Die DRK-Mitarbeiter bei einer Lagebesprechung in Sand. Foto: DRK

Die Vorbereitungen für die kurzfristige Unterbringung von 80 Flüchtlingen in Bergisch Gladbach laufen wie geplant. 53 Kräfte des Roten Kreuzes haben die Turnhalle in Sand kurzfristig in eine Flüchtlingsunterkunft verwandelt, sodass für die Ankunft der erwarteten 80 Menschen alles bereitsteht.

Nach der Ankunft wird jeder Neuankömmling vor Ort zunächst doppelt registriert: Einmal von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DRK und einmal von städtischen Beschäftigten des Fachbereichs Jugend und Soziales der Stadtverwaltung.

Ein Klinikbus steht für die Erstuntersuchungen bereit

Der nächste Schritt führt die Menschen in den Untersuchungsbus, der mit allen notwendigen medizinischen Geräten ausgestattet ist. Im Rheinisch-Bergischen-Kreis ist dieser Bus zum ersten Mal im Einsatz und eine große Erleichterung für alle Helfenden. In kleinen Gruppen werden die Flüchtlinge danach zum Röntgen ins Krankenhaus gebracht. Dies ist ebenfalls notwendiger Bestandteil der umfangreichen medizinischen Aufnahme.

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Innerhalb kurzer Zeit wurde die Turnhalle mit all dem ausgestattet, was für die Unterbringung der Menschen benötigt wird. Ein Aufenthaltsraum im Erdgeschoss wurde in einen Verpflegungsraum umgewandelt. Hier erhalten die neuen Bewohner Getränke und kalte Mahlzeiten. Warme Mahlzeiten werden von einem DRK-Seniorenzentrum aus Wipperfürth angeliefert. Als erste warme Mahlzeit in der neuen Unterkunft wird am heutigen Abend Gemüseeintopf angeboten. Große Schilder mit Symbolen in deutscher sowie englischer Beschriftung helfen den Flüchtlingen, sich in der neuen Unterkunft schnell zurechtzufinden.

Auch ein gut gefülltes Lager wurde eingerichtet. Von Hygieneartikeln über Wasservorräte und Windeln bis hin zu Kinderspielzeug ist hier alles zu finden. Jeder Neuankömmling erhält ein Hygienepaket bestehend aus Handtüchern, Waschlappen, Deo, Duschgel, einem Kamm sowie Zahnbürste und Zahnpasta. Da bisher noch nicht bekannt ist, wie sich die Gruppe zusammensetzt, können auf Bedarf fehlende Dinge, wie beispielsweise Babynahrung, nachgekauft werden.

Die Halle wurde mit Trennwänden unterteilt. Foto: WSD

Der Schlafsaal in der Turnhalle ist ebenfalls fertig hergerichtet. Jedes der Betten wurde nummeriert und mit Kissen und Decke ausgestattet. Jedem Neuankömmling kann sein Bett so genau zugewiesen werden. Der städtische Bauhof stattet die Turnhalle mir Trennwänden aus, um den Flüchtlingen die Möglichkeit zu bieten, sich in abgetrennten Räumen zurückzuziehen. Auch für Familien kann die neue Situation auf diese Weise angenehmer gestaltet werden.

Auf der zweiten Etage der Turnhalle befinden sich die sanitären Anlagen. Da die Räumlichkeiten in einem guten Zustand sind, mussten die Helferinnen und Helfer hier nur Handtücher und Seife bereitstellen.

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Ein Sicherheitsdienst ist beauftragt, für die Sicherheit aller Beteiligter zu sorgen. Von Seiten der Verwaltung wurde ein Krisenstab eingerichtet, der die Abstimmung aller involvierten Bereiche erleichtert und eine enge Zusammenarbeit ermöglicht. Die Stadtverwaltung dankt allen Sanderinnen und Sandern für Ihr Interesse sowie für die ersten Hilfsangebote und bittet um Verständnis für diese Ausnahmesituation. Nun warten alle Helfenden gespannt auf die neue Aufgabe. Alle Beteiligten hoffen, dass die Menschen bestmöglich in Sand aufgenommen werden können.

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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3 Kommentare

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  1. Es wundert sich der Arzt, es staunt der schwarze Mann.
    Der Eingeborene hierzulande weigert sich ja beharrlich, selbst bei medizinischer Notwendigkeit, unters Röntgengerät zu krabbeln weil er fürchtet direkt im Anschluss von der Strahlenkrankheit dahin gerafft zu werden. Während der Flüchtling gar nicht schnell genug dran kommen kann.
    Verständlich, sterben doch in seiner Heimat die Leute weil sie zu wenig zu essen haben während hierzulande sich der Eingeborene mit größter Hingabe nicht früh genug ins eigene Grab fressen kann.

    Ja es ist ein Dilemma mit der Willkommenskultur. Auf der einen Seite verkünden die Gutmenschpolitiker der grünlinken christlichsozialen Parteien dass das Boot niemals voll sein kann und jeder willkommen ist. Auf der anderen Seite steht der Sozialstaat kurz vor dem Kollaps weil es Ökonomisch ein Ding der Unmöglichkeit ist Freizügigkeit, also offene Grenzen zu haben und gleichzeitig ein gutes Sozialsystem zu unterhalten.

    Ohne Zweifel, Menschen in Not, von Hunger und Tod bedrohten sollte man helfen. Das ein Gebot der Nächstenliebe und trifft wohl auf obige Menschen zu.

    Was aber mit den 2/3 die Wirtschaftsflüchtlinge sind? Zwei von dreien werden auch nach Jahren noch staatlich Alimentier, wie Statistiken aus Dänemark zeigen. Keiner von denen wurde und wird je abgeschoben, ganz gleich wie die Theateraufführung “Asylantrag” in DE ausgehen mag. In Deutschland fallen solche Statistiken leider dem Zensus der Wahrheitsmedien zum freiwilligen Opfer. Genau wie die Tatsache dass bspw. Algerien mit der EU Beitrittsverhandlungen führt während deren Bürger hierzulande als Flüchtlinge willkommen geheißen werden/sollen/müssen/dürfen.
    Ja die Wahrheit die da lautet entweder einen starken Sozialstaat oder offene Grenzen ist unangenehm. Vor allem wenn man zum Einheitsbrei der Etablierten Parteien gehört und sich sowieso schon mangels Orientierung drehen muss wie ein Brummkreisel um ein paar Stimmen derjenigen Wähler zu generieren die überhaupt noch wählen gehen weil alle mehr oder weniger vollkommen bedient sind von den vielen Heilsbotschaften der Europäischen Wachstums Union und deren richtungsloser Pseudodemokratie.

    @Kramer, nette warme Worte. Lassen sie denen mal Taten folgen und dienen als Vorbild. Sollte sich in der EU nichts ändern werden sie sicher bald schon die Chance bekommen auch drei Familien bei sich aufzunehmen.
    Das erhöht die Wohnkultur.

    In diesem Sinne, schönen Tag noch.

  2. Ich freue mich immer wenn wir Flüchtlingen helfen können aber ich sehe auch Probleme auf uns zukommen. Die Flüchtlinge können ja nicht jahrelang in einer Turnhalle oder in Zelten leben und der Winter kommt bestimmt !. Wir sollten spenden um Wohnungen bauen zu können und alle die ein Haus haben sollten eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen !