RheinBerg liegt im Mittelfeld – zwischen der Metropole Köln und Oberberg.

In Nordrhein-Westfalen und auch im Rheinisch-Bergischen Kreis wird die Zahl der Erwerbspersonen in den kommenden Jahren noch ein Stück weit ansteigen. Im Land werden es gegenüber 2014 rund fünf Prozent mehr sein, in RheinBerg sogar 8,7 Prozent. Das haben die Experten des Landesbetrieb Information und Technik NRW ausgerechnet. Doch schon wenig später kippt der Trend.

Ab dem Jahr 2020 aber werden immer weniger Menschen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die Gesamtzahl wird bis 2040 im ganzen Land um 7,9 Prozent sinken, in RheinBerg mit 7,2 Prozent annähernd gleich stark. Nur die Großstädte können sich gegen diesen Trend stemmen; im Extremfall schrumpft die Zahl im Kreis Höxter um 29 Prozent, aber auch in Oberberg soll das Minus bei 16,5 Prozent liegen.

Der Grund für diese Entwicklung ist vor allem der demographische Wandel der deutschen Gesellschaft: die Geburtenrate ist zu niedrig, der Anteil der Rentner steigt. Nur kurzfristig wirkt sich noch die Verkürzung der Gymnasialzeit und der Verlängerung der Lebensarbeitszeit positiv auf die Zahl der Erwerbspersonen aus, dann schlägt der demographische Faktor voll zu.

Allerdings, das betonen die Statistiker, haben sie bei diesen Berechnungen nicht berücksichtigen können, welche Auswirkungen die Integration von Flüchtlingen auf die Zahl der Erwerbstätigen haben wird. Unter Umständen können sie einen Teil der demographischen Lücken füllen.

Gezählt werden übrigens die in einem Kreis wohnhaften Personen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die Höhe der Arbeitslosigkeit spielt also keine Rolle. Und auch die Zahl der Ein- oder Auspendler wird in diesem Zusammenhang nicht berücksichtigt – ist im Verhältnis zwischen den Städten Köln, Bonn, Leverkusen und ihrem Umland aber durchaus wichtig.

Datix

Zahlen, Tabelle, Grafiken sind mein Metier. Weil mich interessiert, was sich hinter dem ganzen Datensalat verbirgt.

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1 Kommentar

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  1. Spätestens 2020 wird sich die Zahl der Erwerbstätigen verringern. Flüchtlinge sind da nicht berücksichtigt, aber das Thema wird in 4 Jahren bei Weitem weniger Brisanz und Umfang haben wie heute. In diesem Jahr aber beginnt die Planung des neues Flächennutzungsplans (FNP) für Bergisch Gladbach, der in seiner ersten Vorlage Flächen für Gewerbe (55 ha) und Wohnbebauung (420 ha) aufzeigt. Nun wäre es ja erstrebenswert, wenn die Familien in Bergisch Gladbach mal wirklich mit einer Familienplanung begännen, die auf 4 – 6 Kinder abzielt. Scheinbar wissen die städtischen Planer, allen voran der ehemalige 1. Beigeordnete und Stadtbaumeister (wie er sich nennt) und jetzige Frührentner und “berater” des FNP mit absicherndem Beratungsmandat, schon mehr, was die künftige Famileinplanung in BGL angeht. Oder wie sind die die unglaublichen Flächenplanungen motiviert? Wo sollen die Bewohner für 600 Fußballfelder (= 420 ha) herkommen, wer soll die Arbeistplätze in 55 ha neuen Gewerbegebieten besetzen, welche Firmen werden sich angesichts der fehlenden Mitarbeiter im Umfeld hier ansiedeln?