Symbolfoto: Redaktion

Grundschulkinder in Moitzfeld und Herkenrath sollen künftig Linien- statt Schulbusse nutzen. Knapp 100.000 Euro spart die Stadt Bergisch Gladbach so pro Jahr ein, und führt weitere Argumente an. Die Eltern kritisieren die kurzfristige Entscheidung der Stadt und sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder. Die CDU-Fraktion fordert mit einem Dringlichkeitsantrag den Erhalt der Schulbusse.

Die Stadt Bergisch Gladbach hat kurzfristig angekündigt, Schulbusse zu den Grundschulen Herkenrath und Moitzfeld ab dem kommenden Schuljahr einzustellen. In einem Schreiben, das auf den 7. Juli datiert ist, richtet sich die Stadt an die Eltern der Kinder, die die GGS Moitzfeld und die GGS Herkenrath besuchen und den sogenannten Schülerspezialverkehr nutzen. Dieser wird demnach zum 31. Juli eingestellt. 

Alternativ können die betroffenen Kinder künftig den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) nutzen – konkret die Buslinie 453 nach Herkenrath und die Linie 421 nach Moitzfeld. Dafür benötigen die Schüler:innen ein Deutschlandticket Schule, das die Eltern über die Schule beim Verkehrsunternehmen Wupsi beantragen müssen. 

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Das Deutschlandticket Schule kostet derzeit 43 Euro pro Monat. Freifahrtberechtigte Schüler:innen erhalten es vergünstigt für 14 Euro monatlich – so hoch ist aktuell der gesetzliche Eigenanteil. Für ein weiteres freifahrtberechtigtes Geschwisterkind reduziert er sich auf 7 Euro, jedes weitere zahlt keinen Eigenanteil. Als freifahrtberechtigt gelten Grundschüler:innen, wenn der kürzeste Fußweg zur nächstgelegenen Schule mehr als zwei Kilometer beträgt. 

Eltern kritisieren kurzfristige Entscheidung

Eltern der betroffenen Schüler:innen sind empört über diese Entscheidung. Zum einen kritisieren sie die Kurzfristigkeit und die unzureichende Begründung: „Kurz vor den Sommerferien wird uns die Bürokratie vor die Füße geworfen. Wer ein Ticket will, darf jetzt Anträge ausfüllen, Stempel in Schulsekretariaten nachjagen und Eigenanteile berechnen“, sagt ein Vater gegenüber dem Bürgerportal. 

Auch die Kosten kritisiert der Vater: Während der Schulbus für freifahrtberechtigte Kinder bisher komplett kostenfrei gewesen sei, „wälzt die Stadt nun trotz Freifahrtberechtigung die Kosten auf die Eltern ab“.

Petition gestartet

Vor allem aber sorgen sich viele Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder, wenn diese einen regulären Linienbus nutzen. Sie haben eine Petition für einen „sicheren und verlässlichen Schulweg unserer jüngsten Kinder“ gestartet und fordern darin den Erhalt der bisherigen Schulbusse. 

„Die Kinder sollen künftig überfüllte Linienbusse nutzen, Familien müssen zusätzliche Kosten tragen und es besteht die Gefahr, dass Schülerinnen und Schüler verspätet zum Unterricht kommen“, heißt es in der Begründung der Petition. Mit der geplanten Streichung würden die Folgen von Sparmaßnahmen auf Familien und Grundschulkinder verlagert. 

Mehr Elterntaxis befürchtet

Die einzige „reale Alternative für viele Familien“ werde das Auto sein, wenn Eltern ihre Kinder aus Sicherheitsgründen nicht allein in den Linienbus setzen wollen, glaubt der Vater.  Das führe zu noch mehr Verkehrschaos und Elterntaxis vor den Grundschulen. „Genau das sollte ja eigentlich vermieden werden.“

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Um das hohe Aufkommen von Elterntaxis rund um die Grundschulen in Hand einzudämmen, hat die Stadt drei Schulstraßen eingerichtet. Autos dürfen in den Bring- und Abholzeiten nur mit Ausnahmegenehmigung einfahren. Einige Eltern halten sich allerdings nicht daran und ignorieren das Verbot, wie ein Besuch vor Ort zeigt.

„Aus unserer Sicht geht es dabei nicht nur um einen Bus, sondern um die Frage, welchen Stellenwert die sichere und verlässliche Beförderung von Grundschulkindern im ländlich geprägten Stadtgebiet hat“, betont ein Vater gegenüber dem Bürgerportal. Viele Familien könnten die Entscheidung der Stadt nicht nachvollziehen – auch, weil sie ohne  Dialog mit den Betroffenen getroffen worden sei.

60 Kinder sind betroffen

Ihre Entscheidung begründet die Stadt mit veränderten Rahmenbedingungen: Demnach wurden die Schulbusse ursprünglich eingerichtet, weil es dort keine Buslinien des ÖPNV gab. Mittlerweile stünden aber zwei öffentliche Buslinien (453 und 421) zur Verfügung.

Gemäß NRW-Schulgesetz ist der Schulträger (also die Stadt) verpflichtet, die Kosten für die „wirtschaftlichste Beförderung“ zur Schule und zurück zu erstatten. Das sei in der Regel die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, „sie hat grundsätzlich Vorrang vor den anderen Beförderungsarten“. 

Und somit erstattet die Stadt Kindern, deren Schulweg weiter als zwei Kilometer pro Strecke beträgt, das Deutschlandticket Schule – bis auf den gesetzlich vorgegeben Eigenanteil (siehe oben).

Auf Nachfrage erklärt die Stadt, dass durch die Einstellung des „Schülerspezialverkehrs“ im Jahr rund 96.000 Euro eingespart werden – auch deshalb, weil die Nutzung der eigens eingesetzten Schulbusse für die Familien kostenfrei war. Dadurch sei eine „Ungleichbehandlung“ der Familien im Stadtgebiet entstanden. Ein solcher Schülerspezialverkehr werde ausschließlich für die Grundschulen Herkenrath und Moitzfeld angeboten. Laut Stadt wird er von etwa 60 Kindern genutzt. 

CDU fordert Fortführung

Die CDU-Fraktion im Stadtrat fordert mit einem Dringlichkeitsantrag für die Ratssitzung am Dienstag (14. Juli) den Erhalt des Schülerspezialverkehrs. Sie kritisiert, „dass weder der zuständige Fachausschuss noch der Rat über diesen Schritt beraten haben“ und die betroffenen Familien so kurzfristig darüber informiert wurden.

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Die Fraktion der CDU kritisiert eine Entscheidung der Verwaltung, den Schülerspezialverkehr in Herkenrath und Moitzfeld nach den Ferien einzustellen. Die Busse seien für die Sicherheit der Grundschüler notwendig, eine Einstellung würde das Problem der Eltern-Taxis verschärfen. Daher legt die CDU dem Stadtrat einen Dringlichkeitsantrag vor.

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Die CDU sorgt sich um die Sicherheit der Grundschulkinder und befürchtet eine Zunahme des Verkehrs durch Elterntaxis. Sie fordert die Verwaltung auf, den Schülerspezialverkehr für das kommenden Schuljahr sicherzustellen. Sollte eine Ausschreibung zeitlich nicht bis zum Schulbeginn möglich sein, müsse der bestehende Vertrag übergangsweise verlängert werden. 


Dokumentation

Das Schreiben der Schulverwaltung an die Erziehungsberechtigen der Kinder die den Schülerspezialverkehr an der GGS Herkenrath und GGS Moitzfeld nutzen 

Information zur Einstellung des Schülerspezialverkehrs und Beantragung des Deutschlandticket Schule 

Liebe Erziehungsberechtigte, 

Ihr Kind besucht im kommenden Schuljahr 2026/2027 die GGS Herkenrath oder die GGS Moitzfeld und nutzt derzeit den Schülerspezialverkehr. 

Die Stadt Bergisch Gladbach möchte Sie darüber informieren, dass der Schülerspezialver-kehr zum 31.07.2026 eingestellt wird. Ihr Kind kann künftig alternativ den angebotenen öf-fentlichen Nahverkehr (ÖPNV) nutzen. 

Für die Fahrt zur Gemeinschaftsgrundschule Herkenrath kann nachfolgende Busverbindung genutzt werden: 

Linie 453 Bergisch Gladbach S – Herkenrath- Grünenbäumchen/Oberkühlheim 

Für die Fahrt zur Gemeinschaftsgrundschule Moitzfeld kann nachfolgende Busverbindung genutzt werden: 

Linie 421 Bensberg – Techno Park – Immekeppel – Lindlar 

Sie können die Fahrpläne der o.g. Linien unter https://www.vrs.de abrufen. 

Damit Ihr Kind den öffentlichen Nahverkehr ab dem neuen Schuljahr 2026/2027 nutzen kann, ist die Beantragung eines Deutschlandtickets Schule über Ihre Schule erforderlich. 

Das Deutschlandticket Schule für Grundschülerinnen und Grundschüler kann ausschließlich bei den Verkehrsunternehmen Wupsi erworben werden. 

Preis des Deutschlandticket Schule 

Der Preis für das Schuljahr 2026/2027 beträgt derzeitig 43,00 EUR monatlich. 

Für freifahrtberechtigte Schüler*innen im Sinne der Schülerfahrkostenverordnung des Lan-des Nordrhein-Westfalen (SchfkVO) in der jeweils geltenden Fassung werden die Kosten für das Deutschlandticket vom Schulträger übernommen. Allerdings ist gemäß den gesetzlichen Vorgaben einen monatlichen Eigenanteil zu leisten. Dieser beträgt: 

  • 14,00 Euro monatlich für das 1. freifahrtberechtigte Kind, 
  • 7,00 Euro monatlich für das 2. freifahrtberechtigte Kind und 
  • 0,00 Euro monatlich für jedes weitere freifahrtberechtigte Kind. 

Voraussetzungen für die Freifahrtberechtigung 

Eine Freifahrtberechtigung liegt vor, wenn der kürzeste Fußweg vom Hauptwohnsitz zur nächstgelegenen Schule der gewählten Schulform 

  • mehr als 2,0 km für die Klassen 1 – 4 

beträgt. 

Maßgeblich ist dabei nicht der tatsächliche Fußweg, sondern der kürzeste Fußweg zur nächstgelegenen Schule der gewählten Schulform (Gemeinschaftsgrundschule, Evangeli-sche Grundschule, Katholische Grundschule), die besucht werden könnte. Diese muss sich nicht zwingend im Stadtgebiet von Bergisch Gladbach befinden. 

Eine Freifahrtberechtigung in Bergisch Gladbach besteht grundsätzlich nur für Schulen in der Trägerschaft der Stadt Bergisch Gladbach. Für andere Schulen wenden Sie sich bitte an den jeweils zuständigen Schulträger. 

Bestellung 

Bestellformulare für das Deutschlandticket Schule erhalten Sie 

  • in den Schulsekretariaten, 
  • im Wupsi-Kundencenter am Busbahnhof Bergisch Gladbach-Stadtmitte, 
  • bei GL-mobil am Busbahnhof Bensberg, 
  • auf der städtischen Homepage 
  • direkt beim Verkehrsunternehmen. 

Das Bestellformular muss auf jeden Fall über die Schule eingereicht werden und mit einem Schulstempel versehen sein. Von dort wird es über die städtische Schulverwaltung an das zuständige Verkehrsunternehmen weitergeleitet. Das Vorliegen einer Freifahrtberechtigung wird durch die Schulverwaltung geprüft. 

Mit freundlichen Grüßen 

Ihre Schulverwaltung 

ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

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  1. Wenn die Bushaltestelle in der Nähe liegt, scheint mir die Fahrt mit dem Linienbus (ohne Umstiege) machbar. Aber das gilt nicht für alle Kinder. Was machen diejenigen, die in Steinacker, der Terrassenstadt, Groß/ Klein Hohn oder im Volbachtal wohnen? Sollte die Stadt dafür sorgen, dass zumindest dort ein Kleinbus bzw. Sammeltaxi fährt? Und ja, das gilt genauso für andere entlegene Stadtteile ohne Buslinie, z.B. Kalmünten.

    1. Möglicherweise könnte die Stadt in den von Ihnen genannten Siedlungen dafür sorgen, es wäre aber eine freiwillige Leistung. Der Schulträger hat keine Beförderungspflicht, sondern lediglich eine Pflicht zur Kostentragung.

  2. Um es vorwegzunehmen, ich bin weder Betroffener noch kenne ich jemanden, der betroffen ist. Aber ich finde es ärmlich so manchen Kommentar hier zu lesen. Das Wehklagen mancher Sprachrohre hier in den Kommentaren wird groß sein, wenn wirklich mal ein Kind an- oder überfahren wird.
    Erst- oder Zweitklässler zu Fuß oder mit dem Rad, mit einem Linienbus, der nicht auf Beginn- oder Schlußzeiten der Schulen Rücksicht nimmt, loszuschicken, und das dann vielleicht noch im Dunkeln finde ich in der heutigen Zeit wo alles abgesichert wird, grenzwertig. Viel schnellere Fahrzeuge, Ablenkung durchs Handy oder das unübersichtliche Infotainment im Auto machen es sehr gefährlich für kleine Kinder, die Geschwindigkeiten noch schlecht abschätzen können. Natürlich kostet es Geld, aber ich denke, einen Eigenanteil wird keiner der betroffenen Eltern verwehren, vielleicht 20€ im Monat, das verschmerzt so gut wie jeder. Das sind 2 Eisbechr oder 2 Dönerteller. Und die Stadt sollte vielleicht bei anderem sparen, nicht bei unseren Kleinsten.

  3. Von Moitzfeld Mitte zum Gymnasium Herkenrath sind es 3,3 km mit dem Fahrrad. Im Rahmen von Förderung der Selbständigkeit, Gesundheit und Ausgeglichenheit der Kinder vor wie nach der Schule sollte doch das Fahrrad eine erstklassige Busalternative sein. Nach ein wenig Übung werden auch weniger trainierte und ungeübte Kinder in 15 Minuten zu Hause bzw. in der Schule sein. – Das schließt ja nicht aus, bei wirklich schlechtem Wetter mal auf den Bus auszuweichen. Die meisten Kinder werden die gewonnene Freiheit und Selbständigkeit aber bald zu schätzen wissen und nur noch im Notfall auf Bus- und Elternalternativen ausweichen.

    1. Es geht um den Grundschulbus. Den dürfen Kinder der weiterführenden Schule eh nicht benutzen. Meine Tochter kommt in die erste Klasse unser Schulweg (es ist die nächste Schule) ist über 5km lang durch einen Wald, durch eine viel befahrene 70er Zone über viele unübersichtliche Straßenabschnitte und das im Berufsverkehr…das ist nicht zumutbar mit dem Rad (den Fahrradpass machen sie erst in der 4. Klasse)…
      Ich verstehe hier die Aufregung einiger Menschen nicht…es betrifft sie nicht mal und die Kosten hat keiner bisher persönlich “gespürt”…
      Ebenso ist es nicht zumutbar Kinder die gerade 6 geworden sind lange Zeit unbeaufsichtigt an einer chaotischen Straße alleine warten zu lassen. Das hat nichts mit Erziehung zu tun oder mit Förderung der Selbstständigkeit.

    2. Sei schlau und lese Artikel. Dann würdest du verstehen, dass es sich hier um GRUNDSCHÜLER handelt.

  4. Absolut nachvollziehbar und ok.
    Was ist daran schlimm, wenn die Kinder den regulären Linienbus nehmen sollen.
    Ich bin bisher sogar davon ausgegangen, das Schulbusse nur dort fahren wo es keine Linienbusse gibt.

  5. Wir bzw. unsere jüngste Tochter ist direkt betroffen. Es geht dabei weniger um Kosten einer Alternative per ÖPNV, sondern um die Gefahren des Weges.

    Die Haltestelle Grube Weiß liegt weiter entfernt von der GGS Moritzfeld. Die Kinder müssen entlang einer Landstraße (Tempo 70) und diese auch überqueren. Zudem führt sie ihr Weg (Abkürzung) durch eine dunkle, verwinkelte Wohngegend. Hier wären die Kinder zusätzlichen Gefahren ausgesetzt.

    Würde die Linie 421 in Moitzfeld ander Kirche halten, wäre das für uns fein. Kinder aus abgelegeneren Gebieten (Steinacker, Terrassenstadt) jedoch nicht.

    1. Der Vergleich hingt. Mein Kind muss zu Fuß ebenfalls über diese vielbefahrende Straße und den Rest des Weges gehen.
      Viel schlimmer ist die Gefahrenstelle Tankstelle an der es immer wieder zu (Beinnah)unfällen kommt – trotzdem ist das der einzige mögliche Schulweg aus der Siedling raus.
      Da steht morgens dann auch ein Polizist und passt auf. Und von dort ist der Weg wirklich nicht weit oder gefährlich. Und der “Umweg” zb über den Kirchweg kostet grad mal 3min mehr Zeit.
      Andere Kinder müssen und gehen diesen Weg also schon seit Jahren.
      Ein junges Kind in einen Linienbus zu setzen halte ich da für weitaus kritischer als den Weg von Bushaltestelle zu Schule, den viele Kinder jeden Tag meistern.

  6. Sehr traurig, dass an der Sparschraube da gedreht wird, wo es kleine Kinder betrifft. Es geht hier bei den meisten Kindern, die den Schulbus nutzen, sicher nicht um Schulwege, die zu Fuß in 15 Minuten machbar sind.

    Kleine Kinder im Alter ab 5 Jahren alleine mit Linienbussen fahren zu lassen finde ich fahrlässig. Man versteckt sich hinter der Landesgesetzgebung und “wir müssen sparen”.

    Ich kann mir vorstellen, dass die zukünftige Situation gerade für jüngere Grundschulkinder sehr schwierig ist. Darauf achten, dass man den Bus nicht verpasst, volle Busse, in den richtigen Bus einsteigen, an der richtigen Haltestelle aussteigen usw.

    Für so viele Ausgaben ist in der Stadt Geld da, Machbarkeitsstudien hier und da, die Zandersplanung usw. Bei den Kleinen sind schon 100.000 im Jahr zu viel.

    Vielleicht könnte man für den Einsatz des Schulbusses eine Selbstbeteiligung vergleichbar mit den Höhen der normalen Selbstbeteiligungen für Schülerfahrkarten einrichten, das würde die Summe schon etwas reduzieren. Ich könnte mir nicht vorstellen, mein Grundschulkind eigenverantwortlich mit Linienbussen zur Schule zu schicken.

  7. Wenn man nicht betroffen ist, wird das einem sicher nicht zum Problem.

    Streicht doch, sagt Ihr.

    Stopft die Kinder in den vollen Bus und wenn sie danach noch – auch im dunkelen Winter – an der Friedrich-Ebert-Str. entlang oder durch einsame Straßen müssen, dann ist das ok, haben wir damals auch geschafft.

    Auf der Kreuzung bei der Shell Tankstelle gab es schon viele Unfälle. Auf einer Seite steht daher auch morgens ein Polizist. Eigentlich auch ziemlich teuer. Sollte der dann vielleicht auch lieber gestrichen werden?

    Bei den Schulgebäuden und Lehrern kann man leider nicht mehr viel sparen, aber wenn die Kinder weiter eklige, uralte Toillettenräume nutzen und wiederholt Lehrer an andere Schulen abgezogen werden, dann haben sie doch wenigstens einen Sparbeitrag geleistet, oder?

    Die Kinder, die jetzt den Schulbus gestrichen bekommen sind übrigens genau die, die damals in der Pandemie immer wieder monatelang zu Hause blieben. Für die Entlastung des Gesundheitssystem.

    Jaja, ich bin emotional, aber vielleicht haben die Kommentatoren ja noch hilfreiche Tipps, wie wir an diesen Kindern sparen können.

    1. @Helikopter

      Ich kann gut nachvollziehen, dass das Thema emotional ist – gerade wenn die eigenen Kinder betroffen sind.

      Gleichzeitig finde ich es schwierig, dass der Beitrag hier anonym unter “Helikopter” geschrieben wurde. So ist ein offener und konstruktiver Austausch leider nicht ganz einfach.

      Außerdem habe ich den Eindruck, dass hier verschiedene Themen miteinander vermischt werden: die Schulbusregelung, Verkehrssicherheit, die Toiletten an der Schule, Lehrerversetzungen und die Erfahrungen aus der Pandemie. Das sind alles wichtige Punkte, die aber jeweils eigene Diskussionen verdienen.

      Ich glaube, wir kommen am ehesten weiter, wenn wir uns auf das konkrete Thema konzentrieren und gemeinsam nach Lösungen suchen, statt unterschiedliche Probleme miteinander zu verknüpfen. So fällt es auch leichter, die eigentlichen Anliegen ernst zu nehmen.

    2. Der Hinweis auf die verdreckten Toiletten ist fehl am Platz: Die Verantwortung für die Sauereien trägt nicht die Stadtverwaltung, sondern die Eltern der Kinder! Sie haben ihren Blagen den Respekt vor fremden Eigentum nicht beigebracht!

      Die „Stadt“ und damit alle Steuerzahlende verantwortlich zu machen, ist unverschämt.

      1. So alt, wie die Toiletten sind, könnten auch gut noch die heutigen Steuerzahler für den Geruch verantwortlich sein. Sie riechen auch frisch gereinigt noch übel.

        Und nicht alle Kinder sind Blagen und verdienen solche Toiletten.

    3. Hallo Helikopter,
      es gibt auch andere Kinder, die einen weiten Weg zur Schule haben. Wie geschrieben, die Kinder z.B. aus Gierath, aber auch aus Romaney und aus Herrenstrunden. Sie bzw die Familien schaffen es auch, ohne Schulbus den Weg in die Grundschule und weiterführende Schule.
      Was die Toiletten angeht: unschön, da alt. Aber das heißt nicht, dass sie eklig sein müssen. Das liegt an den Nutzern, also den Kindern selbst. Und an der Erziehung im Elternhaus.
      Ihre Aussage zur Pandemie ist für mich nicht nachvollziehbar. Die heutigen Grundschulkinder waren doch in der Pandemiezeit im Kindergarten. Dort gab es kaum Schließungen, wenn überhaupt mal einzelne Tage.

      Und wenn es nun auch bitter ist: auf die nachfolgenden Generationen werden noch viele bittere Einschränkungen aufgrund nicht mehr bestehender finanzieller Mittel zukommen. Außer wir (die Generation der Großeltern und Eltern) sind bereit auf viele Annehmlichkeiten für uns zu verzichten.

      1. Es geht hier um Grundschüler im Alter von 6-9 Jahren. Ein großer Teil dieser Kinder wird mit dem Auto gebracht. Daher sind schon sogenannte Elterntaxi-Verbotszonen um die Schule in Moritzfeld in Diskussion.
        Ich bin als Kind den Weg in die Schule gegangen. Damals waren Kinder gern gesehen und jeder hat ihnen geholfen.

        Betrachtet man so manchen Beitrag hier, können die Kinder heute da nicht mehr auf viel hoffen. Teilweise wird auch mit einer Aggression geschrieben, die schon fast einen Gefährder klassifiziert und wo ich auch nicht möchte, dass mein Kind so einem Menschen begegnen muss.

  8. Da sieht man mal, wie naiv ich bin (war).
    Ich bin doch tatsächlich dem Irrglauben aufgesessen, dass Schulbusse nur dort verkehren, wo es keine Linienbusverbindungen gibt. Tja, wieder was gelehrnt.

  9. @Simon Bongers
    Hallo, ich habe mal Ihren Namen gegoogelt und bin auf folgenden (Leit)satz Ihrer Firma gestoßen: CHANGE TUT WEH. STILLSTAND MEHR
    Ich finde, passender kann man das Thema um den Wegfall der Schulbusse nicht zusammenfassen.

    1. Ein exzellentes Zitat! Gerne füge ich die entscheidende fachliche Komponente hinzu: Professioneller Wandel optimiert Prozesse. Er streicht keine Kerninfrastruktur für Erstklässler, um Haushaltslöcher zu stopfen. Das eine ist strategische Weiterentwicklung, das andere schlichte Mangelverwaltung.

      Die sachliche Frage bleibt ohnehin unberührt von Firmenphilosophien: Erhöht das Streichen von Schulbussen ohne kluge Verkehrsanpassung der bestehenden Infrastruktur die Sicherheit auf dem Schulweg oder nicht?

      Es ist ein zu kurz gedachter Versuch, ein handwerklich nicht ausgereiftes Sparprogramm zu rechtfertigen.

      1. Die Kerninfrastruktur wird nicht gestrichen. Sie ist mittlerweile redundant vorhanden. Deshalb wird die teurere Parallelstruktur gestrichen und die kostengünstigere behalten – und genau das fordert das Schulgesetz. Die Stadt wird nicht um Ihres Komforts willen gegen das Gesetz handeln.

    2. Ich würde gerne mal alle Befürworter dieser Maßnahme morgens in Moitzfeld oder Herkenrath an der Kreuzung stehen sehen um mal zu erfahren, was ein sicherer Schulweg ist. Genau so verhält es sich mit den völlig überfüllten Linienbussen am Morgen.
      Als jemand, welcher absolut keine Ahnung von der Örtlichkeit hat, lässt sich immer schlau daherreden. Selbst der Polizist, welcher morgens an der Kreuzung steht, kann ihnen gerne noch ein paar Geschichten erzählen!

  10. Wenn 14 Euro monatlich zu viel Geld ist, muss man wohl das Elterntaxi aktivieren. Ist bestimmt billiger. Wie habe alle anderen und ich nur die Schulzeit damals geschafft?
    Auf den Bus warten, unvorstellbar…..

    1. Was ein sinnloser Kommentar. Die Kinder wollen doch auf einen Bus warten. Jener wird jedoch gestrichen. Ihnen geht es in ihrem Kommentar sicher um etwas anderes…
      Der ewig gestrige ist der aggressive und egoistische Autofahrer von heute. Dieser Gefährdung mag ich mein Kind ungerne aussetzen.

      1. Ich bin Radfahrer, im Winter mit dem Bus.
        Sinnlos war der Kommentar ja scheinbar nicht, Sie sind ja drauf angesprungen:)

  11. Ich kann die CDU nicht verstehen. Zum einen werden massive Sparvorgaben an die Stadtverwaltung gestellt und gleichzeitig eine absurde Anspruchshaltung präsentiert und Geschenke an Wähler verteilt. Sobald das aufgezwungene Haushaltssicherungskonzept kommt, ist es doch sowieso vorbei mit solchen Geschenken. Es gibt nun einmal pflichtige Aufgaben der Stadt aus Gesetzen von Bund und Land und es gibt freiwillige Aufgaben.

    Der Schulbusverkehr ist über ein Landesgesetz klar geregelt und wird nun so umgesetzt.

    Wenn die CDU nicht sparen möchte, dann soll sie mehr Schulden ermöglichen! Für die Kinder ist es natürlich schade, es wäre wünschenswert für alle Grundschüler Schulbusse zu haben, da es eine rein freiwillige Aufgabe der Stadt ist, müssen wir uns aber als Stadtgesellschaft fragen was wir stattdessen streichen wollen.

    96.000€ ist eine Menge Geld, dann fallen an anderer Stelle Kulturausgaben weg? Weniger Kinderspielplätze? Eine Straßensanierung weniger? Wo zieht man da die Grenze und wie wägt man ab? Das hat die Stadtverwaltung hier schon Recht gut mit Verweis auf ein Landesgesetz getan.

  12. Absolut nachvollziehbare Entscheidung der Stadt. In Zeiten von Sparzwang können wir uns solche Ausgaben nicht mehr leisten. Und öffentliche Linien stehen parallel zur Verfügung und können genutzt werden und das zu einem sehr günstigen Preis.
    Natürlich regen sich die Betroffenen auf. Aber das wird sich einpendeln.

    1. Die Rente wird sich auch einpendeln. Das Geschrei gegenüber der vernachlässigten jungen Generation erwarte ich bereits mit Spannung.

  13. Ich sehe, dass Sie meinen Kommentar aus dem Chart genommen haben – wahrscheinlich war ich mit Ihrem Statement von 23:05h gemeint. Also lassen Sie weiter zu, dass einige anonyme Dauerkommentatoren, die zu allem und jedem was zu sagen haben, die Stimmung zum Thema unnötig anheizen!
    Angesichts Ihres Selbstverständnisse was die Kommentare angeht, hätte ich da schon etwas Anderes von Ihnen erwartet. Machen’s Sie gut im Glashaus.
    Und wenn es Ihnen möglich ist, dann melden Sie mich beim Newletter ab. Die daran angehängten Kommentare brauche ich nicht mehr.

  14. Bitte bleiben Sie auch in dieser Diskussion sachlich. Kommentare, die Mitdiskutanten persönlich herabwürdigen, lassen wir nicht zu.

  15. Extrem traurig das durch finanzielles Fehlmanagement, Sicherheit und Vereinbarkeit des Familienalltags zurückgestellt werden um Kosten einzusparen. Des Weiteren wird der Straßenverkehr zu den Stoßzeiten somit nicht entzerrt sondern verschärft. Als nächstes wird dann wieder ein 30er Schild installiert weil die Straßen durch das erhöhte Verkehrsaufkommen kaputt sind und das Schild weniger kostet als die Wartung und Instandhaltung. In jedem privaten Unternehmen wären die Verantwortlichen entlassen worden.

    1. Eine 30er Zone an der Friedrich-Ebert Straße inkl. Blitzer würde ich zum Schutz der Kinder, die dann dort drüber müssen, befürworten.
      Es gab eh schon zu viele Unfälle dort mit Kindern.

      1. Das würde ich sofort unterschreiben!

        Die Fahrsituation dort ist eine Katastrophe. Die Autos rasen über rote Ampeln. Es gibt keine Sicherheitszeit zwischen den Umschalten der Ampeln. Oft haben die Kinder schon grün und gehen los und werden fast von jemanden, der noch schnell rüber brettern will, fast umgefahren.
        Es ist nur eine Frage der Zeit bis da etwas passiert. Die Ein- und Ausfahrt der Tankstelle macht es noch kritischer.

        Für Kinder und einen sicheren Schulweg eigentlich unzumutbar.

  16. Da regen sich Eltern auf einem ziemlich hohen Niveau auf.
    Jahrelang auf Kosten der Gemeinschaft ist ok für die, nun zahlen geht doch gar nicht.
    Die angeführten Pseudoargumente = lachhaft.

    1. Die Alternativlösung den Schulbus weiterhin in Betrieb zu halten und kostenpflichtig zu machen steht ja nochnichtmal zur Debatte. Hier von Pseudoargunenten zu sprechen spricht für eine realitätsfremde Wahrnehmung.

    2. Wenn Sie die Sicherheit von Erstklässlern im Berufsverkehr als „Aufregung auf hohem Niveau“ abtun, dann scheint Ihnen offenkundig eben jenes abhanden gekommen zu sein.
      Hier wird kein Luxus verteidigt, sondern die simple Fürsorgepflicht einer Stadt für ihre kleinsten und schwächsten Bürger. Wenn das Einfordern eines sicheren Schulwegs für Sechsjährige schon als „Pseudoargument“ gilt, zeigt das nur eins: Manchen ist ein ausgeglichenes Budget auf dem Papier offenbar wichtiger als ein unversehrtes Kind an der Haltestelle.
      Zynismus ist eben kein Ersatz für Realismus.

    3. So ist es. Mit der Extrawurst ist es vorbei, jetzt werden die Kinder eben zurechtkommen, wie hunderte andere das seit Jahren auch schaffen.

      1. Früher haben wir in Höhlen gelebt und sind auch zurecht gekommen.
        Wer hier von „Extrawurst“ redet, hat überhaupt keinen Einblick darüber, wie die Verkehrssituation, inklusive überfüllter Busse, hier in Moitzfeld überhaupt ist!

  17. Neid und Missgunst sind hier definitiv unangebracht.
    Wenn es in Gierath einen Schulbus benötigt, dann sollten die Eltern wohl mal darauf Aufmerksam machen und dort dafür kämpfen statt hier jetzt gegen zu wettern.

    Genauso die Mentalität, dass nur weil es einen nicht betrifft könne man dort ruhig den Busverkehr einstellen und das Geld sparen.
    Und nur zur Info in Bärbroich fährt die 453 nur 1x Pro Stunde. Wird der Bus verpasst muss man entweder je nachdem 45-60 Minuten laufen oder so lange auf den nächsten Bus warten. Das kann nun auch nicht Sinn der Sache sein.
    In der weiterführenden Schule finde ich Linienbus fahren gerechtfertigt. Aber Grundschüler in einen völlig überfüllten Bus zu stopfen ist nun wirklich ein unding.

    Mich und meine Kinder betrifft es jetzt noch nicht. Aber sollte es diesen Bus für die Grundschüler nicht mehr geben, werde ich wohl wie viele andere Eltern auch, meine Kinder mit dem Auto bringen (Liegt auf dem Weg zur Arbeit, allerdings wollte ich meine Kinder soweit zur Selbstständigkeit erziehen, dass sie mit dem Bus fahren).
    Natürlich sollten wir unseren Kinder auch etwas zutrauen. Aber was ist, wenn die Kinder z.b. Träumen und die Bushaltestelle verpassen?

    Und hier ist die Rede davon, dass extreme Mehrkosten auf die Familien zukommen. Aber niemand redet davon, dass der Bus kostenlos bleiben muss. Ich denke viele der Eltern wären sicherlich auch bereit Bspw. den gesetzlichen Anteil der auch beim Normalen Busticket gezahlt werden muss, bei dem Schulbus dazugegeben.

    1. Ohne das Thema zu werten, hier die blanken Zahlen, basierend auf 96.000€ und 60 Schülern:
      – 1600€ pro Schüler und Jahr
      – das sind 133€ pro Monat
      – oder 8,42€ pro Schultag

      1. Das hab ich so auch schon runter gerechnet. Mir ist das bewusst. Und das wird sich auch keine Familie leisten können/wollen.

        Dann macht man eine Abfrage was die Familien bereit sind zu zahlen und dann kann man sicherlich einen Kompromiss finden

    2. Damit Ihr Kind nicht den Bus verpasst wird es Ihre Aufgabe sein, es morgens früh genug loszuschicken.

      1. Es geht doch nicht um morgens. Das hab ich das im Blick. Es geht um Mittags/Nachmittags.
        Wie auch schon in einem anderen Kommentar angemerkt wurde gibt es unterschiedliche endhaltestellen. Da passiert es sicherlich schnell, dass die kids in den falschen steigen.
        Denn oh Wunder. Die Kinder können noch gar nicht lesen. Das lernen sie ja erst in der Schule

  18. Vielleicht sollten wir den Jüngsten auch heute einfach mal mehr zutrauen. 20 Minuten Wartezeit ist doch hier wirklich kein Argument. Wo soll das Geld bei der Stadt herkommen, wenn jeder nur für seine spezielle Bedürfnisse schreit, dass nicht gekürzt werden darf. Ein wenig mehr Realismus würde uns allen guttun. Es gibt nun mal ein Budget, dass für alle Wünsche reichen soll, aber nicht kann. Wenn alle die Notwendigkeit einsehen, dass hier und da Dinge aus finanzieller Sicht angepasst werden müssen, könnten viele Projekte auch von den oberen Stadtherren noch umgesetzt werden. Und hier ist es egal, welcher Partei, wer angehört. Geld wächst leider nicht auf den Bäumen.

    1. Interessante Logik… Wer fordert, dass sechsjährige Kinder lediglich sicher zur Schule kommen, „schreit nach Spezialbedürfnissen“?
      Wenn unsere Stadt ausgerechnet bei den Jüngsten 100.000 Euro einsparen muss, um „andere Projekte der oberen Stadtherren“ zu finanzieren, ist das kein „Realismus“, sondern ein politisches Armutszeugnis.
      Wenn Sie die mangelnde Organisation der Stadtverwaltung mit „Zutrauen in die Kinder“ romantisieren, verwechseln Sie offenkundig politische Fehlplanung mit Erziehungskompetenz. Richtiger Realismus sieht da doch anders aus.

      1. Ich erkenne keine mangelnde Organisation der Stadtverwaltung. Sie organisiert es nun doch nach der rechtlichen Vorgabe (Schulgesetz).

  19. Ich konnte die Ungleichbehandlung innerhalb von Bergisch Gladbach eh nicht nachvollziehen. Die Kinder aus Gierath haben zum Teil auch über 2 KM Schulweg bis zur Grundschule in Gronau. Das hat die CDU bisher auch noch nicht gestört. Warum sorgt sie sich nun gerade um die Kinder aus Moitzfeld und Herkenrath? Geschenke kann die Stadt sich in der wirtschaftlichen Situation nicht mehr leisten. Schon garnicht so ungerechte, da nur einzelne davon profitieren würden.

    1. Also gleichen wir Unrecht mit noch mehr Unrecht aus… Weil es Kindern in Gierath schlecht geht, soll es den Kindern in Moitzfeld und Herkenrath gefälligst genauso schlecht gehen? Das ist kein Gerechtigkeitssinn, das ist Neid-Debatte auf Kosten von Grundschülern.
      Der eigentliche Skandal ist doch nicht, dass Moitzfeld bisher einen sicheren Schulweg hatte, sondern dass Gierath ihn offenbar auch braucht.
      Sichere Schulwege sind keine „Geschenke“ für Einzelne, sondern eine verdammt noch mal grundlegende Pflichtaufgabe einer Stadt.

      1. Was heißt hier schlecht gehen? Die Stadt entspricht mit ihrem Vorgehen dem Schulgesetz des Landes: Wo es Linienverbindungen gibt, müssen sie als günstigste Möglichkeit genutzt werden. Punkt. Das funktioniert offenbar überall sonst im Stadtgebiet, wo ähnlich lange Schulwege bestehen.

        Beklagt wird hier einfach der Komfortverlust und die Frustration, dass es nicht länger nach den eigenen Partikularinteressen geht.

      2. Hallo Simon Bongers,
        es ist keine Neid-Debatte. Ich war nicht persönlich betroffen sondern mich ärgert nur die Besserstellung einzelner auf Kosten aller (auch derer, die nicht in den Genuss der besonderen Behandlung kommen).
        Die Stadt kommt mit der nun auch für Herkenrath und Moitzfeld der gesetzlichen und somit grundlegenden Pflicht nach. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    2. Auch ihnen empfehle ich einen Morgen in Moitzfeld und Herkenrath, um sich über die chaotische Verkehrssituation und der völlig überfüllten Busse selbst zu überzeugen. Sichere Schulwege suche ich z.B. Moitzfeld vergebens. Da hat es 20 Jahre gedauert, im mal eine Ampelschaltung zugunsten der Fußgänger zu ändern.
      Aber hey, die wirtschaftliche Situation der Stadt lässt aber zumindest eine Neugestaltung der Bensberger Innenstadt zu. Warum dann Geld in unsere Zukunft/ Kinder investieren?
      Und bevor jetzt wieder der erhobene Zeigefinger kommt, dass das alles verschiedene Töpfe sind, haben sie doch eines gemeinsam, es sind und bleiben Steuergelder.

      1. Ich habe den Eindruck, dass Sie Ihr Anspruchsdenken hinter den Kindern verstecken.

  20. Wir sind direkt betroffen und ich finde es sollte auch noch grundsätzlich erwähnt werden, dass der Rückweg in Herkenrath zumindest mit dem Bus dramatisch sein wird, wenn die Grundschüler den nutzen sollten. Nach der 4. und 5. Stunde müssen sie ca. 20Min. warten bis die 453 planmäßig kommt. Nach der 6. haben sie 6Min Zeit um den Bus zu bekommen und der fährt auch gerne mal früher und ist wenn rappelvoll.
    Auch gibt es zwei Busse mit der Nummer 453 (Oberkülheim und Grünenbäumchen)…Gerade 1.Klässler könnten schlimmstenfalls in den falschen Bus einsteigen… es fahren auch so schon viele unterschiedlichste Linien vom Ball ab.
    Ich weiß viele gehen in die OGS oder Randstunde aber einige halt nicht…

    1. Mögliche 20 Minuten Wartezeit halte ich auch bei Grundschülern für verkraftbar, und die 6 Minuten bis zur Abfahrt nach der 6. Stunde sind ebenfalls unproblematisch: den Lehrkräften ist dann ja bekannt, dass die Buskinder pünktlich los müssen.

      Die Kritik an verwirrenden Liniennummern, unübersichtlicher Ausschilderung der Haltestelle Ball und den überfüllten Bussen zu den Hauptzeiten ist hingegen absolut berechtigt, nicht nur wegen der Schülerinnen und Schüler.

      Leider haben sich in den letzten Jahrzehnten weder die lokalen (CDU-)Politiker noch die Autominister der Union auf der Landes- und Bundes-Ebene für den ÖPNV oder eine nötige Verkehrswende sonderlich interessiert. Statt mehr und bessere Angebote bei Bus & Bahn gibt es dann halt nur Preiserhöhungen beim Deutschlandticket, und gelegentlich als Feigenblatt populistische Forderungen nach dem Weiterbetrieb dieser speziellen Schulbusse statt besserem ÖPNV für Alle.

  21. Vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag, Frau Stolzenbach. Der Dringlichkeitsantrag der CDU (vielen Dank an Martin Lucke) und die gestartete Petition zeigen, dass das Thema bereits maximale lokale Sprengkraft entwickelt hat. Wir dürfen gespannt sein, wie die Stadt reagiert.