Mit einem klaren Bekenntnis für die uneingeschränkte Beibehaltung des regionalen Grünzugs in Lückerath schaltet sich der Bergische Naturschutzverein in die Diskussion um eine mögliche Bebauung der Lenawiese durch einen Kindergarten ein.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des (Rheinisch)-Bergischen Naturschutzvereins

„Ob Kita, Kindergarten oder sonstige Form einer baulichen Nutzung – die Lenawiese ist ein ökologisch hochwertiger Bestandteil des Grünzugs zwischen Gierather Wald / Schluchterheide und dem Naturschutzgebiet Grube Cox“, erklärt der RBN-Vorsitzende Mark vom Hofe, Vorsitzender des (Rheinisch)-Bergische Naturschutzverein (RBN)

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Der Verein habe sich, als das Hochregallager der Firma Krüger vor etlichen Jahren genehmigt wurde, entschieden dafür ausgesprochen, den Lückerather Wald/Neuborner Weiher aus ökologischen und klimatischen Gründen keiner weiteren Nutzung zuzuführen. Die Bezirksregierung trug dem Anliegen letztlich Rechnung und entschied, als so genannten „By Pass“ den Lückerather Anger anlegen zu lassen und damit die Freifläche im dicht besiedelten Bereich beizubehalten.

Der in West-Ost-Richtung gelegene Korridor dient dem Luftaustausch, trägt dazu bei, die Temperatur in Hitzeperioden zu senken und fördert aufgrund einer extensiven Nutzung zur Stärkung der Artenvielfalt bei. Diese Ziele seien in Gefahr, wenn eine zusätzliche großflächige Bebauung auf einer im erst kürzlich aufgelegten Flächennutzungsplan als „Grünfläche“ dargestellt ist.

„Bei der Diskussion um den neuen Flächennutzungsplan ist die Lenawiese ausdrücklich aus einer baulichen Nutzung ausgeschlossen worden – welchen Sinn hat der F-Plan, der 25 bis 30 Jahre gelten soll, noch, wenn ständig Änderungen vorgenommen werden wie bei der Feuerwache Süd, die genauso wenig im Plan steht wie der Wasserstoff-Mobilhof am Bockenberg?“

Der RBN-Vorsitzende verweist insonderheit darauf, dass der Verein, als er zur seiner Haltung zu einer Bebauung des Carpark-Geländes für eine Kita trotz der Nähe zum Naturschutzgebiet Grube Cox gefragt wurde, keine grundsätzlichen Bedenken geäußert habe. Deshalb erstaune umso mehr, jetzt auf engstem Raum in einem sensiblen Bereich sich gleich zwei Bauvorhaben gegenüber zu sehen. „Carpark ja, Lenawiese nein!“

Im Beteiligungsverfahren zum Entwurf des Landschaftsplans Südkreis, den die Kreisverwaltung vorgelegt hatte, hat der RBN sich nachdrücklich für die Ausweisung des Lerbacher Walds als Naturschutzgebiet ausgesprochen.

„Nachdem die Stadt Bergisch Gladbach den Lerbacher Wald erworben hat, ist es überfällig, das Gebiet zwischen der Grube Cox und dem Naturschutzgebiet Hardt, das im Besitz des Landes NRW ist, gleichfalls unter Naturschutz zu stellen. Von der Wertigkeit her gibt es da, was die Waldgesellschaften und die Feucht- und Bachgebiete angeht, keine Unterschiede“, betont der RBN-Vorsitzende.

Gleichfalls müsse dieses Naturschutzgebiet in Verbindung und Ergänzung mit dem westlich gelegenen Naturschutzgebiet Gierather Wald / Schluchterheide gesehen werden. Um genau diese Verbindung sicher zu stellen, müsse der Korridor unter einen gesonderten Schutz gestellt werden – noch dazu, wo diese Flächen der öffentlichen Hand gehörten und damit das öffentliche Bedürfnis, den Klimaschutz zu befördern, umgesetzt werden könnte.

Der (Rheinisch-) Bergische Naturschutzverein ist seit 1975 die Stimme des Naturschutzes im Bergischen Land. Ursprünglich entstanden aus einer Bürgerinitiative engagieren sich Ehrenamtler quer durch das Bergische Land für den Schutz von Natur und Landschaft. Kontakt: info@bergischer-naturschutzverein.de

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