CDU-Fraktionschef Michael Metten bei seiner Haushaltsrede im März. Foto: Thomas Merkenich

Durch die neuen Daten zu den schwindenden Einnahmen der Stadt sieht sich die Fraktion der CDU in ihrer Haltung bestätigt, dass die Stadt ihren Konsolidierungskurs verschärfen muss. Mit den personalwirtschaftlichen Maßnahmen setze die Verwaltung jetzt die vom Rat beschlossenen Leitplanken zum Haushalt um – doch seien weitere Anstrengungen notwendig.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der CDU

Mit der am 08.07.2026 im Hauptausschuss vorgelegten Mitteilungsvorlage zu den personalwirtschaftlichen Maßnahmen konkretisiert der Bürgermeister mit seinem Verwaltungsvorstand die Umsetzung zentraler Vorgaben aus dem Haushaltbeschluss des Rates. Mit dem Haushalt 2026 hat der Rat auf Vorschlag der CDU-Fraktion die politischen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Haushaltskonsolidierung gesetzt, um auf die angespannte finanzielle Lage der Stadt zu reagieren.

Die aktuelle Prognose des Kämmerers, wonach die Gewerbesteuereinnahmen voraussichtlich um rund 12 Millionen Euro geringer ausfallen als erwartet, verschärft die Situation zusätzlich. Umso mehr zeigt sich, dass der eingeschlagene Konsolidierungskurs richtig ist – auch wenn weitere Anstrengungen erforderlich sein werden.

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Eigentlich ging es im Hauptausschuss um grundsätzliche Fragen der Einsparungen im Personalbereich, doch nach einer kurzen Anfrage wurde klar: Die Wirtschaftskrise ist in Bergisch Gladbach angekommen, die Stadt muss mit noch sehr viel weniger Geld auskommen. „Eine Katastrophe“ befinden beide Lager im Stadtrat. In der Frage, wie nun noch mehr gespart werden muss, liegen sie ein Stück weit auseinander.

Zur Umsetzung des Haushaltsbeschlusses gehören insbesondere ein verbindliches Personalkostencontrolling, ein Personalkostendeckel sowie der klare Auftrag an die Verwaltung, die Personalkosten dauerhaft auf einem tragfähigen Niveau zu halten. Die nun vorgelegten Maßnahmen sind die operative Umsetzung dieses politischen Rahmens.

„Einsparungsmaßnahmen im Personalbereich sind die schwierigsten Konsolidierungsmaßnahmen, weil sie immer Menschen persönlich betreffen. Dennoch dürfen wir die Verantwortung für die finanzielle Zukunft unserer Stadt nicht aus dem Blick verlieren,“ erklärt der Fraktionsvorsitzende Dr. Michael Metten.

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Die Verwaltung setzt den Beschluss des Stadtrats um und kürzt 1,3 Millionen Euro an Sachkosten aus dem Haushalt, weitere 2,5 Millionen werden beim Personal gespart. Bei einem großen Posten spielt ihr dabei die Weltlage in die Karten, insgesamt muss sie aber gut 100 Schnitte setzen, zum Teil kleine und dennoch schmerzhafte. Unter anderem geht es um Flüchtlinge, Marketing, Jugendkultur und immer wieder die Feuerwehr.

Die Mitteilungsvorlage der Verwaltung umfasst unter anderem eine sechsmonatige Wiederbesetzungssperre bei frei werdenden Stellen, ein konsequentes Personalkostencontrolling, die Bündelung von Beförderungen, die Überprüfung befristeter Beschäftigungsverhältnisse sowie weitere Maßnahmen zur nachhaltigen Steuerung der Personalkosten.

Aus Sicht der CDU-Fraktion sind dies notwendige Instrumente, um die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt dauerhaft zu sichern.

Die Verwaltung ist nun gefordert, Aufgaben kritisch zu hinterfragen, klare Prioritäten zu setzen, Verwaltungsabläufe und Prozesse kontinuierlich zu verbessern sowie die Möglichkeiten der Digitalisierung konsequent zu nutzen. Die konkrete Ausgestaltung und Umsetzung der personalwirtschaftlichen Maßnahmen liegt dabei in ihrer Verantwortung.

Der Rat hat mit den Haushaltsbeschlüssen die finanzpolitischen Leitplanken gesetzt – innerhalb dieses Rahmens entscheidet die Verwaltung eigenverantwortlich über die geeigneten Instrumente zur Zielerreichung.

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Positiv bewertet die CDU-Fraktion, dass die Verwaltung die finanziellen und organisatorischen Auswirkungen der Maßnahmen fortlaufend evaluieren und den politischen Gremien regelmäßig berichten will. Gerade angesichts der schwierigen Haushaltslage ist Transparenz über die tatsächlichen Konsolidierungseffekte unverzichtbar.

Die kommenden Haushaltsjahre werden zeigen, ob weitere Anpassungen erforderlich sind. Die CDU-Fraktion wird diesen Prozess konstruktiv begleiten und darauf achten, dass Haushaltsdisziplin und Leistungsfähigkeit der Verwaltung gleichermaßen im Blick bleiben.

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  1. Guten Morgen,
    @Herr Marx
    besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Statt in schwierigen kommunalen Zeiten an einem Strang zu ziehen, knallt die CDU in Zusammenarbeit mit der AFD nur dazwischen. Die CDU trägt konsequent wie der Pinguin bei Uli Stein das Plakat „DAGEGEN“ vor sich her. Traurig!!!!

  2. Man kann es nicht oft genug wiederholen. Wieder einmal wird deutlich, die CDU macht keine Politik für Bergisch Gladbach. Es geht ihr nur um die Demonstration ihrer Macht in GL. Die Wahlniederlage von 2025 hat die CDU bis heute nicht verkraftet. Ihr Abstimmungverhalten ist also ein therapeutisches Mittel um die Niederlage zu verarbeiten. Dafür geht sie auch einen stillschweigend Pakt mit der AfD ein. Die “Brandmauer” der CDU ist nur ein hohes Geschwätz.