Foto: Habitat for Humanity

Seit 2022 vermittelt Habitat for Humanity Deutschland erfolgreich Wohnraum an Geflüchtete im Rheinisch-Bergischen Kreis. 537 Personen konnten bislang in eigene Wohnungen ziehen, 171 Mietverträge wurden abgeschlossen. Das Projekt fördert Integration und entlastet die Kommunen – weiterhin werden Vermieterinnen und Vermieter gesucht.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung von Habitat for Humanity.

Seit nunmehr drei Jahren vermittelt die Hilfsorganisation Habitat for Humanity Deutschland im Rahmen des Hilfsprojekts Wohnungsvermittlung geflüchtete Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis in ein sicheres Zuhause. Ziel des Projektes ist es, Menschen in privaten Wohnungen unterzubringen.

Habitat for Humanity rief das Projekt als Reaktion auf den Ausbruch des Krieges in der Ukraine und der damit einhergehenden Fluchtbewegung nach Deutschland im März 2022 ins Leben. Erster Kooperationspartner war die Stadt Overath. Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit konnten bereits 70 Mietverträge für Geflüchtete in Overath abgeschlossen werden.

Nach dem Start in Overath nahm das Projekt im September 2022 die Aktivitäten auch in Bergisch Gladbach auf. Mittlerweile ist die Wohnungsvermittlung außerdem in Kürten, Rösrath und Odenthal aktiv.

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Kriegsvertriebene mit einer eigenen Wohnung versorgen: Das gehört nach wie vor zu den drängenden Aufgaben in der Flüchtlingshilfe. Seit kurzem unterstützt die Organisation Habitat for Humanity Deutschland e.V. die Stadt Bergisch Gladbach bei der Vermittlung von eigenen vier Wänden. Was der Verein genau macht, und warum die Aufgabe nicht einfach ist, erklärt Koordinatorin Annette Klaas.

Das Projekt begann aufgrund des akuten Bedarfs mit dem Fokus auf die Zielgruppe Geflüchtete aus der Ukraine, ist aber mittlerweile für Geflüchtete aus allen Herkunftsländern geöffnet. In den drei Projektjahren konnten im Kreis insgesamt bereits 537 Personen in eigenen Wohnraum vermittelt werden. Dafür wurden 171 Mietverträge abgeschlossen.

Projekt entlastet die Kommunen bei der Unterbringung und fördert Integration

Noch immer leben im Kreis viele Geflüchtete in städtischen Unterkünften. Für die Kommunen ist die Unterbringung eine anhaltende Herausforderung. Hier unterstützt das Projekt konkret.

„Die Stadtverwaltung Overath freut sich über den erfolgreichen Start des Projekts in Overath, das nun bereits seit drei Jahren hervorragend funktioniert. Die Vermittlung in privaten Wohnraum hat sich als wirkungsvolles Instrument zur Förderung der Integration erwiesen und trägt gleichzeitig zur Entlastung der kommunalen Ressourcen bei“, erklärt Jörg Schiefer, Leiter des Amts für Öffentliche Sicherheit und Soziales der Stadt Overath. „Wir danken allen Beteiligten für die bisherige Zusammenarbeit und freuen uns auf eine weiterhin erfolgreiche Kooperation.“

Das Zusammenleben auf beengtem Wohnraum ist ein Hindernis für die Integration. Auch hierbei unterstützt das Projekt die Geflüchteten. „Durch die Wohnungsvermittlung konnten wir vielen Menschen helfen. Eine eigene Wohnung ist eine Grundvoraussetzung für gelungene Integration“, erklärt Gereon Fischer, Vorstand von Habitat for Humanity Deutschland. „Die Nachfrage nach Wohnraum ist weiterhin hoch, und wir hoffen, dass sich noch mehr Vermieter:innen unserer Initiative anschließen.“

Weiterhin Wohnraum gesucht

Habitat for Humanity Deutschland ruft Vermieter:innen im Rheinisch-Bergischen Kreis dazu auf, sich dem Projekt anzuschließen. Das Projektteam übernimmt den Vermittlungsprozess bis zur Vertragsunterzeichnung. Die Mietzahlungen übernehmen die zuständigen Behörden. Wer eine Wohnung zu vermieten hat, kann sich zur Beratung direkt per Telefon unter 0221 579595-27 oder per Mail an team-rbek@habitatforhumanity.de melden.

Die Hilfsorganisation Habitat for Humanity Deutschland e.V. ist seit 1998 ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit Sitz in Köln und Teil eines globalen Netzwerkes, das sich in mehr als 70 Ländern weltweit für das Recht auf ein sicheres Dach über dem Kopf einsetzt. Habitat for Humanity Deutschland ist Mitglied im Bündnis Aktion Deutschland Hilft und trägt das Zertifikat für verantwortliche Mittelverwendung und geprüfte Transparenz des Deutschen Spendenrates.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. .Das Projektteam übernimmt den Vermittlungsprozess bis zur Vertragsunterzeichnung. Die Mietzahlungen übernehmen die zuständigen Behörden.

    — wer wünscht sich da nicht integriert zu werden?
    ein Hohn für alle Suchenden!!
    für Menschen, in diesem Land geborene, die es aus den unterschiedlichsten Gründen auch schwer haben und von niemand! unterstüzt werden, geschweige die Wohnung auch noch bezahlt wird.

    Wohin bitte kann ich flüchten?

    verzweifelt
    friedvolle Grüße

    1. Hallo Mia, das sehe ich ähnlich wie Sie.
      Bei ALGII-Empfängern und GruSi-Empfängern wird genau diese Form der Mietzahlung direkt vom Jobcenter oder Sozialamt an den Vermieter nicht durchgeführt. Somit laufen die Vermieter der zustehenden Miete zum Teil hinterher. Warum das bei dem Personenkreis der durch den Verein Vermittelten möglich ist ansonsten aber nicht ist mir nicht erklärbar. Und macht es der einen Gruppe leichter Wohnraum zu finden als der anderen.
      Die Wohnungsvermittlung (nur für Geflüchtete) an einen Verein zu übertragen statt als Kommune selbst diese Aufgabe und dieses Angebot über das Sozialamt selbst und für alle Hilfebedürftigen zu erfüllen ist ungerecht und führt zu Unmut.

      1. “macht es der einen Gruppe leichter Wohnraum zu finden als der anderen”

        Versuchen Sie mal eine Wohnung zu finden, wenn Sie Anfangs noch nicht einmal in der Lage sind, Vermietungsanzeigen und Mietverträge in einer fremden Sprache zu lesen und zu verstehen / begreifen und zu wissen, wo Sie sich überall zu Melden haben (Einwohnermeldeamt, bei der Job/Arbeitsvermittlung etc.).
        Außerdem entstehen für die Geflüchteten auch Unkosten, solange Sie in einer Unterkunft wohnen.
        Möchten Sie nicht auch, dass die Geflüchteten sobald wie möglich in die Lage versetzt werden, auf eigenen Beinen stehen zu können?
        Unglaublich Ihre Kommentare.

      2. Ich kann dem Artiekl nicht entnehmen, dass das Jobcenter die Mietzahlung entgegen der üblichen Art direkt an den Vermieter überweist.
        Im Übrigen läuft ein Vermieter auch bei direkter Zahlweise Jobcenter an Vermieter dem Geld hinterher, wenn der Hilfeempfänger es aus Sicht des Jobcenters an der nötigen Mitwirkung mangeln lässt.
        Eine garantierte, feste Einnahme ist das also auch nicht. Wie bei jedem anderen Mieter ohne Jobcenter-Leistungen, dem man nur vor die Stirn guckt…

      3. „Und macht es der einen Gruppe leichter Wohnraum zu finden als der anderen.“

        Das sehe ich eher so, dass eine Gruppe, die es sonst deutlich schwerer hat, Wohnraum zu finden, dabei unterstützt wird. Es ist also im Grunde keine Besserstellung, sondern ein Nachteilsausgleich.

    2. “Wohin bitte kann ich flüchten?”
      Zumindest in jedem andere EU-Land können Sie Bürger werden, Wohnung suchen/finden und sich auf dem Arbeitsmarkt integrieren lassen.