Foto: OHG

Die Rocket-Science-AG des OHG befördert einen Würfel in 260 km Höhe. Die Schüler:innen haben sich für ein Projekt des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt qualifiziert und dürfen den Würfel mit Experimenten bestücken, bevor er mit der MAPHEUS Rakete abheben wird.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Otto-Hahn-Gymnasiums

Die Rocket-Science-AG des Otto-Hahn-Gymnasiums Bensberg hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Nach wochenlanger intensiver Arbeit konnten 14 Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase und der Qualifikationsphase beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln-Wahn überzeugen.

Mit großem Engagement und technischem Geschick in Form eines selbst entwickelten 1 U Würfels – einem Experiment im Format von 10x10x10 cm – gewannen die jungen Forscherinnen und Forscher den Respekt und das Vertrauen des DLR-Teams, was die offizielle Zulassung des Würfel-Projekts für anspruchsvolle Umwelttests im Rahmen des MAPHEUS-Programms im Weltall am 24.06.2026 zur Folge hatte.

Immer montag- und freitagnachmittags widmete sich die Arbeitsgemeinschaft in den letzten Monaten in den sehr gut ausgestatteten naturwissenschaftlichen Räumen des Otto-Hahn-Gymnasiums unter Anleitung ihres Lehrers Jochen Dentler drei Stunden lang ihren
Experimenten.

Spannende Experimente

Der nur 10x10x10 cm große Würfel ist darauf ausgelegt, unter Mikrogravitation das Verhalten von Flüssigkeit zu untersuchen sowie präzise Daten zu Beschleunigung, Höhenstrahlung und Luftdruck in einer Höhe von 300 Kilometern zu erfassen. Für das Flüssigkeitsexperiment wird 1,2-Propandiol in eine Aluminium-Box gefüllt. Das Verhalten der Flüssigkeit wird durch eine Rasberry Pi Cam 3 (eine Kamera) gefilmt und aufgenommen.

Für die Datenmessung nutzt das Team Temperatur-, Beschleunigungs-, sowie Luftfeuchtigkeitssensoren. Ein Geiger-Müller-Zählrohr wurde für die Hintergrundstrahlung eingebaut, welches ionisierende Strahlungen misst (hauptsächlich Alpha- und Betastrahlung, aber auch zu kleinen Teilen Gammastrahlung). All diese Daten werden elektronisch auf SD-Karten gespeichert.

Die durch das DLR ausgesprochene Zulassung zu den Umwelttests stellte die entscheidende
Hürde auf dem Weg ins All dar, da das Experiment 2026 nun fester Bestandteil des
renommierten MAPHEUS-Projektes ist. Somit hat sich die Bewerbung der Rocket-Science-AG für die Tests mehr als gelohnt. Jochen Dentler weist zudem darauf hin, dass die beteiligten Schülerinnen und Schüler schon Projekterfahrung haben und diese nun weiter ausbauen können.

Eine Chance für junge Forscher

Ziel des zukunftsweisenden MAPHEUS (Materialphysikalische Experimente unter
Schwerelosigkeit) Höhenforschungsraketenprogramms ist es, eine flexible Plattform für
wissenschaftliche Experimente unter Schwerelosigkeit zu schaffen, an der die jungen
Forscherinnen und Forscher nun aktiv mitwirken. Der geplante Raketenstart ist für den Herbst 2026 terminiert. Die Raketen starten vom ESRANGE Space Center bei Kiruna in Nordschweden.

Für die Rocket-Science-AG heißt es nun keinesfalls zu pausieren. Jetzt setzt die AG ihre Arbeit mit dem bewährten Eifer fort, um durch weiteres Tüfteln und Planen die perfekte Vorbereitung für ihre Mission ins All zu gewährleisten.

Der Startschuss hat nun begonnen!

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