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7 Kommentare zu “BI Nussbaum reagiert „geschockt und verärgert””

  1. U. Kleinert

    Sehr geehrter Herr Esser,

    vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

    Über den realen Bedarf an neuen Wohngebieten in unserer Stadt maße ich mir kein Urteil an, das ist wie gesagt genau zu prüfen. Sie haben sicherlich Recht, dass der Druck der letzten Jahre viel mit der Situation in Köln zu tun hat. Wenn in Gladbach weniger gebaut wird, trägt das jedoch sicherlich nicht zu einer Verringerung dieses Drucks und damit weniger Mietsteigerungen bei, ganz im Gegenteil.

    Worum es mir geht ist jedoch etwas Anderes: Wenn(!) neue Flächen erforderlich sind, sollten diese so ausgewählt werden, dass eben *nicht* zusätzlicher MIV generiert wird, sondern die Bewohner*innen sich größtenteils mit Bahn, Bus und Fahrrad fortbewegen können. Das scheint mir in Nußbaum eher möglich als in Kalmünten, Herkenrath oder auf dem Mutzerfeld.

    Und falls Sie jetzt denken, mich interessierte nur meine eigene unmittelbare Umgebung, muss ich Sie enttäuschen: In meiner Eingabe an die Verwaltung habe ich mich u.a. für die Ausweisung neuer Wohngebiete in meiner Nachbarschaft ausgesprochen, direkt an der Linie 1 zwischen Bensberg und Refrath und damit ideal angeschlossen.

    Mit schönen Grüßen,
    U. Kleinert

  2. C. Stöckel

    Ganz toller Brief!!! Ich hoffe sehr, dass die Entscheidungsträger/innen nunendlich richtig entscheiden! Überall spricht man von Naturschutz,empört sich über das Bienensterben,kauft sich Insektenhotels,gründet UNESCO Biosphärenreservate und in GL werden wunderbare bestehende Landschaftsstreifen weggeplant!! Unfassbar!!!!!

  3. Delia Zeyer

    Die Nußbaumer Wiese darf nicht bebaut werden. Die Gründe müssen nicht wiederholt werden. Wenn überhaupt in GL neuer Wohnraum entstehen soll, so müsste es sozialer Wohnungsbau sein. Den gibt es doch kaum noch. Sogar die neu entstandenen Wohnungen der RBS sind doch für Menschen mit geringem Einkommen nicht bezahlbar. Die wenigen noch verbliebenen Häuser im sozialen Wohnungsbau aus den 50-ziger und 60-ziger Jahren werden abgerissen. Das, was neu entsteht ist für einkommensschwache Personen nicht erschwinglich. Die Altersarmut nimmt zu. Ein Konzept gibt es nicht.
    Delia Zeyer

  4. Lothar Esser

    Sehr geehrter Herr Kleinert, sehr geehrter unbekannter Schreiber,

    Sie erliegen hier leider den “Fake-News” von Verwaltung und Bürgermeister: Es geht nicht darum, einen “angeblichen Siedlungsdruck” aufzunehmen, sondern darum, gezielt Bürger aus Köln anzulocken mit günstigen Baupreisen, günstigen Mieten etc. Was hieraus resultiert ist nicht ein sinken der Mieten sondern eher ein massiver Anstieg: Wenn jemand aus Köln, wo er teilweise zwischen 12 -15 (verranzter Altbau) bzw. 12-18€/m2 (Neubau in Toplage) bezahlen muss, nach Bergisch Gladbach kommt, wo er dann eine Neubauwohnung für teilweise unter 12€ bekommt, dann ist eine Ersparnis bei einer 70m2 Wohnung von 350 – 400€ höchst attraktiv. Dies werden die Vermieter/Immobilienbesitzer sehr schnell merken und die Preise an Kölner Niveau anpassen…

    Es ist völlig illusorisch zu glauben, dass ein Mehr an Bebauung die Preise senkt oder stabil hält. Lesen Sie bitte dazu auch den Artikel von Peter Hinterecker, Immobilienmakler, in der GL-Kompakt vor einigen Wochen. Er sagt ganz klar, dass die Preise über Jahre in Bergisch Gladbach völlig stabil waren und erst seit 2-3 Jahren ansteigen und dass dies ein NACHHOL-EFFEKT ist! Aktuell wurden die letzten 2-3 Jahre doppelt so viele Wohneinheiten gebaut wie noch bis 2014 – und erst seit dem steigen die Preise. Merken Sie was? Der Bauboom ist durch die Niedrigzins- Phase verursacht. In Köln werden langsam die freien Baugrundstücke knapp, daher suchen Investoren im Umland. DAS und nichts anderes verursacht die aktuelle Situation. Schauen Sie mal in die entsprechenden Immobilien-Portale, da sind ZIG Wohneinheiten in Bergisch Gladbach frei. Ebenso bekommt z.B. die Verwaltung des ehemaligen Total Walter Geländes dieses nicht voll (suchen Sie mal nach Gewerbe-Immobilien – da sind über 280 Leerstände von 30 – 14.000m2 vorhanden, teilweise allerdings in Delbrück wie gesagt… – brauchen wir da mehr Gewerbefläche?).

    Zur Peterskaule: Die Verkehrsanbindung dieses Feldes NU7 führt über eine knapp 3 Meter breite Engstelle auf eine sich leicht aufweitende Parkzone eines Friedhofs, um dann an einer völlig uneinsehbaren T-Kreuzung auf die viel zu enge Nussbaumer Straße zu gelangen. Hier kommt es täglich heute schon zu zigfachen brenzligen Situationen.

    Diese Einmündung wiederum führt nach rechts durch etliche Engstellen und 90° Biegungen, an denen es täglich zu Beinahe-Unfällen kommt. Die wenigen Busse die dort fahren, sind Teil des Problems, da sie in den 90° Knicken die volle Fahrbahnbreite brauchen, um um die Ecke zu kommen. Mehr Busse lösen also hier nicht das Problem, sie verschlimmern es…

    Selbst an der deutlich besser einsehbaren Einmündung Nussbaumer Bungert auf die Nussbaumer Straße sind in den letzten Jahren mehrfach schwere Unfälle passiert, weil einfach rechts-vor-links missachtet wurde und nach wie vor täglich wird. Bis jetzt ist Gott sei Dank noch niemand dort gestorben oder massiv verletzt worden und bisher blieb es bei Blechschäden. Das heißt nicht, dass wir für die Zukunft weiter soviel Glück haben…

    Fährt man aus dem Steinenkamp nach links, kreuzen Grundschüler die viel zu enge Neue Nussbaumer Straße. Von dort geht es auf die jetzt schon völlig überlastete Paffrather Straße und man stellt sich schön in den Stau, Richtung Leverkusen oder Richtung Gladbach. Will man nach Köln, geht es weiter am Schulweg der IGPler entlang und man belastet die eh schon vom Fahrverbot für Dieselfahrzeuge bedrohte Verlängerung der B506, die Bergisch Gladbacher bzw. Dellbrücker Straße. Ganz tolle Anbindung…

    Morgens fahren da im 5-Minuten Takt die Busse, oftmals müssen Sie 3 Busse vorbeifahren lassen weil diese bereits voll sind. Wie wollen Sie das durch noch mehr Busse lösen?? Siehe hierzu auch die entsprechenden Karten: direkt über den Kommentaren zu diesem Thema oder unter: http://in-gl.de/2017/06/26/diese-strassen-sind-ueberlastet/

    Wo bitte ist dieses Feld besser angebunden als andere Freiflächen in Bergisch Gladbach???

  5. Rolf Havermann

    Werden Argumente unter Pseudonym stärker? Natürlich werden neue Wohnungen gebraucht und richtig, vor allem im mittleren und unteren Preissegment. Aber in Bergisch Gladbach doch nicht fast 300 Fußballfelder groß! Unsere grüne Stadt wird zugepflastert und wo all der zusätzliche motorisierte Individualverkehr sich bewegen soll, ist der Verwaltung völlig egal, Hauptsache, die Immobilienbranche ist froh.

    Die “Alteingesessenen” haben dafür gesorgt, dass der Gigantismus des FNP-E. im Wohnbereich halbiert wird, was aber immer noch nicht verlässlichen Prognosen des Landes entspricht.

  6. Bensberger

    Der Bedarf ist sicherlich da. Schaut man sich mal die einschlägigen Immobilienportale an, stellt man fest, dass nur ein sehr geringes Angebot besteht. Die Stadt wächst und auch für den einheimischen “Nachwuchs” wäre es wünschenswert, wenn nicht nur Penthousewohnungen ab 3500€/m² zu Wahl stünden. Sicherlich kann man den Unmut der “Alteingesessenen” nachvollziehen, aber wenn überall St. Florian gilt, kommen wir angesichts der obigen Probleme keinen Schritt weiter.

  7. U. Kleinert

    Wenn tatsächlich neue Wohngebiete benötigt werden – was zunächst genau zu prüfen wäre! – sollte das entscheidende Kriterium bei der Ausweisung die Verkehrsanbindung sein: Gibt es ausreichend Busse sowie nach Möglichkeit Straßen- oder S-Bahn-Stationen in der Nähe, bzw. ist es möglich, bestehende Linien entsprechend zu verlängern? Besteht eine gute Verbindung für Radfahrer*innen Richtung Stadtmitte und Dellbrück sowie zu weiterführenden Schulen, lässt sie sich ggf. in Zukunft einrichten?

    Unter diesen Vorzeichen erscheint mir das angedachte neue Wohngebiet Nu7 zumindest geeigneter als viele andere im Stadtgebiet.

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