Besessenheit vom angeblich von allen geförderten Radverkehr ist vollkommen irrational.

      Bergisch Gladbach hat 2022 1,80 € pro Kopf für den Radverkehr ausgegeben, Köln 2018 2,80 €. Städte, die es ernst meinen, geben schon mal 11 € (Amsterdam 2018) oder 35,60 € (Kopenhagen 2018).

      Es gibt viel zu kritisieren, wie hier zurecht der unmögliche Zustand des öffentlichen Nahverkehrs. Aber die Wut auf den Radverkehr zu richten ist total fehlgeleitet.

  10. Der Ausfall bzw. 20/40-Takt war seit mindestens 19.10. Im Schaukasten am Gleis angekündigt. Trotzdem eine Zumutung, wenn man pünktlich die Arbeit in Köln beginnen will. Wenn eben möglich daher Autofahrt. Trotz Staus pünktlicher, zuverlässiger und schneller. Danke Bahn für Deinen Beitrag zum Umweltschutz. Weg von der Schiene…

  11. Es ist für den Kunden eine unzumutbare Sache it der S 11. In Bergisch Gladbach wird Siedlung mit etlichen Wohnhäuser
    gebaut, aber man braucht ein Auto um zur Arbeit nach Köln Zu kommen. Das ist kein Zustand, Deutsche Bahn.

  12. Der Bahn mangelt es nicht nur an Personal sondern auch an Ambition, Serviceverständnis und Expertise. Anders ist das flächendeckende Drama nicht zu erklären, über das sich schon unsere leidgeplagten Nachbarn aus UK wundern, z.B.

    https://www.theguardian.com/business/2023/oct/14/its-the-same-daily-misery-germanys-terrible-trains-are-no-joke-for-a-nation-built-on-efficiency

    Nach 10 Jahren S11-Zumutung bin ich zur Überzeugung gekommen, dass diese Strecke nicht für Berufstätige nutzbar ist und auf absehbare Zeit, d.h. 5-10 Jahre, auch nicht sein wird. Die aktuelle Taktreduzierung zeigt (wieder einmal), dass die Kunden in Bergisch Gladbach keine Priorität für die Bahn haben. Aber ehrlich, wen wundert’s? Es passt zu dem Tempo, mit dem der Gleisausbau vonstattengeht – Deutschlandtempo eben.
    Der Hinweis, dass Autofahren in Bergisch Gladbach ebenfalls ein Zumutung darstellt, ist irrelevant für die schlechte Organisation bei der Bahn und bestenfalls ein Indikator für ein Systemversagen.

  13. Oh je… Und das zu der frühen Pendlerzeit, wo es am Nötigsten ist. Davon mal abgesehen, dass auf die S11 eh kein Verlass ist nun auch so etwas. Da will man etwas Gutes für die Unwelt tun und das Auto meiden. Stattdessen wird man doch ins Auto gezwungen, damit man 25 min von bergisch gladbach auf die A4 Auffahrt braucht um dort dann im Stau zu stehen. Z.t. brauch ich 50 min morgens mit dem Auto nach Köln. Egal wie man es dreht oder wendet…zum Mäusemelken.
    Und die Sache mit dem 10 Min takt lasse ich mal getrost unkommentiert.

    1. Um ehrlich zu sein: wenn die Bahnen um xx.13 und xx. 53 wirklich fahren, ist das eine gefühlte Verdoppelung der Fahrleistung in den letzten Monaten.

      So oft wie ich an der S-Bahn gestanden habe und gleich zwei auseinander folgende Bahnen nicht kamen, kann ich schon nicht mehr zählen. Es ist einfach unglaublich was sich die Bahn erlauben darf. Ein Alptraum als Fahrgast.

      Aber schön das der Zweckverband die Situation zur Kenntnis nimmt. Das hilft und schreckt sicherlich vor Wiederholungen ab. Wie wäre es denn mal mit Verhandlung mit anderen Dienstleister von Schienengebundenen Personenbeförderung. Klappt in vielen Bereichen in Nord- und Süddeutschen Räumen wunderbar. Die Bahn ist in Regionalverkehr nicht unersetzbar!

  14. >>„Um auf anderen Linien die Stabilität zu gewährleisten und damit Ausfälle für den Kunden planbar sind“ habe man sich zur Reduzierung des Taktes auf der S 11 entschieden, teilte ein Bahnsprecher auf Anfrage mit.<<

    Liebe Bahn, vielen Dank dass ihr Euch so lieb um Bergisch Gladbach kümmert. Vielleicht stellt ihr ja den Betrieb der S11 ganz ein, das würde nach dieser Logik für noch mehr Stabilität sorgen und Planbarkeit. Ich habe zb viele Jahre mit der S11 geplant und sogar versucht, mit ihr zur Arbeit zu fahren, zum Fernbahnhof oder Flughafen. Leider ist der Plan nicht aufgegangen, denn in einigen Berufen darf man nicht dauern stundenlang zu spät kommen, den Fernzug oder Flug verpassen.

    Ich fahre jetzt nur noch mit dem Auto und helfe so der Bahn, ganz stabil rüberzukommen.

    P.s: braucht man eigentlich zwei Lokführer, einen der für den Hinweg ausgebildet ist, und einen anderen für den Rückweg?

  15. Wir meiden die S11, wann immer wir können. Konzert- und Theaterbesuche fielen in den letzten 15 Jahren oft flach, weil dann, nachdem schon 2 Bahnen ausgefallen waren, die dritte mit Verspätung kam. Du darfst nicht mehr rein. Auch Flüge haben wir oft fast verpasst (wir fliegen nur alle drei Jahre mal).

    Am Freitag jedoch waren wir völlig gekniffen, da auch der Bus 435
    Ri. Hand/Dellbrück nicht kam. Wir wollten zu einem Delljazz Konzert.
    Die VRS App informiert so gut wie nie, auch in diesem Falle, du stehst, wartest – und verzichtet dann eben auf Kultur.
    Es ist auch schon passiert, dass am Hbf Köln spät am Abend die Durchsagen für die S11 nicht am Gleis 10, wo sie eigentlich fährt, aus den Lautsprechern kamen, sondern an Gleisen, von denen sie stattdessen fuhr. Leider nicht zu verstehen. Taxi nach GL ca 50,-€. Ich hatte mich so gefreut, nach der Corona-Situation wieder ein Seniorenticket zu besitzen…werde es jetzt wieder kündigen. Und viel Auto fahren. Was ein Quatsch.

    1. Vor gut zehn Jahren hatte ich noch die Faustregel: Wenn du pünktlich sein musst, nimm eine Bahn früher. Mittlerweile kann ich nur noch sagen: Wenn du pünktlich sein musst, nimm bloß nicht die Bahn.

      Das Problem ist, dass das Zentrum von Bergisch Gladbach keine Alternativen anbietet. Straßenbahn und Autobahn sind zu weit weg, und die Busse fahren durch jede kleine Seitenstraße.

      Die Stadt selbst verliert auch immer mehr an Attraktivität, angefangen von der ehemaligen Rheinberg Passage in bester Lage, die mittlerweile durch Graffiti und Vandalismus völlig heruntergekommen ist, Zukunft ungewiss. Wie will die Stadt attraktiv für Mieter der neuen Gebäude sein, ganz zu schweigen von dem geplanten neuen Stadtteil auf dem ehemaligen Zandersgelände? Vielmehr scheint es mir so, dass mittlerweile wegzieht, wer wegziehen kann.