Die Bürgerinitiativen zeigten bei der Ausschusssitzung im Löwen Präsenz

Die Bürgerinitiativen zeigten bei der Ausschusssitzung im Löwen Präsenz

Die neuen Vorschläge der Verwaltung für den FNP hat die Bürgerinitiative sehr verärgert. Sie wendet sich in einem offenen Brief direkt an die Ratmitglieder – mit der Forderung, die Peterskaule am Kölner Fenster komplett zu erhalten. 

+ Anzeige +

An die
– Fraktionsvorsitzende
-Mitglieder des FNP-Ausschusses
-Damen und Herren des Stadtrates
-Kopie geht an die Vertreter der Presse mit Bitte um Veröffentlichung als Offener Brief.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Vertreter der Bürger Bergisch Gladbachs

der zweite Vor-Entwurf des Flächennutzungsplans mit den Stellungnahmen der Verwaltung liegt nun vor. Gelinde gesagt, sind wir geschockt und verärgert.

Zwar liest sich das erst mal gut, dass die Verwaltung den Flächenbedarf halbiert hat. Die Flächenreduzierung geht jedoch ausschließlich daraus hervor, dass man durch die Träger öffentlicher Belange zu dem gezwungen wurde, was die Bürgerinitiativen von vornherein bemängelt hatten und wofür die Verwaltung bisher kein offenes Ohr hatte.

Das Kölner Fenster: Blick über die Nussbaumer Wiese und Paffrath nach Köln

Im Falle Nussbaums wird jedoch weiterhin gnadenlos fast alles ignoriert, was an Fakten vorliegt:

Die Peterskaule ist Bestandteil des nordwestlichen Grünzugs und sie ist im Freiraumkonzept, im Stadtentwicklungskonzept sowie im Regionalplan als besonders schützenswerte Fläche mit großer Beteilung der Bürger deklariert worden. Die Ausreden, dass der Grünzug nicht parzellenscharf eingezeichnet wäre, zieht insofern nicht, als die im Regionalplan ausgewiesene Fläche des Grünzugs eindeutig die Form der Fläche Nu7 nachzeichnet.

Hierzu bedarf es keiner Parzellen-Schärfe, um das zu erkennen. Dass dies der Verwaltung völlig klar ist, wird offensichtlich durch die Bemerkung, dass der Regionalplan erst noch geändert werden müsse, um diese Fläche zu erschließen. Dies wiederum ist eine Umkehr der Gesetzeslage, nach der sich der FNP am Regional-Plan zu orientieren hat und nicht umgekehrt (siehe §1 Baugesetzbuch, Link weiter unten)!

Die Fläche dient der Kaltluft-Entstehung, was weit über die Stadtgrenzen hinaus eine wichtige klimatische Funktion hat. Hierauf wird zwar im Entwurf hingewiesen, aber es wird weiterhin völlig ignoriert. Es ist Richtung Köln die größte Fläche, auf der Kaltluft und damit positive Auswirkung für das städtische Klima in Köln und Bergisch Gladbach entstehen kann. Diese Fläche soll nun um 64% reduziert werden. Da Kaltluft-Entstehungszonen umso wichtiger sind, je größer die Fläche ist, zerstört der FNP-Entwurf den Klima-Einfluss nahezu vollständig, zumal eine Bebauung unterhalb der kümmerlichen Restfläche die Verteilung dieser Boden-Nahen Luftmassen verhindert.

Der FNP-Entwurf weist zwar auf die Wichtigkeit der Fläche hin für die Futtergewinnung von Waldtiere und anderen Tieren. Gleichzeitig ist man der Meinung, dass eine um 64% reduzierte Fläche immer noch genügend Futter ergibt. Die dortige Fledermaus – Population und die der Greifvögel werden hierbei ignoriert, die wichtige Streuobstwiese überplant und somit sogar in bestehende Bebauungspläne nachträglich eingegriffen. Dies ist nicht akzeptabel und unseres Wissens nach sogar illegal, zumindest aber rechtlich sehr bedenklich und wird Klagen nach sich ziehen! Eine Verlagerung der Streuobstwiese ist sinnfrei, da sie der dortigen Fauna nicht mehr zugänglich wäre und somit die ursprüngliche Nahrungsanreicherung dieser nicht mehr gegeben wäre.

Die wichtige Naherholungsfunktion der Fläche, auf die alle Eingaben der Bürger hingewiesen haben, wird vom FNP-Entwurf nicht beachtet. Hier muss unbedingt nachgebessert werden. Auch die übergeordneten Behörden haben in Ihren Stellungnahmen an die Stadtverwaltung auf die extrem hohe Bedeutung des Nußbaumer Feldes für die Naherholung in Bergisch Gladbach hingewiesen.

Diese Fakten können und dürfen nicht von der Verwaltung und der Politik ignoriert werden! Es heißt dazu, dass die Fläche für die Naherholung ohnehin nicht zur Verfügung stehe,da sie in Privatbesitz sei und landwirtschaftlich genutzt werde. Die Spazierwege könnten bei der Entwicklung des Bebauungsplans berücksichtigt werden. Die tatsächlich sehr bedeutsame Naherholungsfunktion wäre bei der geplanten Bebauung aber schlichtweg nicht mehr vorhanden.

Die Bürger nutzen die Wiese als Ganzes, nicht nur einzelne Pfade. Pfade durch ein Wohngebiet sind kein Wanderweg durch die Natur. Wir wären gespannt die Reaktionen der neuen Bewohner dort zu sehen, wenn in ihren Vorgärten die Picknick-Decken ausgerollt würden…Dies ist als Verhöhnung der Bürger zu bezeichnen.

Die Freifläche wird auch von Bürgern genutzt, um Flugobjekte (z.B. von Kitesurfern) und Drohnen steigen zu lassen. Die Fläche ist ideal dafür und bietet Optionen für die Freizeitgestaltung, die für eine Stadt in der Zukunft von hohem Wert sind, z.B. einen Heißluftballon – Start- und Landeplatz, Apfelfest im Herbst, aktuell das Oktoberfest der Geschäftsleute in Paffrath unter Leitung von unserem 1. Stellvertretenden Bürgermeister, Herrn Josef Willnecker, Lehrpfade für Umwelt und Natur der umliegenden Schulen, Spielfläche der KiTa Rosengarten etc. etc. etc..

Da im Innenstadtbereich alle Parks zerstört wurden, ist das Nußbaumer Feld eine schützenswerte Idylle, die durch ihre einzigartige Schönheit besticht. Das Kölner Fenster ist als Aussichtsplattform und das Nussbaumer Feld als Wanderweg in der deutschen Grundkarte eingetragen und gehört als Wahrzeichen der Stadt Bergisch Gladbach geschützt. Der Landschaftsschutz sollte hier daher vorrangig vor allen anderen Kriterien gewichtet werden.

Eine ausreichende Straßenanbindung der Fläche ist nicht möglich, worauf mehrfach hingewiesen wurde. Dieser Einwand wird verworfen, das soll der Bebauungsplan lösen. Es wird im Vorfeld nicht einmal darüber nachgedacht, ob solch eine Anbindung überhaupt möglich erscheint.

Warum wurde dies dann für andere Flächen als Ausschlusskriterium herangezogen (z.B. alle Flächen vom Bauer Hagen in Rommerscheid)? Dies ist in einer Demokratie nicht zu dulden. Es führt auch zu einem verzerrten Bewertungsbild. Dieser FNP ohne Sinn und Verstand muss gestoppt werden, um intelligente Lösungen für Bergisch Gladbach einzufordern.

Die Mehrbelastung für die Hauptverkehrswege rings um die Fläche Peterskaule / Nu7 (Paffrather Straße/Kempener Straße, Dellbrücker Straße, Handstraße/B506, Reuterstraße und alle daran angeschlossenen Stadtteile), die alle heute schon überlastet sind, wäre nicht tragbar. Auch hier sind keine möglichen Lösungen in Sicht wie Vertreter aller Parteien bei Ortsbesichtigungen zugeben mussten. Die heute schon prekäre Lärm- und Schadstoffbelastung auf den umliegenden Hauptverkehrswegen würde sich weiter verschärfen.

Der Verweis auf das Mobilitäts-Konzept greift nicht, da durch eine Bebauung ohne ausreichende Infrastruktur (und die ist lt. Stadtverwaltung auf lange Sicht unmöglich zu schaffen!) automatisch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen für Schul- und Kindergartenbesuche sowie Einkaufs- und Arbeitswege zu erwarten ist.

Es werden im neuen FNP-Vorentwurf gesetzlich vorgeschriebene festgelegte Ausgleichsflächen, die gerade erst zum Ausgleich für ein neue Wohnbebauung als hochwertige Obstwiesen angelegt wurden, überplant. Das ist verboten und geht gar nicht, da sie Teil eines bestehenden Bebauungsplans sind. Die Bewohner des Nussbaumer Bungerts und andere Anreiner haben diese Ausgleichsflächen teuer bezahlen müssen durch Grundstücksverzichte und Pflanzmaßnahmen. Diese ökologisch wichtigen Bereiche müssen zwingend erhalten bleiben, ebenso der Zugang der Fauna zu diesen Bereichen, da diese wichtige Nahrungsspender in Herbst und Winter sind.

Die landwirtschaftliche Nutzung von Flächen muss gefördert werden. Es müssen andere Flächen zuerst bebaut werden. Das Nußbaumer Feld bietet hinsichtlich der landwirtschaftlichen Nutzung Optionen für die Zukunft, die offen gehalten werden müssen.

Wir fordern daher die Parteien und die Stadt auf, das Nußbaumer Feld (Peterskaule = Nu7) im Ganzen zu erhalten und aus der Bebauung vollständig herauszunehmen. Der notwendige Aufwand für eine Erschließung (Lt. Vorlage der Stadt u.a.: Regenrückhaltebecken müssen geschaffen werden, Artenschutz-, Boden-, Wasserschutz-, Umweltschutz-, Verkehrs und etliche andere Gutachten erstellt werden, Eigentümer enteignet um Zufahrten zu schaffen etc. etc. etc.) rechtfertigt in keinster Weise die negativen Auswirkungen für die Natur, die Tiere und nicht zuletzt für die Bürger der Stadt Bergisch Gladbach: Die Erholung fiele weg, die Freizeitgestaltung, das Klima, die Luft und der Verkehr verschlechtern sich in Bergisch Gladbach und Köln. Dies verstößt im eklatanten Maße gegen den im Baugesetzbuch §1ff geforderten Schutz solcher Flächen bei der Erstellung eines FNP (siehe https://www.gesetze-im-internet.de/bbaug/__1.html – für jeden Laien sehr verständlich zu lesen).

Des weiteren fordern wir die Rats- und FNP-Ausschußmitglieder eindringlich auf, im Sinne der Bürger den erneuten Fehl-Entwurf der Verwaltung im aktuellen Stand abzulehnen. Einer Zustimmung käme einem Vorentscheid gleich und dafür ist der Entwurf einfach nicht ausreichend und gehört entsprechend nachgebessert. Wir möchten Sie eindringlich daran erinnern, dass Sie die Vertreter der Bürger sind, die Sie mal gewählt haben und deren Willen entsprechend vertreten sollen. Sie wurden weder von Baurat Flügge, noch von der Stadtverwaltung oder unserem Bürgermeister gewählt sondern von uns, den Bürgern die solche Eingriffe in Ihr Umfeld im aktuellen Stand nicht wollen. Wir bitten dies zu beachten und hängen erneut unten u.a. unsere Petition an, die ein Stimmungsbild der Bürger in Hebborn, Nussbaum und Paffrath widerspiegelt.

Lothar Eßer

& die vielen Aktiven der Bürgerinitiative Nußbaum

Weitere Beiträge zum Thema:

Weniger Wohnflächen, neue Gewerbegebiete, Bahndamm

FNP: Rücknahmen in Schildgen reichen nicht aus

FNP: Im Osten nichts Neues – es wird noch schlimmer!

Rat muss Verplanung in Ost und Süd „radikal stoppen”

Brüderstraße: 22 Hektar Gewerbe direkt an der A 4

Diese Straßen sind überlastet

PDFDrucken

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

7 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Sehr geehrter Herr Esser,

    vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

    Über den realen Bedarf an neuen Wohngebieten in unserer Stadt maße ich mir kein Urteil an, das ist wie gesagt genau zu prüfen. Sie haben sicherlich Recht, dass der Druck der letzten Jahre viel mit der Situation in Köln zu tun hat. Wenn in Gladbach weniger gebaut wird, trägt das jedoch sicherlich nicht zu einer Verringerung dieses Drucks und damit weniger Mietsteigerungen bei, ganz im Gegenteil.

    Worum es mir geht ist jedoch etwas Anderes: Wenn(!) neue Flächen erforderlich sind, sollten diese so ausgewählt werden, dass eben *nicht* zusätzlicher MIV generiert wird, sondern die Bewohner*innen sich größtenteils mit Bahn, Bus und Fahrrad fortbewegen können. Das scheint mir in Nußbaum eher möglich als in Kalmünten, Herkenrath oder auf dem Mutzerfeld.

    Und falls Sie jetzt denken, mich interessierte nur meine eigene unmittelbare Umgebung, muss ich Sie enttäuschen: In meiner Eingabe an die Verwaltung habe ich mich u.a. für die Ausweisung neuer Wohngebiete in meiner Nachbarschaft ausgesprochen, direkt an der Linie 1 zwischen Bensberg und Refrath und damit ideal angeschlossen.

    Mit schönen Grüßen,
    U. Kleinert

  2. Ganz toller Brief!!! Ich hoffe sehr, dass die Entscheidungsträger/innen nunendlich richtig entscheiden! Überall spricht man von Naturschutz,empört sich über das Bienensterben,kauft sich Insektenhotels,gründet UNESCO Biosphärenreservate und in GL werden wunderbare bestehende Landschaftsstreifen weggeplant!! Unfassbar!!!!!

  3. Die Nußbaumer Wiese darf nicht bebaut werden. Die Gründe müssen nicht wiederholt werden. Wenn überhaupt in GL neuer Wohnraum entstehen soll, so müsste es sozialer Wohnungsbau sein. Den gibt es doch kaum noch. Sogar die neu entstandenen Wohnungen der RBS sind doch für Menschen mit geringem Einkommen nicht bezahlbar. Die wenigen noch verbliebenen Häuser im sozialen Wohnungsbau aus den 50-ziger und 60-ziger Jahren werden abgerissen. Das, was neu entsteht ist für einkommensschwache Personen nicht erschwinglich. Die Altersarmut nimmt zu. Ein Konzept gibt es nicht.
    Delia Zeyer

  4. Sehr geehrter Herr Kleinert, sehr geehrter unbekannter Schreiber,

    Sie erliegen hier leider den “Fake-News” von Verwaltung und Bürgermeister: Es geht nicht darum, einen “angeblichen Siedlungsdruck” aufzunehmen, sondern darum, gezielt Bürger aus Köln anzulocken mit günstigen Baupreisen, günstigen Mieten etc. Was hieraus resultiert ist nicht ein sinken der Mieten sondern eher ein massiver Anstieg: Wenn jemand aus Köln, wo er teilweise zwischen 12 -15 (verranzter Altbau) bzw. 12-18€/m2 (Neubau in Toplage) bezahlen muss, nach Bergisch Gladbach kommt, wo er dann eine Neubauwohnung für teilweise unter 12€ bekommt, dann ist eine Ersparnis bei einer 70m2 Wohnung von 350 – 400€ höchst attraktiv. Dies werden die Vermieter/Immobilienbesitzer sehr schnell merken und die Preise an Kölner Niveau anpassen…

    Es ist völlig illusorisch zu glauben, dass ein Mehr an Bebauung die Preise senkt oder stabil hält. Lesen Sie bitte dazu auch den Artikel von Peter Hinterecker, Immobilienmakler, in der GL-Kompakt vor einigen Wochen. Er sagt ganz klar, dass die Preise über Jahre in Bergisch Gladbach völlig stabil waren und erst seit 2-3 Jahren ansteigen und dass dies ein NACHHOL-EFFEKT ist! Aktuell wurden die letzten 2-3 Jahre doppelt so viele Wohneinheiten gebaut wie noch bis 2014 – und erst seit dem steigen die Preise. Merken Sie was? Der Bauboom ist durch die Niedrigzins- Phase verursacht. In Köln werden langsam die freien Baugrundstücke knapp, daher suchen Investoren im Umland. DAS und nichts anderes verursacht die aktuelle Situation. Schauen Sie mal in die entsprechenden Immobilien-Portale, da sind ZIG Wohneinheiten in Bergisch Gladbach frei. Ebenso bekommt z.B. die Verwaltung des ehemaligen Total Walter Geländes dieses nicht voll (suchen Sie mal nach Gewerbe-Immobilien – da sind über 280 Leerstände von 30 – 14.000m2 vorhanden, teilweise allerdings in Delbrück wie gesagt… – brauchen wir da mehr Gewerbefläche?).

    Zur Peterskaule: Die Verkehrsanbindung dieses Feldes NU7 führt über eine knapp 3 Meter breite Engstelle auf eine sich leicht aufweitende Parkzone eines Friedhofs, um dann an einer völlig uneinsehbaren T-Kreuzung auf die viel zu enge Nussbaumer Straße zu gelangen. Hier kommt es täglich heute schon zu zigfachen brenzligen Situationen.

    Diese Einmündung wiederum führt nach rechts durch etliche Engstellen und 90° Biegungen, an denen es täglich zu Beinahe-Unfällen kommt. Die wenigen Busse die dort fahren, sind Teil des Problems, da sie in den 90° Knicken die volle Fahrbahnbreite brauchen, um um die Ecke zu kommen. Mehr Busse lösen also hier nicht das Problem, sie verschlimmern es…

    Selbst an der deutlich besser einsehbaren Einmündung Nussbaumer Bungert auf die Nussbaumer Straße sind in den letzten Jahren mehrfach schwere Unfälle passiert, weil einfach rechts-vor-links missachtet wurde und nach wie vor täglich wird. Bis jetzt ist Gott sei Dank noch niemand dort gestorben oder massiv verletzt worden und bisher blieb es bei Blechschäden. Das heißt nicht, dass wir für die Zukunft weiter soviel Glück haben…

    Fährt man aus dem Steinenkamp nach links, kreuzen Grundschüler die viel zu enge Neue Nussbaumer Straße. Von dort geht es auf die jetzt schon völlig überlastete Paffrather Straße und man stellt sich schön in den Stau, Richtung Leverkusen oder Richtung Gladbach. Will man nach Köln, geht es weiter am Schulweg der IGPler entlang und man belastet die eh schon vom Fahrverbot für Dieselfahrzeuge bedrohte Verlängerung der B506, die Bergisch Gladbacher bzw. Dellbrücker Straße. Ganz tolle Anbindung…

    Morgens fahren da im 5-Minuten Takt die Busse, oftmals müssen Sie 3 Busse vorbeifahren lassen weil diese bereits voll sind. Wie wollen Sie das durch noch mehr Busse lösen?? Siehe hierzu auch die entsprechenden Karten: direkt über den Kommentaren zu diesem Thema oder unter: https://in-gl.de/2017/06/26/diese-strassen-sind-ueberlastet/

    Wo bitte ist dieses Feld besser angebunden als andere Freiflächen in Bergisch Gladbach???

  5. Werden Argumente unter Pseudonym stärker? Natürlich werden neue Wohnungen gebraucht und richtig, vor allem im mittleren und unteren Preissegment. Aber in Bergisch Gladbach doch nicht fast 300 Fußballfelder groß! Unsere grüne Stadt wird zugepflastert und wo all der zusätzliche motorisierte Individualverkehr sich bewegen soll, ist der Verwaltung völlig egal, Hauptsache, die Immobilienbranche ist froh.

    Die “Alteingesessenen” haben dafür gesorgt, dass der Gigantismus des FNP-E. im Wohnbereich halbiert wird, was aber immer noch nicht verlässlichen Prognosen des Landes entspricht.

  6. Der Bedarf ist sicherlich da. Schaut man sich mal die einschlägigen Immobilienportale an, stellt man fest, dass nur ein sehr geringes Angebot besteht. Die Stadt wächst und auch für den einheimischen “Nachwuchs” wäre es wünschenswert, wenn nicht nur Penthousewohnungen ab 3500€/m² zu Wahl stünden. Sicherlich kann man den Unmut der “Alteingesessenen” nachvollziehen, aber wenn überall St. Florian gilt, kommen wir angesichts der obigen Probleme keinen Schritt weiter.

  7. Wenn tatsächlich neue Wohngebiete benötigt werden – was zunächst genau zu prüfen wäre! – sollte das entscheidende Kriterium bei der Ausweisung die Verkehrsanbindung sein: Gibt es ausreichend Busse sowie nach Möglichkeit Straßen- oder S-Bahn-Stationen in der Nähe, bzw. ist es möglich, bestehende Linien entsprechend zu verlängern? Besteht eine gute Verbindung für Radfahrer*innen Richtung Stadtmitte und Dellbrück sowie zu weiterführenden Schulen, lässt sie sich ggf. in Zukunft einrichten?

    Unter diesen Vorzeichen erscheint mir das angedachte neue Wohngebiet Nu7 zumindest geeigneter als viele andere im Stadtgebiet.