Hermann-Josef Tebroke

Hermann-Josef Tebroke ist ein politischer Seiteneinsteiger – und sein stärkstes Argument hat drei Buchstaben: CDU.  Er stammt aus dem Münsterland, hat in Bayreuth und Lindlar gearbeitet, und hat dennoch gute Chancen, mit dem Rückenwind seiner Partei aus dem Stand heraus Landrat der Rheinisch-Bergischen Kreises zu werden. Derzeit ist Tebroke noch Bürgermeister in Lindlar, doch jetzt tritt er zur Landratswahl am 20. November an.

Bislang ist Tebroke im Rheinisch-Bergischen Kreis zwar mit vielen Vorschußlorbeeren bedacht worden, er hat im Gefolge der örtlichen und überregionalen CDU-Prominenz auch schon ein paar Vorstellungstermine absolviert – doch den Bürgern ist er noch weitgehend unbekannt.

Der Privatmann

Hermann-Josef Tebroke wurde 1964 als ältestes von fünf Kindern in Bocholt-Stenern im westlichen Münsterland geboren. Mit seiner Frau Sabine hat er vier Kinder zwischen 12 und 18: Jonas, Katharina, Elias und Aaron.  Die Familie lebt in Lindlar-Falkenhof. Er ist katholisch geprägt, war Messdiener und Pfarrgemeinderatsvorsitzender.

In Lindlar ist er inwischen heimisch geworden – und würde auch im Fall der Wahl zum Landrat nicht umziehen: „Lindlar grenzt direkt an Rhein-Berg an, es gibt keine Vorschrift, die einen Landrat zwingt, vor Ort zu wohnen. Wäre ein Umzug zwingend erforderlich, dann würde ich es nicht machen,” zitiert ihn die BLZ. Pendeln ist er von früher ja gewohnt, und die Strecke nach Bergisch Gladbach ist nichts gegen die nach Bayreuth, seinem früheren Dienstort.

Der Professor und Bürgermeister

Nach dem Abitur 1983 studierte Tebroke in Münster Betriebswirtschaftslehre mit dem Abschluss Diplom-Kaufmann. Anschließend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent in Münster und Augsburg, wo er 1992 promovierte und 1998 habilitierte. Es folgten Lehraufträge und Lehrstuhlvertretungen in Augsburg, Essen und Münster. 1999 übernahm Tebroke eine Professur für allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Hamburger Universi­tät für Wirtschaft und Politik. 2001 erreichte ihn der Ruf der Universität Bayreuth, wo er bis 2004 Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Finanzwissenschaften war.

2004 erhielt Tebroke einen neuen Ruf, dieses Mal aus Lindlar, wo seine Familie bereits seit 2001 lebte – und wo ein Bürgermeister gesucht wurde. Die Chance, seine theoretischen Kenntnisse in der Praxis auszuprobieren, und das so ganz ohne die übliche lokalpolitische Ochsentour, erschien ihm reizvoll. Er trat an, gewann (obwohl der den Ort kaum kannte und noch in Bayreuth lehrte) mit 60 Prozent der Stimmen, trat 2009 zur Wiederwahl, und gewann mit fast 85 Prozent der Stimmen triumphal. Die SPD hatte noch nicht einmal mehr einen Gegenkandidaten aufgestellt.

Seine Arbeit in Lindlar wird von allen Seiten, selbst von der SPD, gelobt. Er vermittelte zwischen den Parteien, formte ein gut funktionierende Verwaltungsmannschaft und tummelte sich in Karneval und Schützenvereinen, legte Konflikte mit dem Bergischen Abfallwirtschaftsverband bei, setzte einen Leitbild-Prozess in Gang und baute einen Draht zur Jugend auf, bilanzierte der KSTA nach der ersten Amtszeit.

Der CDU-Politiker

Tebroke ist zwar CDU-Politiker, hält sich aber mit Parteiämtern sehr zurück. In die Partei ist er auch erst nach der Wahl zum Lindlarer Bürgermeister eingetreten.

Wofür Hermann-Josef Tebroke eintritt

Unmittelbar nach seiner Nominierung durch die CDU gab der frischgebackene Landratskandidat ein Bekenntnis für den Rheinisch-Bergischen Kreis ab, den er bislang nur als Nachbar kannte:

“Er ist finanziell gut aufgestellt, die Randlage zu Köln ist eine riesige Chance, die Politik hat bisher immer auf einen vernünftigen Ausgleich der Interessen von Kreis und Kommunen geachtet, und auch die Zukunftsthemen werden angepackt.”

Seine politische Grundkoordinaten umriss Tebroke so:

„Je mehr ich die Menschen im Kreis kennen lerne, umso mehr bin ich motiviert. Beim Wort ,Vater Staat’ habe ich so meine Probleme. Wer sich zu sehr auf den Staat verlässt, wird passiv. Ich setzte  auf das Subsidaritätsprinzip, auf „Privat vor Staat“. Die Menschen finden doch zuerst Hilfe in der Familie und in Vereinen. (…) Kreis und Kommunen müssen enger zusammenarbeiten, um für Probleme gute Lösungen zu finden. Das ist es doch, was die Bürger wollen. Ich werde mich für mehr Arbeitsplätze vor Ort einsetzen. Dazu ist es notwendig, Unternehmen anzulocken und Gewerbegebiete auszuweiten. (…) Ein solider Finanzhaushalt ist wichtig, denn die Schulden von heute sind die Steuern von morgen.“

Mehr über seinen politischen Stil und seine inhaltlichen Ziele verrät Tebroke im großen Interview mit dem iGL Bürgerportal Bergisch Gladbach.

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Weitere Informationen und Dokumente:

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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